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Risiken für Schleswig-Holstein aus der HSH Nordbank

Staatskanzlei

Risiken für Schleswig-Holstein aus der HSH Nordbank

Datum 01.11.2016

Schleswig-Holstein und Hamburg als Haupt-Anteilseigner tragen die Risiken der HSH Nordbank. Dies sind keine neuen Risiken. Sie liegen schon seit langem in der Bank.

Die Risiken für die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg als Haupt-Eigner setzen sich aus unterschiedlichen Positionen zusammen:

  • Zum einen ist da das Risiko aus der Gewährträgerhaftung für Einlagen. Sie beträgt seit Anfang 2016 rund 2,5 Milliarden Euro.
  • Zum zweiten gibt es Risiken aus dem Ankauf von Portfolien durch die Länder. Diese Portfolien, z.B. Schiffsfinanzierungen, wurden zum Marktwert gekauft, der durch unabhängige Dritte ermittelt wurde. Dennoch kann es hier zu Verlusten kommen, wenn sich z.B. der Schifffahrtsmarkt schlechter entwickelt.
  • Zum dritten kann die Zweitverlustgarantie in Höhe von 10 Milliarden Euro, die Schleswig-Holstein und Hamburg im Jahr 2009 über ihre Länderanstalt hsh finanzfonds AöR gewährt haben, in noch unbekannter Höhe in Anspruch genommen werden.
  • Zum vierten ist die zukünftige Bonitätsbeurteilung der Bank durch Dritte, z.B. durch Rating-Agenturen, nicht vorhersehbar.
  • Zum fünften sind die Länder Eigentümer der Bank und haben damit eine Eigentümerverantwortung.


Hinzu kommen Risiken aus einem weiteren Einbruch des Welthandels und der Charterraten von Frachtschiffen sowie aus der Entwicklung des Euro-US-Dollar-Kurses.