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Bundesverdienstorden - Auszeichnungen seit 2015

Staatskanzlei

Bundesverdienstorden - Auszeichnungen seit 2015

Folgende Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner wurden seitdem ausgezeichnet:

Ausgezeichnete Personen des Jahres 2018

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Klaus Hartmut Ahl, Nindorf

Klaus Hartmut Ahl war mehr als zwei Jahrzehnte Vorstandsmitglied der Schleswig-Holsteinischen Rechtsanwaltskammer und der Schleswig-Holsteinischen Notarkammer. In der Notarkammer war er fast zehn Jahre Vizepräsident und drei Jahre Präsident. Er brachte sich bei der Reform der Juristenausbildung ein, war Mitglied des Ausschusses "Elektronischer Rechtsverkehr" und gestaltete das Berufsbild des Anwaltsnotariats mit. Darüber hinaus war er viele Jahre ehrenamtlich in der Arbeitsgemeinschaft "Familienrecht" im Deutschen Anwaltsverein engagiert.

Klaus Hartmut Ahl setzt sich als Präsident des von ihm mitbegründeten Golfclubs am Donner Kleve in St. Michaelisdonn ein. Mit Benefizturnieren werden beispielsweise Projekte des Kinderschutzbundes gefördert. Er gehörte zwölf Jahre dem Gemeinderat der Gemeinde Nindorf an und war 19 Jahre Vorsitzender des Tennisclub Meldorf.

Verdienstmedaille, November 2018

Wencke Ahmling, Landrecht

Wencke Ahmling setzt sich seit über zehn Jahren für die Landjugendarbeit ein. Ihr Engagement brachten sie von der Schriftwartin im Vorstand der Landjugendgruppe Wilstermarsch ein Jahr später in den Landesvorstand. Hier wurde sie 2008 zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, 2013 zur Landesvorsitzenden. Bis 2018 wurde sie mehrfach für die ein Jahr dauernde Amtszeit wiedergewählt.
Neben Freizeitgestaltung und Weiterbildung organisierte sie Fahrten, Vorträge, Seminare sowie Jugendbegegnungen. Mehrfach hat sie in einer 72-Stunden-Aktion über 1.000 Landjugendliche motiviert, in ihren Dörfern anzupacken. Dabei wurden Dorfplätze, Schulhöfe oder Kinderspielplätze neu angelegt oder renoviert. Darüber hinaus setzt sie sich für eine Förderung und eine höhere Anerkennung der ehrenamtlichen Jugendarbeit ein. Im Bundesvorstand war sie Revisorin und Fachdelegierte.

Verdienstmedaille, November 2018

Dr. Peter Aldenhoff, Panten

Dr. Peter Aldenhoff ist Gründer und Vorsitzender des Vereins "Natur Plus Panten" und betreut die Naturschutzgebiete Pantener Moorweiher sowie Ritzenauer Hofsee und Duvenseebachniederung. Er hält Vorträge, bietet Führungen an und gründete eine Kinder- und Jugendgruppe. Seit mehreren Jahren begleitet er das Projekt Naturschutz und ökologischer Landbau im Hellmoor sowie in der Diekbekniederung. Aktuell beteiligt er sich an der Überarbeitung der Roten Liste von Bienen und Wespen.
Peter Aldenhoff ist seit drei Jahrzehnten Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Er war außerdem zwei Wahlperioden bürgerliches Mitglied des Umweltausschusses der Gemeinde Panten.

Verdienstmedaille, Januar 2018

Günter Ambrosius, Lübeck

Günter Ambrosius aus Lübeck engagiert sich seit gut vier Jahrzehnten für das soziale und gesellschaftliche Miteinander in der Hansestadt. Er ist seit 20 Jahren Vorsitzender des „Gemeinnützigen Vereins für Lübeck-Moisling/Genin und Umgebung“ und setzt sich mit großer Leidenschaft für die Menschen im Stadtteil ein.
Ihm ist es zu verdanken, dass sich Geschäftsleute, Vereine, Kirchen, Schulen und Verbände gemeinsam für soziale Projekte in Moisling stark machen. Ambrosius hat nicht nur das Moislinger Stadtteilfest ins Leben gerufen, sondern war auch maßgeblich an Organisation und Planung der Feierlichkeiten zum 750-jährigen Jubiläum des Stadtteils beteiligt. Seinem Engagement verdanken die kleinen Moislinger die Schaukelbucht in ihrem sanierten Freibad – 18.000 Euro hatte Ambrosius dafür eingeworben.
Viele Jahre wirkte er darüber hinaus in unterschiedlichen Vorstandsfunktionen im Kleingärtnerverein Lübeck-Moisling sowie bei der Planung des Projektes „HANSE trifft HUMBOLDT“ mit, das Lübeck 2012 zum Titel „Stadt der Wissenschaft“ verhalf.
Bereits in den 70er Jahren betreute Ambrosius die Judoabteilung des Sportclubs Concordia Hamburg und setzte sich dafür ein, dass auch Sehbehinderte diese Sportart erlernen.

Verdienstmedaille, September 2018

Günther Barten, Ladelund

Günther Heinrich Barten ist Pastor im Ruhestand und engagiert sich in Ladelund für die dortige KZ Gedenk- und Begegnungsstätte. Als beratendes Mitglied des Gedenkstättenausschusses macht er sich stark im Bereich der Versöhnungsarbeit und hält Kontakte zu den Angehörigen der Opfer. Er ist auch 2. Vorsitzender des Freundes-kreises der St. Laurentius-Kirche zu Karlum und kümmert sich um die Erhaltung der 800 Jahre alten Kirche. Bereits seit den siebziger Jahren hat er sich im Bereich der Partnerschafts-, Ökumene- und Solidaritätsarbeit engagiert. Er war von 1993 bis 2007 Senior der Nordschleswigschen Gemeinde und machte sich stark für das gute Miteinander im deutsch-dänischen Grenzland. So war er Mitbegründer des Deutsch-Dänischen Kirchengesprächsforums.

Verdienstkreuz am Bande, März 2018

Volker Blöß, Wedel

Volker Blöß engagiert sich seit mehr als 60 Jahren beim Deutschen Roten Kreuz. Er begann im Jugendrotkreuz in Lübeck und übernahm später Aufgaben in unterschiedlichen Funktionen auf Kreisebene in Schleswig-Holstein sowie in Hamburg. Volker Blöß war Ausbilder beim DRK, leitete die mobile Funkleitstelle bei Großveranstaltungen und war Organisator der Fahrbereitschaft für Schwerstbehinderte. Seit 2004 ist er stellvertretender Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Wedel. Er kümmerte sich um die DRK-Bereitschaft sowie den Katastrophenschutz. Außerdem widmete er sich der Pflege-, Betreuungs- und Fahrdiensten, der Bewirtschaftung von Sozialwohnungen sowie der Begegnungsstätte und der Kleiderkammer.

Verdienstkreuz am Bande, Januar 2018

Horst-Dieter Büll, Kiel

Horst-Dieter Büll ist Initiator und Vorsitzender des Guttempler-Jugendzentrums "Guddy Treff" in Kiel. Mit dem Verein hat er für viele junge Menschen ein zweites Zuhause geschaffen. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, in deren Umfeld es Suchtprobleme gibt, bekommen dort durch ihn Hilfe in Krisensituationen. Die drogen- und alkoholfreie Lebensweise junger Menschen ist ihm eine Herzensangelegenheit, für die er sich seit vielen Jahren stark macht. Horst-Dieter Büll ist seit 1971 Mitglied bei den Guttemplern im Landesverband Schleswig-Holstein. Er organisierte Ferienfreizeiten und freizeitpädagogische Aktivitäten. 1981 gründete er den Verein Guttempler-Jugend Zentrum Kiel und sorgt sich seitdem als Vorstandvorsitzender um die Geschäftsführung sowie um Prävention, Beratung, Nachsorge und die Öffentlichkeitsarbeit.

