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Auszeichnungen und Ehrungen

© M. Staudt / grafikfoto.de

Ausgezeichnete Personen des Jahres 2018

Folgende Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner wurden 2018 ausgezeichnet:

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Klaus Hartmut Ahl, Nindorf

Klaus Hartmut Ahl war mehr als zwei Jahrzehnte Vorstandsmitglied der Schleswig-Holsteinischen Rechtsanwaltskammer und der Schleswig-Holsteinischen Notarkammer. In der Notarkammer war er fast zehn Jahre Vizepräsident und drei Jahre Präsident. Er brachte sich bei der Reform der Juristenausbildung ein, war Mitglied des Ausschusses "Elektronischer Rechtsverkehr" und gestaltete das Berufsbild des Anwaltsnotariats mit. Darüber hinaus war er viele Jahre ehrenamtlich in der Arbeitsgemeinschaft "Familienrecht" im Deutschen Anwaltsverein engagiert.

Klaus Hartmut Ahl setzt sich als Präsident des von ihm mitbegründeten Golfclubs am Donner Kleve in St. Michaelisdonn ein. Mit Benefizturnieren werden beispielsweise Projekte des Kinderschutzbundes gefördert. Er gehörte zwölf Jahre dem Gemeinderat der Gemeinde Nindorf an und war 19 Jahre Vorsitzender des Tennisclub Meldorf.

Verdienstmedaille, November 2018

Wencke Ahmling, Landrecht

Wencke Ahmling setzt sich seit über zehn Jahren für die Landjugendarbeit ein. Ihr Engagement brachten sie von der Schriftwartin im Vorstand der Landjugendgruppe Wilstermarsch ein Jahr später in den Landesvorstand. Hier wurde sie 2008 zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, 2013 zur Landesvorsitzenden. Bis 2018 wurde sie mehrfach für die ein Jahr dauernde Amtszeit wiedergewählt.
Neben Freizeitgestaltung und Weiterbildung organisierte sie Fahrten, Vorträge, Seminare sowie Jugendbegegnungen. Mehrfach hat sie in einer 72-Stunden-Aktion über 1.000 Landjugendliche motiviert, in ihren Dörfern anzupacken. Dabei wurden Dorfplätze, Schulhöfe oder Kinderspielplätze neu angelegt oder renoviert. Darüber hinaus setzt sie sich für eine Förderung und eine höhere Anerkennung der ehrenamtlichen Jugendarbeit ein. Im Bundesvorstand war sie Revisorin und Fachdelegierte.

Verdienstmedaille, November 2018

Dr. Peter Aldenhoff, Panten

Dr. Peter Aldenhoff ist Gründer und Vorsitzender des Vereins "Natur Plus Panten" und betreut die Naturschutzgebiete Pantener Moorweiher sowie Ritzenauer Hofsee und Duvenseebachniederung. Er hält Vorträge, bietet Führungen an und gründete eine Kinder- und Jugendgruppe. Seit mehreren Jahren begleitet er das Projekt Naturschutz und ökologischer Landbau im Hellmoor sowie in der Diekbekniederung. Aktuell beteiligt er sich an der Überarbeitung der Roten Liste von Bienen und Wespen.
Peter Aldenhoff ist seit drei Jahrzehnten Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Er war außerdem zwei Wahlperioden bürgerliches Mitglied des Umweltausschusses der Gemeinde Panten.

Verdienstmedaille, Januar 2018

Günter Ambrosius, Lübeck

Günter Ambrosius aus Lübeck engagiert sich seit gut vier Jahrzehnten für das soziale und gesellschaftliche Miteinander in der Hansestadt. Er ist seit 20 Jahren Vorsitzender des „Gemeinnützigen Vereins für Lübeck-Moisling/Genin und Umgebung“ und setzt sich mit großer Leidenschaft für die Menschen im Stadtteil ein.
Ihm ist es zu verdanken, dass sich Geschäftsleute, Vereine, Kirchen, Schulen und Verbände gemeinsam für soziale Projekte in Moisling stark machen. Ambrosius hat nicht nur das Moislinger Stadtteilfest ins Leben gerufen, sondern war auch maßgeblich an Organisation und Planung der Feierlichkeiten zum 750-jährigen Jubiläum des Stadtteils beteiligt. Seinem Engagement verdanken die kleinen Moislinger die Schaukelbucht in ihrem sanierten Freibad – 18.000 Euro hatte Ambrosius dafür eingeworben.
Viele Jahre wirkte er darüber hinaus in unterschiedlichen Vorstandsfunktionen im Kleingärtnerverein Lübeck-Moisling sowie bei der Planung des Projektes „HANSE trifft HUMBOLDT“ mit, das Lübeck 2012 zum Titel „Stadt der Wissenschaft“ verhalf.
Bereits in den 70er Jahren betreute Ambrosius die Judoabteilung des Sportclubs Concordia Hamburg und setzte sich dafür ein, dass auch Sehbehinderte diese Sportart erlernen.

Verdienstmedaille, September 2018

Günther Barten, Ladelund

Günther Heinrich Barten ist Pastor im Ruhestand und engagiert sich in Ladelund für die dortige KZ Gedenk- und Begegnungsstätte. Als beratendes Mitglied des Gedenkstättenausschusses macht er sich stark im Bereich der Versöhnungsarbeit und hält Kontakte zu den Angehörigen der Opfer. Er ist auch 2. Vorsitzender des Freundes-kreises der St. Laurentius-Kirche zu Karlum und kümmert sich um die Erhaltung der 800 Jahre alten Kirche. Bereits seit den siebziger Jahren hat er sich im Bereich der Partnerschafts-, Ökumene- und Solidaritätsarbeit engagiert. Er war von 1993 bis 2007 Senior der Nordschleswigschen Gemeinde und machte sich stark für das gute Miteinander im deutsch-dänischen Grenzland. So war er Mitbegründer des Deutsch-Dänischen Kirchengesprächsforums.

Verdienstkreuz am Bande, März 2018

Volker Blöß, Wedel

Volker Blöß engagiert sich seit mehr als 60 Jahren beim Deutschen Roten Kreuz. Er begann im Jugendrotkreuz in Lübeck und übernahm später Aufgaben in unterschiedlichen Funktionen auf Kreisebene in Schleswig-Holstein sowie in Hamburg. Volker Blöß war Ausbilder beim DRK, leitete die mobile Funkleitstelle bei Großveranstaltungen und war Organisator der Fahrbereitschaft für Schwerstbehinderte. Seit 2004 ist er stellvertretender Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Wedel. Er kümmerte sich um die DRK-Bereitschaft sowie den Katastrophenschutz. Außerdem widmete er sich der Pflege-, Betreuungs- und Fahrdiensten, der Bewirtschaftung von Sozialwohnungen sowie der Begegnungsstätte und der Kleiderkammer.

Verdienstkreuz am Bande, Januar 2018

Horst-Dieter Büll, Kiel

Horst-Dieter Büll ist Initiator und Vorsitzender des Guttempler-Jugendzentrums "Guddy Treff" in Kiel. Mit dem Verein hat er für viele junge Menschen ein zweites Zuhause geschaffen. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, in deren Umfeld es Suchtprobleme gibt, bekommen dort durch ihn Hilfe in Krisensituationen. Die drogen- und alkoholfreie Lebensweise junger Menschen ist ihm eine Herzensangelegenheit, für die er sich seit vielen Jahren stark macht. Horst-Dieter Büll ist seit 1971 Mitglied bei den Guttemplern im Landesverband Schleswig-Holstein. Er organisierte Ferienfreizeiten und freizeitpädagogische Aktivitäten. 1981 gründete er den Verein Guttempler-Jugend Zentrum Kiel und sorgt sich seitdem als Vorstandvorsitzender um die Geschäftsführung sowie um Prävention, Beratung, Nachsorge und die Öffentlichkeitsarbeit.

