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HSH Nordbank und Länderanstalten

Staatskanzlei

HSH Nordbank und Länderanstalten

Im Zuge der Rettungspakete, die Schleswig-Holstein und Hamburg 2009 und 2016 mit der EU-Kommission vereinbart haben, entstanden mehrere Unternehmen:
Die HSH Nordbank als operative Bank, die hsh finanzfonds AöR zur Verwaltung der Ländergarantie, die hsh portfoliomanagement AöR zur Aufnahme fauler Kredite und zuletzt die HSH Beteiligungs Management GmbH als Holdingstruktur für die Bank.

  1. HSH Nordbank
  2. finanzfonds AöR
  3. portfoliomanagement AöR
  4. Beteiligungs Management GmbH

HSH Nordbank

HSH Nordbank

HSH Nordbank

Die HSH Nordbank AG (HSH steht für Hamburgisch-Schleswig-Holsteinische) entstand am 2. Juni 2003 aus der Fusion der Hamburgischen Landesbank mit der Landesbank Schleswig-Holstein. Die beiden Hauptsitze der Bank befinden sich in Hamburg und Kiel. Zum 30. Juni 2016 beschäftigte die Bank 2.290 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vollzeit).

Die Bilanzsumme der Bank beträgt zum 30.6.2016 rd. 91 Mrd. Euro.

Die aktuelle Aktionärs-Struktur der HSH Nordbank

Grafik über die Anteile der HSH Nordbank © HSH Nordbank

Die HSH Nordbank musste in Folge der Krisen auf Finanzmärkten und Schifffahrtsmärkten von ihren Eigentümern gestützt werden. Die Europäische Kommission hat diese Stützungsmaßnahmen wurden unter der Bedingung genehmigt, dass die Bank im Jahr 2018 verkauft wird. Damit wird ein Schlussstrich unter die Landesbeteiligung an der HSH Nordbank gezogen.

Homepage der HSH Nordbank

finanzfonds AöR

hsh finanzfonds AöR

hsh finanzfonds AöR

Die „hsh finanzfonds AöR“ („FinFo“)ist eine Anstalt öffentlichen Rechts. Die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg haben sie 2009 gegründet. Ihr gehören 65% der HSH Nordbank. Sie hat 2009 Eigenkapital in Höhe von 3 Milliarden Euro für die HSH Nordbank zur Verfügung gestellt.

Die Länder haben Anstaltslast und Gewährträgerhaftung übernommen und garantieren darüber hinaus jeweils zur Hälfte für die 10-Mrd.-Euro-Garantie, die die "FinFo" der HSH Nordbank 2009 gegeben hat. Die Garantie ersetzt der Bank Verluste im Zusammenhang mit Altlasten.

Die von der Bank gezahlten Garantiegebühren tragen zur Finanzierung der FinFo bei. Bislang sind rund 2,2 Milliarden Euro eingegangen. Diese werden zur Finanzierung und Abtragung des aufgenommen Kredits für die 3 Milliarden Euro Eigenkapital, zur Finanzierung der Beratungskosten der FinFo und der Länder sowie für Verwaltungsausgaben verwendet.

Mit ihrem Jahresabschluss 2016 geht die HSH Nordbank davon aus, dass die Garantie im Laufe der nächsten Jahre vollständig „gezogen“, also an die Bank gezahlt wird.

Homepage der hsh finanzfonds AöR

portfoliomanagement AöR

hsh portfoliomanagement AöR

hsh portfoliomanagement AöR

Die „hsh portfoliomanagement AöR“ ist eine Anstalt öffentlichen Rechts. Die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg haben sie 2015 gegründet. Ihre Aufgabe ist es, faule Kredite von der HSH Nordbank zu kaufen. Dadurch wird die Bank entlastet. Im Sommer 2016 hat die HSH Nordbank Kredite mit einem Forderungsvolumen von rund 4,1 Mrd. Euro auf die hsh portfoliomanagement AöR übertragen. Der Kaufpreis betrug 2,4 Mrd. Euro.

Die hsh portfoliomanagement AöR soll diese Kredite vermögensschonend bewirtschaften. Das heißt, dass gemeinsam mit den Kreditnehmern ein Weg gesucht wird, damit diese Kredite doch noch bedient werden können. Im Notfall kann auch ein Teil der Schulden erlassen werden, wenn dies der einzige wirtschaftliche Weg ist. Das Ziel der hsh portfoliomanagement AöR ist, das Vermögen des Landes so weit wie möglich zu schonen.

Presseerklärung der hsh portfoliomanagement AöR vom 21.12.2016 (PDF 35KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Homepage der hsh portfoliomanagement AöR

Beteiligungs Management GmbH

HSH Beteiligungs Management GmbH

Struktur der HSH Beteiligungs Management GmbH HSH Beteiligungs Management GmbH (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © Finanzministerium

HSH Beteiligungs Management GmbH

„HSH Beteiligungs Management GmbH“ ist ein Unternehmen im Besitz von Schleswig-Holstein, dem Sparkassen- und Giroverband Schleswig-Holstein, der Freien und Hansestadt Hamburg sowie der Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH. Ihre Aufgabe ist es, die HSH Nordbank zunächst von Prämienverpflichtungen zu entlasten. Die Holding wurde im Mai 2016 gegründet.
Eine Auflage der Europäischen Kommission im EU-Beihilfeverfahren war die Aufspaltung der HSH Nordbank in eine operative Tochter und eine Holdinggesellschaft.
Für die Nutzung der „Sunrise“-Garantie der Länder muss die Bank Prämien zahlen, die ihre Bilanz belasten. Die Prämienverpflichtungen unter der Sunrise-Garantie werden nun so zugeordnet, dass bei der operativen Gesellschaft allein die Verpflichtung zur Zahlung einer Vergütung in Höhe von 2,2 % auf den ungezogenen Teil verbleibt, während die übrigen Prämienbestandteile durch die Holdinggesellschaft übernommen werden.
Der Länderanstalt hsh finanzfonds AöR („FinFo“), die für Schleswig-Holstein und Hamburg die Sunrise-Garantie verwaltet, entgehen dadurch Einnahmen. Im Gegenzug werden nach einem Verkauf der HSH Nordbank zuerst die Ansprüche der deutschen Länder auf Garantievergütung bedient.