Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Fortbildung/Qualifikation

Staatskanzlei

Fortbildung/Qualifikation

Das Kinderschutzgesetz präzisiert ausgewiesenen Auftrag des überörtlichen Trägers der Jugendhilfe zur Fortbildung.

Allgemeines

§ 6 des Gesetzes zur Weiterentwicklung und Verbesserung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen in Schleswig-Holstein – Kinderschutzgesetz - präzisiert den in § 85 Abs. 2 Nr. 8 SGB VIII ausgewiesenen Auftrag des überörtlichen Trägers der Jugendhilfe zur Fortbildung.

Wesentlicher Bestandteil der vom Land veranstalteten und finanziell unterstützten Fortbildungs- und Qualifizierungsangebote ist die Anregung zum fachlichen Austausch sowie zur verbesserten Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Professionen.

Daneben soll die Vermittlung von speziellem Fachwissen aus dem Bereich Kinderschutz, insbesondere in Bezug auf die Umsetzung des § 8a SGB VIII, zur Qualifizierung von Fachkräften beitragen. In diesem Sinne veranstaltet das Land selbst bzw. unterstützt finanziell Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, die in einem überregionalen Kontext bzw. mit einer landesweiten Ausstrahlung stattfinden.

Fortbildungsprogramm 2018 (PDF 311KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Fortbildungsveranstaltungen im Rückblick

Kooperationskreise

Bei der Aufarbeitung der tragischen Fälle von vernachlässigten, verwahrlosten und misshandelten Kindern in den letzten Jahren zeigte sich – insbesondere bei den Fällen, in denen die betroffenen Kinder bzw. ihre Familien bereits durch das Jugendamt betreut wurden -, dass es bei der Sorge für gefährdete Kinder bzw. Jugendliche in besonderer Weise auf die Zusammenarbeit aller für die Betreuung der Kinder bzw. Familien zuständigen Personen und Institutionen ankommt.

Der Landesgesetzgeber schreibt daher in § 12 des schleswig-holsteinischen Kinderschutzgesetzes als institutionellen Rahmen für die Zusammenarbeit der Jugendhilfe mit jugendhilfeexternen Stellen, die in ihren jeweiligen Zuständigkeiten ggf. Kenntnisse über Kindeswohlgefährdungen erlangen, so genannte Kooperationskreise vor.

Das Kinderschutzgesetz finden Sie hier

Kinderschutzgesetz Schleswig-Holstein

Gemäß Absatz 1 obliegt es den örtlichen Jugendämtern, Kooperationskreise in den Kreisen und kreisfreien Städten einzurichten, sofern solche noch nicht bestehen. Teilnehmer der Kooperationskreise sind neben den Jugendämtern die Gesundheitsämter, die Schulen, Polizei und Ordnungsbehörden und die Staatsanwaltschaften. Außerdem genannt sind die Gerichte, insbesondere die Familiengerichte; mit Rücksicht auf die richterliche Unabhängigkeit wurde allerdings hier von einer Verpflichtung zur Teilnahme an den Kooperationskreisen abgesehen.

Die Aufgabe der Kooperationskreise besteht darin, die erforderlichen Strukturen sicherzustellen, so dass bei Kindeswohlgefährdungen die erforderlichen Informationen schnell, reibungslos und lückenlos an die jeweils zuständigen Behörden weitergegeben werden können (Absatz 3). Die mindestens jährlichen Treffen dienen dem Aufbau solcher Strukturen; die für die Kooperation wichtigen Personen sollen sich gegenseitig kennenlernen, Schwachstellen in der Kooperation sollen erkannt und - daraus abgeleitet - Verbesserungen in der Information und Kooperation entwickelt werden.

Ansprechpartner für die Kooperationskreise sind die örtlichen Jugendämter

Adressenliste der Koordinierenden der Kooperationskreise Schleswig-Holsteins

Fachaustausch Kooperationskreise am 25. September 2014

Der dritte Fachaustausch der Kooperationskreise Schleswig-Holsteins fand am 25. September 2014 im Haus des Sports in Kiel statt. Dieses Jahr war das Augenmerk auf die Zusammenarbeit von Jugendamt und Justiz im Kinderschutz gerichtet.

Zunächst hielt Herr Prof. Dr. Reinhold Schone von der FH Münster einen Fachvortrag, in dem er u.a. den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung als interdisziplinäre Herausforderung und die Anforderungen an gelingende Kooperation näher beleuchtete. Seinen Vortrag finden Sie untenstehend als Download.

Im Anschluss daran haben in nacheinander folgenden Referaten der Jugendamtsleiter des Kreises Plön, Herr Anselm Brößkamp, und der Familienrichter, Herr Uwe Münning aus Ratzeburg, ihre berufsspezifische Sicht auf typische Probleme und Konflikte bei der Kooperation der beiden Professionen dargelegt. Abschließend gab es Raum für Gespräche.

Vortrag von Prof. Dr. Reinhold Schone "Kindeswohl zwischen Jugendhilfe und Justiz" (PDF 1MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Fachaustausch Kooperationskreise 04.12.2013

Am 04. Dezember 2013 fand im Haus des Sports in Kiel der zweite landesweite Fachaustausch der Kooperationskreise statt.

An einen Vortrag von Frau Dr. Maria Lüttringhaus zum Thema "Methoden anonymisierter Fallbesprechung" schloss sich eine Fishbowl-Diskussion an, bei der unter der Moderation von Frau Christa Limmer Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Professionen, die auch in die Kooperationskreise der Kreise und kreisfreien Städte Schleswig-Holsteins eingebunden sind, einen fiktiven Kinderschutzfall unter ihrem professionsspezifischen Blickwinkel betrachtet, bewertet und diskutiert haben.

