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Schleswig-Holstein - Unternehmer

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Schleswig-Holstein - Unternehmer

Die Namen Ahlmann, Howaldt und Possehl prägen die Wirtschaft Schleswig-Holsteins bis heute.

Katharine (Käte) Ahlmann

(1890 - 1963), Unternehmerin, übernahm nach dem frühen Tod ihres Mannes in den 1930er Jahren die Leitung der Büdelsdorfer Carlshütte. 1950 - 58 war sie Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger Unternehmer. Auf ihre Initiative wurde 1954 dann die "Vereinigung von Unternehmerinnen" gegründet, deren Vorsitzende sie bis 1962 war.

Aber Ahlmann war nicht nur eine erfolgreiche Unternehmerin. Sie beteiligte sich an der Gründung des Studienkreises für Wirtschaft in Schleswig-Holstein und war Mitglied zahlreicher wirtschafts-, sozial- und kulturpolitischer Gremien. Sie stiftete mehrere soziale und kulturelle Einrichtungen, wie das 1963 eingeweihte Eisenkunstgussmuseum. 1960 erhielt Ahlmann das Große Bundesverdienstkreuz, 1961 wurde sie zur Ehrenbürgerin von Büdelsdorf ernannt.

Emil Possehl

(1850 - 1919), Kaufmann, baute die Eisen- und Kohlenhandlung seines Vaters zu einem verzweigten internationalen Unternehmen aus. Possehl gab maßgebliche Impulse bei der Industrialisierung und dem infrastrukturellen Ausbau Lübecks. Zudem trat er als Mäzen und bedeutender Förderer von Wissenschaft und Kunst in Erscheinung (Possehl-Stiftung).

August Ferdinand Howaldt

Das Bild zeigt die HDW-Werft in Kiel. HDW-Werft in Kiel (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)HDW-Werft in Kiel © M. Staudt / grafikfoto.de

(1809 - 1883), Unternehmer, gilt als Pionier der Kieler Industrialisierung. Nach seiner Mechanikerausbildung gründete er gemeinsam mit Johann Schweffel die Maschinenfabrik und Eisengießerei Schweffel und Howaldt in Kiel. Der Konstrukteur und Erfinder profitierte vom aufkommenden Eisenbahn- und Dampfschiffbau. Lange Zeit waren die Howaldtswerke-Deutsche Werft AG die größte deutsche Werft.

Salomon (Wulff) Warburg

(1778 - 1854), Bankier und Kaufmann, führte den von seinem Vater begründeten Altonaer Zweig der Hamburger Bankiersfamilie Warburg zu überregionaler Bedeutung. Altona wurde in der Folge zum bedeutenden Bankplatz im Gesamtstaat. Zudem fungierte er als Stifter und Mäzen und engagierte sich in der Leitung der jüdischen Gemeinde für deren Emanzipation.