Landesportal Schleswig-Holstein

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Demografie

© M. Staudt / grafikfoto.de

Gesundheit

Wie kann das Wohnen auf dem Land mit einer guten ärztlichen Versorgung verknüpft werden? Initiativen, wie die Hausärztliche Gemeindepraxis Büsum, zeigen, wie man den ländlichen Raum für Ärzte attraktiv gestaltet.

Hausärztliche Gemeindepraxis Büsum

Mit einem besonderen Weg hat die Gemeinde Büsum das Problem der hausärztlichen Versorgung gelöst: Sie hat ein Ärztehaus gegründet, in dem Ärzte als kommunale Angestellte die Versorgung der Menschen in dem Badeort an der Nordsee sicher stellen. Dieses Modell ist weit über die Landesgrenzen hinweg auf Interesse gestoßen.

Kontakt

Ärztezentrum Büsum

Adresse:
Westerstraße 30
25761 Büsum
Telefon: 04834 965870 - 0
Fax: 04834 965870 - 19

Betreuung junger Diabetes-Patienten mit Hilfe der Telemedizin

Eine virtuelle Diabetes-Ambulanz per Web-Cam erspart jungen Patienten und ihren Angehörigen weite Wege. Mit dem landesweiten Telemedizin-Projekt „Virtuelle Diabetesambulanz für Kinder und Jugendliche“ haben das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein( UKSH) und die AOK NORDWEST ein bundesweit einmaliges Projekt gestartet.

Mutter und Sohn bei einer Diabetes-Beratung via Telemedizin Telemedizin Diabetes (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Diabetes-Beratung ganz bequem via Telemedizin im heimischen Wohnzimmer: Sandra Abel mit Sohn Merlin (11 Jahre) aus Obernwohlde, der an Diabetes Typ 1 erkrankt ist, besprechen mit Dr. Simone von Sengbusch aus dem UKSH am Computer die ausgewerteten Glukosewerte. © Kuschel/AOK

Rund 1200 Kinder und Jugendliche in Schleswig-Holstein sind an Diabetes vom Ty1 erkrankt. Sie benötigen eine gute medizinische Versorgung und eine spezielle fachärztliche Betreuung sowie Hilfsmittel, die sie immer bei sich tragen müssen. Weil die Patienten zur Insulinanpassung häufig Kontakt zu ihren Ärzten haben müssen, müssen die betroffenen Familien viel Zeit und oftmals lange Wege in Kauf nehmen. Hinzu kommt, dass die Zahl der Diabetologen begrenzt ist. Mit der virtuellen Diabetes-Ambulanz können viele Beratungsgespräche jetzt online flexibler geführt werden. Dies entlastet die betroffenen Familien spürbar.

An dem telemedizinischen Beratungsangebot können 240 Kinder und Jugendliche aus Schleswig-Holstein in einem Alter bis zu 16 Jahren teilnehmen. Weitere Informationen erteilt die Projektleiterin Dr. Simone von Sengbusch:

simone.vonsengbusch@uksh.de

Telemedizin verbessert die medizinische Versorgung auf den Halligen

Eine Insel im Wattenmeer Hallig Hooge (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Hallig Hooge im schleswig-holsteinischen Wattenmeer © Rüdiger Ewald

Bei einem Notfall muss es schnell gehen. Was aber, wenn dieser Notfall auf einer Hallig eintritt? Bislang kümmert sich ein rettungsdienstlich ausgebildeter Krankenpfleger allein um die Patientin oder den Patienten. Dank Telemedizin und dem Projekt HALLIGeMED ist jetzt ein Facharzt vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) virtuell vor Ort.

Per Datenbrille und Monitor wird Kontakt mit dem UKSH aufgenommen. Die Vitaldaten der Patienten werden dabei in Echtzeit über eine verschlüsselte Verbindung übertragen. So kann zum Beispiel besser entschieden werden, ob ein Patient per Hubschrauber ausgeflogen werden muss oder ob der Krankentransport zu einem späteren Zeitpunkt per Fähre aufs Festland ausreicht.

HALLIGeMED wird getragen vom Institut für Rettungs- und Notfallmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) sowie von den Ministerien für Gesundheit und Ländliche Räume in Kiel. Das Projekt ist zunächst für drei Jahre angelegt und wird von der Landesregierung mit 750.000 Euro gefördert. Es wird geprüft, ob dieses Projekt auch in weiteren Regionen in ländlichen Räumen Anwendung finden kann.

Kontakt

Institut für Rettungs- und Notfallmedizin (UKSH)
Dr. Niels Renzing
Telefon: 0431 500 31551