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40.000 Euro für drei Kulturknotenpunkte

Staatskanzlei

40.000 Euro für drei Kulturknotenpunkte

Kulturknotenpunkte stärken kulturelle Teilhabe.

Die Landesregierung fördert mit den Kulturknotenpunkten Schleswig-Holstein das professionelle Netzwerk für Kultur im ländlichen Raum. Sie vernetzen die Angebotsstrukturen untereinander und mit den dichter besiedelten Zentren, beraten kulturelle Akteure und Interessierte entsprechend der Bedarfe vor Ort, fördern und initiieren Kooperationen und unterstützen die Öffentlichkeitsarbeit für kulturelle Angebote.

Die Kulturknotenpunkte arbeiten spartenübergreifend, innovativ, dialogisch, vermittelnd und stabilisierend. Sie verstehen sich als verlässliche und professionelle Partner der Kulturakteure vor Ort und als Multiplikatoren der Landeskulturpolitik im ländlichen Raum. Als Teil eines landesweiten Netzwerks leisten sie dazu jeweils eigene Beiträge.

Kulturknotenpunkte stärken kulturelle Teilhabe und haben die Aufgabe, alle relevanten Akteure in einer Region (Kulturschaffende, Kulturträgerinnen und Kulturträger, Ehrenamtliche, Nutzerinnen und Nutzer von Kulturangeboten, Kommunen) intensiv in ihre Arbeit einzubinden und zu vernetzen. Das Konzept der seit 2015 etablierten Kulturknotenpunkte soll kontinuierlich weiterentwickelt und gefördert werden.

Zum 1. Januar 2022 sollen nun für weitere fünf Jahre jeweils ein

  • Kulturknotenpunkt Ost (Region Plön/Ostholstein)
  • Kulturknotenpunkt Nordost (Region Schleswig-Flensburg/nördliches Rendsburg-Eckernförde)
  • Kulturknotenpunkt Mitte (Region Segeberg/südliches Rendsburg-Eckernförde)

gefördert werden. Die Kulturknotenpunkte sollen an bestehenden professionell geführten Einrichtungen mit kulturellem Bezug und Erfahrung in der Vernetzungsarbeit angesiedelt werden. Besonders geeignet sind Einrichtungen, die die Aufgaben als Kulturknotenpunkt eng mit ihrem eigenen Tätigkeitsfeld verbinden und dadurch Synergien nutzen können.

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur lädt interessierte Einrichtungen zur Bewerbung um die Förderung als Kulturknotenpunkt ein. Bewerbungsfrist ist der 15. September 2021.

Wer kann sich bewerben?

Einrichtungen, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Bezug zum Kulturbereich,
  • ein angemessener Professionalisierungsgrad, um die genannten Aufgaben leisten zu können – ein wichtiger Faktor ist bereits vorhandenes hauptamtliches Personal,
  • nachgewiesene Erfahrungen in der Vernetzung von Kultureinrichtungen und schon vorhandene Netzwerke vor Ort,
  • Erfahrungen im Bereich der kulturellen Teilhabe und Kenntnis der Strukturen in der Region und im Land.

Wie kann man sich bewerben?

Im Bewerbungsformular werden erfragt:

  • Ideen zur Initiierung und Moderation von Kooperationsprozessen in der gesamten Region [1] in Form eines Kurzkonzepts unterlegt mit dem Entwurf eines Arbeitsplans für die fünf Förderjahre 2022 bis 2026
  • Angaben zur beabsichtigten eigenen thematischen Schwerpunktsetzung [2] des Kulturknotenpunkts und zu Hauptzielgruppen der geplanten Arbeit
  • Angabe, welche Ressourcen der Trägerinstitution (z.B. Infrastruktur wie Räume, Website, Sachmittel usw.) in die Arbeit des Kulturknotenpunkts eingebracht werden können
  • Angaben zu möglichen Synergien mit dem Tätigkeitsfeld der Trägerinstitution und zu anderen Kulturknotenpunkten
  • Benennung von mindestens drei Fachpartnern (z.B. Institutionen, kulturelle Netzwerke und Verbände, Kommunen und Kreise, Stiftungen) in der Region, im Land oder auch darüber hinaus – Nachweis durch Absichtserklärungen („letter of intent“) unter Benennung konkreter Kooperationsideen
  • Bereitschaft zur fachlichen Zusammenarbeit mit dem mit TRAFO-Mitteln geförderten Projekt „KreisKultur“ im Kreis Rendsburg-Eckernförde
  • Skizze von Kompetenzprofilen der vorgesehenen Person(en), die die Kulturknotenpunkt-Arbeit übernehmen soll(en)
  • Eine Bewerbung als Konsortium bzw. Allianz mehrerer Einrichtungen kann nur berücksichtigt werden, wenn hinreichend klare Verabredungen zwischen den Einrichtungen hinsichtlich der Modalitäten der beabsichtigten Zusammenarbeit (modus operandi) verbindlich dokumentiert sind.

