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Jugendstrafvollzug

Staatskanzlei

Jugendstrafvollzug

Die Jugendstrafe ist ein Freiheitsentzug in Form einer echten Kriminalstrafe, die von einer Richterin oder einem Richter verhängt und in einer Jugendstrafvollzugsanstalt vollzogen wird. Grundlage für die Verhängung einer Jugendstrafe ist § 17 Jugendgerichtsgesetz (JGG) (JGG). Eine Jugendstrafe kann in Höhe von sechs Monate bis zu zehn Jahren verhängt werden, eine lebenslange Freiheitsstrafe gegen Jugendliche ist ausgeschlossen.
Seit der Föderalismusreform 2006 liegt die Gesetzgebungskompetenz für alle den Vollzug freiheitsentziehender strafrechtlicher Sanktionen betreffenden Normen bei den Ländern. Schleswig-Holstein hat von dieser Gesetzgebungskompetenz Gebrauch gemacht und die Ausgestaltung des Vollzugs im Jugendstrafvollzugsgesetz (JStVollzG) geregelt.
In Schleswig-Holstein findet der Vollzug der Jugendstrafe in der Jugendanstalt Schleswig mit insgesamt 68 Haftplätzen sowie der Jugendabteilung der JVA Neumünster statt.
Ziel des Jugendstrafvollzugs ist es, die Jugendlichen dazu zu befähigen, künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen. Gleichermaßen hat er die Aufgabe, die Allgemeinheit vor weiteren Straftaten zu schützen (vgl. § 2 JStVollzG). Im Vordergrund des schleswig-holsteinischen Jugendstrafvollzugsgesetzes steht dabei die erzieherische Ausgestaltung des Vollzugs. Die Gefangenen sind in der Entwicklung ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten so zu fördern, dass sie zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Lebensführung in Achtung der Rechte anderer befähigt werden. Auch die Einsicht in die beim Opfer verursachten Tatfolgen soll geweckt werden (§ 3 JStVollzG).