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Auszeichnungen und Ehrungen

© M. Staudt / grafikfoto.de

Ausgezeichnete Personen des Jahres 2017

Folgende Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner wurden 2017 ausgezeichnet:

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Willi Behrendt, Witzwort

Willi Berendt ist seit 30 Jahren Bürgermeister in Witzwort und macht sich seitdem stark für seine Gemeinde. Er sicherte den Schulstandort Witzwort, indem er die Nachbargemeinde überzeugte, dem Schulverband beizutreten. Mit viel Eigenleistung wurde der Kindergarten an den Standort der Schule angegliedert. Dabei packte Willi Berendt auf dem Bau selbst mit an, um die Kosten so gering wie möglich zu halten. Es ist ebenfalls seinem Verhandlungsgeschick zu verdanken, dass der im Ort eingerichtete Markttreff stets weiter betrieben werden kann. Zusätzlich unterstützt er die gemeinnützige Veranstaltung als Schirmherr des "Open-Ei Witzwort". Willi Berendt stellte sich auch als Bauleiter zur Verfügung, nachdem er mit im Namen der Gemeinde die leerstehende Gastwirtschaft im Dorf gekauft hatte. Die Gemeinde hat in Sanierungs- und Umbaumaßnahmen hieraus kostengünstig eine Unterkunft für drei Flüchtlingsfamilien geschaffen, so dass jetzt elf Personen eine Bleibe gefunden haben und von ehrenamtlichen Helfern betreut werden.

Verdienstkreuz am Bande, Mai 2017

Doris Birkenbach, Garding

Doris Birkenbach engagiert sich fast 40 Jahren für den Handballsport, zunächst im TSV Harrislee, danach im TSV Garding. Besonders lag ihr die Förderung von Mädchen am Herzen. Sie schob viele Projekte an, beispielsweise eine "Handball-Olympiade", "Handball-Familienduelle" und ein Handball-Förderprojekt.
Sie war Auswahltrainerin der Mädchen auf Kreis- und Landesebene. 2005 wurde sie Vizepräsidentin "Frauen, Entwicklung und Breitensport" des Schleswig-Holsteinischen Handballbundes. In Ihrer zehnjährigen Amtszeit entwickelte sie viele Projekte, zum Beispiel den Internationalen Jugendaustausch mit Israel, den "Ladies-Cup" sowie die Projekte "Handball macht Schule" und "Frauen an die Spitze". Später weitete sie ihr Engagement auf Bundesebene aus. Sie wurde stellvertretende Vorsitzende der Jugendkommission des Deutschen Handballbundes und betreut unter anderem die Nationalmannschaft der Jugend sowie der Juniorinnen, besonders bei Länderspielen im In- und Ausland sowie bei Europa- und Weltmeisterschaften. Außerdem macht sie sich für Inklusions- und Migrationsprojekte stark.

Verdienstkreuz am Bande, Februar 2017

Jürgen Christiansen, Meldorf

Jürgen Christiansen macht sich seit über 30 Jahren für den Denkmalschutz und die Denkmalpflege stark. Seit Jahrzehnten engagiert er sich im Verein für Dithmarscher Landeskunde im Bereich "Archäologische Denkmäler" und ist seit 1977 Mitglied des Vorstands. Im Mittelpunkt seines Engagements standen für ihn die "Histour"-Routen, durch die Besucher an Kulturdenkmäler herangeführt und informiert werden. Er wirkte auch mit beim Buch "Dithmarscher Geschichte" und dem Projekt "Mühlengeschichte". Von 1982 bis 2013 betreute Jürgen Christiansen als amtlich bestellter Vertrauensmann des Archäologischen Landesamtes ehrenamtlich Kulturdenkmäler und arbeitete bei Ausgrabungen mit. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Ehrenamt ist er Ansprechpartner bei Fragen der archäologischen Denkmalpflege. Außerdem engagierte er sich im Beirat für Naturschutz des Kreises Dithmarschen.

Verdienstkreuz am Bande, November 2017

Professor Dr. Lutz Fiesser, Flensburg

Professor Dr. Lutz Fiesser war Gründungsmitglied sowie Vorsitzender des Trägervereins der Phänomenta. Bei der Entwicklung der Phänomenta in Flensburg hat er schon in den 80er Jahren Pionierarbeit geleistet. Sein Anliegen ist es, naturwissenschaftliche Bildung interessant und leicht verständlich zu vermitteln. Mit viel Leidenschaft hat er nach seiner Emeritierung die Entwicklung der "Miniphänomenta" betrieben. Damit leistete er einen großen Beitrag für das experimentelle, naturwissenschaftliche Lernen an Schulen. Bereits in seinem Hauptamt an der Universität Flensburg war es sein Anliegen, das Interesse an naturwissenschaftlichen Phänomenen in Familien, Schulen und Kindergärten zu tragen.

Lutz Fiesser macht sich dafür stark, das Verständnis für naturwissenschaftliche Zusammenhänge durch "Mitmach-Exponate" auf spielerische Weise zu fördern. So wurden in den vergangenen Jahren viele Lehrer angeleitet, "Mitmach-Exponate" zu bauen und für den Unterricht zu nutzen. Sein Projekt der "Miniphänomenta" wurde in die Schweiz, nach Lettland und nach Thailand exportiert.

