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Die Verdauung

Staatskanzlei

Die Verdauung

Wenn die Reserveanzeige beim Auto anspringt, wird es Zeit aufzutanken. Die Reserveanzeige unseres Körpers ist der Hunger.

Um seinen gesamten Kalorienbedarf zu decken, nimmt ein Erwachsener im Jahr etwa 500 Kilogramm Nahrung zu sich. Theoretisch werden so alleine von allen Bürgerinnen und Bürgern in Schleswig-Holstein 1,4 Millionen Tonnen an Nahrungsmitteln verzehrt. Dieses Gewicht entspricht etwa 14.190 Blauwalen oder dem 6200fachen der Freiheitsstatue in New York. Der Verdauungsprozess beginnt schon im Mund. Hier wird die Nahrung zerkleinert und auf Körpertemperatur erwärmt. Dafür haben Kinder 20 Milchzähne. Das Erwachsenengebiss kommt auf 32 Zähne. Der Speichel unterstützt den Prozess.

1,5 Liter produziert der Mensch am Tag davon. Über die 25 Zentimeter lange Speiseröhre gelangt die zerkleinerte Nahrung in den Magen, wo das Essen dann zwei bis vier Stunden zusammen mit dem Magensaft zu einem Brei gemischt wird. Der Magensaft enthält unter anderem Salzsäure. Dadurch werden aufgenommene Krankheitskeime in der Nahrung unschädlich gemacht. Weitere Säuren und Enzyme helfen dabei die Nahrung aufzulösen. In den Magen eines Erwachsenen passen 1,5 Liter. Er ist aber nur die erste Station im Verdauungssystem. Aufgrund der Länge des Darms durch fließen etwa 11,5 Liter am Tag durch das ganze Verdauungssystem. Dabei handelt es sich nicht nur um verdaute Nahrung, sondern auch Flüssigkeiten und Verdauungssäfte kommen dazu.

Nach dem Magen gelangt der Nahrungsbrei portionsweise in den Darm. Dieser ist insgesamt acht Meter lang und hat eine Gesamtfläche von 400 bis 500 Quadratmetern. Das ist etwa halb so groß wie ein Handballfeld. Der Darm ist unterteilt in verschiedene Spezialabteilungen. Begonnen wird im Zwölffingerdarm direkt nach dem Magen. Hier wird das Fett aus der Nahrung zerlegt. Es folgt der Dünndarm. Ihn durchwandert die Nahrung in einer bis vier Stunden. In ihm werden die Nährstoffe in den Blutkreislauf geleitet.

Übrig bleiben die Ballaststoffe, die im letzten Teil, dem Dickdarm abgeschöpft werden. Im Dickdarm verbleibt die Nahrung sehr lange. Zehn Stunden oder auch mehrere Tage. Außerdem wird hier Flüssigkeit abgeleitet und später über die Niere und den Harntrakt ausgeschieden. Ein gesunder Mensch scheidet so täglich 1,5 bis 2 Liter Urin aus. 200 bis 400 Milliliter je Blasenentleerung. Gesunder Urin besteht dabei zu 95 Prozent aus Wasser. Was nach all diesen Stationen im Verdauungssystem übrigbleit ist für den Körper nicht zu verwerten. Dieser Abfall wird dann als Kot ausgeschieden. Dabei variiert die Menge je nach der verdauten Nahrung zwischen 100 und 500 Gramm. Der ganze Transport durch das System ist nur durch ständige Muskelkontraktionen möglich, die in Wellen erfolgt und so für Vortrieb sorgen.

Weitere Informationen

Zum Interview mit der Ernährungsexpertin Dr. Petra Schulze-Lohmann

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