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Schleswig-Holstein -
Nordseeinsel Föhr

Staatskanzlei

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Nordseeinsel Föhr

Föhr ist die zweitgrößte Nordseeinsel und nur per Schiff oder Flugzeug zu erreichen. Die Insel der "langen Strände und der kurzen Wege" bietet mit ihren elf Dörfern und der Stadt Wyk viel Abwechslung.

Bei Streifzügen erkennt der Besucher schnell, weshalb Föhrs Beiname "grüne Insel, weißer Strand" goldrichtig ist. Hoch oben im Norden verbindet die Insel Föhr nordfriesische Tradition mit mediterranem Flair. Die Nähe zum Golfstrom begünstigt das milde Klima der Insel und lässt im über 100 Jahre alten Nordseekurpark nicht nur die regionstypische Pflanzenwelt wachsen. Dort gedeihen neben Mammut-Fichten aus Südamerika, auch Esskastanien und verschiedene Zypressen.

Strand, Grünland und ein Fluss

Die 82 Quadratkilometer große Insel ist durch ihre Lage zwischen dem Festland und den Inseln Amrum und Sylt überwiegend vor Wind und Wellen geschützt. Die See nagt daher nur wenig an Föhrs 15 Kilometer langem Sandstrand. Er ist reger Treffpunkt für Sportler, Sonnenanbeter, Sandburgarchitekten und Muschelsammler.

Letzte Lagunensalzwiese Schleswig-Holsteins

Das im Norden gelegene Marschland und die im Süden gelegene Geest prägen die Insel. Mit maximal 13 Metern Erhöhung lädt das überwiegend flache Land zu ausgiebigen Rad- und Wandertouren ein. Auf den 144 Kilometer Radwanderwegen lässt sich Föhr in aller Ruhe erkunden. Der einzige Süßwasserfluss der Nordseeinsel, die Godel, ist Schauplatz eines einzigartigen Naturschauspiels. Die letzte verbliebene Lagunensalzwiese Schleswig-Holsteins erstreckt sich vor der Flussmündung in die Nordsee. Ein Naturschutzgebiet schützt die Godelniederung und tausende Seevögel, die dort rasten und brüten.

Wikinger und Nordfriesen

1362 wurde der Ritter Klaus Limbeck vom dänischen König Waldemar Atterdag mit den Inseln Föhr, Sylt und Amrum belehnt. Die nach ihm benannte Lembecksburg dominiert bis heute die Landschaft rund um das Dorf Borgsum. Vor rund 1.000 Jahren bauten die Bewohner der Insel dort einen ersten Wall, vielleicht zum Schutz vor Wikingern. Auch später im 14. Jahrhundert wussten sich die Inselbewohner gegen ungeliebte Besucher und Landverwalter zu wehren. Damals erhielt die Lembecksburg mit ihren zehn Metern Höhe und knapp 100 Metern Durchmesser ihre heutige Rundwall-Gestalt.

Elf Dörfer und eine Stadt

Straße auf der Nordseeinsel Föhr Straße auf der Nordseeinsel Föhr (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © W. Diederich / grafikfoto.de

Die elf Dörfer der Insel und ihre Stadt Wyk mit den 8.660 Insulanern haben aber noch mehr vorzuweisen. Zahlreiche Galerien und Ateliers bieten Abwechslung für Kunstliebhaber. Und das "Dr. Carl Häberlin Friesenmuseum" beeindruckt nicht nur wegen seines Eingangstors aus Blauwalkieferknochen. Nordfriesische Traditionen, die bis heute auf Föhr und den umliegenden Inseln gepflegt werden, sind dort anschaulich dargestellt.

Auch außerhalb des Museums ist nordfriesische Kultur allgegenwärtig. Inmitten des Friesendorfes Nieblum, zwischen alten Reetdachhäusern, steht der romantische "Friesendom", St. Johannis. Zwei weitere historische Kirchen und fünf Windmühlen dokumentieren das Leben der Föhrer im Wandel der Zeit.

Die Kunst der Westküste

Mit der Faszination des Meeres setzt sich das Museum Kunst der Westküste auseinander. In über 480 Arbeiten dokumentiert die Sammlung die Lebenswelten der kontinentalen Nordseeküste für den Zeitraum des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Mit Max Beckmann, Max Liebermann, Emil Nolde und Edvard Munch sind wichtige skandinavische und deutsche Künstler in der Sammlung vertreten.

Kunst, friesische Kultur und die großartige Landschaft sind nicht die einzigen Pfunde, mit denen Föhr wuchern kann. Es glänzt zudem seit jeher auch mit sportlichen Angeboten. Der zweitälteste Golfclub Schleswig-Holsteins ist Gastgeber auf einem der schönsten Golfanlagen Norddeutschlands.

Weitere Informationen

Landschaft und Natur in Schleswig-Holstein

Website der Nordseeinsel Föhr

Nationalpark Wattenmeer

Weltnaturerbe Wattenmeer