Verdienstkreuz am Bande, November 2018

Professor Dr. Claus von Carnap-Bornheim, Fahrdorf

Professor Dr. Claus von Carnap-Bornheim ist Initiator und Direktor des Zentrums für Baltische und Skandinavische Archäologie in Schleswig und hat sich herausragende Verdienste auf dem Gebiet der internationalen Forschung erworben.
Er ist Leitender Direktor der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf und gehört seit 1999 zum Vorstand der Stiftung. Neben den Leitungsaufgaben setzt er sich für die archäologische Forschung zwischen den baltischen Ländern, Skandinavien und Deutschland ein. Das auf seine Initiative hin im Jahr 2008 gegründete Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie ist die einzige außeruniversitäre Einrichtung in Deutschland dieser Art.

Claus von Carnap-Bornheim hat mit dazu beigetragen, den bislang wenig eingebunden osteuropäischen Raum in die Zusammenarbeit mit der archäologischen Fachwelt einzubeziehen. So etablierte er eine internationale Mittlerfunktion für das Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie. Von großer Bedeutung ist das von ihm mit geleitete Projekt "Siedlungsarchäologische Grundlagenforschung zur Eisenzeit im Baltikum". Damit ist es gelungen, die nach dem zweiten Weltkrieg vernachlässigte Archäologie des ehemaligen Ostpreußens wiederzubeleben.
Das Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie organisiert Symposien, Workshops und gibt wissenschaftliche Publikationen heraus. Claus von Carnap-Bornheim ist auch Vorsitzender des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung und Mitglied im Präsidium der Deutschen Verbände für Archäologie.

Verdienstkreuz 1. Klasse, März 2018

Klaus-Dieter Czerwonka, Quickborn

Klaus-Dieter Czerwonka aus Quickborn engagiert sich seit Jahrzehnten für den Erhalt des Himmelmoores, einem der größten Hochmoore Schleswig-Holsteins und Teil des europaweiten Schutzgebietes Natura 2000. Von 1999 bis 2003 unterstützte er mit seinem umfangreichen Wissen über die Zusammenhänge von Moor, Mensch, Wetter und Klima ein Planungsbüro bei der Erarbeitung eines Zielkonzeptes für die Entwicklung des Himmelmoores. An der anschließenden umfangreichen Umgestaltung des Landschaftsraumes zur Vorbereitung auf die Renaturierung wirkte er ebenfalls mit. Czerwonka ist Gründungsmitglied des Fördervereins Himmelmoor, der sich seit 2006 für den Erhalt des Moores und die Verbesserung der Infrastruktur in der Umgebung einsetzt. Vor Ort erklärt Klaus-Dieter Czerwonka Besuchern die Fauna der Moorlandschaft und bietet Lorenfahrten für Schülergruppen, Naturfreunde und Ausflügler an. Außerdem wirkte er bei der Gestaltung des Moorlehrpfads sowie bei der Einrichtung des Wanderwegs „Auf den Spuren der Torfbahn“ mit und engagiert sich für dessen Instandhaltung. Seine Erfahrung gibt er auch an andere Moorvereine weiter, die er durch fachliche Beratung unterstützt.

Verdienstmedaille, September 2018

Herbert David, Klein Wesenberg

Herbert David engagiert sich seit mehr als fünf Jahrzehnten in der Kommunalpolitik. Als Bürgermeister von Klein Wesenberg hat er in seiner 22-jährigen Amtszeit zahlreiche Projekte angeschoben. So brachte er Schüler der Berufsschule sowie Vertreter der Kirchengemeinde für die Sanierung der Gedenkstätte Ehrenfriedhof zusammen. Vor zwei Jahren rief er das Projekt "Steinen ein Gesicht geben" ins Leben. Auf Schautafeln können die Besucher der Gedenkstätte so mehr über die Menschen erfahren.
Seit 21 Jahren bringt sich Herbert David auch als stellvertretender Amtsvorsteher des Amtes Nordstormarn ein. Er gehört seit 1996 dem Vorstand des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages auf Kreisebene an und engagierte sich bei der Freiwilligen Feuerwehr auf Orts-, Amts- und Kreisebene.

Verdienstkreuz am Bande, November 2018

Ute Dieterich, Uetersen

Ute Dieterich ist Mitinitiatorin einer Gedenkstätte für Kinder und hat auf dem Uetersener Friedhof einen "Kinderstein" für verstorbene Kinder aufgestellt. Dafür sammelte sie Spenden und kümmert sich bis heute um den Gedenkort.
1994 gründete sie den ambulanten Hospizdienst Pinneberg-Uetersen und übernahm für elf Jahre die Leitung. Sie bildete zahlreiche Hospizhelferinnen aus, organisierte Treffen für Ehrenamtliche sowie Aufführungen und Ausstellungen. Außerdem ist es ihrem Einsatz zu verdanken, dass eine hauptamtliche Mitarbeiterin eingestellt wurde. Damit hat sie die Versorgung der sterbenden sowie trauernden Menschen und den Erhalt des ambulanten Hospizdienstes sichergestellt.

Verdienstmedaille, Januar 2018

Marianne Ehlers, Bordesholm

Marianne Ehlers hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, die Niederdeutsche Sprache und Kultur an die nächsten Generationen weiterzureichen. Dafür engagiert sie sich auf Kreis-, Landes- und Bundesebene. Seit 2000 ist sie im Plattdeutschen Rat für Schleswig-Holstein und vertritt als Delegierte die Interessen der Plattdeutsch-Sprechenden im Bundesrat für Niederdeutsch. Außerdem leitet sie die Arbeitsgemeinschaft Nedderdüütsch im Heimatverband Kreis Steinburg und hat sich mit plattdeutscher Lyrik einen Namen gemacht. Darüber hinaus ist sie 2. Vorsitzende der Bevensen-Tagung, Leiterin der Fehrs-Gilde und Moderatorin des "Literarischen Kleeblatts". Marianne Ehlers ist Referentin für Plattdeutsch und Friesisch des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes und ist bis heute Sprecherin des Rates.

Verdienstkreuz am Bande, März 2018

Bärbel Eilenstein, Kiel

Bärbel Eilenstein aus Kiel macht sich seit mehr als vier Jahrzehnten unermüdlich für Humanität, Selbstbestimmung und eine angemessene Sterbebegleitung stark. Die Gründung des stationären Hospizes Kieler Förde im Jahr 2005 hat sie maßgeblich mitgetragen und die Initiative durch Spendensammlungen nachhaltig unterstützt. Bis heute vertritt sie dort die Belange aller Beteiligten und packt an, wo Hilfe gebraucht wird. Eilenstein hat sich als Sterbebegleiterin und Schriftführerin des Fördervereins engagiert und diese Thematik in der Öffentlichkeit mitplatziert.
Seit den 70er Jahren hat sie sich unter dem Dach der Arbeiterwohlfahrt (AWO) auf Orts- und Kreisebene engagiert, Nachbarschaften unterstützt und persönliche Hilfen angeboten. Bärbel Eilenstein setzt sich sowohl in Kindertagesstätten und in der Jugendarbeit, aber insbesondere auch für ältere Menschen ein. Seit 2009 bietet sie Sprechstunden zur „Vorsorge im Alter“ an und engagiert sich bis heute als Sterbebegleitung in einem AWO-Servicehaus. Aufgrund ihrer praxisorientierten Haltung zum Thema „Sterbehilfe“ wurde sie vom Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt 2014 und 2015 in die Ethikkommission berufen.

