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Finanzierung und Förderung von Existenzgründungen

Staatskanzlei

Finanzierung und Förderung von Existenzgründungen

Möglichkeiten der Finanzierung und Förderung für Existenzgründungen und Unternehmensübernahmen

Existenzgründerinnen und Existenzgründer stehen bei ihrem Weg in die Selbstständigkeit vor vielen Herausforderungen. Neben der Erstellung eines tragfähigen Konzeptes ist die Sicherstellung der Finanzierung ein wesentlicher Baustein für einen gelungenen Start.

In der Regel ist hierfür eine (Mit-)Finanzierung durch eine Hausbank unerlässlich. Bei Existenzgründungen und Start-ups stellt sich der Zugang zum Kapital angesichts des Hausbankenverfahrens – trotz vorhandenen unternehmerischen Engagements – oftmals als schwierig dar. Um hier Abhilfe zu schaffen, wurden gezielte Förderangebote für Existenzgründungen und Start-ups inklusive Existenzfestigungen und Betriebsübernahmen entwickelt. Daneben stehen die allgemeinen Angebote der landesnahen Förderinstitute Investitionsbank, Bürgschaftsbank und Mittelständische Beteiligungsgesellschaft – bis auf wenige Ausnahmen – auch für Unternehmensgründungen offen.

Die Finanzierungsinstrumente basieren auf drei Säulen:

Spezielle Förderprogramme in Schleswig-Holstein

Das Land Schleswig-Holstein unterstützt mit spezifischen Förderprogrammen den Weg in die eigene Existenz. In geeigneten Fällen wird das Förderangebot mit begleitender Beratung verknüpft. Das stabilisiert das Unternehmen, senkt die Insolvenzanfälligkeit und reduziert die Ausfallwahrscheinlichkeit.

IB.SH Starthilfedarlehen

Mit diesem Programm bietet die Investitionsbank Schleswig-Holstein mit Unterstützung des Landes Gründerinnen und Gründern mit einem geringeren Finanzierungsbedarf (max. 100.000 Euro für investive Maßnahmen, max. 50.000 Euro Betriebsmittelbedarf) eine besondere Hilfestellung an. Für Erfolg versprechende Existenzgründungs- und Festigungsvorhaben - binnen fünf Jahren ab Eröffnung bzw. Übernahmestichtag - kann die IB.SH die Hausbankfunktion befristet übernehmen, die Förderkredite bei der KfW beantragen und so den Zugang zum Kapital deutlich erleichtern.

IB.SH Starthilfedarlehen

Kombiprogramm "Gründung und Nachfolge in Schleswig-Holstein"

Mit dem Start des gemeinsamen Finanzierungsangebotes der Bürgschaftsbank und der Investitionsbank "Gründung und Nachfolge in Schleswig-Holstein" zum 1. März 2016 bündeln die Förderinstitute ihre jeweiligen Kernkompetenzen für Gründerinnen und Gründer und zu Nachfolgeregelungen. Für Existenzgründungen und Nachfolgeregelungen mit einem Finanzierungsbedarf von 25.000 Euro bis zu 500.000 Euro werden zinsgünstige Darlehensmittel von der Investitionsbank über die Hausbank zur Verfügung gestellt und mit einer 80%-Verbürgung durch die Bürgschaftsbank unterlegt. Dieses erfolgt in einem einzigen Antragsschritt.

IB.SH Gründung und Nachfolge

IB.SH Mikrokredit

Kleinere Existenzgründungen- und Existenzfestigungen in Schleswig-Holstein können vergleichsweise schnell und außerhalb des banküblichen Finanzierungsweges mithilfe des IB.SH Mikrokredit finanziert werden. Für die Erfolg versprechende Gründung oder Übernahme eines Einzelunternehmens können dabei für Investitionen und/oder Betriebsmittel Direktdarlehen von insgesamt bis zu 25.000 Euro gewährt werden. Das Mindestkreditvolumen beträgt 3.000 Euro. Gleiches gilt auch hier für Existenzfestigungsvorhaben binnen fünf Jahre nach der Gründung. Die vereinfachte Antragstellung für die Mikrokredite erfolgt über die mit der IB.SH kooperierenden regionalen Beratungs- und Wirtschaftsfördereinrichtungen.

IB.SH Mikrokredit

Ausfallbürgschaften der Bürgschaftsbank

Damit die Finanzierung von Investitionen bei der Existenzgründung nicht wegen fehlender banküblicher Sicherheiten scheitert, kann die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein auf Antrag Ihrer Hausbank eine Ausfallbürgschaft übernehmen. Im Rahmen der Existenzgründungsprogramme bietet die Bürgschaftsbank für Gründungsvorhaben – seien es Neugründungen oder Übernahmen bestehender Betriebe – verschiedene Programme bis zu einem Bürgschaftsobligo von in der Regel maximal 1,25 Mio. Euro an.

Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein (BB.SH)

Gründungsstipendium Schleswig-Holstein

Seit Januar 2016 steht Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen sowie Mitarbeitenden von den schleswig-holsteinischen Hochschulen mit guten Geschäftsideen erstmals ein Gründungsstipendium zur Verfügung. Das Gründungsstipendium sieht – anders als vergleichbare Angebote der Existenzgründerfinanzierung – unter anderem vor, dass die Lebenshaltungskosten der Absolventen in der Vorgründungsphase, der sogenannte Pre Seed Phase, finanziert werden.

Seed- und Start-up-Fonds II Schleswig-Holstein

Finanzierung von Ausgründungen aus Hochschulen, aus Forschungseinrichtungen oder aus Unternehmen mit forschungs-, entwicklungs- oder wissenschaftsbasierten Aktivitäten (Seed-Phase) sowie von jungen innovativen Unternehmen (Start-up-Phase). Beteiligungen von 50.000 Euro bis 200.000 Euro (Seed-Phase) bzw. 350.000 Euro (Start-up Phase). Eine beratende Unterstützung in der Gründungs- und Umsetzungsphase ist vorgesehen.

Seed- und Start-up-Fonds II

Mikromezzaninfonds Deutschland

Für kleine und junge Unternehmen sowie Existenzgründer steht dieser Fonds zur Verfügung. Spezielle Zielgruppen sind Unternehmen, die ausbilden, die aus der Arbeitslosigkeit gegründet oder von Frauen oder Menschen mit Migrationshintergrund geführt werden. Auch gewerblich orientierte Sozialunternehmen sowie umweltorientierte Unternehmen sollen besonders angesprochen werden. Stille Beteiligungen sind bis zu 50.000 Euro möglich. Die Antragstellung erfolgt über die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein.

Mikromezzaninfonds

Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit

Mit einer besonderen Förderaktion aus dem Landesprogramm Arbeit kann die Gründung einer selbständigen beruflichen Existenz von Arbeitslosen und Nichterwerbstätigen unterstützt werden. In fünf Projekten mit etwa 20 Standorten in Schleswig-Holstein erhalten Gründungswillige das notwendige Wissen für eine Unternehmensgründung sowie Unterstützung und Begleitung in der Vorgründungsphase. Die Finanzierung der Projekte erfolgt mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Existenzgründungen mithilfe des "Landesprogramms Arbeit"