Verdienstkreuz am Bande, November 2018

Professor Dr. Claus von Carnap-Bornheim, Fahrdorf

Professor Dr. Claus von Carnap-Bornheim ist Initiator und Direktor des Zentrums für Baltische und Skandinavische Archäologie in Schleswig und hat sich herausragende Verdienste auf dem Gebiet der internationalen Forschung erworben.
Er ist Leitender Direktor der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf und gehört seit 1999 zum Vorstand der Stiftung. Neben den Leitungsaufgaben setzt er sich für die archäologische Forschung zwischen den baltischen Ländern, Skandinavien und Deutschland ein. Das auf seine Initiative hin im Jahr 2008 gegründete Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie ist die einzige außeruniversitäre Einrichtung in Deutschland dieser Art.

Claus von Carnap-Bornheim hat mit dazu beigetragen, den bislang wenig eingebunden osteuropäischen Raum in die Zusammenarbeit mit der archäologischen Fachwelt einzubeziehen. So etablierte er eine internationale Mittlerfunktion für das Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie. Von großer Bedeutung ist das von ihm mit geleitete Projekt "Siedlungsarchäologische Grundlagenforschung zur Eisenzeit im Baltikum". Damit ist es gelungen, die nach dem zweiten Weltkrieg vernachlässigte Archäologie des ehemaligen Ostpreußens wiederzubeleben.
Das Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie organisiert Symposien, Workshops und gibt wissenschaftliche Publikationen heraus. Claus von Carnap-Bornheim ist auch Vorsitzender des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung und Mitglied im Präsidium der Deutschen Verbände für Archäologie.

Verdienstkreuz 1. Klasse, März 2018

Klaus-Dieter Czerwonka, Quickborn

Klaus-Dieter Czerwonka aus Quickborn engagiert sich seit Jahrzehnten für den Erhalt des Himmelmoores, einem der größten Hochmoore Schleswig-Holsteins und Teil des europaweiten Schutzgebietes Natura 2000. Von 1999 bis 2003 unterstützte er mit seinem umfangreichen Wissen über die Zusammenhänge von Moor, Mensch, Wetter und Klima ein Planungsbüro bei der Erarbeitung eines Zielkonzeptes für die Entwicklung des Himmelmoores. An der anschließenden umfangreichen Umgestaltung des Landschaftsraumes zur Vorbereitung auf die Renaturierung wirkte er ebenfalls mit. Czerwonka ist Gründungsmitglied des Fördervereins Himmelmoor, der sich seit 2006 für den Erhalt des Moores und die Verbesserung der Infrastruktur in der Umgebung einsetzt. Vor Ort erklärt Klaus-Dieter Czerwonka Besuchern die Fauna der Moorlandschaft und bietet Lorenfahrten für Schülergruppen, Naturfreunde und Ausflügler an. Außerdem wirkte er bei der Gestaltung des Moorlehrpfads sowie bei der Einrichtung des Wanderwegs „Auf den Spuren der Torfbahn“ mit und engagiert sich für dessen Instandhaltung. Seine Erfahrung gibt er auch an andere Moorvereine weiter, die er durch fachliche Beratung unterstützt.

Verdienstmedaille, September 2018

Herbert David, Klein Wesenberg

Herbert David engagiert sich seit mehr als fünf Jahrzehnten in der Kommunalpolitik. Als Bürgermeister von Klein Wesenberg hat er in seiner 22-jährigen Amtszeit zahlreiche Projekte angeschoben. So brachte er Schüler der Berufsschule sowie Vertreter der Kirchengemeinde für die Sanierung der Gedenkstätte Ehrenfriedhof zusammen. Vor zwei Jahren rief er das Projekt "Steinen ein Gesicht geben" ins Leben. Auf Schautafeln können die Besucher der Gedenkstätte so mehr über die Menschen erfahren.
Seit 21 Jahren bringt sich Herbert David auch als stellvertretender Amtsvorsteher des Amtes Nordstormarn ein. Er gehört seit 1996 dem Vorstand des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages auf Kreisebene an und engagierte sich bei der Freiwilligen Feuerwehr auf Orts-, Amts- und Kreisebene.

Verdienstkreuz am Bande, November 2018

Ute Dieterich, Uetersen

Ute Dieterich ist Mitinitiatorin einer Gedenkstätte für Kinder und hat auf dem Uetersener Friedhof einen "Kinderstein" für verstorbene Kinder aufgestellt. Dafür sammelte sie Spenden und kümmert sich bis heute um den Gedenkort.
1994 gründete sie den ambulanten Hospizdienst Pinneberg-Uetersen und übernahm für elf Jahre die Leitung. Sie bildete zahlreiche Hospizhelferinnen aus, organisierte Treffen für Ehrenamtliche sowie Aufführungen und Ausstellungen. Außerdem ist es ihrem Einsatz zu verdanken, dass eine hauptamtliche Mitarbeiterin eingestellt wurde. Damit hat sie die Versorgung der sterbenden sowie trauernden Menschen und den Erhalt des ambulanten Hospizdienstes sichergestellt.

Verdienstmedaille, Januar 2018

Marianne Ehlers, Bordesholm

Marianne Ehlers hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, die Niederdeutsche Sprache und Kultur an die nächsten Generationen weiterzureichen. Dafür engagiert sie sich auf Kreis-, Landes- und Bundesebene. Seit 2000 ist sie im Plattdeutschen Rat für Schleswig-Holstein und vertritt als Delegierte die Interessen der Plattdeutsch-Sprechenden im Bundesrat für Niederdeutsch. Außerdem leitet sie die Arbeitsgemeinschaft Nedderdüütsch im Heimatverband Kreis Steinburg und hat sich mit plattdeutscher Lyrik einen Namen gemacht. Darüber hinaus ist sie 2. Vorsitzende der Bevensen-Tagung, Leiterin der Fehrs-Gilde und Moderatorin des "Literarischen Kleeblatts". Marianne Ehlers ist Referentin für Plattdeutsch und Friesisch des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes und ist bis heute Sprecherin des Rates.

Verdienstkreuz am Bande, März 2018

Bärbel Eilenstein, Kiel

Bärbel Eilenstein aus Kiel macht sich seit mehr als vier Jahrzehnten unermüdlich für Humanität, Selbstbestimmung und eine angemessene Sterbebegleitung stark. Die Gründung des stationären Hospizes Kieler Förde im Jahr 2005 hat sie maßgeblich mitgetragen und die Initiative durch Spendensammlungen nachhaltig unterstützt. Bis heute vertritt sie dort die Belange aller Beteiligten und packt an, wo Hilfe gebraucht wird. Eilenstein hat sich als Sterbebegleiterin und Schriftführerin des Fördervereins engagiert und diese Thematik in der Öffentlichkeit mitplatziert.
Seit den 70er Jahren hat sie sich unter dem Dach der Arbeiterwohlfahrt (AWO) auf Orts- und Kreisebene engagiert, Nachbarschaften unterstützt und persönliche Hilfen angeboten. Bärbel Eilenstein setzt sich sowohl in Kindertagesstätten und in der Jugendarbeit, aber insbesondere auch für ältere Menschen ein. Seit 2009 bietet sie Sprechstunden zur „Vorsorge im Alter“ an und engagiert sich bis heute als Sterbebegleitung in einem AWO-Servicehaus. Aufgrund ihrer praxisorientierten Haltung zum Thema „Sterbehilfe“ wurde sie vom Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt 2014 und 2015 in die Ethikkommission berufen.

Verdienstmedaille, September 2018

Professor Dr. Wolfgang Ewer, Flintbek

Wolfgang Ewer ist Rechtsanwalt und seit 1995 im Vorstand des Deutschen Anwaltvereins (DAV) und seit 2004 im Präsidium engagiert. Von 2009 bis 2015 war er Präsident des DAV. In dieser Zeit hat er sich für die Bundesstiftung Datenschutz eingesetzt und die gesellschaftliche Debatte für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Anwaltschaft vorangetrieben. Um bei jungen Menschen das Bewusstsein für die Bedeutung des Rechts zu stärken, setzte er sich für das Projekt "Anwälte in die Schulen" ein. Er ist auch Mitherausgeber der Neuen Juristischen Wochenschrift und war viele Jahre Mitglied im redaktionellen Beirat der Zeitschrift für Öffentliches Recht in Norddeutschland.