Welche Mindeststandards gelten?

  • mindestens 12 Stunden Personalressourcen pro Woche für die Kulturknotenpunkt-Arbeit
  • Selbstverpflichtung zu einer kooperativen, konstruktiven Mitarbeit im Netzwerk der Kulturknotenpunkte, u.a. verbindliche, regelmäßige Teilnahme an Netzwerktreffen
  • Abstimmungen und Kooperationen mit Kommunen und Kreisen der Region pflegen, u.a. als Partner für gemeinsame Aktivitäten und die Verbreitung von Informationen
  • jährlich mindestens sechs, mit konkreten Zielen [3] hinterlegte, Veranstaltungen und/oder Projekte (beides auch in Kooperation mit Partnern) des Kulturknotenpunkts zur Vernetzung der Einrichtungen und Angebote in der Region – für diese Vernetzungsaktivitäten sind im Finanzplan ausreichende Mittel vorzusehen (Richtwerr: mindestens circa 15 % der Gesamtmittel)
  • Unterstützung der Kulturakteure vor Ort entsprechend der ermittelten Bedarfe
  • Kulturknotenpunkte sichtbar machen, physisch und digital, vor allem durch regelmäßige, gezielte Öffentlichkeitsarbeit für Aktivitäten des Kulturknotenpunkts und Nutzung des Logos
  • Verbreitung von Informationen in der Region in geeigneter Form, etwa zu Veranstaltungen und Fragen von Kulturentwicklung, -förderung, -management und neuen Ideen sowie Fortbildungsangeboten

Welche Förderung wird geboten?

  • Die Kulturknotenpunkte erhalten p.a. eine Summe von 40.000 Euro, die die erforderlichen Personal- und Sachkosten abdeckt. Die Summe wird jährlich ausgezahlt.
  • Einbindung in das Netzwerk der sieben Kulturknotenpunkte, unter anderem durch jährlich mehrere Netzwerktreffen
  • im Rahmen der landesweiten Koordination des Netzwerks durch den Landeskulturverband Schleswig-Holstein e.V.
    • Erfahrungsaustausch und Fachberatung
    • mindestens eine Fortbildungsveranstaltung pro Jahr für die Verantwortlichen der Kulturknotenpunkte
    • Bereitstellung von zentralen Vorlagen für die Öffentlichkeitsarbeit der Kulturknotenpunkte
    • zentraler Internetauftritt und Newsletter über die Aktivitäten der Kulturknotenpunkte
  • regelmäßiger Austausch mit der Kulturabteilung im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein

Die Kulturknotenpunkte werden für einen Zeitraum von fünf Jahren eingerichtet.

Wie geht es weiter? 

Interessierte Einrichtungen konnten sich bis zum 15. September 2021 um die Förderung als Kulturknotenpunkt bewerben.

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur entscheidet anhand der oben genannten Kriterien sowie anhand der Qualität der Bewerbungsunterlagen über die Eignung einer Einrichtung als Kulturknotenpunkt des Landes Schleswig-Holstein.

Die Information über den Zuschlag erfolgt spätestens zum 30. Oktober 2021.

Bewerbungen – nur auf dem vorgegebenen Bewerbungsformular (siehe unten) – sind bis zum 15. September 2021 (Stempel Posteingang) unterschrieben zu richten an:

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
- Kulturabteilung -
Referat Kulturentwicklung
Jensendamm 5
24103 Kiel 
Bei Fragen zur Bewerbung wenden Sie sich bitte an benjamin.hanke@bimi.landsh.de

[1] Es empfiehlt sich, bestehende Kulturentwicklungsplanungen der Kreise und Kommunen der Region, soweit jeweils vorhanden, in der Konzeption zu berücksichtigen.

[2] Im Rahmen der Kernaufgaben – kulturelle Teilhabe stärken und Vernetzung im ländlichen Raum fördern – haben die einzelnen Kulturknotenpunkte die Möglichkeit gemäß den in der Trägerinstitution vorhandenen Kompetenzen sowie den lokalen Bedarfen und Spezifitäten (1-2) inhaltlich-thematische Schwerpunkte der Arbeit zu setzen. Dadurch sollen sich im Netzwerk der Kulturknotenpunkte Kompetenzzentren und Synergien ergeben.

[3] spezifisch, messbar, aktivistisch, realistisch, terminiert (SMART)