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Ausbauprojekte Schiene

Staatskanzlei

Ausbauprojekte Schiene

Das öffentliche Eisenbahnnetz in Schleswig-Holstein weist zusammengenommen eine Länge von 1.351 Kilometern auf. Es wird von unterschiedlichen Eisenbahnunternehmen für den Personenfern- und Nahverkehr sowie für den Schienengüterverkehr genutzt.

Traditionell ist das Schienennetz in Schleswig-Holstein auf den Knoten Hamburg ausgerichtet, auf den die wichtigen Hauptstrecken von Sylt ("Marschbahn"), Flensburg ("Jütlandlinie"), Fehmarn ("Vogelfluglinie") und Kiel zulaufen.

Ergänzt wird das Netz durch zahlreiche Querverbindungen und Nahverkehrsstrecken in der Metropolregion Hamburg.

Steigende Fahrgastzahlen

Nach Einführung des "Integralen Taktfahrplans Schleswig-Holstein" – das heißt leicht merkbare Taktfahrpläne, nach denen auf den meisten Strecken mindestens einmal stündlich ein Zug fährt – und des landesweit einheitlich für Busse und Bahnen geltenden Schleswig-Holstein-Tarifs kam es im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) zu deutlich wachsenden Fahrgastzahlen. Deshalb soll in den kommenden Jahren der Schienenverkehr kontinuierlich weiter ausgebaut werden.

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Kiel – Schönberger Strand

Das Hauptaugenmerk des Projektes liegt auf einer stündlichen schnellen Bahnverbindung zwischen Kiel, Schönberg und dem Schönberger Strand auf der ca. 26 km langen Strecke. Die Strecke war nie stillgelegt, muss aber umfangreich modernisiert werden, um eine Streckengeschwindigkeit von in der Regel 80 km/h erreichen zu können. Dann wird die Fahrzeit von Schönberg nach Kiel nur noch 25 Minuten, vom Schönberger Strand nach Kiel nur noch 30 Minuten betragen.

Der Planfeststellungsbeschluss für den Kieler Abschnitt liegt seit dem 2. August 2016 vor, damit konnte eine Änderung der Linienführung im Bereich Wellingdorf umgesetzt und die Haltepunkte in Kiel-Ellerbek und Kiel-Oppendorf gebaut werden. Die Teilinbetriebnahme bis Kiel-Oppendorf fand am 4. September 2017 statt. Auch für den weiteren Streckenverlauf im Kreis Plön gehen die Planungen weiter. Dabei spielt die Bus-Bahn-Abstimmung in der Probstei eine entscheidende Rolle.

Das Planfeststellungsverfahren soll im 2. Quartal 2018 nach einer ausführlichen Beteiligung der Kommunen begonnen und 2019 abgeschlossen werden. Parallel kann an den Streckenabschnitten, für die kein Planfeststellungsverfahren erforderlich ist, mit dem Bau begonnen werden.

Kiel – Lübeck

Der Ausbau der Strecke Kiel-Lübeck ist für die Landesregierung und die NAH.SH ein zentrales Projekt für die Weiterentwicklung des SPNV in Schleswig-Holstein. In den vergangenen Jahren wurde bereits ein erster Ausbauabschnitt umgesetzt (neue Kreuzungsbahnhöfe in Kiel-Elmschenhagen und Plön, Ausbau des Streckenabschnittes Preetz-Ascheberg) und das Angebot deutlich verbessert (zusätzliche stündliche Regionalbahn Kiel-Lübeck).

Der nächste Bauabschnitt wird dazu führen, dass künftig zwischen Kiel und Lübeck ein angenäherter Halbstundentakt gefahren werden kann (die heutige Regionalbahn wird deutlich beschleunigt) und zwischen Kiel und Preetz eine zusätzliche stündliche Regionalbahn eingesetzt werden kann. Start dieses neuen Fahrplankonzeptes soll Ende 2019 sein. Langfristig wird das Ziel einer Reisezeit zwischen Kiel und Lübeck von unter einer Stunde weiter verfolgt.

Wrist – Kellinghusen

Die Vorplanungen zur Reaktivierung der ca. 2,5 km langen Strecke Wrist-Kellinghusen sind abgeschlossen. Die Vorbereitung des Planfeststellungsverfahren hat begonnen. Die Ergebnisse sollen bis Mitte 2018 vorliegen. Langfristig ist die Einbindung der Strecke in eine direkte Verbindung im Stundentakt nach Hamburg vorgesehen.

Die Strecke liegt in einem hochwassergefährdetem Gebiet, daher wurde ein entsprechendes Gutachten erstellt. Dies kommt zu dem Ergebnis, dass der erforderliche Bahndamm keinen signifikanten Einfluss auf die Wasserstände bei einem Hochwasserereignis hat, sofern ausreichend dimensionierte Durchlässe vorgesehen werden.