Verdienstkreuz am Bande, Februar 2017

Wilhelm Flor, Flensburg

Wilhelm Flor engagiert sich seit über 20 Jahren bei der Arbeiterwohlfahrt. 1996 wurde er Vorsitzender des Stadtverbandes Flensburg, den er bis heute leitet. Seit der Eröffnung des Servicehauses 2011 bietet er regelmäßig Beratungsvormittage an. Er kümmert sich um soziale Fragen, hilft bei der Wohnungs- oder Pflegeplatzsuche und bei Behördengängen. Besonders liegen ihm die Seniorentreffs in den Stadtteilcafés am Herzen, die er auch musikalisch begleitet. Außerdem hält er Vorträge zum Brandschutz und zur Ersten Hilfe. Wilhelm Flor war zehn Jahre Schiedsmann in Flensburg und von 1998 bis 2003 Mitglied der Ratsversammlung. Im damaligen Ausschuss für Sicherheit und Ordnung machte er sich stark für die Förderung von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Darüber hinaus engagierte er sich im Vorstand des Betreuungsvereines Flensburg.

Verdienstmedaille, Juni 2017

Dr. Jörn Funck, Sereetz

Jörn Funck war vor mehr als 35 Jahren Mitbegründer des Umweltschutzvereins Sereetz, den er seit dieser Zeit leitet. Er hat das Modell der Rindergilden in Schleswig-Holstein eingeführt und die vom Verein gekauften oder gepachteten Flächen mit Robustrindern beweidet und ökologisch entwickelt. Damit übernahm er in Deutschland eine Pionierrolle. Nach diesem Vorbild bildeten sich sowohl in Schleswig-Holstein als auch in anderen Teilen Deutschlands weitere Rindergilden. Jörn Funck erwarb im Namen des Vereins auch Teilbereiche des ehemaligen Kiesabbaugebietes in der Gemeinde und förderte damit die Entwicklung zur naturbelassenen Seenlandschaft. Außerdem machte er sich für die Unterschutzstellung wichtiger Naturschutzgebiete stark. Erfolge hatte er mit der Wiederentdeckung verloren geglaubter Pflanzen und Tiere. So gibt es im Ratekauer Gemeindegebiet heute wieder eine seit 70 Jahren in Schleswig-Holstein ausgestorbene Libellenart sowie eine Population des vom Aussterben bedrohten Wegerich-Scheckenfalters.

Verdienstkreuz am Bande, Februar 2017

Gerlinde Gullert, Neumünster

Gerlinde Gullert leitet seit 27 Jahren als ehrenamtliche Geschäftsführerin den Mädchen-Musikzug-Neumünster. Sie organisiert jährlich 60 Konzerte in Deutschland, Europa und auch in Russland, Tunesien, USA und China. Sie kümmert sich um alle finanziellen Angelegenheiten, die Betreuung während der Konzertreisen und die Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus kümmert sich Gerlinde Gullert um Instrumente und Uniformen des Musikzugs. Zusätzlich hat sie einen Förderkreis gegründet, um Spenden zu sammeln. Mit diesen Geldern werden u.a. Konzertreisen finanziert. Ihr Anliegen ist der Zusammenhalt und die Teambildung innerhalb des Musikzuges. Dieses stärkt Gerlinde Gullert durch das so genannte "Patin-Modell", bei dem jungen und neuen Teilnehmerinnen erfahrene Musikerinnen zur Seite gestellt werden. Sie unterstützt die Mädchen außerdem bei ihrer musikalischen Weiterbildung und engagiert sich im Musikerverband Schleswig-Holstein.

Verdienstmedaille, November 2017

Hartwig Hahn, Aukrug

Hartwig Hahn engagiert sich seit über 40 Jahren für den Natur- und Fischschutz. Es ist auch mit sein Verdienst, dass die einst bedrohten Bestände der Lachse, Meer- und Bachforellen sowie andere vom Aussterben bedrohten heimischen Fischarten sich in den vergangenen Jahren deutlich erholt haben.

Er ist Gründungsmitglied sowie Sprecher der "Arbeitsgemeinschaft zur Wiedereinbürgerung und Bestandserhaltung der Lachse, Meer- und Bachforellen". Ein großes Anliegen von Hartwig Hahn ist die freie Durchgängigkeit der Gewässer für die Fische. Er machte sich auch stark für den Aufbau eines Fischbruthauses in Aukrug. Durch sein Engagement ist es gelungen, Meerforellen wieder anzusiedeln. Hartwig Hahn ist seit 1977 Gewässerwart beim Kreissportfischerverband Neumünster und berät den Landessportfischerverband seit vielen Jahren.

