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Die chemische Bewertung der Fließgewässer

Staatskanzlei

Die chemische Bewertung der Fließgewässer

Die Bewertung des chemischen Zustands der Wasserkörper erfolgt durch Einstufung in zwei Zustandsklassen "gut" und "nicht gut". Auf der Ebene der Europäischen Gemeinschaft sind in der Richtlinie 2013/39/EU Umweltqualitätsnormen für Schwermetallverbindungen, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien und andere Schadstoffe in Wasser und Biota festgelegt. Bewertet werden Überschreitungen des arithmetischen Mittelwertes und der zulässigen Höchstkonzentration der Schadstoffe, dabei werden organische Schadstoffe in der Gesamtwasserprobe und Schwermetallverbindungen im Filtrat untersucht. Die chemischen Bewertungen der Fließ­gewässer können jedoch aufgrund natürlicher und anderer Faktoren von Jahr zu Jahr schwanken; das gilt insbesondere für den Eintrag diffuser Stoffe, beispielsweise Pflanzenschutzmittel, Cadmium und Nitrat.

Für die Einstufung des guten ökologischen Zustands wird unterstützend bewertet, ob die physikalisch-chemischen Gegebenheiten der Wasserkörper die Funktionsfähigkeit des Ökosystems gewährleisten. Dazu werden die typspezifischen Orientierungswerte (gemäß Länderarbeitsgemeinschaft Wasser) hinzugezogen und die Einhaltung der Umweltqualitätsnormen für die flussgebietsspezifischen Schadstoffe (OGewV) geprüft.