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Bürogesundheit

Staatskanzlei

Bürogesundheit

Wenig Bewegung und langes Sitzen: Alltag in den Büros Schleswig-Holsteins. Gesund ist das nicht. Aber kleine Maßnahmen können helfen, den Arbeitsalltag aktiver zu gestalten. Das beugt nicht nur Rückenschmerzen und Übergewicht vor, sondern steigert auch die eigene Produktivität.

Bei der Büroarbeit ist es vor allem der Geist, der aktiv ist. Den Körper bewegen die meisten Menschen wenig. Abwechslung bietet meist nur der Gang zum Kopierer oder Kaffeeautomaten. Doch unter den von Ärzten empfohlenen 10.000 Schritten am Tag bleibt man damit deutlich. 15 Schritte sind es im Durchschnitt zum Kopierer, 33 zur Kaffeeküche. Der Mangel an Bewegung hat Folgen. Verspannungen bei der Bildschirmarbeit und Rückenprobleme durch langes Sitzen sind ein Massenphänomen. Am Schreibtisch schaltet der Kreislauf auf Sparflamme. Kommt dann noch ungesunde Ernährung hinzu, etwa wenn für den Energieschub zwischendurch die Wahl regelmäßig auf den Schokoriegel statt auf die Banane fällt, steigt das Risiko für Übergewicht, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes Typ 2.

Aktiv schon auf dem Weg

Schon Kleinigkeiten können großen präventiven Nutzen für Vielsitzer haben. Dabei empfiehlt es sich, den eigenen Berufsalltag unter die Lupe zu nehmen und zu überlegen, wo man mehr Bewegung unterbringen kann. Erste Station: Der Arbeitsweg. Kurze Strecken sind besser zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu bewältigen. Alternativ kann man auch einfach eine Station früher aus dem Bus aussteigen oder etwas weiter entfernt parken. So kommen über die Woche einige Kilometer Bewegung dazu. Wer sich zusätzlich motivieren will, nutzt eine App auf dem Smartphone, die die Schritte zählt oder die Entfernung misst. So sind schnell viele Kilometer zusammengesammelt.

Aktion: Mit dem Rad zur Arbeit

Mit der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ animiert die AOK gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in ganz Schleswig-Holstein zu mehr Bewegung. Ob alleine oder im Team – jeden Sommer können sich alle Interessierten für die Teilnahme am Wettbewerb registrieren. Wer innerhalb dieser Zeit an mindestens 20 Arbeitstagen mit dem Rad zur Arbeit gefahren ist, hat die Chance auf zahlreiche Gewinne.

Zum 100-Sekunden Erklärvideo „Mit dem Rad zur Arbeit“

Fahrstuhl oder Treppe

Auf dem Weg hoch ins Büro stellt sich die tägliche Frage: Fahrstuhl oder Treppe? Wer etwas für seine Gesundheit tun möchte, hat eigentlich keine Wahl. Denn Treppensteigen bringt den Kreislauf in Schwung, verbrennt Kalorien, stärkt Bein- und Po-Muskulatur und verbessert den Stoffwechsel. Und das Beste: Treppensteigen kostet nichts und lässt sich nahezu überall trainieren.

Übrigens: 400 Treppenstufen, das heißt 16 bis 20 Stockwerke, haben in etwa denselben Effekt wie eine Joggingeinheit von 15 Minuten. Es lohnt sich also, jede Möglichkeit zum Treppensteigen zu nutzen – ob im Büro, dem Weg durch die Stadt, beim Einkaufen und natürlich auch auf dem Weg zurück in die Wohnung.

Ergonomisch bei der Arbeit

Im Büro selbst gilt es, den Arbeitsplatz ergonomisch einzurichten. Steht der Bildschirm richtig? Ist der Schreibtischstuhl korrekt eingestellt? Wie ist die Beleuchtung? Ergonomie ist kein Luxus, sondern notwendig.

Darüber hinaus sind Bewegungspausen ratsam. Es gibt einige Übungen, die sich zwischendurch am Arbeitsplatz erledigen lassen, um zum Beispiel den Rücken oder Nacken zu entlasten. Wer befürchtet, bei den Kolleginnen und Kollegen zum „Vorturner“ zu werden, greift auf Übungen zurück, die ganz unauffällig am Schreibtisch absolviert werden können - oder animiert die Kolleginnen und Kollegen doch auch etwas für ihre Gesundheit zu tun.

Kleine Übungen zum Nachmachen hat zum Beispiel die Förde Sparkasse auf ihrer Internetseite für Sie zusammengestellt.

Fit in der Mittagspause

Mittagspause. Schnell mit dem Fahrstuhl in die Kantine. Deutlich gesünder wäre ein kurzer Spaziergang zur Grünanlage um die Ecke. Hat man einen schönen Platz gefunden, können die Lunchpakete ausgepackt werden. Der Tapetenwechsel in der Mittagspause sorgt nicht nur für Bewegung, sondern macht den Geist auch wieder fit für die anstehenden Aufgaben.

Am Abend raus aus dem „Bewegungs-Konjunktiv“

Der Feierabend wird oft routinemäßig auf der Couch verbracht. Eigentlich könnte man nun die Freizeit für Sport und Bewegung nutzen, statt nahtlos vom Bürostuhl über den Autositz auf die Couch zu wechseln. Bleibt es bei den guten Absichten, weil man sich zu abgespannt von der Arbeit fühlt?

Aber gerade dagegen ist Sport ein gutes Mittel! Verabredungen mit Kolleginnen und Kollegen oder Freundinnen und Freunden zum Sport helfen, den guten Absichten auch Taten folgen zu lassen. Körperliche Betätigung baut Stress ab und schafft Erfolgserlebnisse - ist also nicht nur für den Körper gesund. Bei Unsicherheiten, welcher Sport der richtige ist, empfiehlt sich ein kurzes Gespräch mit dem Hausarzt.

Praxisbeispiel Niederegger

Ein gutes Beispiel für Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz ist das Lübecker Familienunternehmen Niederegger. In der Produktion und in den Büroetagen ist die „aktive Pause“ nicht nur guter Vorsatz, sondern fester Bestandteil des Arbeitstages.

Zum Artikel „Aktive Pause“ im Jahrbuch Gesundheitsland Schleswig-Holstein

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