Ausbauprojekt S 21

Die Haupttrasse der A 1 der AKN Eisenbahn AG von Kaltenkirchen bis Hamburg-Eidelstedt verläuft nahezu parallel zur verkehrlich stark belasteten A 7 und B 4. Es besteht ein erhebliches Nachfragepotential - vorausgesetzt, die Bahnverbindung wird noch attraktiver und leistungsfähiger. Wichtig sind vor allem umsteigefreie Direktverbindungen zum Hamburger Hauptbahnhof bzw. in die Hamburger Innenstadt. Sinnvoll ist deshalb der Anschluss der AKN-Haupttrasse an das Hamburger S-Bahn-Netz. Hierfür ist es erforderlich, die AKN-Strecke von Kaltenkirchen bis Hamburg-Eidelstedt zu elektrifizieren und vollständig zweigleisig auszubauen.

Der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung der AKN-Linie A 1 zur S 21 zwischen Hamburg-Eidelstedt und Kaltenkirchen wird gemeinsam mit der Freien und Hansestadt Hamburg vorbereitet. Die Planfeststellungsverfahren in Hamburg und Schleswig-Holstein haben begonnen.

Weitere Infos finden Sie auf der Ínternetseite der NAH.SH.

Ausbauprojekt S 4

Unter dieser Bezeichnung sollen nach Vorstellung der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein künftig sogenannte "Zweistrom-S-Bahnen" (wie sie in ähnlicher Form bereits auf der Strecke Hamburg – Stade im S-Bahn-Netz der Metropolregion Hamburg unterwegs sind) die Strecke Itzehoe/Wrist – Elmshorn – Hamburg – Ahrensburg – Bad Oldesloe bedienen.

Damit können schnelle Direktverbindungen aus dem Umland in die Hamburger Innenstadt geschaffen und vielfach die vorhandene Schieneninfrastruktur (Gleise und Oberleitungen) mitgenutzt werden. Der Ausbau umfasst in der ersten Stufe (S 4 Ost) den Bau neuer, separater S-Bahn-Gleise zwischen Hamburg Hasselbrook und Ahrensburg-Gartenholz.

Die Strecke Hamburg-Lübeck ist bereits heute stark ausgelastet. Mit Fertigstellung der Festen Fehmarnbeltquerung und der Schienenhinterlandanbindung wird sie vor allem zusätzliche Güterverkehre aufnehmen müssen. Es muss daher sichergestellt sein, dass die Eisenbahnverkehre, die dann durch einen hochmodernen und leistungsfähigen Fehmarnbelt-Tunnel mit Hochgeschwindigkeit fahren, nicht im Verkehrsknoten Hamburg nur noch im Bummelzugtempo vorankommen.

Um den Güterverkehr und den Personenfernverkehr von dem langsameren Regionalverkehr zu entkoppeln, wollen Hamburg und Schleswig-Holstein die S-Bahnlinie 4 bis Bargteheide bzw. Bad Oldesloe verlängern, indem zusätzliche Gleise von Hamburg-Hasselbrook bis nach Ahrensburg verlegt werden. Dabei geht es nicht nur darum, das Angebot für Berufspendler zu verbessern, sondern auch, den Hamburger Hauptbahnhof und die Hamburger Innenstadt vom Autoverkehr zu entlasten. Die Vorentwurfsplanungen sind hierfür abgeschlossen.

Die DB Netz AG arbeitet nun im Auftrag der beiden Länder an den darauf aufbauenden Leistungsphasen. Das Planfeststellungsverfahren für den ersten Planungsabschnitt auf Hamburger Gebiet läuft. Für die übrigen zwei Planfeststellungsabschnitte in Hamburg und Schleswig-Holstein sollen die Verfahren in 2018 beginnen. Zur Finanzierung dieses Mischprojektes werden Gespräche mit dem BMVI geführt. Die Fertigstellung wird für 2027 angestrebt.

Weiterführende Informationen zum Projekt S 4 finden Sie unter
S 4: Eine neue S-Bahn zwischen Hamburg, Ahrensburg und Bad Oldesloe.

Hinterlandanbindung Fehmarnbelt

Nähere Informationen zur Schienenanbindung der geplanten Festen Fehmarnbeltquerung finden Sie unter
Deutsche Bahn - Projektseite Feste Fehmarnbeltquerung.

Umfassende Informationen zum Vorhaben Feste Fehmarnbeltquerung finden Sie hier: Feste Fehmarnbeltquerung - Europa wächst zusammen

Stationsprogramm Schleswig-Holstein

Im Rahmen einer Bahnhofsländerkonferenz haben sich das Land Schleswig-Holstein und die DB Station&Service AG darauf verständigt, ein Bahnhofsmodernisierungsprogramm für die nächsten fünf Jahre fortzuschreiben. Dabei soll der Schwerpunkt vor allem auf die noch nicht modernisierten regionalen Knotenbahnhöfe gerichtet werden.