In der Diskussionsrunde waren vertreten die Ärztin des Plöner Gesundheitsamtes Frau Dr. Anke Fischenbeck, der Kieler Oberstaatsanwalt Herr Axel Bieler, der Familienrichter des Amtsgerichtes Ratzeburg Herr Uwe Münning, der Lübecker Schulleiter Herr Matthias Isecke-Vogelsang, der Landeskoordinator für Schulische Erziehungshilfen Herr Hans-Peter Hopp, der Jugendamtsmitarbeiter aus Stormarn Herr Gerald Wunderlich und von der Kriminalpolizeistelle Bad Segeberg Herr Alexander Hahn.

Weiterbildung zur Fachkraft nach § 8a SGB VIII

Das Kinderschutzgesetz konkretisiert das Verfahren zum Schutz von Kindern und Jugendlichen durch die Träger der öffentlichen Jugendhilfe in Bezug auf den Schutzauftrag der Jugendhilfe bei Kindeswohlgefährdung. Gemäß § 8 a SGB VIII soll die insoweit erfahrene Fachkraft Fachkräfte, die Kinder oder Jugendliche betreuen, bei der Abschätzung eines Gefährdungsrisikos unterstützen und sie bei deren Arbeit mit Eltern und Personensorgeberechtigten beraten.

Träger der Weiterbildung
Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren
Bonner Straße 145 * 50968 Köln
Tel. 0221/569753
die@kinderschutz-zentren.org
Die Kinderschutzzentren

Veranstalter
Deutscher Kinderschutzbund Landesverband S-H
Informations- und Fortbildungsstelle Kinderschutz

Sophienblatt 85, 24114 Kiel
Tel. 0431/ 6666790
info@kinderschutzbund-sh.de
http://www.kinderschutzbund-sh.de

Fortbildung und Qualifizierung von Familienhebammen

Der Bedarf an Familienhebammen ist nach wie vor hoch. Deshalb sieht das Kinderschutzgesetz die Förderung solcher Qualifizierungsmaßnahmen vor.

Es existiert noch keine anerkannte bundeseinheitliche Weiterbildung zur Familienhebamme zum Erwerb der Berufsbezeichnung. Im Auftrag des Bundes Deutscher Hebammen wurde ein Curriculum für die Fortbildung zur Familienhebamme erstellt. Diese berufsbegleitende Fortbildung umfasst Inhalte wie beispielsweise Kommunikation und Gesprächsführung, Sozialgesetzgebung, Pädagogik, Psychologie, Arbeit mit Familien sowie interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Aktuell wird eine entsprechende durch den Landeshebammenverband Schleswig-Holstein initiierte Fortbildung durch das MSGF mit finanziert.

Weitere Informationen finden sie auf der Homepage des Landeshebammenverbandes: www.hebammen-sh.de

Fortbildungsangebote der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung

Die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. ist eine zentrale Koordinierungsstelle für gesundheitsbezogene Aktivitäten in Schleswig-Holstein.

Sie ist seit 1966 als ein gemeinnütziger Verein mit einem ehrenamtlichen Vorstand, besetzt mit Vertretern des schleswig-holsteinischen Gesundheits- und Bildungswesens, aktiv und verfolgt das Ziel, die Bedeutung und die Akzeptanz von Früherkennung, Prävention und Gesundheitsförderung zu festigen und zu erhöhen und damit mehr Gesundheit für die Menschen in Schleswig-Holstein zu erreichen.

Die Lvgsh ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation. Als neutrale Partnerin arbeitet sie mit den verantwortlich tätigen Einrichtungen und Personen des Gesundheits- und Bildungswesens in Schleswig-Holstein zusammen und pflegt nationale und internationale Kontakte.

Ihre Hauptaufgabe sieht sie im Informieren, Initiieren, Fortbilden, Kooperieren und Koordinieren. Inhalte und Methoden orientieren sich an den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie an den gesellschaftspolitischen Erfordernissen und finanziellen Möglichkeiten.

Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e.V. in Schleswig-Holstein
Flämische Str. 6-10 - 24103 Kiel
Tel.: 0431 942-94 - Fax: 0431 948-71
gesundheit@lvgfsh.de
rudolph@lvgfsh.de
www.lv-gesundheit-sh.de

Fortbildungsangebote der Landesweiten Informations- und Fortbildungsstelle beim Kinderschutzzentrum Kiel sowie der Kinderschutz-Zentren

Die Landesweite Informations- und Fortbildungsstelle und die Kinderschutz-Zentren in Schleswig-Holstein bieten über die Weiterbildung zur "insoweit erfahrenen Fachkraft" hinaus Fortbildungen für Mitarbeiter/-innen aus Kindertagesstätten, Jugendämtern und anderen Institutionen zu den besonderen Schwerpunkten Frühe Hilfen, Behinderung und Gewalt, Jugendarbeit und Kinderschutz an.

Ferner werden Qualitätszirkel für ausgebildete Kinderschutzfachkräfte nach § 8a SGB VIII organisiert. Die professionsübergreifende Vernetzung der Fachleute und eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit sind weitere Schwerpunkte der Arbeit der landesweiten Informations- und Fortbildungsstelle.

Fortbildungsprogramm des Jugendministeriums

Das Land Schleswig-Holstein als überörtlicher Träger der Jugendhilfe ist für die Fortbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Jugendhilfe zuständig, dies ist in § 85 Absatz 2 Nummer 8 Sozialgesetzbuch VIII geregelt.

In verschiedenen Fachveranstaltungen werden Grundlagen und Methoden der Kinder- und Jugendhilfe erörtert und vertieft sowie aktuelle Fachdiskussionen aufgegriffen werden.

Das aktuelle Fortbildungsprogramm können Sie hier herunterladen.

Fortbildungsprogramm 2018