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Telemedizin in Schleswig-Holstein

Staatskanzlei

Telemedizin in Schleswig-Holstein

Besonders auf dem Land ist die nächste Arztpraxis mitunter etwas weiter entfernt. Mit dem Einsatz von Telemedizin sparen sich Patientinnen und Patienten langen Anfahrtswege und Wartezeiten. Ärztinnen und Ärzte profitieren in gleichem Maße. Etwa dann, wenn sie bei der Behandlung einer Patientin oder eines Patienten ganz einfach per Tablet eine weitere Kollegin oder einen weiteren Kollegen beratend heranziehen können.

Hier eine Auswahl telemedizinischer Projekte, die es derzeit in Schleswig-Holstein gibt:

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elVi – die „elektronische Visite“

Pflegeeinrichtungen im Kreis Herzogtum-Lauenburg können unkompliziert und schnell eine Ärztin oder einen Arzt zur Rate ziehen – via Tablet oder PC.

Mit der „elektronischen Visite“, kurz elVi, wollen die Initiatoren AOK Nordwest, die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) und das Praxisnetz Herzogtum-Lauenburg einen direkten Draht zwischen Pflegeeinrichtungen und Ärztin oder Arzt schaffen. Die Idee: Eine Live-Schaltung zwischen Arztpraxis und der stationären Einrichtung per Tablet oder PC. Bei der elektronischen Visite sollen Medikation, Therapievorschläge sowie Unklarheiten über räumliche Distanz hinweg direkt und schnell besprochen werden können. Für den Anfang ist die Kooperation mit fünf Pflegeeinrichtungen an den Standorten Mölln, Ratzeburg, Schwarzenbek, Berkenthin und Geesthacht geplant. Zunächst können ausschließlich Versicherte der AOK Nordwest das Angebot wahrnehmen. Das Angebot ist für sie kostenfrei.

Das Projekt „Mein Herz“

Mit dem Telemedizin-Projekt „Mein Herz“ können Patientinnen und Patienten mit chronischer Herzschwäche ganz einfach zu Hause medizinisch betreut werden.

Auch „Mein Herz“ erspart Patientinnen und Patienten weite Wege und lange Wartezeiten. Das Angebot der Segeberger Kliniken in Kooperation mit der DAK ist eine Art Frühwarnsystem für Zuhause und richtet sich an Menschen mit Herzschwäche. Kernstück des Angebotes ist der tägliche Gesundheits-Check in den eigenen vier Wänden. Patienten, denen bereits ein Herzschrittmacher oder Defibrillator implantiert wurde, werden über ein Zusatzgerät rund um die Uhr überwacht. So können Risiken frühzeitiger erkannt und Krankenhausaufenthalte vermieden werden.

Mehr Informationen zu „Mein Herz“

EPI-Vista für junge Menschen mit Epilepsie

Mit der Software EPI-Vista können Kinder und Jugendliche mit Epilepsie von zu Hause aus Medikamenteneinnahme oder Auffälligkeiten ihrer Krankheit dokumentieren. Einmal wöchentlich findet eine Telefonsprechstunde mit der Ärztin oder dem Arzt statt.

Wichtig für die optimale Behandlung von jungen Epilepsiepatienten ist eine rechtzeitige Diagnose und Therapie. Für eine Behandlungsentscheidung ist es daher erforderlich, alle bedeutenden Daten des Krankheitsverlaufs zu beachten. Die Software EPI-Vista stellt die behandlungsrelevanten Verlaufsdaten für Ärzte und Patienten in übersichtlicher Form zur Verfügung. Wie in einer Krankenakte dokumentieren sowohl die behandelnden Ärzte als auch die jungen Patienten selbst Medikamenteneinnahme, -dosierung oder -wirkung, Anfallshäufigkeiten und Erfolge durch bisherige Behandlungsmaßnahmen. Die Akzeptanz dieser Online-Dokumentation ist insbesondere bei den Jugendlichen groß. Mithilfe einer regelmäßigen softwaregestützten Verlaufskontrolle binden Ärzte die Kinder und Jugendlichen sowie Angehörige aktiv in den Behandlungsverlauf mit ein.

Zur Internetseite Epi-Vista

Informationen zum Norddeutschen Epilepsienetz

Virtuelle Hausbesuche mit Patientus

Die Online-Plattform Patientus ermöglicht es Ärztinnen und Ärzten, Video-Sprechstunden durchzuführen.

Von Angesicht zu Angesicht mit der Hausärztin oder dem Hausarzt sprechen, sich aber den Weg in die Praxis und die Zeit im Wartezimmer sparen: Das ermöglicht Patientus. Auf der Online-Plattform können Patienten mit wenigen Mausklicks eine Video-Sprechstunde starten. Ähnlich wie in der Praxis können Patient und Arzt miteinander reden, Bildmaterial und Dokumente austauschen. Den Termin für die Video-Sprechstunde können Patienten online buchen oder telefonisch verabreden. Eine spezielle Software muss nicht installiert werden, um Patientus nutzen zu können. In den eigenen vier Wänden muss lediglich ein Laptop oder PC mit Internetanschluss und einer Webcam vorhanden sein.

ViDiKi - virtuelle Diabetesambulanz für Kinder und Jugendliche mit Diabetes Typ 1

Keine langen Wege und Wartezeiten: In digitalen Sprechstunden können Kinder und Jugendliche mit Diabetes Typ 1 von zu Hause aus mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen. Möglich ist dies durch das Projekt der virtuellen Diabetesambulanz für Kinder und Jugendliche, kurz ViDiKi genannt.