Verdienstmedaille, September 2018

Professor Dr. Wolfgang Ewer, Flintbek

Wolfgang Ewer ist Rechtsanwalt und seit 1995 im Vorstand des Deutschen Anwaltvereins (DAV) und seit 2004 im Präsidium engagiert. Von 2009 bis 2015 war er Präsident des DAV. In dieser Zeit hat er sich für die Bundesstiftung Datenschutz eingesetzt und die gesellschaftliche Debatte für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Anwaltschaft vorangetrieben. Um bei jungen Menschen das Bewusstsein für die Bedeutung des Rechts zu stärken, setzte er sich für das Projekt "Anwälte in die Schulen" ein. Er ist auch Mitherausgeber der Neuen Juristischen Wochenschrift und war viele Jahre Mitglied im redaktionellen Beirat der Zeitschrift für Öffentliches Recht in Norddeutschland.

Seit einigen Jahren ist er Vorsitzender der Gesellschaft für Umweltrecht sowie Vorsitzender des Verwaltungsrates des Lorenz-von-Stein-Instituts für Verwaltungswissenschaften an der Christan-Albrechts-Universität zu Kiel. Wolfgang Ewer war von 2004 bis 2009 und 2013 bis 2017 Vizepräsident des Bundesverbandes der Freien Berufe. Seit Juni 2017 ist er Präsident dieses Bundesverbandes.

Verdienstkreuz am Bande, Oktober 2018

Rolf Fischer, Schwentinental

Rolf Fischer hat sich große Verdienste um die Kieler Stadtgeschichte erworben. Seit vielen Jahren setzt er sich mit den Ereignissen des Kieler Matrosenaufstandes im November 1918 auseinander. 2008 rief er den Initiativkreis "Kiel und die Revolution 1918" ins Leben und wurde Sprecher des Kreises. Neben mehreren Publikationen zur Geschichte sowie zu historischen Ereignissen organisiert er Veranstaltungen, referiert zur Kieler Stadtgeschichte und bietet Rundgänge zu Orten des Arbeiter- und Matrosenaufstandes an. Zum Gedenken an die Opfer der Revolution wurden Erinnerungstafeln in der Stadt aufgestellt. Rolf Fischers Engagement war auch ein wichtiger Grundstein für das Jubiläumsjahr 2018. So schrieb er das Drehbuch zur Revolutionsrevue "Kieler Wacht", die in Kiel aufgeführt wurde.

Verdienstmedaille, Dezember 2018

Bettina Frank, Kiel

Bettina Frank organisiert und moderiert seit Ende der 90er Jahre ehrenamtlich ein bundesweites Kopfschmerzforum, das sich europaweit zur größten Selbsthilfegruppe zu dieser Thematik entwickelt hat. Sie engagiert sich für eine verbesserte Diagnostik und Behandlung von Migräne- und Kopfschmerzerkrankungen. Bereits vor vielen Jahren hat sie die Möglichkeiten der Selbsthilfe durch digitale Medien erkannt, sie weiterentwickelt und zur Information und Aufklärung eingesetzt. Trotz eigener Migräneerkrankung ist sie rund um die Uhr im Einsatz.

Ihr wichtigstes Anliegen ist es, Betroffene, Ärzte, Therapeuten sowie nationale und internationale Schmerzzentren an einen Tisch zu bringen. Es geht ihr darum, die gesundheitliche Versorgung nachhaltig zu verbessern und neue Kenntnisse, Behandlungskonzepte sowie Forschungsergebnisse aus dem Bereich Migräne- und Kopfschmerzerkrankungen unmittelbar verfügbar zu machen. Bettina Frank ist für Hilfesuchende immer ansprechbar, spendet Trost, gibt Hinweise in den Selbsthilfegruppen, per App, per Mail, telefonisch oder auch persönlich. Mit dem sozialen Netzwerk "Headbook" leistet sie seit 2009 Aufklärungsarbeit und zeigt, wie digitale Medien zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung eingesetzt werden können. Patienten können beispielsweise per Migräne-App eigenverantwortlich aktiv werden. Damit liefern sie zusätzlich wichtige Informationen auch für die behandelnden Ärzte.

Verdienstkreuz 1. Klasse, August 2018

Helmuth Freitag, Niebüll

Helmuth Freitag engagiert sich seit 1970 im Deich- und Hauptsielverband Südwesthörn Bongsiel. Er war viele Jahre als Deichvogt Vorsitzender des Sielverbandes, von 1991 bis 2003 als Vorstandsmitglied des Deich- und Hauptsielverbandes zuständig für die verbandlichen Angelegenheiten des hauptamtlich geführten Wasser- und Bodenverbandes. Als Verbandsvorsteher des Gewässer- und Landschaftsverbandes Gotteskoog betreut er zwölf Köge. Außerdem berät er landwirtschaftliche Betriebe.
Helmuth Freitag war außerdem fast drei Jahrzehnte Stadtvertreter. Er war über sechs Jahre stellvertretender Bürgervorsteher sowie Bürgermeister und engagierte sich in verschiedenen Ausschüssen.

Verdienstmedaille, Januar 2018

Dr. Ernst Joachim Fürsen, Jevenstedt

Dr. Ernst Joachim Fürsen hat 1980 den Canal-Verein ins Leben gerufen, war 14 Jahre Vorsitzender und engagiert sich bis heute als Beiratsmitglied. Auch dank seines Engagements wurden baufällige Schleusen denkmalgerecht restauriert. Zum 200-jährigen Bestehen des Eider-Kanals organisierte er eine Jubiläumsfeier. Darüber hinaus ist er Vermittler bei Themen rund um den Denkmalschutz. Er engagiert sich im Unternehmensverband Mittelholstein und im Vorstand des Vereins "Freundeskreis Jüdisches Museum Rendsburg". Von 1981 bis 2016 war er Honorarkonsul für das Königreich der Niederlande.

Verdienstkreuz am Bande, Dezember 2018

Inge-Brigitte Gerisch-Hölk, Neumünster

Inge-Brigitte Gerisch-Hölk ist als Kunstförderin weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie in Neumünster einen Skulpturenpark aufgebaut und mit der Gerisch-Stiftung einen Ort mit zeitgenössischer Kunst geschaffen. Nach dem Tod ihres Mannes führt sie die Stiftung alleine weiter, um der Kunst in Neumünster weiterhin einen Raum zu bieten.
Ihr Schwerpunkt liegt heute in der kulturellen Bildung und besonders in der Kunstvermittlung. Sie initiierte 2006 die Malschule und unterstützt mit den Programmen "Kunst trifft Schule" und "Arbeiten wie die Künstler" die künstlerische Bildung an Schulen. Außerdem engagiert sie sich im Inner Wheel Club Rendsburg, war viele Jahre im Deutschen Roten Kreuz und organisiert kulturelle Veranstaltungen und Initiativen für wohltätige Zwecke.

