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Hautgesundheit

Staatskanzlei

Hautgesundheit

Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Sie ist ein wichtiges Sinnesorgan und übernimmt darüber hinaus noch weitere zentrale Körperfunktionen. Die Haut eines Erwachsenen ist rund zehn bis zwölf Kilogramm schwer und hat eine Fläche von bis zu zwei Quadratmetern. Verletzt sich jemand stark wie zum Beispiel bei einer großflächigen Verbrennung, kann das lebensbedrohliche Folgen haben. Bereits ein Funktionsverlust von rund 20 Prozent kann tödlich sein.

Aufgaben der Haut

Die Haut schützt den Menschen

  • vor Druck, Stößen und Reibung,
  • vor dem Eindringen von Mikroorganismen,
  • vor dem Verlust von Wasser und Wärme.

Zentral ist auch ihre Funktion als Sinnesorgan. Mit den Rezeptoren in unserer Haut empfinden wir neben Temperaturen auch Berührungen, Druck und Schmerz. Diese Reize haben auch lebenserhaltende Funktionen: Streicheln ist für das seelische Gleichgewicht wichtig. Schmerz macht in der Regel auf eine Gefahr aufmerksam und löst ein entsprechendes Verhalten aus.

Die Haut verhindert zudem eine übermäßige Erhitzung und einen zu hohen Wärmeverlust. Beim Regulieren der Temperatur helfen unter anderem die mehr als zwei Millionen Schweißdrüsen. Die meisten befinden sich auf den Handinnenflächen, den Fußsohlen und in den Achselhöhlen. Sie produzieren bei Hitze und starker Anstrengung Schweiß, der einen Feuchtigkeitsfilm auf der Haut bildet. Dieser Film verdunstet und kühlt damit den Körper.

Ein Kind mit Sonnencreme auf dem Rücken. © eyezoom101 / Fotolia.com

Schädigungen der Haut

Kurzzeitige Schädigungen wie ein Schnitt beim Obstschälen repariert die Haut umgehend selbstständig.

Eine dauerhafte Schädigung der Haut ist beispielsweise Körperschmuck wie Piercings und Tätowierungen. Mit solchen Eingriffen wird die Haut verletzt – Keime und Giftstoffe können eindringen und die Haut infizieren. Auch allergische Reaktionen auf das verwendete Metall oder die Tinte sind möglich. Außerdem können sich Narben bilden, wenn zum Beispiel das Tattoo wieder entfernt werden soll oder der Körper das Piercing abstößt. Bei Narben fehlt das sogenannte Hautanhangsgebilde wie Haare, Talg- und Schweißdrüsen. Die Funktionen sind an der vernarbten Stelle gestört und die Haut kann dort nicht mehr richtig arbeiten.

Andere dauerhafte Schädigungen in Form von Erkrankungen beeinträchtigen ebenfalls die Funktionsfähigkeit des äußeren Organs. Sie können stören, einschränken, belasten oder auch gefährlich sein:

Hautkrebs

„Braun werden“ ist eine der wichtigsten Schutzfunktionen der Haut vor UV-Strahlung. Ein Sonnenbrand hingegen ist eine Schädigung der Haut, die zwar zunächst vorübergehend ist, bei wiederholtem Auftreten können daraus allerdings Hauttumore entstehen. Jährlich erkranken in Schleswig-Holstein rund 6.000 Menschen an Hautkrebs. Gleichzeitig ist es aber auch die Krebsform mit den besten Heilungschancen, denn Hautkrebs kann von den Betroffenen selbst oder Angehörigen und Freunden erkannt werden. Im Gegensatz zu ungefährlichen Leberflecken sind für den Hautkrebs eine ungleichmäßige Form, ausgefranste Ränder, verschiedene Farbtöne und eine ungewöhnliche Größe charakteristisch. 

Professor Dr. Axel Hauschild
© Prof. Dr. Axel Hauschild

Interview

„Spektakuläre Durchbrüche für die Patienten“ – Professor Dr. Axel Hauschild forscht und lehrt an der Hautklinik des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel.

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Schuppenflechte

Die Schuppenflechte, auch Psoriasis, gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen in Deutschland. Bei dieser chronischen und wahrscheinlich erblich bedingten Erkrankung leiden die Betroffenen unter stark schuppenden und rötlichen Hautstellen. Gesunde Haut erneuert sich in der Regel etwa alle 27 Tage. Bei einer Schuppenflechte erneuert sie sich an den betroffenen Stellen innerhalb von drei bis sieben Tagen. Dadurch, dass die betroffenen Hautstellen auch für andere sichtbar sind, kann es auch zu einer psychischen Belastung kommen. Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber behandelbar.

Mehr zum Thema Schuppenflechte erfahren Sie auf den Seiten des Deutschen Psoriasis Bundes e. V. Dort finden Sie auch Informationen zu Selbsthilfegruppen in Schleswig-Holstein. 

Zum Deutschen Psoriasis Bund e. V.

Hautpilz

Eine weitere, häufige Hauterkrankung ist der Hautpilz. Er entsteht durch Übertragung – wenn er eine Möglichkeit findet, in die Haut eindringen zu können (zum Beispiel durch kleine Verletzungen). Die Erkrankten haben juckende, leicht gerötete und schuppende Hautstellen. Zur Behandlung werden in der Regel Cremes verwendet. Es ist wichtig, den Pilz rechtzeitig behandeln zu lassen, damit er nicht in tiefere Hautschichten eindringen kann oder Infektionen hervorruft. Erforscht werden Pilzerkrankungen im Wissenschaftsbereich der Mykologie.

Zur Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft e. V.

Neurodermitis

Zu den häufigen Hauterkrankungen in Deutschland zählt auch Neurodermitis. Das in der Fachsprache sogenannte atopische Ekzem tritt meist im Kindesalter auf und ist, ähnlich wie die Schuppenflechte, chronisch und somit nicht heilbar, aber behandelbar. Mehr Informationen zum Thema erhalten Sie im Fokusartikel „Allergien und Neurodermitis“. 

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Therapieland Schleswig-Holstein

Die einzigartige Lage zwischen Nord- und Ostsee des nördlichsten Bundeslandes, der frische Wind und die reine Seeluft sind eine exzellente Basis für die Behandlung von Hautkrankheiten. Weitere Therapieanwendungen wie Moorbäder ergänzen die therapeutische Infrastruktur Schleswig-Holsteins.

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„Die Haut – mein heiliges Häuschen“

Mit einer interaktiven Wanderausstellung hat das Team um Professor Dr. Regina Fölster-Holst den Preis „Wissenschaft interaktiv 2011“ gewonnen. Mithilfe begehbarer Hautmodelle lernen Kinder und Erwachsene die Haut und ihre häufigsten Störungen kennen.

Zum Wettbewerbsbeitrag "Die Haut - mein heiliges Häuschen"

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