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Umsetzung der Europäischen Innovationspartnerschaft "Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit"(EIP-Agri)

Staatskanzlei

Umsetzung der Europäischen Innovationspartnerschaft "Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit"(EIP-Agri)

EIP-Agri-Logo © EU

Schleswig-Holstein führt dieses Förderprogramm seit 2015 durch. Mit EIP-Mitteln werden aktuell 29 "Operationelle Gruppen" (OG) bei der Entwicklung und Erprobung von Innovationen unterstützt. In Operationellen Gruppen (OG) arbeiten Landwirte, Wissenschaftler, Berater, NGO und Wirtschaftspartner gemeinsam an der Entwicklung und Erprobung einer Innovationsidee.

Gefördert werden Innovationsprojekte in der Landwirtschaft, die den Wissenstransfer und die Vernetzung zwischen Wissenschaft, Beratung und landwirtschaftlicher Praxis umsetzen. Der Innovationsbegriff ist dabei weit gefasst:

"Entwicklung, Erprobung, Testung von neuen Prozessen, Produkten, Technologien, Methoden und Dienstleistungen". Das Innovationsprojekt soll konkret sein und hohe Praxisrelevanz haben. Der Innovationsprozess ist ergebnisoffen.

Kennzeichnend für EIP-Projekte sind die aktive Rolle der Landwirte und der starke Praxisbezug. Die Innovationsprojekte sind, gemäß EU-Leitlinie EIP, sowohl "Ideen, die erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden", als auch "Aktivitäten, die auf Innovationen ausgerichtet sind".

Die ausgewählten Vorhaben reichen vom innovativen Weidemanagement nach irischem Vorbild über Tierwohl-Check für mehr Tierwohl im Kuhstall mit digitalen Hilfsmitteln bis zur betrieblich-digitalen Vernetzung landwirtschaftlicher Technik unterschiedlicher Generationen und Hersteller. Die Beiträge liefern wichtige Impulse für eine nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft in Europa.

Das MELUND stellt bis 2021 10 Mio. € für EIP-Projekte zur Verfügung.

Das übergeordnete Ziel von EIP sind praxisnahe Innovationen für mehr Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit in der Landwirtschaft. Inhalte der Projekte sind also zum Beispiel neue Prozesse, Produkte, Technologien, Methoden und Dienstleistungen.

Insbesondere werden Ideen von Praktikern gesucht, die mit Hilfe von Forschern, Beratern und weiteren Landwirten weiterentwickelt und verbreitet werden können.

Thematisch wurden in Schleswig-Holstein beim zweiten Call 2017/18 folgende Themenbereiche besonders hervorgehoben:

  • Digitalisierung in der Landwirtschaft / Ackerbau bzw. Tierhaltung
  • effiziente Nährstoffnutzung / Vermeidung von Nährstoffüberschüssen im Ackerbau und Grünland
  • Tierwohl / Tiergesundheit und tiergenetische Ressourcen

Im Hinblick auf den bei EIP gewünschten Bottom-up-Ansatz, "von unten nach oben", wurden Innovationen nicht weiter eingegrenzt. Es war in den Projektauswahlkriterien vorgesehen, dass Vorhaben der genannten Bereiche bei der Bewertung mit Zusatzpunkten honoriert werden.

Die Laufzeit der Projekte beträgt in der Regel drei Jahre. Das Angebot wendet sich an Landwirte, Unternehmen, Verbände, Berater und Wissenschaftler, wobei die aktive Mitarbeit von Landwirten ein besonderes Kennzeichen der EIP-Agri und deshalb verpflichtend ist.

Zur Unterstützung von Antragstellern und Operationellen Gruppen ist das "Innovationsbüro EIP Agrar" bei der Landwirtschaftskammer als Innovationsdienstleister beauftragt:

Innovationsbüro
EIP Agrar Schleswig-Holstein
www.eip-agrar-sh.de
c/o Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein
Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg

Ansprechpartner im Innovationsbüro
Carola Ketelhodt, Leitung
Tel: 04331 9453-114
Mobil: 0049 152 31799649
cketelhodt@lksh.de

Ulrike Duchâteau, Assistenz
Tel: 04331 9453-105
uduchateau@lksh.de

Für den aktuellen Call (Antragsschluss 15. November 2017) hatte das MELUND die Richtlinie überarbeitet. Die Projektauswahlkriterien finden sich im Anhang der Richtlinie.

Die Richtlinie ist als Teil der sogenannten "II. Säule" der Gemeinsamen Agrarpolitik im "Landesprogramm Ländlicher Raum (LPLR)" verankert.

Die ausführliche Maßnahmenbeschreibung erhalten Sie ab Punkt 8.2.11.3.1.

Eckpunkte aus der Richtlinie

Begünstigte
Operationelle Gruppen bestehend aus mindestens zwei Landwirten (aktive Teilnahme am Projekt), Forschern, Beratern sowie Unternehmen des Agrar- und Nahrungsmittelsektors auf der Grundlage eines Projektplanes (Projektdauer i.d.R. drei Jahre).

Art der Unterstützung
Die Förderung wird als Zuschuss gewährt.

Höhe der Förderung
Die Förderintensität beträgt bis zu 100 % bei Projekten der Urproduktion, bzw. 50% bei aktiver Begünstigung von außerlandwirtschaftlichen Unternehmen des Agrar- und Nahrungsmittelsektors.

Rechtsgrundlage

Ansprechpartner im Ministerium
Dr. Heinrich Terwitte
Tel.: 0431 988-4919
heinrich.terwitte@melund.landsh.de