Verdienstkreuz am Bande, März 2018

Waltraud Grapentien, Neuendorf

Waltraud Grapentien aus Neuendorf leitet seit gut zehn Jahren die Geschäftsstelle des schleswig-holsteinischen Sängerbundes. Von 1997 bis 2015 war sie Vorsitzende des Sängerkreises III Segeberg/Pinneberg und hat von 2004 bis 2008 zusätzlich die Aufgaben der Vizepräsidentin des Sängerbundes übernommen.
Als Geschäftsführerin arbeitet sie eng mit dem Präsidenten und den Präsidiumsmitgliedern des Sängerbundes zusammen, der regional in sieben Sängerkreise untergliedert ist. Sie erledigt sämtliche Verwaltungsaufgaben und ist Ansprechpartnerin für die Belange der 360 Mitgliedschöre mit 10.000 Sängerinnen und Sängern. Grapentien koordiniert die Chortage, die Landesdelegiertenversammlungen und andere Veranstaltungen. Sie gehört dem Ausschuss für die Verleihung der Heinrich-Paulsen-Medaille des Schleswig-Holsteinischen Sängerbundes an und ist Ansprechperson des Fachministeriums in allen Fragen rund um das schleswig-holsteinische Chorleben. In den 70er Jahren hat sie sich kommunalpolitisch engagiert und war Mitglied im Finanz- sowie Sozial- und Jugendausschuss der Gemeinde Neuendorf.

Verdienstmedaille, September 2018

Dr. Jens-Peter Greve, Husum

Dr. Jens-Peter Greve engagiert sich seit drei Jahrzehnten in der Tierärztekammer Schleswig-Holstein und war dort erst Vizepräsident, anschließend 13 Jahre lang Präsident. Unter anderem organisierte er den ersten Schleswig-Holsteinischen Tierärztetag 2010 in Schleswig. Wichtige Anliegen waren ihm die Debatten zum Gefahrhundegesetz sowie das Thema Katzenkastration.
Jens-Peter Greve war außerdem acht Jahre Klostervorsteher der Stiftung "Gasthaus zum Ritter St. Jürgen", einem ehrenamtlich geführten Seniorenheim in Husum. Seit 2003 ist er Landverwalter in der Stiftung.
Darüber engagiert er sich auch in anderen kulturellen Organisationen und war Gründungsmitglied des Round Table Husum sowie des Lions Clubs Goesharde. Außerdem war er Mitglied des Kirchenvorstandes der Christus-Kirchengemeinde in Husum.

Verdienstkreuz am Bande, November 2018

Christel Grünberg, Wendtorf

Christel Grünberg übernahm 1997 den Vorsitz in der Ortsgruppe Wendtorf der Arbeiterwohlfahrt und leitet diese seitdem. Seit 2014 gehört sie zum Vorstand des Kreisverbandes Plön. Sie kümmert sich um kulturelle Angebote und organisiert Ausflüge und kleine Reisen für Senioren. Außerdem gestaltet sie regelmäßige nachmittägliche Treffen. Seit 1994 engagiert sie sich in der Kommunalpolitik in Wendtorf .Sie ist Gemeindevertreterin und Vorsitzende des Kulturausschusses. Christel Grünberg war mehrere Jahre Stellvertreterin des Bürgermeisters und übernimmt diese Aufgabe erneut seit 2016. Zuletzt hat sie sich um die Fortschreibung der Chronik der Gemeinde gekümmert, die 2017 ihren 777-jährigen Geburtstag feierte. Seit 2004 vertritt sie die Interessen der Gemeinde im Tourismusverband Probstei.

Verdienstkreuz am Bande, November 2018

Andreas Gurth, Stockelsdorf

Andreas Gurth engagierte sich in der Freien Sportvereinigung Lübeck, später im Allgemeinen Turn- und Sportverein Stockelsdorf. Er war Gemeindevertreter, Vorsitzender des Bau- sowie Hauptausschuss und zehn Jahre stellvertretender Bürgermeister. Als Kuratoriumsmitglied der Stiftung Herrenhaus Stockelsdorf trägt er dazu bei, dass das denkmalgeschützte Gebäude erhalten bleibt. Er ist auch Mitglied des Vorstandes der Friedrich-Bluhme-und-Else-Jebsen-Stiftung Lübeck und macht sich dafür stark, dass jährlich bis zu 1,5 Millionen Euro an gemeinnützige Einrichtungen, in die Jugendförderung, für die Unterstützung von Bedürftigen sowie den Ankauf von Kunstgegenständen fließen können. Außerdem engagiert er sich im Verein "Medizinische Hilfe für Griechenland Lübeck". Er verpackt gespendete Medikamente und Hilfsmittel, organisiert die Transporte nach Griechenland und sammelt Spenden, die für Untersuchungen und Impfungen zur Verfügung gestellt werden.

Verdienstmedaille, November 2018

Gunter Hagelberg, Stakendorf

Gunter Hagelberg organisierte Theaterprojekte an Kieler Schulen und gründete 1990 den Kulturverein "junges theater spectaculum". Dort ist er 2. Vorsitzender. Ihm ist es zu verdanken, dass sich das "junge theater" im norddeutschen Raum zur einzigartigen freien Theatergruppe in dieser Größenordnung entwickelt hat.
In den vergangenen Jahren hat er weitere Pädagogen an die Theaterarbeit als ergänzende Unterrichtsform herangeführt. 20 meist von ihm geschriebene Theaterstücke sowie Musicals wurden bereits inszeniert und aufgeführt. Neben der Regie kümmert er sich um die Musik, Choreographien, Öffentlichkeitsarbeit sowie um das Bühnenbild. Ein besonders Anliegen ist ihm die Stärkung des Selbstbewusstseins und die Erweiterung des Körpergefühls von Menschen mit Behinderung. 2016 hat er ein Theaterkonzept für Menschen mit Behinderung der Lebens- und Werkgemeinschaft Grebinsrade ins Leben gerufen.

Verdienstkreuz am Bande, März 2018

Ulrich Hardtke, Labenz

Ulrich Hardtke ist ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Labenz und Vorsteher des Amtes Sandesneben-Nusse. Außerdem ist er Vorsitzender des Fördervereins Freibad Steinhorst und im Vorstand der Aktivregion Herzogtum Lauenburg Nord. Sein Ziel war und ist, die Gemeinde und die Region zukunftssicher zu machen. Als Mitglied des Vorstandes der Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages bringt er die Interessen der Kommunen auch hier ein. Er gehört dem Vorstand des Wasserbeschaffungsverbandes Kastorf an und ist Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Abwasserverband Sandesneben.

Verdienstkreuz am Bande, Dezember 2018

Salem Georg Hattab, Niebüll

Salem Hattab organisiert seit mehr als dreieinhalb Jahrzehnten Geld- und Sachspenden für soziale Projekte. In seiner über 30-jährigen Amtszeit im Rotary Club Niebüll engagierte er sich in mehreren Ämtern und war von 2012 bis 2013 Präsident. Durch seine Netzwerkarbeit mit internationalen Verbindungen unterstützte er zahlreiche Wohltätigkeitsaktionen. Dabei liegt ihm besonders das Wohl der Kinder am Herzen. Salem Hattab engagiert sich auch in Nordfriesland für die Unterstützung bedürftiger Familien im Rahmen der Aktion „Niebüller helfen Niebüllern“, die Förderung der frühkindlichen Entwicklung, die Unterstützung eines Mutter-Kind-Projekts sowie mit Schuhspendeaktionen. In Hamburg unterstützt er die regionale Tafelarbeit und das Kinderhospiz Sternenbrücke.

