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ITI Westküste

Staatskanzlei

ITI Westküste

Mit den "Integrierten Territorialen Investitionen" (ITI) soll die Wettbewerbsfähigkeit der Westküste Schleswig-Holsteins gestärkt und unterstützt werden. Dies geschieht in der EU-Strukturfondsperiode 2014-2020 durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit Mitteln in Höhe von 30 Millionen Euro.

Zukunftsfähige Regionalentwicklung an der Westküste

Luftbild: Halbinsel Eiderstedt in Dithmarschen mit dem Leuchtturm Westerheversand Halbinsel Eiderstedt in Dithmarschen mit dem Leuchtturm Westerheversand (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Halbinsel Eiderstedt in Dithmarschen, Leuchtturm Westerheversand © T. Eisenkrätzer / grafikfoto.de

Die Westküste Schleswig-Holsteins ist bezogen auf den deutschen Wirtschaftsraum eine periphere Region. Sie verfügt im Vergleich zu anderen Standorten über Entwicklungshemmnisse wie beispielsweise eine geringere verkehrliche Anbindung, einen hohen Anteil an Landwirtschaft sowie Tourismus mit unterschiedlichen Entwicklungsperspektiven als auch eine geringere Innovationskraft.

Standortfaktoren und neue Potenziale

Der 2014 von der Landesregierung Schleswig-Holstein aufgelegte zweistufige Wettbewerb für die ITI Westküste soll die vorhandenen Standortfaktoren verbessern und die (Weiter-) Entwicklung neuer Potenziale an der Westküste Schleswig-Holsteins fördern und damit zur Stärkung zukunftsrelevanter, nachhaltig wirksamer Standortfaktoren beitragen.

Durch die ITI Westküste sollen zudem kontinuierliche Verbesserungen in den regionalen Netzwerken vorangebracht werden. Aus diesem Prozess werden Maßnahmen bzw. Projekte mit einer großen Hebelwirkung für die regionale Entwicklung erwartet, die dauerhaft zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Westküste Schleswig-Holsteins beitragen.

Voraussetzungen für den Einsatz dieser Instrumente sind:

  1. ein festgelegtes Gebiet,
  2. eine integrierte territoriale Entwicklungsstrategie,
  3. ein Maßnahmenpaket für die Umsetzung,
  4. die Aufnahme von mindestens zwei Investitionsprioritäten aus unterschiedlichen Prioritätsachsen.

Die ITI Westküste sind ein wesentliches Element des Operationellen Programms des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung des Landes Schleswig-Holstein für die Förderperiode 2014-2020 (OP EFRE 2014-2020).

Themenbereiche der ITI Westküste

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Als Küstenregion mit verschiedenen Hafenstandorten und der Hochseeinsel Helgoland kann die Region z. B. besonders von der Entwicklung der Windenergie profitieren. Das Thema Energiekompetenzregion deckt sich zudem mit den Zielen der Europäischen Kommission für die Kohäsionspolitik in der künftigen Förderperiode. Über die ITI sollen daher die positiven Entwicklungen im Energiebereich verstetigt und ein klares Kompetenzprofil für die Westküste herausgearbeitet werden.

Damit angesprochen sind Forschung und Entwicklungs- (FuE-) und Demonstrationsprojekte im Bereich der erneuerbaren Energien und Speichertechnologien sowie der infrastrukturellen Maßnahmen, aber auch Maßnahmen zur energetischen Optimierung der öffentlichen Infrastruktur in Ober- und Mittelzentren sowie Modellprojekte in den Bereichen Tourismus, Jugend- und Bildungsarbeit und Krankenhäuser.

Ressourcenschonender Tourismus

Das Thema ist für die Westküste von entscheidender Bedeutung, da die Tourismuswirtschaft eine wichtige Branche und ein bedeutender Arbeitgeber ist. Eine kontinuierliche Verbesserung der Attraktivität als Urlaubsdestination und die vollständige Ausnutzung zielgruppenspezifischer Potenziale sind entscheidende Faktoren für die Wirtschaftsleistung und Beschäftigungssituation.

Dazu zählen Maßnahmen zum Schutz, zur Förderung und zur Entwicklung des Natur- und Kulturerbes, aber auch die Vereinbarkeit von Umweltschutz, Ressourcenschonung, Denkmalschutz und Tourismus sowie Maßnahmen der Nachhaltigen Stadtentwicklung und des Brachflächenrecyclings.

