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UN/WHO-Studie

Staatskanzlei

UN/WHO-Studie

50 Muttermilchspenderinnen in Schleswig-Holstein für eine weltweite Erhebung der Vereinten Nationen und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Belastung der Muttermilch mit Schadstoffen der Stockholm Konvention gesucht


Hintergrund

Aufgrund der besorgniserregenden Zunahme von gesundheitsschädlichen sehr langlebigen organischen Schadstoffen in der Umwelt, ist 2001 zwischen 152 Staaten das sogenannte Stockholm Übereinkommen geschlossen worden, das zum Ziel hat zum Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt global die Freisetzung dieser persistenten organischen Schadstoffe (POP) zu beenden bzw. deutlich einzuschränken. Zu den mittlerweile 30 aufgenommen POPs gehören u.a. eine Reihe von Pflanzenschutzmitteln (z.B. DDT), Industriechemikalien (z.B. PCB), die sehr giftigen Dioxine und Furane, die als unerwünschte Nebenprodukte in Produktions- und Verbrennungsprozessen entstehen und perfluorierte Chemikalien wie z.B. PFOA. Diese Stoffe haben alle eines gemeinsam: Sie sind schwer abbaubar, reichern sich in der Nahrungskette an und haben unerwünschte Wirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt.
Um den Erfolg der Stockholm Konvention festzustellen, einigten sich die Vertragspartner darauf, regemäßig weltweit Daten zur Belastung der Bevölkerung und der Umwelt zu erheben. Da sich viele POPs in fettreichen Geweben und Körperflüssigkeiten anreichern, wurde Muttermilch für die wiederkehrenden Untersuchungsprogramme der Vereinten Nationen und der WHO, als zentrales Untersuchungsmedium ausgewählt. Außerdem stellt Muttermilch gleichzeitig oft die alleinige Nahrungsquelle für Säuglinge dar und eignet sich daher hervorragend, um auch die besondere Belastung von Säuglingen zu erfassen.

Ziel

Die Ziele dieser Erhebungen sind:

  1. Eine verlässliche und vergleichbare Datenbasis zu Konzentrationen bestimmter POPs in der Muttermilch, um ein mögliches Gesundheitsrisikos für Säuglinge rechtzeitig erkennen zu können.
  2. Ein Vergleich der Schadstoffbelastungen der Muttermilch  verschiedener Länder und Regionen zu verschiedenen Zeitpunkten zur Erkennung räumlicher und zeitlicher Trends.
  3. Das Erkennen besonders belasteter Bevölkerungsgruppen in Abhängigkeit möglicher Expositionsquellen im Alltag.

Teilnahme

Sie wollen uns unterstützen und möchten an der Studie teilnehmen? 
Dann prüfen Sie bitte, ob Sie folgende Auswahlkriterien erfüllen:

  1. Sie sind erstgebärend.
  2. Sowohl Sie als auch Ihr Kind sind gesund.
  3. Sie stillen zurzeit nur ein Kind.

Erfüllen Sie nicht die Kriterien der WHO-Studie, dürfen Sie dennoch gerne an dem kostenlosen Muttermilchuntersuchungsprogramm des Landes Schleswig-Holstein teilnehmen:
Muttermilchuntersuchungsprogramm

Ablauf

Auf Wunsch schicken wir Ihnen ein Probennahme-Set mit genauer Anleitung zu.
Das Ergebnis können wir Ihnen auf Wunsch am Ende der Studie mitteilen. Als Dank für die Teilnahme erhalten Sie von uns ein kleines Geschenk.

Kontakt
Landesamt für soziale Dienste
Dezernat Umweltbezogener Gesundheitsschutz
Brunswiker Straße 4
24105 Kiel

Ansprechpartnerin
Miriam Rose
Tel.: 0431/988-4327
ugs@lasd.landsh.de

Wir würden uns über Ihre Unterstützung freuen.