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Hochseeinsel Helgoland

© M. Staudt / grafikfoto.de

Hochseeinsel Helgoland

Die Inselgruppe Helgoland und Düne gehört seit 1890 zum deutschen Staatsgebiet und bildet die amtsfreie Gemeinde Helgoland im Kreis Pinneberg (Schleswig-Holstein) in der 1.400 Menschen leben (Stand 31.12.2015).

Die Gemeinde Helgoland nimmt unter den Gemeinden in Schleswig-Holstein und im Bundesgebiet eine besondere Stellung ein. Helgoland ist die einzige Hochseeinsel Deutschlands und damit in einer einzigartigen mit anderen Gemeinden unvergleichbaren Situation.

Luftbild von Helgoland Helgoland (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Deutschlands einzige Hochsee- und Felseninsel Helgoland © M. Ruff / grafikfoto.de

Die weit vom Festland entfernte Lage hat zur Folge, dass die Versorgung (Wasser, Fernwärme), Entsorgung (Abwasser), Krankenhausversorgung (Krankenhaus auf der Insel) unabhängig vom Festland erfolgen muss. Die Stromversorgung erfolgt über ein Seekabel vom Festland. Die Verkehrsanbindung erfolgt per Schiff (gemeindeeigene Hafenanlagen) und per Flugzeug (gemeindeeigener Flugplatz). Insofern muss die Gemeinde Helgoland eine außerordentlich umfangreiche Infrastruktur vorhalten. Hinzu kommt, dass die Hafenanlagen, Schiffsanleger und Bohlwerke bei einer Hochseeinsel in besonderem Maße den Naturgewalten ausgesetzt sind.

Die Struktur der Hauptinsel mit Oberland, Mittelland und Unterland führt zu erheblichen zusätzlichen Kosten (Absicherung der Falmkante, aufwendige Treppenanlagen, Sicherstellung des Brandschutzes). Die vorstehenden Besonderheiten führen dazu, dass die Kosten für Investitionsmaßnahmen auf der Insel zwangsläufig deutlich höher als auf dem Festland sind. Faktoren sind u.a. die Frachtkosten über See, die erhöhten Kosten für örtlich nicht vorhandenes Fachpersonal (Unterbringung, Auslösung, Anreisekosten, Zeitverlust sowie Lohnkosten durch Anreise), die erhöhten Kosten für örtlich nicht vorhandene Geräte sowie die Begrenzung der Geräte auf transportierbares Maß.

Die kommunalfinanzwirtschaftlichen Probleme sind somit ausgeprägter als in anderen Bädergemeinden. Insbesondere ist das Leben auf Helgoland wegen der geographischen Lage der Insel besonderen Belastungen und Entbehrungen ausgesetzt ist und die Lebenserhaltungskosten sind höher als auf dem Festland.

Wirtschaftliche Grundlage der Gemeinde und der Bevölkerung Helgolands bildet vor allem der Tourismus. Weitere wesentliche wirtschaftliche Grundlagen bilden die Wissenschaft (Alfred-Wegner Institut, Institut für Vogelforschung "Vogelwarte Helgoland") und der Versorgungshafen für Offshore Windpark Betreiber.

Durch seine geographische Lage ist Helgoland bedeutend als:

  • Kur- und Heilbad
  • Erholungsgebiet und Ziel für Tagesausflüge
  • Forschungsstätte für experimentelle Ökologie, Mikrobiologie, Botanik, Ozeanographie, Ichthyologie, Ornithologie
  • Versorgungshafen für Offshore Windpark Betreiber
  • Schutzhafen für die küstennahe Schifffahrt

Besondere Rechtsvorschriften

Die besondere Stellung der einzigen deutschen Hochseeinsel erfordert zahlreiche rechtliche Sonderregelungen. Hintergrund dafür ist u. a., dass die Gemeinde Helgoland zwar Teil des deutschen Wirtschaftsgebiets ist. Sie zählt aber weder zum Zollgebiet der Europäischen Union noch zum deutschen Steuergebiet. Auch wird auf die Einfuhr von z. B. Bier, Trinkbrandwein- und Tabakerzeugnissen nach Helgoland eine Steuer erhoben (Gemeindeeinfuhrsteuer).

Besondere Bundesvorschriften

Besondere Landesvorschriften

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