Verdienstmedaille, Juni 2017

Dr. Hans Carsten Jacobsen, Flensburg

Dr. Hans Carsten Jacobsen ist Vorsitzender des Fördervereins der Stadtbibliothek Flensburg. Er organisierte Veranstaltungen wie die "Nacht der Bibliothek", die "Flensburger Lesewelle" sowie die "Vorlesenachmittage für Kinder". 2008 war er Initiator des Projekts "Lesepaten". Seiner Idee, die Lesekompetenz von Grundschülern zu steigern, haben sich Schulen in Flensburg und im Kreis Schleswig-Flensburg angeschlossen. Hans Carsten Jacobsen steuert die Projektgruppe bis heute und konnte 110 Lesepaten motivieren, Kindern wöchentlich zwei Stunden beim Vorlesen zuzuhören und sie zu unterstützen. Als die Fahrbücherei der Stadtbibliothek 2013 zur Disposition stand, initiierte er als Vorsitzender des "Runden Tisches Bücherbus" eine Reihe von Veranstaltungen, um erfolgreich Gelder für den Erhalt der Fahrbücherei einzuwerben. Seit 2014 fährt der neue Bücherbus insgesamt 110 Haltestellen an.

Gemeinsam mit seiner Frau hat er auch zahlreiche Projekte der Europäischen Märchengesellschaft organisiert. Außerdem engagiert er sich seit vielen Jahren im Seeadlerschutz.

Verdienstkreuz am Bande, Mai 2017

Dieter Kolmorgen, Kiel

Dieter Kolmorgen ist seit 1984 im Sozialverband Deutschland und seit 1988 im Vorstand des Ortsverbandes Kiel-Hasseldieksdamm-Mettenhof. Ab 1992 übernahm er Verantwortung als stellvertretender Vorsitzender und Leiter des Ortsverbandes. Er ist Ansprechpartner und Vermittler für die Mitglieder und kümmert sich darum, dass ältere Menschen am gesellschaftlichen und sozialen Leben teilnehmen können. Regelmäßig bietet Dieter Kolmorgen Versammlungen mit Vorträgen zu sozialrechtlichen Themen und Ausflugfahrten an. Er war auf Kreis- und Landesebene als Besitzer aktiv und setzte sich im sportlichen Bereich ein. Derzeit ist er stellvertretender Schatzmeister und Planungsmitglied des Organisationsausschusses. In den 90er Jahren repräsentierte er den sozialpolitischen Ausschuss des Verbandes im Behindertenrat der Landeshauptstadt Kiel. 2012 wurde er zum ehrenamtlichen Richter in Angelegenheiten der Sozialversicherung berufen.

Verdienstmedaille, November 2017

Ludwig Krane, Reinbek

Ludwig Krane engagiert sich seit Jahrzehnten in der Lebenshilfe Stormarn für Menschen mit Behinderungen. Als Vater eines stark behinderten Sohnes, den er soweit wie möglich in seine ehrenamtlichen Aktivitäten einbindet, macht er sich stark für die Teilhabe am aktiven Leben. Schwerpunkt seines Engagements sind die Wohnprojekte, damit jeder Mensch unabhängig von der Schwere seiner Behinderung so selbstständig wie möglich leben kann. So leben in den Wohngruppen der Lebenshilfe bis zu zwölf Menschen mit geistiger Behinderung an verschiedenen Standorten im Kreis Stormarn in Wohngemeinschaften zusammen. Außerdem engagiert sich Ludwig Krane seit vielen Jahren in der Katholischen Pfarrei Seliger Niels Stensen. Darüber hinaus kümmert er sich im Stadtteil Krabbenkamp um Flüchtlinge, die er auch bei Behördengängen begleitet.

Verdienstmedaille, Juni 2017

Christa Krause, Lübeck-Travemünde

Christa Krause engagiert sich seit 25 Jahren als Grüne Dame und ist seit 2003 Einsatzleiterin in mehreren Gruppen in Lübeck-Travemünde. Außerdem kümmert sie sich um die Fortbildung der ehrenamtlich tätigen Frauen.

Seit 1990 ist sie Mitglied des Kirchenvorstandes der St. Lorenz-Kirchengemeinde in Lübeck. Sie hat eine seit 16 Jahren bestehende Partnerschaftsarbeit mit einer Gemeinde in Riga mit aufgebaut. Seit 2004 ist Christa Krause Vorsitzende des Ausschusses für diese Partnerschaftsarbeit. Sie hat eine Kleiderkammer aufgebaut und ist für das Einsammeln der Kleidung und für den Transport verantwortlich. Seit 2010 engagiert sie sich außerdem im Café Herbst-Licht, einem Betreuungsangebot für Demenzerkrankte und ihre Angehörigen. Sie hat dafür eine Ausbildung gemacht und gestaltet mit weiteren Ehrenamtlichen, einer Schwester der Vorwerker Diakonie und der Gemeindepastorin gesellige Nachmittage für betroffene Menschen.