Verdienstkreuz am Bande, Januar 2018

Helga Höppner, Grube

Helga Höppner aus Grube ist seit mehr als fünf Jahrzehnten im kirchlichen, kulturellen und sozialen Bereich aktiv. Sie engagiert sich seit 30 Jahren im Kirchengemeinderat und wirkt in verschiedenen Ausschüssen mit. Außerdem war sie viele Jahre Mitglied der Synode im Kirchenkreis und in der Landeskirche. Höppner engagiert sich im Besuchs- und Hospizdienst. Darüber hinaus leistet sie seit 50 Jahren Chorarbeit, hat in der Grundschule ehrenamtlich Musikunterricht gegeben sowie Konzerte mit Solokünstlern und Chören organisiert.
Seit 2002 pflegt Höppner die Partnerschaftsbeziehungen der Kirchengemeinde nach Tansania. Helga Höppner war darüber hinaus Mitbegründerin und Vorsitzende des örtlichen Heimat- und Kulturvereines. Sie hat sich im DRK-Ortsverein als Schriftführerin engagiert und war 2009 Initiatorin des Projekts „Essen auf Rädern“, das sich an alte und bedürftige Menschen richtet. 2014 wurde ihr unermüdliches Engagement mit dem Ansgarkreuz der Nordkirche gewürdigt.

Verdienstmedaille, September 2018

Susanne Itzerott, Wohltorf

Susanne Itzerott engagiert sich seit gut vier Jahrzehnten in Kommunal-, Kreis- und Bundespolitik. Dabei setzt sie sich besonders für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie für mehr Frauen in politischen Gremien ein. Im Vorstand des Vereins KopF e. V., einem kommunalpolitischen Netzwerk für Frauen im Herzogtum Lauenburg, macht sie sich für dieses Ziel stark. Als erstes weibliches Mitglied der Gemeindevertretung in Wohltorf startete ihr kommunalpolitisches Engagement in den 70er-Jahren. Heute ist Susanne Itzerott 2. stellvertretende Bürgermeisterin ihrer Heimatgemeinde. Sie hat die Einrichtung eines Umweltausschusses initiiert und ist seit mehreren Wahlperioden dessen Vorsitzende. Außerdem engagiert sich Itzerott seit nahezu 30 Jahren in den Gremien des Kreises Herzogtum Lauenburg. Seit 1992 gehört sie mit Unterbrechungen dem Kreistag an und war zwischenzeitlich bürgerliches Mitglied verschiedener Ausschüsse, z.B. dem Jugendhilfeausschuss, wo sie sich für den Ausbau der Kinderbetreuung stark gemacht hat. Darüber hinaus ist Itzerott stellvertretende Bundesvorsitzende der Vereinigung Liberaler Kommunalpolitiker.

Verdienstkreuz am Bande, Mai 2018

Hartmut Jessen, Eckernförde

Hartmut Jessen aus Eckernförde engagiert sich seit vier Jahrzehnten in der Integrationsarbeit seiner Stadt. Er war Mitbegründer, verantwortlicher Trainer und zweiter Vorsitzender des Boxclubs BC 78 in Eckernförde. Seit 1983 ist er dessen Vorsitzender. Er hat nicht nur das Boxen in Eckernförde salonfähig gemacht, sondern mithilfe dieses Sports insbesondere Kinder von Aussiedlern und Flüchtlingen in die Gesellschaft integriert.
Neben Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus den verschiedensten Ländern wie Armenien, Togo, Kasachstan oder dem Kosovo hat es Jessen geschafft, dass auch Mädchen im Club trainieren. Seit einigen Monaten sind vier Flüchtlinge als Mitglieder im Verein integriert. Hartmut Jessen ist es ein großes Anliegen, den geflüchteten jungen Männern mit dem Training die Möglichkeit zu geben, nach den traumatischen Erlebnissen wieder mehr Selbstbewusstsein zu gewinnen.

Verdienstmedaille, September 2018

Bernd Jorkisch, Bad Segeberg

Bernd Jorkisch war von 1998 bis 2016 Mitglied der Vollversammlung der Industrie und Handelskammer zu Lübeck (IHK) und Vizepräses und Präses der Kammer. Er war Mitglied und Vorsitzender des IHK-Wirtschaftsbeirates, Vizepräsident der IHK Schleswig-Holstein und engagiert sich seit 2015 im Vorstand der Deutsch-Dänischen Handelskammer in Kopenhagen. 2006 war er an der Gründung des Initiativkreises "Hanse Belt" beteiligt und ist heute deren Vorsitzender. Seit 2014 ist er Honorarkonsul der Republik Finnland in Lübeck.

Als Vorsitzender der Tafel-Stiftung Schleswig-Holstein/Hamburg wirbt Bernd Jorkisch für Spenden. Zudem unterstützt er die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Seit 2001 ist er im Lions Club Segeberg engagiert. Außerdem ist er Förderer und Unterstützer der Bereiche Jugendpflege, Sport und Kultur sowie der Partnerschaft der Städte Bad Segeberg und Riihimäki.

Verdienstkreuz am Bande, November 2018

Dr. Michael Kappus, Itzehoe

Dr. Michael Kappus stellt seit seiner Jugendzeit hilfsbedürftige Menschen in den Mittelpunkt seines Engagements. Der jetzige Chefarzt und ärztliche Direktor des Klinikums Itzehoe ist seit 2013 Sprecher des Trauma-Netzwerkes Schleswig-Holstein. Ehrenamtliche Vorträge, die Betreuung straffällig gewordener Jugendlicher sowie Antigewalttraining ergänzen sein soziales Engagement. Im Kreis Steinburg gehörte er 2015 zu den Flüchtlingshelfern der ersten Stunde und kümmerte sich auch in den Erstaufnahmeeinrichtungen um die notwendigen ärztlichen Untersuchungen.

In der Ärztekammer Schleswig-Holstein engagiert er sich als Prüfer. Außerdem macht er sich für die Förderung der medizinischen Fort- und Weiterbildung stark und war im Arbeitskreis innerklinische Notfallmedizin. Im Kulturbereich hat er sich für die Betreuung der Musikschüler im Kulturhof Itzehoe stark gemacht und das Jugendstreichorchester "Störfonie" unterstützt.

Verdienstmedaille, November 2018

Erika Koepsell, Neumünster

Erika Koepsell engagiert sich seit über 20 Jahren in der Hospizarbeit. Als Mitbegründerin der Hospizinitiative Neumünster kümmerte sie sich um die Ausbildung von Ehrenamtlichen. 2006 wurde sie Mitglied des Vorstandes, zehn Jahre später übernahm sie die Aufgaben der Vorsitzenden und die Koordinierung der ehrenamtlichen Hospizhelfer. Diese betreuen die Patienten ambulant und unterstützen auch die Arbeit in der Palliativstation im Friedrich-Ebert-Krankenhaus in Neumünster. Im Hospiz-Zentrum gibt es ein Trauercafé und einen Ruheraum, auf dem Friedhof werden "Seelenspaziergänge" angeboten. Seit 2017 berät Erika Koepsell als Ehrenmitglied des Vorstandes die Hospizinitiative.

