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Sicherheit

Staatskanzlei

Sicherheit

Neben dem Ziel, die Gefangenen zu befähigen, künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen, hat der Gesetzgeber in § 5 LStVollzG SH festgelegt, dass der Vollzug auch dem Schutz der Allgemeinheit vor weiteren Strafen dient.

Sicherheit ist damit eine zentrale Aufgabe für den Justizvollzug.

Die Sicherheit wird erreicht durch organisatorische Regelungen und deren Umsetzung, durch soziale und behandlungsfördernde Strukturen sowie baulich-technische Vorkehrungen.
Man unterscheidet zwischen instrumenteller Sicherheit (Mauern, Gitter, Schlösser, Alarmeinrichtungen), administrativer Sicherheit (Vollzugskonzepte, Dienstpläne, Sicherungs- und Alarmpläne, Lockerungspraxis) und der sozialen Sicherheit (Anstaltsatmosphäre, Arbeitsbedingungen, Freizeit- und Behandlungsangebote). Nur eine ausgeglichene Kombination aller drei Faktoren bedingt die Sicherheit und damit die Aufgabenerfüllung des Strafvollzuges.

In den Anstalten wird ein gewaltfreies Klima gefördert, um Gefangene und Mitarbeiter vor Übergriffen durch Gefangene zu schützen. Dafür sind die Fähigkeit der Gefangenen zu einer gewaltfreien Konfliktlösung zu entwickeln und zu stärken.

Neben dem Schutz der Allgemeinheit vor weiteren Straftaten hat der Justizvollzug die innere Sicherheit, d.h. die Abwehr von Gefahren für Personen oder Sachen innerhalb der Anstalt, und die äußere Sicherheit, d.h. die Verhinderung von Entweichungen, zu gewährleisten.

In den vergangenen Jahren sind große Anstrengungen unternommen worden, die Sicherheit in den Anstalten kontinuierlich zu optimieren. Nur ein moderner Vollzug kann gewährleisten, dass der Resozialisierungsauftrag des Strafvollzuges, der wesentlich dem Schutz der Bevölkerung vor Rückfalltaten dient, tatsächlich umgesetzt wird.

Im Jahre 2000 startete Schleswig-Holstein ein landesweites Investitionsprogramm, um die überwiegend 100 Jahre alte Bausubstanz der Anstalten zu sanieren und zu modernisieren.
Unter Berücksichtigung der baulichen Sicherheit sind neue Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen und Hafthäuser modernisiert worden. Zudem wurden Behandlungs-, Arbeits- und Ausbildungsmaßnahmen erweitert und die Arbeitsbedingungen der Bediensteten deutlich verbessert. Des Weiteren sind technische Sicherheitssysteme entsprechend den sich entwickelnden Anforderungen modernisiert, ergänzt oder erneuert worden.

Kontinuierliche Verbesserungen und eine stete Weiterentwicklung entsprechend den sich ändernden Anforderungen stehen an erster Stelle, um die Sicherheit in den Anstalten und somit auch die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.