Verdienstmedaille, Februar 2017

Bernd Kruse, Rendsburg

Bernd Kruse trat in den 80er Jahren als betroffener Vater gemeinsam mit seiner Frau dem Förderverein für krebskranke Kinder und Jugendliche in Kiel bei. 1988 wurde er Schatzmeister im Verein, 2011 übernahm er die Aufgaben des Vorsitzenden. Seitdem ist er fast wöchentlich unterwegs, um Spenden zu sammeln und für die Vereinsarbeit zu werben. Bernd Kruse hatte großen Anteil daran, dass die Kinderkrebsstation des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein 2002 um ein Stockwerk erweitert wurde. Unter seiner Leitung hat der Förderverein drei Fachkräfte eingestellt, die im Bereich der psychosozialen Nachsorge eingesetzt werden und mit der Kinderklinik zusammenarbeiten. Er sorgt für ein vertrauensvolles Miteinander von Klinik, psychologischem Dienst, Vorstand, Betroffenen, Eltern sowie den Mitgliedern des Vereins. Außerdem engagierte er sich im Spielmanns- und Fanfarenzug Rendsburg.

Verdienstmedaille, November 2017

Brigitte Kunze, Rendsburg

Brigitte Kunze ist seit 2002 Mitglied des Bundesverbandes "Deutsche Parkinson Vereinigung" und setzt sich dort für chronisch kranke Menschen ein. Früh wurde sie als Selbstbetroffene zur Ansprechperson für andere Betroffene und deren Angehörige in Rendsburg und Umgebung. Seit 2009 leitet sie die Regionalgruppe Rendsburg, die durch ihr Engagement zur größten Gruppe in Schleswig-Holstein wurde. Bis heute kümmert sich Brigitte Kunze unter anderem um die Mitgliederverwaltung und -betreuung, das Sammeln von Spenden sowie die Vorbereitung von regionalen und überregionalen Veranstaltungen. Trotz ihrer Krankheit hilft sie den Betroffenen und den Angehörigen und vermittelt ihnen Lebensmut. Sie kümmert sich um Patenschaften im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein und einen Schnupper-Tanzkurs für Betroffene. Zudem engagiert sich Brigitte Kunze überregional bei der Aktion "Parkinson kennt keine Grenzen".

Verdienstmedaille, November 2017

Dr. Norbert Lins, Barkelsby

Norbert Lins engagiert sich seit mehr als 25 Jahren für die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH). Er startete 1980 in Kiel als Ausbilder und Rettungssanitäter und baute ein Notarztsystem mit auf. Nach seiner Approbation wurde er 1991 Landesarzt der JUH. Er ist verantwortlich für den Rettungsdienst, den Betreuungsdienst und die medizinisch-fachliche Ausbildung und unterstützt den Landesvorstand. Norbert Lins überwacht die Aus- und Fortbildung in der Notfallmedizin und ist für den medizinischen Standard mitverantwortlich. Außerdem hat er die Umstrukturierungsphase der Landesverbände Schleswig-Holstein und Hamburg mit Mecklenburg-Vorpommern und dem Landkreis Harburg zum Landesverband Nord der JUH unterstützt.

Im zweijährigen Rhythmus leitet er den Landeswettkampf des Landesverbandes Nord. Seine Schwerpunkte sind die Landesleitung, Ärztetagungen und der Schulsanitätsdienst, den er in der Jungmannschule Eckernförde initiiert hat. Außerdem ist er ärztlicher Betreuer der Fußballverbandsliga vom Eckernförder Sportverein und Vorsitzender des Eckernförder Tennisclubs "78".

Verdienstkreuz am Bande, Februar 2017

Volkher Looft, Postfeld

Volkher Looft engagiert sich seit über fünf Jahrzehnten als "Anwalt der Natur". Seit 1997 ist er Vorsitzender des Landesnaturschutzverbandes Schleswig-Holstein, einem Dachverband der Natur- und Umweltschutzverbände. Diesem gehören 23 Organisationen an, die sich für den Schutz der wildlebenden Tiere und Pflanzen, ihrer Lebensgrundlagen und der Kulturlandschaft einsetzen. Hauptanliegen von Volkher Looft ist die Bündelung aller Kräfte im Natur- und Umweltschutz zugunsten des gemeinsamen Zieles, eine zukunftsfähige Politik für Nachhaltigkeit und Naturschutz zu betreiben. Bereits in den 1980er Jahren hat die von ihm initiierte Arbeitsgemeinschaft "Rettet Feuchtgebiete" verschiedenen Naturschutzgebieten zum Durchbruch verholfen.

Volkher Looft setzt sich außerdem als Vogelkundler besonders für Wasseramseln und Greifvögel ein. Er ist Autor bzw. Mitautor verschiedener Publikationen über die Vogelwelt Schleswig-Holsteins. Daneben kartiert und beringt er seit über 50 Jahren die Wasseramseln und Greifvögel. Darüber hinaus leitet er in der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein die Projektgruppe "Greifvogelschutz".

