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Demografie

© M. Staudt / grafikfoto.de

Demografischer Wandel -
Bevölkerungsentwicklung bis 2030

Gemeinsam mit dem Statistikamt Nord erstellt die Landesplanung Schleswig-Holstein alle drei bis vier Jahre eine neue Bevölkerungsvorausberechnung für die Kreise und kreisfreien Städte im Land.

Die Ergebnisse der Vorausberechnung zeigen, wie sich Einwohnerzahlen und Altersstruktur unter bestimmten Voraussetzungen/Annahmen entwickeln werden. Sie sind eine wichtige Grundlage, um für die Zukunft besser planen zu können. Im Juni 2016 wurde eine neue Vorausberechnung für die Kreise und kreisfreien Städte für den Zeitraum 2015 bis 2030 veröffentlicht.

Im Anschluss daran haben die Kreise kleinräumige Bevölkerungs- und Haushaltsprognosen für ihr Kreisgebiet erstellen lassen. Teilweise wurden diese Ergebnisse bereits veröffentlicht.

Kleinräumige Bevölkerungsprognose

link Kreis Herzogtum Lauenburg

link Kreis Pinneberg

link Kreis Schleswig-Flensburg

link Kreis Segeberg

link Kreis Steinburg

link Kreis Stormarn

Einwohnerentwicklung

  • Bis 2020 wird die Einwohnerzahl Schleswig-Holsteins um rund 74.000 (+2,6%) ansteigen. Grund dafür ist die überdurchschnittliche Zuwanderung, die für die nächsten Jahre erwartet wird.
  • Ab 2020 werden die Wanderungsgewinne des Landes (mehr Zu- als Fortzüge ins Land) voraussichtlich nicht mehr ausreichen, das jährlich größer werdende Geburtendefizit im Land (weniger Geburten als Sterbefälle) auszugleichen. Daher ist zu erwarten, dass die Einwohnerzahl des Landes ab 2020 zurückgeht. 2030 werden in Schleswig-Holstein aber noch rund 40.000 Menschen mehr leben als heute (+1,4%).
  • Die Einwohnerentwicklung wird regional sehr unterschiedlich sein. Zwar werden bis 2020 zunächst alle Kreise und kreisfreien Städte wachsen. Nach 2020 wird die Entwicklung im Land aber zweigeteilt verlaufen. Dann steigen die Einwohnerzahlen nur noch die kreisfreien Städte Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster sowie in den Hamburg-Randkreisen Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg. In allen anderen Kreisen werden die Einwohnerzahlen ab 2020 zurückgehen.
  • Die höchsten Einwohnerzuwächse bis 2030 werden für die Landeshauptstadt Kiel (+10,3%) erwartet. Auch die kreisfreie Stadt Flensburg (+6,7%) sowie die Kreise Stormarn (+6,4%) und Pinneberg (+5,9%) werden stark überdurchschnittlich wachsen.
  • Alle ländlichen Kreise werden 2030 weniger Einwohner haben als heute. Am höchsten werden die Rückgänge in den Kreisen Plön (-5,7%) und im Kreis Dithmarschen (-5,6%) sein.

Altersstruktur

  • Nicht nur die Einwohnerzahlen, auch die Altersstruktur der Menschen in Schleswig-Holstein wird sich bis 2030 verändern. Es wird immer mehr alte und weniger junge Menschen im Land geben. 2030 werden fast 36% der Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner 60 Jahre und älter sein und nur noch etwa 17% jünger als 20 Jahre.
  • Vor allem die Zahl der Hochbetagten -das sind die Menschen, die 80 Jahre und älter sind - wird landesweit deutlich steigen (+83.500 bzw. +53,6%). Besonders hoch wird der Anstieg im Kreis Segeberg sein (+71,5% bzw. +9.300).
  • Die Zahl der jungen Menschen unter 20 Jahren wird landesweit bis 2030 um etwa 28.300 (-5,4%) zurückgehen. Am höchsten werden die Rückgänge in den ländlichen Kreisen sein (Dithmarschen -17,7%), während hingegen in den Kreisen Pinneberg und Stormarn sowie in den kreisfreien Städten Kiel, Lübeck und Flensburg die Zahl der unter 20-Jährigen bis 2030 sogar leicht steigen wird. In Kiel voraussichtlich sogar um 12,7%.

Erwerbspersonen

  • Die Zahl der Erwerbspersonen, d.h. der Menschen, die zwischen 15 und 70 Jahren alt sind und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, wird bis 2030 um etwa 23.000 zurückgehen. Auch die Altersstruktur der Erwerbspersonen verändert sich. 2025 werden fast 55% der Erwerbspersonen 55 Jahre und älter sein und nur noch 26 % unter 30 Jahren.

Haushalte

  • Da bis 2030 viele Menschen zuwandern und zudem die Zahl der älteren Menschen steigt, die in der Regel in kleineren Haushalten leben, wird es im Jahr 2030 im Land fast 62.000 Haushalte mehr geben, die eine Wohnung brauchen. Weil darüber hinaus in den nächsten Jahren Ersatz geschaffen werden muss für Wohnungen, die abgerissen oder zusammengelegt werden, sowie für eine Mobilitätsreserve, braucht Schleswig-Holstein bis 2030 voraussichtlich etwa 122.000 neue Wohnungen.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse sowie Diagramme für das Land und die einzelnen Kreise und kreisfreien Städte finden Sie unter der Rubrik "Zum Herunterladen". Weitere Daten können Sie über das Statistikamt Nord beziehen.

Kontakt

Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration - Landesplanung

Vertretung Referatsleitung Grundlagen der Landesentwicklung und Rauminformation
Kristina Schuhoff
Düsternbrooker Weg 92
24105 Kiel
Telefon: 0431 988-1836

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