Auf Landesebene wurde sie 2004 in den ersten Vorstand des Hospiz- und Palliativverbandes Schleswig-Holstein gewählt. Sie wurde Beisitzerin und setzte sich vor allem für die Belange der ehrenamtlichen Mitarbeiter ein. Außerdem vertrat sie die Interessen Schleswig-Holsteins auf Bundesebene. Auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Landesvorstand unterstützt sie den Verband.

Verdienstkreuz am Bande, Oktober 2018

Dr. Sibylle Lindenberg, Glückstadt

Dr. Sibylle Lindenberg gründete 1990 zusammen mit anderen Frauen den dritten Soroptimisten-Club (SID) in Schleswig-Holstein. Ganz besonders wichtig war ihr die soziale, berufliche und wirtschaftliche Stellung der Frauen in der Gesellschaft. Zweimal übernahm Sibylle Lindenberg für jeweils zwei Jahre die Clubpräsidentschaft. Auf regionaler Ebene engagiert sie sich außerdem für junge Menschen. So konnten die Projekte Mittagstisch für Kinder und Lesetüten für Grundschüler unterstützt werden.
Sibylle Lindenberg war auch deutschlandweit für die SID engagiert. Sie war einige Jahre Vizepräsidentin des Bezirkes I und Präsidentin auf Bundesebene. Sie hat an der Entwicklung des Mentoring-Programms zur Förderung des weiblichen Führungsnachwuchses mitgewirkt und war Gründungsmitglied des Vereins "Soroptimist International Leadership, Education and Responsibility". Unter dem Motto "Soroptimistinnen für den interkulturellen Austausch" rief sie weitere Aktivitäten ins Leben. Ein weiteres Projekt ist eine für die Soroptimisten gezüchtete Rose. Vom Verkaufserlös jeder Rose geht ein Euro an internationale gemeinnützige Programme.
Darüber hinaus war Sibylle Lindenberg seit 20 Jahren im Vorstand der Familienbildungsstätte Glückstadt und auch in der Kommunalpolitik aktiv, unter anderem als Bürgervorsteherin. 1987 rief sie die Sportgemeinschaft für Gesundheit und Rehabilitation mit ins Leben.

Verdienstkreuz am Bande, August 2018

Lydia Lohse, Kiel

Lydia Lohse engagiert sich seit 40 Jahren für Waisen- und Halbwaisenkinder in Kenia. Es ist ihr gelungen, die Lebensbedingungen vieler Kinder, alleinstehender Frauen sowie Familien im ländlichen Entwicklungszentrum Ngelani erheblich zu verbessern. Unter ihrer Leitung organisiert die "Kieler Fördergemeinschaft Ngelani-Waisenkinder" Reisen, um Projekte voranzutreiben. Bundesweit wirbt sie Spendengelder ein. Neben der Grundversorgung wie Nahrung, Kleidung und Gesundheitsvorsorge liegt Lydia Lohse die Förderung von bis zu 300 Waisen- und Halbwaisenkindern sowie Schülern mit Behinderungen besonders am Herzen. Dafür hat sie Schulbauprojekte sowie die Einrichtung von Handwerksschulen vorangetrieben und ermöglicht jungen Menschen dadurch eine neue Lebensperspektive.

Um die Selbstversorgung von alleinstehenden Frauen und Familien zu ermöglichen, organisiert die Fördergemeinschaft den Kauf von Wassertanks, Obst- und Gemüse-pflanzen sowie Geflügeltieren. Außerdem wurden Flächen zum landwirtschaftlichen Anbau zur Verfügung gestellt. Die Fördergemeinschaft kümmert sich auch um Seminare zu Themen wie Aids-Vorsorge, Familienplanung und Nachwuchsförderung und unterstützt eine Selbsthilfegruppe HIV-Infizierter.

Verdienstkreuz am Bande, Oktober 2018

Hildegard Lunau, Halstenbek

Hildegard Lunau engagiert sich für die Geschichte des Baumschulwesens sowie für die der Gemeinde Halstenbek. Von 2001 bis 2013 leitete sie das Deutsche Baumschulmuseum, in dem Bücher und landwirtschaftliche Geräte ausgestellt werden. Einige diese Exponate restaurierte sie selbst. Sie war 2001 Mitbegründerin des Fördervereins „Deutsches Baumschulmuseum“, den sie zwölf Jahre leitete. Sie setzt sich auch für die Aufbereitung und den Erhalt der Geschichte Halstenbeks ein und engagiert sich in der Geschichtswerkstatt. Außerdem arbeitet sie in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Halstenbek mit. Darüber hinaus war sie Mitbegründerin des Vereins „Brücke nach Königsberg“ und begleitete zahlreiche Hilfstransporte nach Kaliningrad.

Verdienstkreuz am Bande, Januar 2018

Herbert Heinz Meier, Ahrensburg

Herbert Heinz Meier engagiert sich seit über 50 Jahren beim Deutschen Roten Kreuz in Großhansdorf. Er ist Mitglied des Vorstandes und übernimmt die Aufgaben des Beisitzers. Besondere Verdienste hat er sich über Jahrzehnte in den Bereitschaften erworben. Herbert Heinz Meier hat unzählige Dienststunden im damaligen Unfallhilfsdienst an den Autobahnen geleistet, die heute vom Rettungsdienst übernommen werden. Seit den 70er Jahren hat er Menschen im Rahmen des Katastrophenschutzes zur Seite gestanden und Sportwettkämpfe, Turniere, Musikveranstaltungen sowie Volks- und Gemeindefeste als Sanitäter begleitet. Für ganze Generationen ist er als Ausbilder in Erster Hilfe ein Begriff. Herbert Heinz Meier übernimmt darüber hinaus unzählige kleine Aufgaben wie beispielsweise handwerkliche Arbeiten.

Verdienstmedaille, November 2018

Ernst-Wilhelm Mohrdiek, Horst/Holstein

Ernst-Wilhelm Mohrdiek war mehr als 20 Jahre ehrenamtlicher Bürgermeister in Horst. Durch Bauprojekte und die Planung und Vermarktung des Gewerbegebietes hat er zur zukunftsfähigen Entwicklung der Gemeinde beigetragen. Er begleitete 2008 die Fusion der Ämter Horst und Herzhorn und war ehrenamtlicher Amtsvorsteher. Ein wichtiges Anliegen war ihm die Versorgung des Amtes mit Glasfaserleitungen. Er war Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Breitbandversorgung Steinburg und hat sich auch hier um die Zukunftsfähigkeit der Gemeinden im Kreis Steinburg verdient gemacht.

Verdienstkreuz am Bande, Dezember 2018

Monika Neufang, Königshügel

Monika Neufang war elf Jahre Vorsitzende des Landfrauenvereins Hohn und wurde 2002 als Beisitzerin in den Landesvorstand des Landfrauenverbandes Schleswig-Holstein gewählt. Bereits ein Jahr später gehörte sie zum Präsidium und war zuständig für den Facharbeitskreis "Agrar- und Regionalpolitik". 15 Jahre brachte sie ihr Wissen in den Landesverband ein. Bis heute engagiert sie sich als Garten- und Kräuterexpertin. So präsentiert sie jedes Jahr beim "Tag des offenen Gartens" ihren Bauerngarten. Auch bei der Landesgartenschau 2008 in Schleswig hat sie sich mit eingebracht.