Seit einigen Jahren ist er Vorsitzender der Gesellschaft für Umweltrecht sowie Vorsitzender des Verwaltungsrates des Lorenz-von-Stein-Instituts für Verwaltungswissenschaften an der Christan-Albrechts-Universität zu Kiel. Wolfgang Ewer war von 2004 bis 2009 und 2013 bis 2017 Vizepräsident des Bundesverbandes der Freien Berufe. Seit Juni 2017 ist er Präsident dieses Bundesverbandes.

Verdienstkreuz am Bande, Oktober 2018

Rolf Fischer, Schwentinental

Rolf Fischer hat sich große Verdienste um die Kieler Stadtgeschichte erworben. Seit vielen Jahren setzt er sich mit den Ereignissen des Kieler Matrosenaufstandes im November 1918 auseinander. 2008 rief er den Initiativkreis "Kiel und die Revolution 1918" ins Leben und wurde Sprecher des Kreises. Neben mehreren Publikationen zur Geschichte sowie zu historischen Ereignissen organisiert er Veranstaltungen, referiert zur Kieler Stadtgeschichte und bietet Rundgänge zu Orten des Arbeiter- und Matrosenaufstandes an. Zum Gedenken an die Opfer der Revolution wurden Erinnerungstafeln in der Stadt aufgestellt. Rolf Fischers Engagement war auch ein wichtiger Grundstein für das Jubiläumsjahr 2018. So schrieb er das Drehbuch zur Revolutionsrevue "Kieler Wacht", die in Kiel aufgeführt wurde.

Verdienstmedaille, Dezember 2018

Bettina Frank, Kiel

Bettina Frank organisiert und moderiert seit Ende der 90er Jahre ehrenamtlich ein bundesweites Kopfschmerzforum, das sich europaweit zur größten Selbsthilfegruppe zu dieser Thematik entwickelt hat. Sie engagiert sich für eine verbesserte Diagnostik und Behandlung von Migräne- und Kopfschmerzerkrankungen. Bereits vor vielen Jahren hat sie die Möglichkeiten der Selbsthilfe durch digitale Medien erkannt, sie weiterentwickelt und zur Information und Aufklärung eingesetzt. Trotz eigener Migräneerkrankung ist sie rund um die Uhr im Einsatz.

Ihr wichtigstes Anliegen ist es, Betroffene, Ärzte, Therapeuten sowie nationale und internationale Schmerzzentren an einen Tisch zu bringen. Es geht ihr darum, die gesundheitliche Versorgung nachhaltig zu verbessern und neue Kenntnisse, Behandlungskonzepte sowie Forschungsergebnisse aus dem Bereich Migräne- und Kopfschmerzerkrankungen unmittelbar verfügbar zu machen. Bettina Frank ist für Hilfesuchende immer ansprechbar, spendet Trost, gibt Hinweise in den Selbsthilfegruppen, per App, per Mail, telefonisch oder auch persönlich. Mit dem sozialen Netzwerk "Headbook" leistet sie seit 2009 Aufklärungsarbeit und zeigt, wie digitale Medien zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung eingesetzt werden können. Patienten können beispielsweise per Migräne-App eigenverantwortlich aktiv werden. Damit liefern sie zusätzlich wichtige Informationen auch für die behandelnden Ärzte.

Verdienstkreuz 1. Klasse, August 2018

Helmuth Freitag, Niebüll

Helmuth Freitag engagiert sich seit 1970 im Deich- und Hauptsielverband Südwesthörn Bongsiel. Er war viele Jahre als Deichvogt Vorsitzender des Sielverbandes, von 1991 bis 2003 als Vorstandsmitglied des Deich- und Hauptsielverbandes zuständig für die verbandlichen Angelegenheiten des hauptamtlich geführten Wasser- und Bodenverbandes. Als Verbandsvorsteher des Gewässer- und Landschaftsverbandes Gotteskoog betreut er zwölf Köge. Außerdem berät er landwirtschaftliche Betriebe.
Helmuth Freitag war außerdem fast drei Jahrzehnte Stadtvertreter. Er war über sechs Jahre stellvertretender Bürgervorsteher sowie Bürgermeister und engagierte sich in verschiedenen Ausschüssen.

Verdienstmedaille, Januar 2018

Dr. Ernst Joachim Fürsen, Jevenstedt

Dr. Ernst Joachim Fürsen hat 1980 den Canal-Verein ins Leben gerufen, war 14 Jahre Vorsitzender und engagiert sich bis heute als Beiratsmitglied. Auch dank seines Engagements wurden baufällige Schleusen denkmalgerecht restauriert. Zum 200-jährigen Bestehen des Eider-Kanals organisierte er eine Jubiläumsfeier. Darüber hinaus ist er Vermittler bei Themen rund um den Denkmalschutz. Er engagiert sich im Unternehmensverband Mittelholstein und im Vorstand des Vereins "Freundeskreis Jüdisches Museum Rendsburg". Von 1981 bis 2016 war er Honorarkonsul für das Königreich der Niederlande.

Verdienstkreuz am Bande, Dezember 2018

Inge-Brigitte Gerisch-Hölk, Neumünster

Inge-Brigitte Gerisch-Hölk ist als Kunstförderin weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie in Neumünster einen Skulpturenpark aufgebaut und mit der Gerisch-Stiftung einen Ort mit zeitgenössischer Kunst geschaffen. Nach dem Tod ihres Mannes führt sie die Stiftung alleine weiter, um der Kunst in Neumünster weiterhin einen Raum zu bieten.
Ihr Schwerpunkt liegt heute in der kulturellen Bildung und besonders in der Kunstvermittlung. Sie initiierte 2006 die Malschule und unterstützt mit den Programmen "Kunst trifft Schule" und "Arbeiten wie die Künstler" die künstlerische Bildung an Schulen. Außerdem engagiert sie sich im Inner Wheel Club Rendsburg, war viele Jahre im Deutschen Roten Kreuz und organisiert kulturelle Veranstaltungen und Initiativen für wohltätige Zwecke.

Verdienstkreuz am Bande, März 2018

Waltraud Grapentien, Neuendorf

Waltraud Grapentien aus Neuendorf leitet seit gut zehn Jahren die Geschäftsstelle des schleswig-holsteinischen Sängerbundes. Von 1997 bis 2015 war sie Vorsitzende des Sängerkreises III Segeberg/Pinneberg und hat von 2004 bis 2008 zusätzlich die Aufgaben der Vizepräsidentin des Sängerbundes übernommen.
Als Geschäftsführerin arbeitet sie eng mit dem Präsidenten und den Präsidiumsmitgliedern des Sängerbundes zusammen, der regional in sieben Sängerkreise untergliedert ist. Sie erledigt sämtliche Verwaltungsaufgaben und ist Ansprechpartnerin für die Belange der 360 Mitgliedschöre mit 10.000 Sängerinnen und Sängern. Grapentien koordiniert die Chortage, die Landesdelegiertenversammlungen und andere Veranstaltungen. Sie gehört dem Ausschuss für die Verleihung der Heinrich-Paulsen-Medaille des Schleswig-Holsteinischen Sängerbundes an und ist Ansprechperson des Fachministeriums in allen Fragen rund um das schleswig-holsteinische Chorleben. In den 70er Jahren hat sie sich kommunalpolitisch engagiert und war Mitglied im Finanz- sowie Sozial- und Jugendausschuss der Gemeinde Neuendorf.