Verdienstkreuz am Bande, Mai 2017

Hella Lorberg, Bargteheide

Hella Lorberg ist Initiatorin des Projekts „Bargteheider Stadtmusikanten“ und unterstützt seit 1984 kulturelle Aktivitäten der Stadt Bargteheide. Sie möchte besonders Kindern den Weg zur Musik ebnen. So hat sie insbesondere junge Menschen im Kindergarten- und Grundschulalter im Blick. Mit ihrem Projekt möchte sie Kinder frühzeitig an Musik und künstlerischen Ausdruck heranführen. Unter anderem durch Konzerte gelingt es Hella Lorberg und ihrem Team, den Kindern die Welt der Musik nahe zu bringen und auch die musikalische Ausbildung zu finanzieren. Sie macht darüber hinaus auch in anderen kulturfördernden Projekten mit, wie zum Beispiel bei der Renovierungsaktion der Bargteheider Kirchenorgel oder der Organisation eines Flügels für das Stadthaus.

Verdienstmedaille, November 2017

Heinz Loske, Galmsbüll

Heinz Loske war von 1974 bis 1998 Bürgermeister der Stadt Niebüll und hat sich weit über seine berufliche Verpflichtung hinaus für die Kunst und die Kultur in der Region engagiert. Besonders stark gemacht hat er sich für das Richard-Haizmann-Museum in Niebüll. Nach seinen Ausscheiden aus dem Amt des Bürgermeisters wurde Heinz Loske Vorsitzender des Beirates der Richard-Haizmann-Stiftung und somit Gast der Kuratoriumssitzungen. So prägt er die Entwicklung des Museums bis heute maßgeblich mit. Heinz Loske ist seit den 90er Jahren außerdem im Deutschen Grenzverein engagiert. Er war von 1999 bis 2006 geschäftsführendes Vorstandsmitglied und hat sich durch den Um- und Ausbau der Akademie Sankelmark, der Nordsee-Akademie Leck und des Jugendhofes Scheersberg zu modernen zukunftsweisenden Bildungsstätten viele Verdienste erworben. Darüber hinaus begleitete er die Neugründung der Europäischen Akademie Schleswig-Holstein in Sankelmark.

Verdienstmedaille, Februar 2017

Dr. Volker Mader, Lehmkuhlen/Lepahn

Dr. Volker Mader engagiert sich seit fast 40 Jahren für die Musik. Seit 2006 ist er Präsident des Landesmusikrates Schleswig-Holstein und startete seitdem Initiativen wie die Projekte "Instrument des Jahres" und das "Singen mit Kindern". Er machte sich stark für den Ausbau des Bildungszentrums Nordkolleg in Rendsburg zu einer Musikakademie. 2007 wurde er in den Rundfunkrat des Norddeutschen Rundfunks und damit in den Landesrundfunkrat sowie in den Programmausschuss entsandt. Volker Mader ist auch Gründungsvorsitzender des Landesverbandes "Jeunesses musicales". Außerdem war er Mitglied in Arbeitsgemeinschaften sowie Fachausschüssen und auch auf Bundesebene engagiert. Er ist Mitglied im Beirat Dirigentenforum des Deutschen Musikrates, in der Konferenz der Landesmusikräte sowie im Aufsichtsrat des Deutschen Musikrates. Sein Wirken ergänzen musikpädagogische Tätigkeiten und Vorträge zum Thema "Klassische Musik", die Zusammenführung von Vertretern aus dem Musik- und Sportbereich sowie die interkulturelle Arbeit im deutsch-dänischen Grenzgebiet.
An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel leitet Volker Mader seit 1979 hauptamtlich das Kammerorchester. Sein Anliegen ist es, innerhalb und außerhalb der Universität musikalisch zu wirken. Er ist auch Gründer und Leiter des Akademischen Chores sowie der Arbeitsgemeinschaft Musik & Theater.

Verdienstkreuz am Bande, August 2017

Christian Nahrwold, Pinneberg

Christian Nahrwold engagiert sich seit 1990 im Partnerclub der Lebenshilfe Schenefeld. Er absolvierte eine Ausbildung zum Jugendleiter beim Kreisjugendring Pinneberg und ist Jugendwart und Jugendgruppenleiter. Sein Anliegen ist es, Menschen mit und ohne Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und Freizeitprogramme zu gestalten. Das ehrenamtliche Team von Christian Nahrwold kümmert sich in Abstimmung mit den hauptamtlichen Lebenshilfe-Mitarbeitern um die Umsetzung der Ideen. Neben sportlichen Aktivitäten werden Spiele- sowie Discoabende und Ausflüge angeboten. Der Partnerclub arbeitet eng mit anderen Vereinen zusammen, die den Club unterstützen. Christian Nahrwold hat zahlreiche Projekte, Feste, Ferienprogramme und Jubiläumsaktivitäten wie beispielsweise den 1. Schenefelder Inklusionslauf für Menschen mit und ohne Behinderung organisiert. Er hat Sponsoren für seine Projekte geworben und war bis 2012 Beisitzer im Vorstand der Lebenshilfe.