Darüber hinaus ist sie Beisitzerin im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund, berichtet als Gästeführerin über ihre Heimat und ist Stadtführerin in Rendsburg.

Verdienstmedaille, November 2018

Claudine Nierth, Elmshorn

Claudine Nierth unterstützt seit den 80er-Jahren die Aktion Volksentscheid und ist seit 1998 Bundesvorstandssprecherin von "Mehr Demokratie e.V.". Der Verein setzt sich für die Schaffung bzw. den Ausbau von direktdemokratischen Instrumenten, insbesondere Volksabstimmungen auf Landes- und Bundesebene, ein. Claudine Nierth unterstützte Volksinitiativen in Hamburg und Schleswig-Holstein, aber auch auf Bundesebene. Als anerkannte Expertin für direktdemokratische Fragestellungen beriet sie die Enquete-Kommission betreffend der "Stärkung der Demokratie in Österreich" 2014/15. Außerdem engagiert sich Nierth im Vorstand der Gemeinnützigen Treuhandstelle Hamburg e.V. Der Verein bemüht sich um Gelder in Form von Schenkungen, Stiftungen oder Spenden, um Initiativen in der Gesellschaft zu ermöglichen.

Verdienstkreuz am Bande, Mai 2018

Reimer Offermann, Heede

Reimer Offermann gehört seit 40 Jahren der Gemeindevertretung Heede an, war viele Jahre stellvertretender Bürgermeister und ist seit 1994 Bürgermeister. Er gehört seit 24 Jahren dem Amtsausschuss des Amtes Rantzau an, war stellvertretender Amtsvorsteher und ist heute stellvertretender Amtsdirektor. Es ist sein Bestreben, die technische Infrastruktur des Amtes zu verbessern. Er ist Verbandsvorsteher des Wegeunterhaltungsverbandes Pinneberg und seit über vier Jahrzehnten Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Heede und Ansprechpartner für Wehren auf Orts- und Kreisebene.

Verdienstkreuz am Bande, Dezember 2018

Detlef Radtke, Lübeck

Detlef Radtke ist Landesbrandmeister und setzt sich seit fast 40 Jahren für die Feuerwehr ein – unter anderem als Wehrführer des Stadtfeuerwehrverbandes der Hansestadt Lübeck und als Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein. Er macht sich stark für die Förderung und den Fortbestand des freiwilligen Feuerwehrwesens, für die Ausbildung sowie für die Einsatzbereitschaft im Katastrophenschutz. In seiner Zeit als Stadtwehrführer der Freiwilligen Feuerwehren hat er zahlreiche Projekte initiiert, begleitet und umgesetzt. Seit 2006 leitet er als Vorsitzender den Landesfeuerwehrverband, den er zuvor bereits viele Jahre als stellvertretender Vorsitzender vertreten hat. Auch hier engagiert er sich, um die Feuerwehren in Schleswig-Holstein weiter zu stärken. Detlef Radtke machte sich auch stark im Bereich der Integration und hat landesweite Workshops für Migranten initiiert.

Verdienstkreuz am Bande, März 2018

Reimer Reimers, Aukrug

Reimer Reimers gründete 1994 den Verein "Partnerschaft Aukrug-Sien", dessen Vorsitzender er seitdem ist. Es ist ein Bestreben, die Lebensbedingungen der Menschen in der Gemeinde in Burkina Faso zu verbessern. Im Mittelpunkt seines Engagements steht das Einwerben von Spendengeldern sowie die Planung von Projekten vor Ort, beispielsweise dem Bau eines Staudamms und eines Regenrückhaltebeckens, dem Neubau einer Kranken- und Entbindungsstation sowie Klassenräumen und Lehrerwohnungen. Reimer Reimers war darüber hinaus Gemeindevertreter, stellvertretender Bürgermeister und Bürgermeister in Aukrug.

Verdienstkreuz am Bande, Dezember 2018

Burkhard Sawade, Nindorf

Burkhard Sawade macht sich für die ärztliche Versorgung, deren Sicherung sowie für vernetzte Versorgungsformen im ländlichen Raum stark. Daneben hat er sich im kirchlichen und im kommunalpolitischen Bereich und als Geschäftsführer des Internationalen Rassehunde-Verbandes eingesetzt. 1998 war er Mitbegründer vom "Medizinischen Qualitätsnetz Westküste". Er war Leitungsbeiratsmitglied, Schatzmeister und ist seit 2007 hausärztlicher Vorstandssprecher. Darüber hinaus ist er Vorsitzender der Kreisstelle Dithmarschen der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein und stellvertretender Vorsitzender des Kreisausschusses Dithmarschen der Ärztekammer Schleswig-Holstein.

Verdienstkreuz am Bande, Dezember 2018

Michael Schätzle, Borstel-Hohenraden

Michael Schätzle leistet seit mehr als 20 Jahren praktische Entwicklungshilfe, indem er Hilfsgüter jeglicher Art nach Senegal in Westafrika vermittelt. Mit viel Engagement hat er ein Projekt der Caspar-Voght-Schule in Rellingen, an der er bis zu seiner Pensionierung Lehrer war, voran gebracht. Wichtig sind ihm die medizinische Versorgung, die Ausstattung von Schulen und der Gaston-Berger-Universität mit über 4.000 Studenten sowie die pädagogische Ausbildung junger Senegalesen.

Aus dem ursprünglich schulischen Projekt "Senegal" hat sich seit 1997 eine große Hilfsaktion mit vielen Beteiligten weit über Rellingen hinaus entwickelt. Michael Schätzle verstand es immer, Schüler für diese Aufgabe zu begeistern. Unter seiner Leitung packten sie Hilfspakete, beluden über 20 große Container und mobilisierten weitere Ehrenamtliche sowie Spender. Darüber hinaus bewegte Michael Schätzle auch in der Umgebung von Rellingen viele Menschen, beim Projekt "Senegal" mitzuhelfen und mitzumachen.

Verdienstkreuz am Bande, Oktober 2018

Gisela Schiffmann, Pinneberg

Gisela Schiffmann war in Pinneberg 1992 Mitinitiatorin des Partnerschafts-Arbeitskreises Tansania. Seit 2006 machte sie sich stark für den Bau eines Waisenhauses in Karatu/Tansania, das 2012 dank ihrer großen finanziellen Eigenbeteiligung in Betrieb genommen werden konnte. Heute verbringt sie den größten Teil ihrer Lebenszeit in Karatu und gibt zwölf Waisenkindern ein Zuhause und eine neue Lebensperspektive. Um den Betrieb des Waisenhauses und die Zukunft der Kinder zu sichern, hat sie 2006 den Verein Karibuni gegründet. Sie war dessen Vorsitzende und sammelt bis heute Spendengelder. Es ist ihr auch gelungen, Paten, Unterstützer und Förderer für ihr Projekt zu gewinnen, um den Kindern eine gute Schulbildung zu ermöglichen und die Grundversorgung des Waisenhauses zu verbessern.

