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Gesund reisen

Staatskanzlei

Gesund reisen

Eine gute und frühzeitige Vorbereitung ist wichtig, um sich vor Krankheiten im Urlaub zu schützen. Welche Präventionsmaßnahmen Sie vor Antritt Ihrer Reise treffen sollten, hängt ab von Ihrem Reiseziel, der Reisedauer und der Art, wie Sie reisen wollen.

Das Reiseziel ist gefunden, die Flüge sind gebucht. Doch bei all der Vorfreude auf den geplanten Urlaub sollte eins nicht vergessen werden: die Vorsorge. Denn je nachdem, wo die Reise hingeht, ist es sinnvoll, sich im Vorfeld über gesundheitliche Risiken zu informieren und die passenden Präventionsmaßnahmen zu treffen. Den besten Schutz vor Krankheiten bieten Impfungen. Da fangen die Fragen an: Wogegen sollte ich mich impfen lassen? Ist mein bisheriger Impfschutz ausreichend? Kann ich meine Medikamente mitnehmen?

Reisemedizinische Beratung

Geht es in die Ferne, sollten Sie solche und weitere Fragen am besten vor Reiseantritt mit einer Reisemedizinerin oder einem -mediziner besprechen. In einem Beratungsgespräch werden Ihnen alle medizinischen Fragen beantwortet, die Ihre individuelle Reise betreffen. Darüber hinaus wird ein Impfplan für Sie erstellt. Der orientiert sich an Ihrem bisherigen Impfschutz, Ihrem Reiseziel, der Reisedauer und der Art, wie Sie reisen wollen. So müssen Sie andere oder weitreichendere Schutzmaßnahmen treffen, wenn Sie Trekking-Touren mit Zeltübernachtung in Nepal planen als eine Pauschalreise mit Hotelunterkunft in Italien gebucht haben. Ob die Kosten, die für die Impfungen anfallen, erstattet werden, hängt von der jeweiligen Krankenkasse ab. Standardimpfungen wie Masern, Mumps, Röteln, Diphtherie und Tetanus sind in jedem Fall kostenfrei.

Im echten Norden bietet das Institut für Transfusionsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in den Städten Kiel und Lübeck reisemedizinische Sprechstunden an. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) bieten Beratungstermine an. Zu den Adressen aller Gesundheitsbehörden in Schleswig-Holstein.

Des Weiteren steht Ihnen hier eine Liste mit allen reisemedizinisch qualifizierten Ärzten in Ihrer Nähe zur Verfügung.

Generell empfiehlt es sich, die Beratung rechtzeitig, also mindestens sechs Wochen vor Beginn der Reise in Anspruch zu nehmen. Denn manche Impfungen müssen mehrmals, teilweise über Wochen verabreicht werden, damit ein vollständiger Schutz gegeben ist.

Hygiene-Regeln auf Reisen

Durchfall und Übelkeit sind die häufigsten Erkrankungen, über die Urlauber auf ihren Reisen klagen. Grund dafür kann ungewohntes Essen, aber auch eine Infektion sein. Deshalb ist es wichtig, die Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene zu beachten. In der Regel gilt: „Peel it, cook it, boil it or leave it“, was übersetzt so viel heißt wie: „Schäl es, gar oder koch es oder lass es.“ Vermieden werden sollten ungekochte Speisen, wie zum Beispiel rohe Salate. Auch um ungeschältes Obst und Eiswürfel in Getränken sollte ein weiter Bogen gemacht werden. Unbedenklich sind gekochte Speisen, Tee oder Kaffee, Getränke aus verschlossenen Flaschen und frisch gepresste Säfte.

Die eigene Reiseapotheke

Das reisemedizinische Beratungsgespräch hat bereits stattgefunden und Sie haben alle notwendigen Impfungen erhalten. Jetzt heißt es: Koffer packen und ja nichts vergessen. Aber was darf alles mit in den Koffer? Wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen müssen, können Sie diese grundsätzlich ohne Probleme über die Grenze mitnehmen.

Einschränkungen gibt es allerdings bei Medikamenten, die unter das Betäubungsmittelgesetz (z. B. Morphin, Methadon, Methylphenidat) fallen. In diesem Fall sollten Sie sich beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte informieren.

Zum Bundesinstitut Stichwort „Reisen mit Betäubungsmitteln“

Die Reiseapotheke sollte dem Risiko der Reise und den medizinischen Kenntnissen der Reisenden angemessen sein. Die Dosierung der Medikamente sollte vom Arzt verordnet sein. Das gilt insbesondere für verschreibungspflichtige Medikamente wie Antibiotika oder Malariamittel.

Unbedingt zum Inventar gehören sollten:

  • Ein mehrsprachiger Notfallausweis und ein Impfausweis
  • Mückenschutz
  • Sonnencreme
  • Fieberthermometer
  • Schmerzmittel und Mittel gegen Fieber
  • Mittel gegen Durchfall
  • Allergietabletten
  • Mullbinden und Pflaster
  • Sicherheitsnadeln und eine kleine Schere

Die Reiseapotheke ist für die Erstversorgung gedacht und ersetzt keinesfalls den Gang zu einem Arzt.

Das Gesundheitsministerium des Landes pflegt eine eigene Webseite zum Thema „Impfen in Schleswig-Holstein“. Zu den Impfempfehlungen für Reisende

Das Auswärtige Amt informiert umfassend über „Reisen und Gesundheit“.
Zu den aktuellen reisemedizinischen Hinweisen

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