Verdienstmedaille, September 2018

Dr. Jens-Peter Greve, Husum

Dr. Jens-Peter Greve engagiert sich seit drei Jahrzehnten in der Tierärztekammer Schleswig-Holstein und war dort erst Vizepräsident, anschließend 13 Jahre lang Präsident. Unter anderem organisierte er den ersten Schleswig-Holsteinischen Tierärztetag 2010 in Schleswig. Wichtige Anliegen waren ihm die Debatten zum Gefahrhundegesetz sowie das Thema Katzenkastration.
Jens-Peter Greve war außerdem acht Jahre Klostervorsteher der Stiftung "Gasthaus zum Ritter St. Jürgen", einem ehrenamtlich geführten Seniorenheim in Husum. Seit 2003 ist er Landverwalter in der Stiftung.
Darüber engagiert er sich auch in anderen kulturellen Organisationen und war Gründungsmitglied des Round Table Husum sowie des Lions Clubs Goesharde. Außerdem war er Mitglied des Kirchenvorstandes der Christus-Kirchengemeinde in Husum.

Verdienstkreuz am Bande, November 2018

Christel Grünberg, Wendtorf

Christel Grünberg übernahm 1997 den Vorsitz in der Ortsgruppe Wendtorf der Arbeiterwohlfahrt und leitet diese seitdem. Seit 2014 gehört sie zum Vorstand des Kreisverbandes Plön. Sie kümmert sich um kulturelle Angebote und organisiert Ausflüge und kleine Reisen für Senioren. Außerdem gestaltet sie regelmäßige nachmittägliche Treffen. Seit 1994 engagiert sie sich in der Kommunalpolitik in Wendtorf .Sie ist Gemeindevertreterin und Vorsitzende des Kulturausschusses. Christel Grünberg war mehrere Jahre Stellvertreterin des Bürgermeisters und übernimmt diese Aufgabe erneut seit 2016. Zuletzt hat sie sich um die Fortschreibung der Chronik der Gemeinde gekümmert, die 2017 ihren 777-jährigen Geburtstag feierte. Seit 2004 vertritt sie die Interessen der Gemeinde im Tourismusverband Probstei.

Verdienstkreuz am Bande, November 2018

Andreas Gurth, Stockelsdorf

Andreas Gurth engagierte sich in der Freien Sportvereinigung Lübeck, später im Allgemeinen Turn- und Sportverein Stockelsdorf. Er war Gemeindevertreter, Vorsitzender des Bau- sowie Hauptausschuss und zehn Jahre stellvertretender Bürgermeister. Als Kuratoriumsmitglied der Stiftung Herrenhaus Stockelsdorf trägt er dazu bei, dass das denkmalgeschützte Gebäude erhalten bleibt. Er ist auch Mitglied des Vorstandes der Friedrich-Bluhme-und-Else-Jebsen-Stiftung Lübeck und macht sich dafür stark, dass jährlich bis zu 1,5 Millionen Euro an gemeinnützige Einrichtungen, in die Jugendförderung, für die Unterstützung von Bedürftigen sowie den Ankauf von Kunstgegenständen fließen können. Außerdem engagiert er sich im Verein "Medizinische Hilfe für Griechenland Lübeck". Er verpackt gespendete Medikamente und Hilfsmittel, organisiert die Transporte nach Griechenland und sammelt Spenden, die für Untersuchungen und Impfungen zur Verfügung gestellt werden.

Verdienstmedaille, November 2018

Gunter Hagelberg, Stakendorf

Gunter Hagelberg organisierte Theaterprojekte an Kieler Schulen und gründete 1990 den Kulturverein "junges theater spectaculum". Dort ist er 2. Vorsitzender. Ihm ist es zu verdanken, dass sich das "junge theater" im norddeutschen Raum zur einzigartigen freien Theatergruppe in dieser Größenordnung entwickelt hat.
In den vergangenen Jahren hat er weitere Pädagogen an die Theaterarbeit als ergänzende Unterrichtsform herangeführt. 20 meist von ihm geschriebene Theaterstücke sowie Musicals wurden bereits inszeniert und aufgeführt. Neben der Regie kümmert er sich um die Musik, Choreographien, Öffentlichkeitsarbeit sowie um das Bühnenbild. Ein besonders Anliegen ist ihm die Stärkung des Selbstbewusstseins und die Erweiterung des Körpergefühls von Menschen mit Behinderung. 2016 hat er ein Theaterkonzept für Menschen mit Behinderung der Lebens- und Werkgemeinschaft Grebinsrade ins Leben gerufen.

Verdienstkreuz am Bande, März 2018

Ulrich Hardtke, Labenz

Ulrich Hardtke ist ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Labenz und Vorsteher des Amtes Sandesneben-Nusse. Außerdem ist er Vorsitzender des Fördervereins Freibad Steinhorst und im Vorstand der Aktivregion Herzogtum Lauenburg Nord. Sein Ziel war und ist, die Gemeinde und die Region zukunftssicher zu machen. Als Mitglied des Vorstandes der Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages bringt er die Interessen der Kommunen auch hier ein. Er gehört dem Vorstand des Wasserbeschaffungsverbandes Kastorf an und ist Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Abwasserverband Sandesneben.

Verdienstkreuz am Bande, Dezember 2018

Salem Georg Hattab, Niebüll

Salem Hattab organisiert seit mehr als dreieinhalb Jahrzehnten Geld- und Sachspenden für soziale Projekte. In seiner über 30-jährigen Amtszeit im Rotary Club Niebüll engagierte er sich in mehreren Ämtern und war von 2012 bis 2013 Präsident. Durch seine Netzwerkarbeit mit internationalen Verbindungen unterstützte er zahlreiche Wohltätigkeitsaktionen. Dabei liegt ihm besonders das Wohl der Kinder am Herzen. Salem Hattab engagiert sich auch in Nordfriesland für die Unterstützung bedürftiger Familien im Rahmen der Aktion „Niebüller helfen Niebüllern“, die Förderung der frühkindlichen Entwicklung, die Unterstützung eines Mutter-Kind-Projekts sowie mit Schuhspendeaktionen. In Hamburg unterstützt er die regionale Tafelarbeit und das Kinderhospiz Sternenbrücke.

Verdienstkreuz am Bande, Januar 2018

Helga Höppner, Grube

Helga Höppner aus Grube ist seit mehr als fünf Jahrzehnten im kirchlichen, kulturellen und sozialen Bereich aktiv. Sie engagiert sich seit 30 Jahren im Kirchengemeinderat und wirkt in verschiedenen Ausschüssen mit. Außerdem war sie viele Jahre Mitglied der Synode im Kirchenkreis und in der Landeskirche. Höppner engagiert sich im Besuchs- und Hospizdienst. Darüber hinaus leistet sie seit 50 Jahren Chorarbeit, hat in der Grundschule ehrenamtlich Musikunterricht gegeben sowie Konzerte mit Solokünstlern und Chören organisiert.
Seit 2002 pflegt Höppner die Partnerschaftsbeziehungen der Kirchengemeinde nach Tansania. Helga Höppner war darüber hinaus Mitbegründerin und Vorsitzende des örtlichen Heimat- und Kulturvereines. Sie hat sich im DRK-Ortsverein als Schriftführerin engagiert und war 2009 Initiatorin des Projekts „Essen auf Rädern“, das sich an alte und bedürftige Menschen richtet. 2014 wurde ihr unermüdliches Engagement mit dem Ansgarkreuz der Nordkirche gewürdigt.

Verdienstmedaille, September 2018

Susanne Itzerott, Wohltorf

Susanne Itzerott engagiert sich seit gut vier Jahrzehnten in Kommunal-, Kreis- und Bundespolitik. Dabei setzt sie sich besonders für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie für mehr Frauen in politischen Gremien ein. Im Vorstand des Vereins KopF e. V., einem kommunalpolitischen Netzwerk für Frauen im Herzogtum Lauenburg, macht sie sich für dieses Ziel stark. Als erstes weibliches Mitglied der Gemeindevertretung in Wohltorf startete ihr kommunalpolitisches Engagement in den 70er-Jahren. Heute ist Susanne Itzerott 2. stellvertretende Bürgermeisterin ihrer Heimatgemeinde. Sie hat die Einrichtung eines Umweltausschusses initiiert und ist seit mehreren Wahlperioden dessen Vorsitzende. Außerdem engagiert sich Itzerott seit nahezu 30 Jahren in den Gremien des Kreises Herzogtum Lauenburg. Seit 1992 gehört sie mit Unterbrechungen dem Kreistag an und war zwischenzeitlich bürgerliches Mitglied verschiedener Ausschüsse, z.B. dem Jugendhilfeausschuss, wo sie sich für den Ausbau der Kinderbetreuung stark gemacht hat. Darüber hinaus ist Itzerott stellvertretende Bundesvorsitzende der Vereinigung Liberaler Kommunalpolitiker.