Verdienstmedaille, Februar 2017

Bernd Neppeßen, Bad Oldesloe

Bernd Neppeßen ist seit 2000 Präsident des Schleswig-Holsteinischen Volleyball-Verbandes mit über 14.000 Mitgliedern. Außerdem ist er Gründer und Vorsitzender des Volleyball-Clubs Bad Oldesloe. Sein Projekt "Sport vor Ort" hat zum Ziel, Kindern und Jugendlichen Sport zu ermöglichen sowie Barrieren abzubauen. So finden in drei Kindertagesstätten und fünf Schulen regelmäßig Bewegungsprogramme statt. Daneben laufen wöchentliche Kurse im Rahmen des Programms "Integration durch Sport". Bereits zum fünften Mal fand das Integrative Spiel- und Sportfest an einer Schule in Bad Oldesloe statt. Bernd Neppeßen begann seine Aktionen als Einzelkämpfer und leitet heute ehrenamtlich ein Team mit vier Honorarkräften und einem Mitarbeiter des Freiwilligen Sozialen Jahres. Zusätzlich fördert er die Integration von Jugendlichen in Vereinen.

Verdienstkreuz am Bande, November 2017

Lothar Obst, Mölln

Lothar Obst war bis Juni 2016 Geschäftsführer im St. Adolf-Stift in Reinbek. Er hat sich weit über seinen Beruf hinaus im Bereich des Krankenhauswesens in der Krankenhausgesellschaft engagiert. In der Landesgruppe des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands war er Vorsitzender sowie Mitglied des Bundesvorstandes. Er kümmerte sich um Kontakte und die Vernetzung zwischen Krankenhäusern in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Als kaufmännischer Direktor des Krankenhauses Reinbek St. Adolf-Stift hat er sich auch für das katholische Profil des Krankenhauses stark gemacht. Bis 2015 war er im Kirchenvorstand der katholischen Pfarrei Heilig Kreuz in Mölln sowie der Pfarrei St. Answer in Ratzeburg.

Lothar Obst engagiert sich auch im Bereich der Kultur. Er war in der Möllner Bezirksgruppe des Heimatbund und Geschichtsvereins Herzogtum-Lauenburg und hat zahlreiche Exkursionen und Reisen mit vorbereitet. Zudem erstellte er eine Chronik für die Stadt Mölln, war dort Ratsherr und Bürgervorsteher.

Verdienstkreuz am Bande, Februar 2017

Henriette Gräfin von Platen-Hallermund, Wangels

Henriette Gräfin von Platen-Hallermund engagiert sich seit fast 30 Jahren im Deutschen Roten Kreuz (DRK) und leitet seit 1988 den DRK-Ortsverein Weißenhaus. Sie kümmert sich vor allem um Themen wie häusliche Pflege, Krebsnachsorge, Schulungen, Seminare und Mitgliederwerbung. Sie war seit 1996 Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Ostholstein, von 2012 bis Januar 2017 dessen Präsidentin und hat die Rotkreuz-Arbeit in Ostholstein weiter ausgebaut. Sie war auch Mitglied im Präsidialrat des DRK-Landesverbandes Schleswig-Holstein und hat die Gremienarbeit durch ihr Engagement und ihre Erfahrung mitgeprägt.
Daneben hat sie sich über mehr als vier Jahrzehnte im kirchlichen Bereich engagiert. So hat sie sich Verdienste auf Gemeinde-, Kirchenkreis- und Landesebene erworben, beispielsweise im Kirchengemeinderat in Hohenstein, im Kirchenkreis Ostholstein, in der Synode, in Wahlausschüssen und im Beirat des Sprengels Holstein-Lübeck.

Verdienstkreuz am Bande, November 2017

Jens Rönnau, Kiel

Jens Rönnau engagiert sich seit vielen Jahren für Völkerverständigung, Friedensförderung und Gewaltprävention. 1995 gründete er zusammen mit Kieler Bürgern den Verein "Mahnmal Kilian", um die Ruine des U-Boot-Bunkers "Kilian" auf dem Kieler Ostufer als Mahnmal aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges zu erhalten. Auch nach dem Abriss des Mahnmals existierte der Verein weiter und ersteigerte 2001 den "Flandernbunker". Unter der Leitung von Jens Rönnau wurde der Bunker zu einer Bildungs- und Gedenkstätte ausgebaut. Darüber hinaus ist der Flandernbunker Raum für künstlerische Ausstellungen und Veranstaltungsort für Gesprächskreise. Jens Rönnau engagiert sich außerdem im Beirat des Vereins der Freunde der Festung Friedrichsort sowie in den Begleitausschüssen "Matrosenaufstand" und "Erinnerungskultur" der Landeshauptstadt Kiel. In der Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein ist er Schatzmeister.

Verdienstkreuz am Bande, November 2017

Dr. Henning Schmidt, Flensburg

Henning Schmidt ist Mitglied des Rotary Club Flensburg und Mitbegründer des schulbegleitenden Projektes "Lernwerkstatt" in Flensburg. Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Berufsfähigkeit von Schülern mit und ohne Hauptschulabschluss oder mit Förderbedarf. Henning Schmidt kümmert sich darum, dass jährlich etwa 60 Jugendliche im Rahmen der Berufsorientierung auf freiwilliger Basis durch Werkstattunterricht, Praktika und Bewerbungstraining unterstützt werden. Neben handwerklichen Fähigkeiten vermitteln Henning Schmidt und sein Team auch Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Höflichkeit, Zuverlässigkeit und Toleranz. Henning Schmidt konnte stets Paten aus dem Rotary Club, den Handwerkskammern, der Kreishandwerkerschaft und aus lokalen Unternehmen für das Projekt und eine Zusammenarbeit begeistern. Schüler, die die "Lernwerkstatt" zwei Jahre lang besuchen, erhalten so eine Ausbildungsplatzgarantie. Durch permanente Betreuung des Projekts sichert Henning Schmidt die nachhaltige Projektfinanzierung.