Formale Voraussetzungen

Das Wattenmeer vor Büsum bei Ebbe Das Wattenmeer vor Büsum (Luftaufnahme) (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Das Wattenmeer vor Büsum. © Staatskanzlei

Gebietsabgrenzung

Die Gebietsabgrenzung für die ITI Westküste umfasst die Kreise Steinburg, Dithmarschen und Nordfriesland sowie die Insel Helgoland. Sofern es bei Kooperationsprojekten zielführend ist über die Kreisgrenzen hinweg zu agieren, können sich die geförderten Projekte auch in den Kreis Pinneberg und den Landesteil Schleswig (Stadt Flensburg, Kreis Schleswig-Flensburg) erstrecken.

Wettbewerbsregion

Im Rahmen des Wettbewerbes sollen die regionalen Akteurinnen und Akteure einen territorialen Raum an der Westküste Schleswig-Holsteins definieren. Die sogenannte Wettbewerbsregion kann sich dabei auf Stadtviertel bis hin zu Stadtgebieten, städtische Großräume, ländliche Gebiete, auf subregionale oder interregionale Ebenen erstrecken.

Zielgruppe des Wettbewerbs

Angesprochen sind alle regionalen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Verwaltung mit Sitz in Schleswig-Holstein, wie z.B. Kommunen, Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Verbände und Kammern.


Wettbewerbsverfahren

Am 16. September 2014 hat der damalige Wirtschaftsminister zum zweistufigen Wettbewerb für die ITI Westküste aufgerufen. Die hierfür zur Verfügung stehenden 30 Millionen Euro sollen speziell in Projekte fließen, die unter Konzeptdächern die Themen "Ressourcenschonender Tourismus", "Erneuerbare Energien und Energieeffizienz", "Nachhaltige Stadtentwicklung" und "Brachflächenrecycling" verbinden. Die Mittel sind ausschließlich für Konzepte in den Kreisen Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg sowie auf Helgoland (Kreis Pinneberg) bestimmt.

Der Wettbewerb zur ITI "Tourismus- und Energiekompetenzregion Westküste" wurde in einem zweistufigen Verfahren durchgeführt. Am Ende jeder Wettbewerbsphase wurden die eingereichten Wettbewerbsbeiträge von einem ITI-Gremium bewertet, ausgewählt und dem Westküstenbeirat der Westküsteninitiative zur Zustimmung vorgelegt.

Innovative Konzepte

info Informationen zu den ausgewählten Konzepten finden Sie hier

Erste Wettbewerbsphase

Die Wettbewerbsbeiträge in der ersten Phase waren bis zum 31.03.2015 einzureichen. Insgesamt wurden zwölf Konzepte eingereicht, die jeweils zwischen sechs und siebzehn Projektskizzen umfassten. Das so genannte ITI-Gremium, das sich aus regionalen Akteuren sowie Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltungs- und Fachebene zusammensetzt, hat die eingereichten Konzepte geprüft, bewertet und neun der zwölf Konzepte ausgewählt, die in der zweiten Phase konkretisiert und weiterentwickelt werden sollen.

Zweite Wettbewerbsphase

Ziel und Aufgabe in der zweiten Wettbewerbsphase war es, die zuvor ausgewählten Konzepte weiterzuentwickeln - mit konkretisierten und detaillierten Projektbeschreibungen. Diese waren in der zweiten Wettbewerbsphase bis zum 30. April 2016 einzureichen.

Das ITI-Gremium hat mithilfe eines Kriterienkatalogs die weiterentwickelten Konzepte bewertet und gemeinsam mit dem Westküstenbeirat acht Konzepte final ausgewählt. Die acht Konzepte beinhalten insgesamt 81 Projekte, von denen 42 potenziell EFRE-förderfähig sind. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 136 Mio. Euro.

Begleitung und Ansprechpersonen

ITI-Regionalbüro

Die ITI Westküste wird durch ein Regionalbüro vor Ort begleitet. So genannte "Projektscouts" haben die regionalen Akteure unter anderem über das Wettbewerbsverfahren informiert, bei der Suche nach Projektpartnern und -partnerinnen sowie bei der Erarbeitung von Projektvorschlägen unterstützt.

Das ITI-Regionalbüro ist bei der Projektgesellschaft Norderelbe mbH angesiedelt.

Ansprechperson:
Dennis Metzler
Tel.: 04821 17888-17
E-Mail: metzler@pg-norderelbe.de

Anschrift:
Projektgesellschaft Norderelbe mbH
Viktoriastraße 17
25524 Itzehoe

Für Grundsatzfragen: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein

Ansprechperson:
Rüdiger Balduhn (Referat 21)
Tel. 0431 988-4526
Email: ruediger.balduhn@wimi.landsh.de

Anschrift:
Düsternbrooker Weg 94
24105 Kiel