Verdienstkreuz am Bande, Mai 2018

Hartmut Jessen, Eckernförde

Hartmut Jessen aus Eckernförde engagiert sich seit vier Jahrzehnten in der Integrationsarbeit seiner Stadt. Er war Mitbegründer, verantwortlicher Trainer und zweiter Vorsitzender des Boxclubs BC 78 in Eckernförde. Seit 1983 ist er dessen Vorsitzender. Er hat nicht nur das Boxen in Eckernförde salonfähig gemacht, sondern mithilfe dieses Sports insbesondere Kinder von Aussiedlern und Flüchtlingen in die Gesellschaft integriert.
Neben Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus den verschiedensten Ländern wie Armenien, Togo, Kasachstan oder dem Kosovo hat es Jessen geschafft, dass auch Mädchen im Club trainieren. Seit einigen Monaten sind vier Flüchtlinge als Mitglieder im Verein integriert. Hartmut Jessen ist es ein großes Anliegen, den geflüchteten jungen Männern mit dem Training die Möglichkeit zu geben, nach den traumatischen Erlebnissen wieder mehr Selbstbewusstsein zu gewinnen.

Verdienstmedaille, September 2018

Bernd Jorkisch, Bad Segeberg

Bernd Jorkisch war von 1998 bis 2016 Mitglied der Vollversammlung der Industrie und Handelskammer zu Lübeck (IHK) und Vizepräses und Präses der Kammer. Er war Mitglied und Vorsitzender des IHK-Wirtschaftsbeirates, Vizepräsident der IHK Schleswig-Holstein und engagiert sich seit 2015 im Vorstand der Deutsch-Dänischen Handelskammer in Kopenhagen. 2006 war er an der Gründung des Initiativkreises "Hanse Belt" beteiligt und ist heute deren Vorsitzender. Seit 2014 ist er Honorarkonsul der Republik Finnland in Lübeck.

Als Vorsitzender der Tafel-Stiftung Schleswig-Holstein/Hamburg wirbt Bernd Jorkisch für Spenden. Zudem unterstützt er die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Seit 2001 ist er im Lions Club Segeberg engagiert. Außerdem ist er Förderer und Unterstützer der Bereiche Jugendpflege, Sport und Kultur sowie der Partnerschaft der Städte Bad Segeberg und Riihimäki.

Verdienstkreuz am Bande, November 2018

Dr. Michael Kappus, Itzehoe

Dr. Michael Kappus stellt seit seiner Jugendzeit hilfsbedürftige Menschen in den Mittelpunkt seines Engagements. Der jetzige Chefarzt und ärztliche Direktor des Klinikums Itzehoe ist seit 2013 Sprecher des Trauma-Netzwerkes Schleswig-Holstein. Ehrenamtliche Vorträge, die Betreuung straffällig gewordener Jugendlicher sowie Antigewalttraining ergänzen sein soziales Engagement. Im Kreis Steinburg gehörte er 2015 zu den Flüchtlingshelfern der ersten Stunde und kümmerte sich auch in den Erstaufnahmeeinrichtungen um die notwendigen ärztlichen Untersuchungen.

In der Ärztekammer Schleswig-Holstein engagiert er sich als Prüfer. Außerdem macht er sich für die Förderung der medizinischen Fort- und Weiterbildung stark und war im Arbeitskreis innerklinische Notfallmedizin. Im Kulturbereich hat er sich für die Betreuung der Musikschüler im Kulturhof Itzehoe stark gemacht und das Jugendstreichorchester "Störfonie" unterstützt.

Verdienstmedaille, November 2018

Erika Koepsell, Neumünster

Erika Koepsell engagiert sich seit über 20 Jahren in der Hospizarbeit. Als Mitbegründerin der Hospizinitiative Neumünster kümmerte sie sich um die Ausbildung von Ehrenamtlichen. 2006 wurde sie Mitglied des Vorstandes, zehn Jahre später übernahm sie die Aufgaben der Vorsitzenden und die Koordinierung der ehrenamtlichen Hospizhelfer. Diese betreuen die Patienten ambulant und unterstützen auch die Arbeit in der Palliativstation im Friedrich-Ebert-Krankenhaus in Neumünster. Im Hospiz-Zentrum gibt es ein Trauercafé und einen Ruheraum, auf dem Friedhof werden "Seelenspaziergänge" angeboten. Seit 2017 berät Erika Koepsell als Ehrenmitglied des Vorstandes die Hospizinitiative.

Auf Landesebene wurde sie 2004 in den ersten Vorstand des Hospiz- und Palliativverbandes Schleswig-Holstein gewählt. Sie wurde Beisitzerin und setzte sich vor allem für die Belange der ehrenamtlichen Mitarbeiter ein. Außerdem vertrat sie die Interessen Schleswig-Holsteins auf Bundesebene. Auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Landesvorstand unterstützt sie den Verband.

Verdienstkreuz am Bande, Oktober 2018

Dr. Sibylle Lindenberg, Glückstadt

Dr. Sibylle Lindenberg gründete 1990 zusammen mit anderen Frauen den dritten Soroptimisten-Club (SID) in Schleswig-Holstein. Ganz besonders wichtig war ihr die soziale, berufliche und wirtschaftliche Stellung der Frauen in der Gesellschaft. Zweimal übernahm Sibylle Lindenberg für jeweils zwei Jahre die Clubpräsidentschaft. Auf regionaler Ebene engagiert sie sich außerdem für junge Menschen. So konnten die Projekte Mittagstisch für Kinder und Lesetüten für Grundschüler unterstützt werden.
Sibylle Lindenberg war auch deutschlandweit für die SID engagiert. Sie war einige Jahre Vizepräsidentin des Bezirkes I und Präsidentin auf Bundesebene. Sie hat an der Entwicklung des Mentoring-Programms zur Förderung des weiblichen Führungsnachwuchses mitgewirkt und war Gründungsmitglied des Vereins "Soroptimist International Leadership, Education and Responsibility". Unter dem Motto "Soroptimistinnen für den interkulturellen Austausch" rief sie weitere Aktivitäten ins Leben. Ein weiteres Projekt ist eine für die Soroptimisten gezüchtete Rose. Vom Verkaufserlös jeder Rose geht ein Euro an internationale gemeinnützige Programme.
Darüber hinaus war Sibylle Lindenberg seit 20 Jahren im Vorstand der Familienbildungsstätte Glückstadt und auch in der Kommunalpolitik aktiv, unter anderem als Bürgervorsteherin. 1987 rief sie die Sportgemeinschaft für Gesundheit und Rehabilitation mit ins Leben.

Verdienstkreuz am Bande, August 2018

Lydia Lohse, Kiel

Lydia Lohse engagiert sich seit 40 Jahren für Waisen- und Halbwaisenkinder in Kenia. Es ist ihr gelungen, die Lebensbedingungen vieler Kinder, alleinstehender Frauen sowie Familien im ländlichen Entwicklungszentrum Ngelani erheblich zu verbessern. Unter ihrer Leitung organisiert die "Kieler Fördergemeinschaft Ngelani-Waisenkinder" Reisen, um Projekte voranzutreiben. Bundesweit wirbt sie Spendengelder ein. Neben der Grundversorgung wie Nahrung, Kleidung und Gesundheitsvorsorge liegt Lydia Lohse die Förderung von bis zu 300 Waisen- und Halbwaisenkindern sowie Schülern mit Behinderungen besonders am Herzen. Dafür hat sie Schulbauprojekte sowie die Einrichtung von Handwerksschulen vorangetrieben und ermöglicht jungen Menschen dadurch eine neue Lebensperspektive.