Verdienstmedaille, November 2017

Professor Dr. Udo Simonis, Kiel

Professor Dr. Udo Simonis gehört zu den Vordenkern der Ökologie-Debatte. Er hat Forschungen um den globalen Klimawandel und seine ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen betrieben und so den Begriff "Weltumweltpolitik" geprägt. Als Wissenschaftler und Berater engagierte er sich in Europa, Amerika, Asien und Afrika. Von 1981 bis 1987 war er Direktor des Internationalen Instituts für Umwelt und Gesellschaft am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), anschließend dort Forschungsprofessor für Umweltpolitik. 1982 war er einer der Mitbegründer der Deutschen Umweltstiftung, die mit dem Ziel gegründet wurde, sich für den Erhalt der natürlichen Lebensräume der Menschen, Tier und Pflanzen einzusetzen.

Udo Simonis war von 1993 bis 2002 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates und Mitglied des Kuratoriums des Potsdam-Instituts für Klimaforschung (PIK), das Natur- und Sozialwissenschaftler aus aller Welt zusammenführt. Später gründetet er den Verein der Freunde und Förderer des PIK. Er leitete dessen Verein 14 Jahre lang und wurde 2016 zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Verdienstkreuz am Bande, Mai 2017

Reinhold Suhr, Norderstedt

Reinhold Suhr hat sich seit vielen Jahrzehnten für Schullandheime in Schleswig-Holstein stark gemacht. Bereits in den fünfziger Jahren war er Mitbegründer und Leiter einer Jugendgruppe in seiner Heimatgemeinde Harksheide. Als Vorsitzender des Trägervereins Harksheider Jugendlandheim kümmerte er sich um die Belange der Jugendlandheime der Gemeinde in Hanerau-Hademarschen, später um das Jugendlandheim Lemkenhafen auf Fehmarn. Dank seines Einsatzes musste das Jugendlandheim nicht verkauft werden. Er machte sich auch dafür stark, dass die Anlage erweitert und die Einrichtung modernisiert wurde. Es ist ihm gelungen, die Kosten durch Einsätze am Wochenende und selbst organisierte Pflege- und Reparaturarbeiten zu senken. So hat er dazu beigetragen, jungen Menschen aus ganz Deutschland und nach dem Atomunglück in Tschernobyl auch Kindern aus belasteten Gebieten der Ukraine eine unbeschwerte Zeit in Schleswig-Holstein zu ermöglichen. Reinhold Suhr hat vor allem in Norderstedter Schulen und Sportvereinen für Aufenthalte in Lemkenhafen geworben. Das Jugendlandheim steht heute mit einer guten Auslastung auf einer finanziell gesicherten Basis.
Darüber hinaus war Reinhold Suhr über 15 Jahre ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht in Neumünster.

Verdienstkreuz am Bande, August 2017

Herlich Marie Todsen-Reese, Malente/Krummsee

Herlich Marie Todsen-Reese hat sich jahrelang im Umwelt- und Naturschutz engagiert. Sie war von 1997 bis 2014 im Rat der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und hat von 2009 bis 2014 als Vorsitzende eine Vielzahl von Naturschutzprojekten initiiert und begleitet. Dazu gehören unter anderem das "Naturwaldband", ein 17 Hektar großer unberührter Waldstreifen sowie die Eröffnung der "Integrierten Station Geltinger Birk".

Von 2005 bis 2015 war sie Präsidentin des Musikerverbandes Schleswig-Holstein. Hier setzte sie sich für eine intensivere Zusammenarbeit der Musizierenden ein und machte sich stark für die Förderung der musikalischen Bildung von Kindern und Jugendlichen. Seit 2015 ist sie Ehrenpräsidentin des Verbandes.

Sie engagierte sich auch für den Erhalt und die Finanzierung der Eutiner Festspiele, war in der Nordkirche unter anderem Landessynodale und ist seit vielen Jahren Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU Schleswig-Holstein. Darüber hinaus ist sie seit über 30 Jahren Vorsitzende der überparteilichen Europa Union Ostholstein.

