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Pädagogische Fachberatung für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege

© M. Staudt / grafikfoto.de

Pädagogische Fachberatung für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege

Pädagogische Fachberatung ist ein Qualitätsmerkmal in der frühkindlichen Bildung und Betreuung. Sie verbindet fachliche mit einer entwicklungs- und organisationsbezogenen Beratung von Leitung, Fachkräften sowie Trägern von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege. Sie soll zur qualitativen Verbesserung und Optimierung von Fachlichkeit und Rahmenbedingungen beitragen.

Eine Kindergärtnerin hält den Daumen hoch, hinter ihr spielende Kinder © Robert Kneschke / Fotolia

Aufgaben der Fachberatung

Die pädagogische Fachberatung in den Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege erfolgt prozesshaft und ist von Seiten der zu beratenden Person(en) durch eine hohe Bereitschaft zur fortlaufenden fachlichen Weiterentwicklung geprägt. Mit der Unterstützung der pädagogischen Fachberatung sollen die Fachkräfte in den Einrichtungen sowie auch Träger in ihrem pädagogischen und gleichzeitig reflektierten Handeln gestärkt werden.  Nur wenn Fachkräfte ihre Fachlichkeit stets überprüfen und auf dem neuesten Stand halten, kann Kindern eine bestmögliche, individuelle Entwicklung ermöglicht - und gelichzeitig der Zugang zu gleichberechtigten Bildungschancen für alle Kinder sichergestellt werden. Hierfür soll eine kontinuierliche Inanspruchnahme der pädagogischen Fachberatung von Teams, einzelnen Fachkräften, Leitungen, Einrichtungen und Trägern gesichert sein, bei der die jeweiligen Anlässe und Prozesse über die Intensität und Dauer bestimmen.

So kann pädagogische Fachberatung zum Beispiel bei der Einführung und Umsetzung eines Qualitätsmanagementsystems unterstützen oder die Etablierung von gesetzlich vorgegebenen Kriterien zur pädagogischen Qualität initiieren. Themen wie Inklusion, Digitalisierung, Bildung für nachhaltige Entwicklung oder Gesundheitsförderung sind wichtige Qualitätskriterien der frühkindlichen Bildung und Betreuung. Hier stößt pädagogische Fachberatung mit ihrer Fachexpertise Prozesse an und begleitet diese. Sie tut dies, indem sie z. B. Wissen über die genannten Themen bereitstellt. Aber auch die Steuerung auf übergeordneter Ebene kann bei Bedarf in ihren Aufgabenbereich fallen, die z. B. durch eine vernetzende Tätigkeit zu anderen Bildungseinrichtungen oder Fortbildungsanbietern gekennzeichnet ist. Demnach begleitet sie angestoßene Prozesse der jeweiligen Einrichtungen, strukturiert und reflektiert vorhandene Strukturen und Rahmenbedingungen – im Sinne der Sicherung und Weiterentwicklung einer guten pädagogischen Qualität im System der frühkindlichen Bildung und Betreuung.

Pädagogische Fachkräfte, Leitungen und Träger benötigen pädagogische Fachberatung als „Blick von außen“, Impulsgeberin für fachlich notwendige Veränderungen, Begleiterin für Qualitäts-, Personal- und Organisationsentwicklungsprozesse sowie Moderation in Konfliktsituationen oder Unterstützerin bei neuen fachpolitischen oder rechtlichen Anforderungen. (Vgl. Preissing, Christa; Berry, Gabriele; Gerszonowicz, Eveline)

Finanzierung der Fachberatung

Mit Inkrafttreten des neuen KiTaG entfällt für die Träger die Beantragung zusätzlicher Mittel beim örtlichen Träger, die bisher vom Land für Qualitätsmanagement und Fachberatung über einen Erlass zur Verfügung gestellt wurden. Die bislang für die Förderprogramme aufgewandten Mittel von 6,2 Mio. Euro jährlich wurden bei der Ermittlung der Höhe des Landesanteils an der Finanzierung der Standardqualität berücksichtigt.

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