Um die Selbstversorgung von alleinstehenden Frauen und Familien zu ermöglichen, organisiert die Fördergemeinschaft den Kauf von Wassertanks, Obst- und Gemüse-pflanzen sowie Geflügeltieren. Außerdem wurden Flächen zum landwirtschaftlichen Anbau zur Verfügung gestellt. Die Fördergemeinschaft kümmert sich auch um Seminare zu Themen wie Aids-Vorsorge, Familienplanung und Nachwuchsförderung und unterstützt eine Selbsthilfegruppe HIV-Infizierter.

Verdienstkreuz am Bande, Oktober 2018

Hildegard Lunau, Halstenbek

Hildegard Lunau engagiert sich für die Geschichte des Baumschulwesens sowie für die der Gemeinde Halstenbek. Von 2001 bis 2013 leitete sie das Deutsche Baumschulmuseum, in dem Bücher und landwirtschaftliche Geräte ausgestellt werden. Einige diese Exponate restaurierte sie selbst. Sie war 2001 Mitbegründerin des Fördervereins „Deutsches Baumschulmuseum“, den sie zwölf Jahre leitete. Sie setzt sich auch für die Aufbereitung und den Erhalt der Geschichte Halstenbeks ein und engagiert sich in der Geschichtswerkstatt. Außerdem arbeitet sie in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Halstenbek mit. Darüber hinaus war sie Mitbegründerin des Vereins „Brücke nach Königsberg“ und begleitete zahlreiche Hilfstransporte nach Kaliningrad.

Verdienstkreuz am Bande, Januar 2018

Herbert Heinz Meier, Ahrensburg

Herbert Heinz Meier engagiert sich seit über 50 Jahren beim Deutschen Roten Kreuz in Großhansdorf. Er ist Mitglied des Vorstandes und übernimmt die Aufgaben des Beisitzers. Besondere Verdienste hat er sich über Jahrzehnte in den Bereitschaften erworben. Herbert Heinz Meier hat unzählige Dienststunden im damaligen Unfallhilfsdienst an den Autobahnen geleistet, die heute vom Rettungsdienst übernommen werden. Seit den 70er Jahren hat er Menschen im Rahmen des Katastrophenschutzes zur Seite gestanden und Sportwettkämpfe, Turniere, Musikveranstaltungen sowie Volks- und Gemeindefeste als Sanitäter begleitet. Für ganze Generationen ist er als Ausbilder in Erster Hilfe ein Begriff. Herbert Heinz Meier übernimmt darüber hinaus unzählige kleine Aufgaben wie beispielsweise handwerkliche Arbeiten.

Verdienstmedaille, November 2018

Ernst-Wilhelm Mohrdiek, Horst/Holstein

Ernst-Wilhelm Mohrdiek war mehr als 20 Jahre ehrenamtlicher Bürgermeister in Horst. Durch Bauprojekte und die Planung und Vermarktung des Gewerbegebietes hat er zur zukunftsfähigen Entwicklung der Gemeinde beigetragen. Er begleitete 2008 die Fusion der Ämter Horst und Herzhorn und war ehrenamtlicher Amtsvorsteher. Ein wichtiges Anliegen war ihm die Versorgung des Amtes mit Glasfaserleitungen. Er war Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Breitbandversorgung Steinburg und hat sich auch hier um die Zukunftsfähigkeit der Gemeinden im Kreis Steinburg verdient gemacht.

Verdienstkreuz am Bande, Dezember 2018

Monika Neufang, Königshügel

Monika Neufang war elf Jahre Vorsitzende des Landfrauenvereins Hohn und wurde 2002 als Beisitzerin in den Landesvorstand des Landfrauenverbandes Schleswig-Holstein gewählt. Bereits ein Jahr später gehörte sie zum Präsidium und war zuständig für den Facharbeitskreis "Agrar- und Regionalpolitik". 15 Jahre brachte sie ihr Wissen in den Landesverband ein. Bis heute engagiert sie sich als Garten- und Kräuterexpertin. So präsentiert sie jedes Jahr beim "Tag des offenen Gartens" ihren Bauerngarten. Auch bei der Landesgartenschau 2008 in Schleswig hat sie sich mit eingebracht.

Darüber hinaus ist sie Beisitzerin im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund, berichtet als Gästeführerin über ihre Heimat und ist Stadtführerin in Rendsburg.

Verdienstmedaille, November 2018

Claudine Nierth, Elmshorn

Claudine Nierth unterstützt seit den 80er-Jahren die Aktion Volksentscheid und ist seit 1998 Bundesvorstandssprecherin von "Mehr Demokratie e.V.". Der Verein setzt sich für die Schaffung bzw. den Ausbau von direktdemokratischen Instrumenten, insbesondere Volksabstimmungen auf Landes- und Bundesebene, ein. Claudine Nierth unterstützte Volksinitiativen in Hamburg und Schleswig-Holstein, aber auch auf Bundesebene. Als anerkannte Expertin für direktdemokratische Fragestellungen beriet sie die Enquete-Kommission betreffend der "Stärkung der Demokratie in Österreich" 2014/15. Außerdem engagiert sich Nierth im Vorstand der Gemeinnützigen Treuhandstelle Hamburg e.V. Der Verein bemüht sich um Gelder in Form von Schenkungen, Stiftungen oder Spenden, um Initiativen in der Gesellschaft zu ermöglichen.

Verdienstkreuz am Bande, Mai 2018

Reimer Offermann, Heede

Reimer Offermann gehört seit 40 Jahren der Gemeindevertretung Heede an, war viele Jahre stellvertretender Bürgermeister und ist seit 1994 Bürgermeister. Er gehört seit 24 Jahren dem Amtsausschuss des Amtes Rantzau an, war stellvertretender Amtsvorsteher und ist heute stellvertretender Amtsdirektor. Es ist sein Bestreben, die technische Infrastruktur des Amtes zu verbessern. Er ist Verbandsvorsteher des Wegeunterhaltungsverbandes Pinneberg und seit über vier Jahrzehnten Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Heede und Ansprechpartner für Wehren auf Orts- und Kreisebene.

Verdienstkreuz am Bande, Dezember 2018

Detlef Radtke, Lübeck

Detlef Radtke ist Landesbrandmeister und setzt sich seit fast 40 Jahren für die Feuerwehr ein – unter anderem als Wehrführer des Stadtfeuerwehrverbandes der Hansestadt Lübeck und als Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein. Er macht sich stark für die Förderung und den Fortbestand des freiwilligen Feuerwehrwesens, für die Ausbildung sowie für die Einsatzbereitschaft im Katastrophenschutz. In seiner Zeit als Stadtwehrführer der Freiwilligen Feuerwehren hat er zahlreiche Projekte initiiert, begleitet und umgesetzt. Seit 2006 leitet er als Vorsitzender den Landesfeuerwehrverband, den er zuvor bereits viele Jahre als stellvertretender Vorsitzender vertreten hat. Auch hier engagiert er sich, um die Feuerwehren in Schleswig-Holstein weiter zu stärken. Detlef Radtke machte sich auch stark im Bereich der Integration und hat landesweite Workshops für Migranten initiiert.

Verdienstkreuz am Bande, März 2018

Reimer Reimers, Aukrug

Reimer Reimers gründete 1994 den Verein "Partnerschaft Aukrug-Sien", dessen Vorsitzender er seitdem ist. Es ist ein Bestreben, die Lebensbedingungen der Menschen in der Gemeinde in Burkina Faso zu verbessern. Im Mittelpunkt seines Engagements steht das Einwerben von Spendengeldern sowie die Planung von Projekten vor Ort, beispielsweise dem Bau eines Staudamms und eines Regenrückhaltebeckens, dem Neubau einer Kranken- und Entbindungsstation sowie Klassenräumen und Lehrerwohnungen. Reimer Reimers war darüber hinaus Gemeindevertreter, stellvertretender Bürgermeister und Bürgermeister in Aukrug.

