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Ergebnisse der Kartierung 2012

Staatskanzlei

Ergebnisse der Kartierung 2012

Das LLUR hat Lärmkarten für ca. 2.400 km Straßen in Schleswig-Holstein ausgewertet und die Ergebnisse in einer Broschüre zusammengefasst. Es sind ca. 220.000 Menschen durch Straßenverkehrslärm belastet. Die meisten belasteten Menschen leben in Städten mit mehr als 20.000 Einwohnern (68 %) bzw. Ballungsräumen (60 %). Die Hälfte der belasteten Menschen wird durch Lärm der kommunalen Straßen beeinträchtigt. Zur Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie der EU wurden für Straßen mit einer Verkehrsstärke über 8.200 Fahrzeugen am Tag und weitere Strecken in den Ballungsräumen Kiel, Lübeck und den Kommunen Schleswig-Holsteins im Ballungsraum Hamburg Lärmkarten ausgearbeitet. Auch die Lärmbelastungen des Flughafens Hamburg, der Schienenstrecken der AKN und einzelner Gewerbeanlagen werden betrachtet. Die Lärmkarten geben detailliert Auskunft über die Höhe der Belastungen.

Handlungsbedarf wird sicher von vielen Menschen gesehen, da allein an den kartierten Straßen etwa 20.000 Menschen durch Straßenverkehrslärm in ihrem Nachtschlaf beeinträchtigt werden, davon 10.000 Menschen erheblich. Die Gesamtzahl der von Lärm belasteten Menschen wäre deutlich größer, wenn auch Straßen mit geringerer Verkehrsbelastung betrachtet würden.

Auswertung der Lärmkartierung 2012 (PDF 12MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Auswertung der Aktionspläne der 2. Stufe

Dass LLUR konnte an einem Vorhaben des Umweltbundesamtes partizipieren, in welchem die Lärmaktionspläne der 2. Stufe für Deutschland ausgewertet wurden. Die Erkenntnisse sollten ermöglichen, Gemeinden bei der Aufstellung der Aktionspläne besser zu unterstützen, ungünstige Rahmenbedingungen zu erkennen und diese ggf. mit belastbaren Argumenten zu verbessern.

Grundlage der Auswertung waren die bis zum 18.11.2015 dem UBA im Rahmen der EU-Berichterstattung übermittelten Zusammenfassungen von Aktionsplänen der Gemeinden.

Auswertung der Lärmaktionspläne zur Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie in Schleswig-Holstein (PDF 1MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Die Auswertung ergibt in aller Kürze folgendes Bild:

  • In SH werden häufiger Lärmaktionspläne aufgestellt als in anderen Bundesländern
  • Ein Zusammenhang zwischen der Größe der Gemeinde und der Aufstellung eine Aktionsplan besteht nicht
  • Als Maßnahmen zur Lärmbekämpfung werden am häufigsten in absteigender Reihenfolge genannt:

    • Sanierung von Fahrbahnbelägen
    • Geschwindigkeitssenkungen
    • Lärmschutzwände/Wälle
    • städtebauliche Maßnahmen
    • Schallschutzfenster
  • Über 60% der Aktionspläne sehen verkehrliche Maßnahmen (aktiver Lärmschutz) und ca. 20 % die klassischen passiven Maßnahmen vor
  • Aktionspläne größerer Kommunen (über 10.000 Einwohner) enthalten zu über 80 % Maßnahmenvorschläge
  • Das wichtigste Medium zur Einbindung der Öffentlichkeit ist das Internet, das zudem in SH überdurchschnittlich genutzt wird
  • Es wurden ca. 50 Diskussions- und Informationsveranstaltungen durchgeführt
  • Nur sieben Gemeinden geben keine Aussagen zur Einbindung der Öffentlichkeit
  • In SH werden im Bundesvergleich überdurchschnittlich häufig ruhige Gebiete festgelegt.

Als Interpretation der Auswertung ist nahliegend, dass der gesetzliche Auftrag zur Aufstellung von Lärmaktionsplänen in SH von den Gemeinden angemessen umgesetzt wird und sich SH im Bundesvergleich sehen lassen kann. Mit dem Musteraktionsplan wurde den Gemeinden ein hilfreiches Instrument an die Hand gegeben.