Verdienstkreuz am Bande, Mai 2017

Klaus Vollgraf, Westerland/Sylt

Klaus Vollgraf ist Lehrer am Schulzentrum Sylt und Gründer sowie Vorsitzender des Vereins Padrino, zu dem die Regionalschule Sylt eine Patenschaft übernommen hat. Mit Spenden sowie den Verkauf von peruanischen Wollwaren und Kunsthandwerk unterstützt er Kinder und Jugendliche in Peru. In den 80er Jahren lernte er die Dominikanerschwester Maria Francisca und ihr Projekt um den Bau des Colegio San Martin des Porres kennen. Daheim organisierte er jährlich einen Weihnachtsmarkt, dessen Erlös diesem Projekt zugutekam. Später weitete er seinen Einsatz aus, so dass nicht nur auf Weihnachts- und Adventsmärkten, sondern auch in Geschäften auf Sylt und in Reinbek Waren für den guten Zweck verkauft werden. Finanziert wurden damit Lernmaterial, der Ausbau der Schulgebäude, die Ausstattung der Klassenräume, Lebensmittel, Arztbesuche und Medikamente.
Später unterstützte Klaus Vollgraf ein Dorf in den Anden. So wurden u.a. Schulungen für Frauen finanziert.1993 wurde mit dem Aufbau einer Schule begonnen. Seit einigen Jahren engagiert er sich in der Stadt Sullana im Nordwesten Perus. Hier wurde eine Tafel aufgebaut, die bis zu 200 Kinder täglich mit Essen versorgt werden. Außerdem wurden die Gebäude renoviert.

Verdienstkreuz am Bande, August 2017

Olaf Wagner, Nindorf

Olaf Wagner ist seit 2008 Landesinnungsmeister des Metallgewerbeverbandes Nord und macht sich seit den 90er Jahren für verbesserte Rahmenbedingungen besonders kleiner und mittlerer Handwerksbetriebe stark. Er war zehn Jahre Lehrlingswart der damaligen Metallgewerbe-Innung Dithmarschen-Süd. 1992 wurde er stellvertretender Obermeister, später dann Obermeister der Metallgewerbe-Innung Dithmarschen und stellvertretender Landesinnungsmeister. Bis heute kümmert er sich um die Belange von rund 500 Betrieben in Schleswig-Holstein und Hamburg. Nach der Insolvenz der Kreishandwerkerschaft Dithmarschen hat Olaf Wagner die Neugründung maßgeblich begleitet. Seit 2013 führt er die Kreishandwerkerschaft Heide. Von 2005 bis 2008 war er Vorsitzender der Tarifkommission des Metallgewerbeverbandes Nord und erwirkte, dass 2007 erstmals Entgelttarifverträge und ein Manteltarifvertrag geschlossen wurden.

Verdienstkreuz am Bande, November 2017

Dr. Friedrich Wedell, Kiel

Dr. Friedrich Wedell ist Ideengeber, Mitbegründer und künstlerischer Leiter von "chiffren". Das Projekt zur Vermittlung Neuer Musik widmet sich der Bildung, der Nachwuchsförderung und der Arbeit mit Jugendlichen. Im Mittelpunkt stand die Biennale für zeitgenössische Musik in Kiel, die 2016 ihr zehnjähriges Bestehen feierte. Seit 2012 ist das Festival international ausgerichtet. Friedrich Wedell hat der Neuen Musik in Schleswig-Holstein so einen spürbaren Aufschwung verliehen. 2012 entwickelte er das Projekt "Composer in Residence" und setzte sich mit der Fortbildungsreihe "Musiklabor" dafür ein, Schülerinnen und Schüler im Unterricht an das Komponieren heranzuführen. Zudem hat er sich für den "chiffren-Sonderpreis" im Rahmen des Wettbewerbs "Jugend musiziert" stark gemacht und mit dazu beigetragen, dass sich das "chiffren-Jugendensemble" zu einem überregional renommierten Klangkörper entwickelt hat.
Friedrich Wedell hatte seit 1999 einen Lehrauftrag an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, von 2005 bis 2012 mit dem Schwerpunkt "Musik nach 1945". Er hat sich weit über seine Verpflichtung hinaus engagiert und eine Arbeitsgemeinschaft initiiert, aus der 2003 das "Forum für zeitgenössische Musik" hervorgegangen ist. Das Forum, dessen Vorsitzender er bis heute ist, setzt sich dafür ein, die Kunstmusik des 20. und 21. Jahrhunderts zu fördern.

Verdienstkreuz am Bande, August 2017

Burkhard Wenzel, Schwarzenbek

Burkhard Wenzel engagiert sich seit vielen Jahren in der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Seit 2005 ist er Vereinsvorsitzender in Schwarzenbek. Als dort die Schwimmhalle geschlossen wurde, organisierte er ein "Trockentraining" im Jugendtreff, organisierte Schwimmbahnen in Mölln und fuhr mit den Jüngsten und einem Team von Nachwuchsausbildern wöchentlich zum Schwimmunterricht nach Geesthacht. Später organisierte er Trainingsmöglichkeiten im Freizeitbad von Reinbek, wo später auch das Anfängerschwimmen stattfinden konnte. Daneben liegt ihm der Wasserrettungsdienst am Herzen. So fährt er seit vielen Jahren mit Jugendlichen zur Aus- und Weiterbildung nach Scharbeutz.

Außerdem gibt er Erste-Hilfe-Kurse an mehreren Schulen. Er war Ideengeber und ist Organisator der Aktion "Kindergartenteamer", bei dem ein Team junger DLRG-Mitglieder in den Kindertagesstätten den Jüngsten Baderegeln erklärt und Erste Hilfe vermittelt.

Verdienstmedaille, Februar 2017

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