Verdienstkreuz am Bande, Dezember 2018

Burkhard Sawade, Nindorf

Burkhard Sawade macht sich für die ärztliche Versorgung, deren Sicherung sowie für vernetzte Versorgungsformen im ländlichen Raum stark. Daneben hat er sich im kirchlichen und im kommunalpolitischen Bereich und als Geschäftsführer des Internationalen Rassehunde-Verbandes eingesetzt. 1998 war er Mitbegründer vom "Medizinischen Qualitätsnetz Westküste". Er war Leitungsbeiratsmitglied, Schatzmeister und ist seit 2007 hausärztlicher Vorstandssprecher. Darüber hinaus ist er Vorsitzender der Kreisstelle Dithmarschen der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein und stellvertretender Vorsitzender des Kreisausschusses Dithmarschen der Ärztekammer Schleswig-Holstein.

Verdienstkreuz am Bande, Dezember 2018

Michael Schätzle, Borstel-Hohenraden

Michael Schätzle leistet seit mehr als 20 Jahren praktische Entwicklungshilfe, indem er Hilfsgüter jeglicher Art nach Senegal in Westafrika vermittelt. Mit viel Engagement hat er ein Projekt der Caspar-Voght-Schule in Rellingen, an der er bis zu seiner Pensionierung Lehrer war, voran gebracht. Wichtig sind ihm die medizinische Versorgung, die Ausstattung von Schulen und der Gaston-Berger-Universität mit über 4.000 Studenten sowie die pädagogische Ausbildung junger Senegalesen.

Aus dem ursprünglich schulischen Projekt "Senegal" hat sich seit 1997 eine große Hilfsaktion mit vielen Beteiligten weit über Rellingen hinaus entwickelt. Michael Schätzle verstand es immer, Schüler für diese Aufgabe zu begeistern. Unter seiner Leitung packten sie Hilfspakete, beluden über 20 große Container und mobilisierten weitere Ehrenamtliche sowie Spender. Darüber hinaus bewegte Michael Schätzle auch in der Umgebung von Rellingen viele Menschen, beim Projekt "Senegal" mitzuhelfen und mitzumachen.

Verdienstkreuz am Bande, Oktober 2018

Ursula Schele, Molfsee

Ursula Schele setzt sich seit Jahrzehnten für Frauen und Kinder ein, die Gewalt erfahren haben. Seit den 90er Jahren macht sie sich im Ehrenamt und als Geschäftsführerin des PETZE-Instituts für Gewaltprävention für Mädchen und Frauen in Notsituationen stark. Ihr Engagement weitete sie auch auf Bundesebene aus, im Bundesverband Frauenberatungsstellen ist sie eine der beiden Vorsitzenden.

Sie hat sich in Schleswig-Holstein für die Frauen Helpline stark gemacht, die Vorläufer des Frauentelefons ist. 2004 beförderte sie die Kieler Brötchentütenaktion "Gewalt kommt nicht in die Tüte" mit zur bundesweiten Kampagne und brachte 2017 auch die Idee der Kampagne "stri(c)kt gegen Gewalt" nach Schleswig-Holstein.

Ursula Schele hat das PETZE-Institut für Gewaltprävention zu einer der führenden Fachberatungsstellen gemacht. Sie hat Strukturen erarbeitet, zu denen viele Frauen- und Mädchenberatungsstellen sowie Facheinrichtungen gehören. Sie macht sich für Projektarbeit stark, um das Selbstbewusstsein von Mädchen und Jungen zu stärken und um Themen aus der Tabuzone zu holen. Sie setzt sich auch für Geschlechtergerechtigkeit ein, hat die Informations- und Beratungsstelle für männliche von sexueller Gewalt Betroffene in Kiel mitbefördert und den Frauennotruf Kiel zu einer hochprofessionellen Facheinrichtung entwickelt.

Außerdem leitet sie das Zentrum für Unterstützung von Folter-, Flucht und Gewaltopfern in Schleswig-Holstein Refugio und war Ombudsfrau für Opfer sexualisierter Gewalt in der Nordelbischen Kirche. Heute ist sie Verbandsratsvorsitzende im Paritätischen Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein.

Verdienstkreuz 1. Klasse, Dezember 2018

Gisela Schiffmann, Pinneberg

Gisela Schiffmann war in Pinneberg 1992 Mitinitiatorin des Partnerschafts-Arbeitskreises Tansania. Seit 2006 machte sie sich stark für den Bau eines Waisenhauses in Karatu/Tansania, das 2012 dank ihrer großen finanziellen Eigenbeteiligung in Betrieb genommen werden konnte. Heute verbringt sie den größten Teil ihrer Lebenszeit in Karatu und gibt zwölf Waisenkindern ein Zuhause und eine neue Lebensperspektive. Um den Betrieb des Waisenhauses und die Zukunft der Kinder zu sichern, hat sie 2006 den Verein Karibuni gegründet. Sie war dessen Vorsitzende und sammelt bis heute Spendengelder. Es ist ihr auch gelungen, Paten, Unterstützer und Förderer für ihr Projekt zu gewinnen, um den Kindern eine gute Schulbildung zu ermöglichen und die Grundversorgung des Waisenhauses zu verbessern.

Verdienstkreuz am Bande, November 2018

Hans-Günter Schmidt, Hamburg

Hans-Günter Schmidt engagiert sich seit über 60 Jahren im Deutschen Guttempler-Orden. Er war Mitglied des Bundesverbandes, stellvertretender Vorsitzender des Hamburger Landesverbandes und ist seit 1988 im Vorstand der Guttempler-Gemeinschaft „Roland Wedel“ des Landesverbandes Schleswig-Holstein. Er hat das Guttempler-Hilfswerk mitbegründet und ist Mitglied des Teams des Sucht-Nottelefons des Landesverbandes Schleswig-Holstein. Seit vielen Jahren betreut er das Archiv der Bundesgeschäftsstelle und engagiert sich im Guttempler-Museum in Mildstedt. Hans-Günter Schmidt ist ehrenamtlich aktiv in der Arbeitsgemeinschaft deutscher Abstinenzverbände, in der Deutschen Hauptstelle für Suchtgefahren sowie im Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Verdienstkreuz am Bande, Januar 2018

Dieter Schmiedel, Kiel

Dieter Schmiedel hat 1996 den Förderverein Palliativmedizin Kiel mitgegründet und engagiert sich in dessen Vorstand. 1997 wurde im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein die erste Palliativstation in einer Radiologie in Deutschland eröffnet. Es ist Dieter Schmiedels Verdienst, dass die Weiterentwicklung der stationären und ambulanten Versorgung möglich geworden. Er sieht seine Berufung auch darin, seinen Beruf als Friseurmeister bei der Herstellung eines Haarersatzes für schwerstkranke Menschen einzubringen. Außerdem hat er sich viele Jahre im berufsständischen Bereich engagiert und gewann mit der deutschen Nationalmannschaft der Friseure nationale und internationale Auszeichnungen.

Verdienstmedaille, Januar 2018

Günther Stapelfeldt, Tangstedt

Günther Stapelfeldt setzt sich seit fast 25 Jahren für das Handwerk in Schleswig-Holstein ein und hat seinen Schwerpunkt auf die Ausbildung junger Menschen gelegt. Im Kreis Segeberg engagierte er sich seit den 90er-Jahren auf Innungs- und Kreishandwerkerschaftsebene. Er wurde Vorstandsmitglied im Fachverband Sanitär-Heizung-Klima Schleswig-Holstein und Vizepräsident der Handwerkskammer Lübeck. Seit 2014 ist er Präsident der Handwerkskammer und hat die internationalen Kontakte ausgeweitet. Er hat den Austausch der Auszubildenden mit der Handwerkskammer in der Region Vienne mit Sitz in Poitiers/Frankreich gefördert. Maßgeblich durch seinen Einsatz ist es gelungen, mit dem Projekt "Moin España" jungen Menschen aus Spanien eine Ausbildung in Deutschland zu ermöglichen. Ein weiteres Beispiel ist das "Deutsch-Dänische Ausbildungsbüro".

Als Mitglied der Lenkungsgruppe der Fachkräfteinitiative des Landes und des Mittelstandsbeirates macht er sich gegen den Nachwuchs- und Fachkräftemangel im Handwerk stark. In den vergangenen Jahren hat er sich für die Integration von Flüchtlingen stark gemacht und deren handwerkliche Ausbildung zu einem weiteren Schwerpunkt seines Engagements entwickelt.

Verdienstkreuz am Bande, Oktober 2018

Hannelore Struve, Gettorf

Hannelore Struve ist Vorsitzende des "Kirchenbauvereins St.-Jürgen-Kirche zu Gettorf" und treibende Kraft dieses Fördervereines. Ihr ist es zu verdanken, dass die Kirche weit über die Grenzen Gettorfs bekannt wurde. Sie hat sich für den Erhalt dieser Kirche und deren Ausstattung stark gemacht und durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Verkaufserlöse aus Veranstaltungen 150.000 Euro zusammen getragen, so dass dadurch Projekte unterstützt und realisiert werden konnten. Darüber hinaus liegt ihr die Weiterentwicklung zur Konzertkirche am Herzen.
Hannelore Struve ist seit 1978 im Deutschen Roten Kreuz und war zehn Jahre Vorsitzende des Ortsvereins Gettorf. Außerdem engagierte sie sich auf Gemeinde- und Kreisebene in der Kommunalpolitik und hat sich für den Erhalt der Gettorfer Mühle stark gemacht.

Verdienstkreuz am Bande, März 2018

Dr. Marianne Ulmer-Biallas, Heikendorf

Dr. Marianne Ulmer-Biallas engagiert sich ehrenamtlich als Narkoseärztin in den Bergen Nepals. Sie narkotisiert und betreut medizinisch Patienten mit Missbildungen und Verbrennungen, besonders Kinder mit Kiefer-Gaumenspalten. Zudem kümmert sich die Anästhesistin um Kleinkinder mit großflächigen Verbrennungen. Gemeinsam mit nepalesischen Ärzten ist Marianne Ulmer-Biallas bei jeder Operation dabei. Diese Arbeit wird oft durch Stromausfälle, schlechte Infrastruktur, Grenzblockaden oder Folgen eines Erdbebens erschwert. Marianne Ulmer-Biallas hat Überwachungsmonitore und ärztliche Geräte in Deutschland organisiert und sammelt Medikamente sowie Spenden für ein Krankenhaus in Kathmandu. Zudem beteiligt sie sich an Reihenuntersuchungen und der allgemeinärztlichen Versorgung der Menschen aus der Bergregion. Außerdem kümmert sie sich um die Aus- und Weiterbildung des einheimischen Personals.

Verdienstkreuz am Bande, November 2018

Walter Vietzen, Hohenwestedt

Walter Vietzen setzt sich seit mehr als drei Jahrzehnten für Frieden und Demokratie sowie für Menschenrechte und Menschenwürde ein. Dem Lehrer für Deutsch und Biologie war es stets ein wichtiges Anliegen, weit über die Wissensvermittlung der Schule hinaus die Geschichte des Nationalsozialismus und insbesondere die Geschichte von Widerstand und Verfolgung in der Region Kellinghusen zu vermitteln. Er war Initiator des Projektes "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" an der Gemeinschaftsschule in Kellinghusen. Darüber hinaus hat er zahlreiche Projekte zur nationalsozialistischen Vergangenheit seiner Heimatstadt Kellinghusen realisiert. Dazu gehören die Organisation von Ausstellungen, Zeitzeugengesprächen, Expertenvorträgen und Exkursionen zu KZ-Gedenkstätten. Außerdem ist er an der Verlegung der Stolpersteine in Kellinghusen beteiligt und an der Erarbeitung der Broschüre "Der Ungeist kehrt wieder – eine Stadt wehrt sich gegen ihre rechtsextreme Szene". Sein intensives Engagement stieß auch auf Widerstände: 2007 wurde Vietzen über Monate hinweg von Neonazis terrorisiert. Ein Filmprojekt seiner Schüler hierüber erhielt den Hamburger Bertini-Preis für junge Menschen mit Zivilcourage. So hat Vietzen an seinem eigenen Beispiel jungen Menschen gezeigt, dass man sich nicht einschüchtern lassen darf und "Widerstand machbar ist".

Verdienstkreuz am Bande, Mai 2018

Angelika Volquartz, Kiel

Angelika Volquartz engagiert sich für zahlreiche soziale Projekte für Kinder und Frauen. Sie initiierte die Kampagne "Mach Mittag", die allen Kindern eine warme Mahlzeit garantiert, unterstützt den Freundeskreis McDonald's Kinderhilfe, die Stiftung Kinderherz und engagiert sich im Kuratorium Frauennotruf Kiel sowie im Verein Zonta für die Stellung der Frauen. Angelika Volquartz war Abgeordnete im Schleswig-Holsteinischen Landtag sowie im Deutschen Bundestag. Als Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Kiel machte sie sich stark für das bundesweit einmalige Segelprojekt Camp 24/7 für Kinder und Jugendliche.

Verdienstkreuz am Bande, Dezember 2018

Horst Wardius, Steinhorst (Kreis Herzogtum Lauenburg)

Horst Wardius ist seit 40 Jahren im Vorstand der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Er leitet die Schwimm- und die Rettungsschwimmausbildung und hat sich mit dafür stark gemacht, dass das gemeindeeigene Schwimmbad in Steinhorst erhalten bleiben konnte. Auf seine Mitinitiative wurde 2007 ein Förderverein gegründet, mit dem es gelungen ist, das Freibad zu modernisieren und zu einem Anziehungspunkt in der Region zu machen.
Seit 1986 ist Horst Wardius Mitglied der Steinhorster Gemeindevertretung und seit 2013 Bürgermeister und Mitglied des Amtsausschusses des Amtes Sandesneben-Nusse. Er engagiert sich auch in der Freiwilligen Feuerwehr, war Brandschutzerzieher in Kindergärten und Schulen und ist seit 2001 Ausbilder für die Erste Hilfe. Außerdem hat er sich Verdienste im Sport und als ehrenamtlicher Richter erworben.

Verdienstkreuz am Bande, März 2018

Yvonne Wiegers-von Wegner, Schleswig

Yvonne Wiegers-von Wegner aus Schleswig hat ihr Leben dem Tierschutz gewidmet. Seit zehn Jahren ist Yvonne Wiegers-von Wegner Vorsitzendes des Tierschutzvereins, der im gesamten Kreis Schleswig-Flensburg tätig ist. In dieser Zeit hat sie die Anlage des Tierschutzvereins zu einer „Wohlfühl-Oase“ für Tiere entwickelt. Die Tiere sind hier nicht mehr in Zwingern, sondern in kleinen Appartements untergebracht. Es gibt Spielwiesen für die Tiere, einen Raum für den Tierarzt und Quarantäne-Stationen. Das Tierheim genießt hohes Ansehen in der Region und wurde vom Deutschen Tierschutzbund zertifiziert.
Yvonne Wiegers-von Wegner ist es ein ganz besonderes Anliegen, den Tier- und Naturschutz auch an die Jugend heranzutragen. Mit der von ihr gegründeten Jugendgruppe baut Wiegers-von Wegner Insektenhotels und Amphibienwälle. Darüber hinaus nimmt sie sich gemeinsam mit den Jugendlichen regionaler aber auch globaler Tier- und Naturschutzprobleme an.

Verdienstmedaille, September 2018

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