Verdienstkreuz am Bande, November 2018

Hans-Günter Schmidt, Hamburg

Hans-Günter Schmidt engagiert sich seit über 60 Jahren im Deutschen Guttempler-Orden. Er war Mitglied des Bundesverbandes, stellvertretender Vorsitzender des Hamburger Landesverbandes und ist seit 1988 im Vorstand der Guttempler-Gemeinschaft „Roland Wedel“ des Landesverbandes Schleswig-Holstein. Er hat das Guttempler-Hilfswerk mitbegründet und ist Mitglied des Teams des Sucht-Nottelefons des Landesverbandes Schleswig-Holstein. Seit vielen Jahren betreut er das Archiv der Bundesgeschäftsstelle und engagiert sich im Guttempler-Museum in Mildstedt. Hans-Günter Schmidt ist ehrenamtlich aktiv in der Arbeitsgemeinschaft deutscher Abstinenzverbände, in der Deutschen Hauptstelle für Suchtgefahren sowie im Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Verdienstkreuz am Bande, Januar 2018

Dieter Schmiedel, Kiel

Dieter Schmiedel hat 1996 den Förderverein Palliativmedizin Kiel mitgegründet und engagiert sich in dessen Vorstand. 1997 wurde im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein die erste Palliativstation in einer Radiologie in Deutschland eröffnet. Es ist Dieter Schmiedels Verdienst, dass die Weiterentwicklung der stationären und ambulanten Versorgung möglich geworden. Er sieht seine Berufung auch darin, seinen Beruf als Friseurmeister bei der Herstellung eines Haarersatzes für schwerstkranke Menschen einzubringen. Außerdem hat er sich viele Jahre im berufsständischen Bereich engagiert und gewann mit der deutschen Nationalmannschaft der Friseure nationale und internationale Auszeichnungen.

Verdienstmedaille, Januar 2018

Günther Stapelfeldt, Tangstedt

Günther Stapelfeldt setzt sich seit fast 25 Jahren für das Handwerk in Schleswig-Holstein ein und hat seinen Schwerpunkt auf die Ausbildung junger Menschen gelegt. Im Kreis Segeberg engagierte er sich seit den 90er-Jahren auf Innungs- und Kreishandwerkerschaftsebene. Er wurde Vorstandsmitglied im Fachverband Sanitär-Heizung-Klima Schleswig-Holstein und Vizepräsident der Handwerkskammer Lübeck. Seit 2014 ist er Präsident der Handwerkskammer und hat die internationalen Kontakte ausgeweitet. Er hat den Austausch der Auszubildenden mit der Handwerkskammer in der Region Vienne mit Sitz in Poitiers/Frankreich gefördert. Maßgeblich durch seinen Einsatz ist es gelungen, mit dem Projekt "Moin España" jungen Menschen aus Spanien eine Ausbildung in Deutschland zu ermöglichen. Ein weiteres Beispiel ist das "Deutsch-Dänische Ausbildungsbüro".

Als Mitglied der Lenkungsgruppe der Fachkräfteinitiative des Landes und des Mittelstandsbeirates macht er sich gegen den Nachwuchs- und Fachkräftemangel im Handwerk stark. In den vergangenen Jahren hat er sich für die Integration von Flüchtlingen stark gemacht und deren handwerkliche Ausbildung zu einem weiteren Schwerpunkt seines Engagements entwickelt.

Verdienstkreuz am Bande, Oktober 2018

Hannelore Struve, Gettorf

Hannelore Struve ist Vorsitzende des "Kirchenbauvereins St.-Jürgen-Kirche zu Gettorf" und treibende Kraft dieses Fördervereines. Ihr ist es zu verdanken, dass die Kirche weit über die Grenzen Gettorfs bekannt wurde. Sie hat sich für den Erhalt dieser Kirche und deren Ausstattung stark gemacht und durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Verkaufserlöse aus Veranstaltungen 150.000 Euro zusammen getragen, so dass dadurch Projekte unterstützt und realisiert werden konnten. Darüber hinaus liegt ihr die Weiterentwicklung zur Konzertkirche am Herzen.
Hannelore Struve ist seit 1978 im Deutschen Roten Kreuz und war zehn Jahre Vorsitzende des Ortsvereins Gettorf. Außerdem engagierte sie sich auf Gemeinde- und Kreisebene in der Kommunalpolitik und hat sich für den Erhalt der Gettorfer Mühle stark gemacht.

Verdienstkreuz am Bande, März 2018

Dr. Marianne Ulmer-Biallas, Heikendorf

Dr. Marianne Ulmer-Biallas engagiert sich ehrenamtlich als Narkoseärztin in den Bergen Nepals. Sie narkotisiert und betreut medizinisch Patienten mit Missbildungen und Verbrennungen, besonders Kinder mit Kiefer-Gaumenspalten. Zudem kümmert sich die Anästhesistin um Kleinkinder mit großflächigen Verbrennungen. Gemeinsam mit nepalesischen Ärzten ist Marianne Ulmer-Biallas bei jeder Operation dabei. Diese Arbeit wird oft durch Stromausfälle, schlechte Infrastruktur, Grenzblockaden oder Folgen eines Erdbebens erschwert. Marianne Ulmer-Biallas hat Überwachungsmonitore und ärztliche Geräte in Deutschland organisiert und sammelt Medikamente sowie Spenden für ein Krankenhaus in Kathmandu. Zudem beteiligt sie sich an Reihenuntersuchungen und der allgemeinärztlichen Versorgung der Menschen aus der Bergregion. Außerdem kümmert sie sich um die Aus- und Weiterbildung des einheimischen Personals.

Verdienstkreuz am Bande, November 2018

Walter Vietzen, Hohenwestedt

Walter Vietzen setzt sich seit mehr als drei Jahrzehnten für Frieden und Demokratie sowie für Menschenrechte und Menschenwürde ein. Dem Lehrer für Deutsch und Biologie war es stets ein wichtiges Anliegen, weit über die Wissensvermittlung der Schule hinaus die Geschichte des Nationalsozialismus und insbesondere die Geschichte von Widerstand und Verfolgung in der Region Kellinghusen zu vermitteln. Er war Initiator des Projektes "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" an der Gemeinschaftsschule in Kellinghusen. Darüber hinaus hat er zahlreiche Projekte zur nationalsozialistischen Vergangenheit seiner Heimatstadt Kellinghusen realisiert. Dazu gehören die Organisation von Ausstellungen, Zeitzeugengesprächen, Expertenvorträgen und Exkursionen zu KZ-Gedenkstätten. Außerdem ist er an der Verlegung der Stolpersteine in Kellinghusen beteiligt und an der Erarbeitung der Broschüre "Der Ungeist kehrt wieder – eine Stadt wehrt sich gegen ihre rechtsextreme Szene". Sein intensives Engagement stieß auch auf Widerstände: 2007 wurde Vietzen über Monate hinweg von Neonazis terrorisiert. Ein Filmprojekt seiner Schüler hierüber erhielt den Hamburger Bertini-Preis für junge Menschen mit Zivilcourage. So hat Vietzen an seinem eigenen Beispiel jungen Menschen gezeigt, dass man sich nicht einschüchtern lassen darf und "Widerstand machbar ist".

Verdienstkreuz am Bande, Mai 2018

Angelika Volquartz, Kiel

Angelika Volquartz engagiert sich für zahlreiche soziale Projekte für Kinder und Frauen. Sie initiierte die Kampagne "Mach Mittag", die allen Kindern eine warme Mahlzeit garantiert, unterstützt den Freundeskreis McDonald's Kinderhilfe, die Stiftung Kinderherz und engagiert sich im Kuratorium Frauennotruf Kiel sowie im Verein Zonta für die Stellung der Frauen. Angelika Volquartz war Abgeordnete im Schleswig-Holsteinischen Landtag sowie im Deutschen Bundestag. Als Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Kiel machte sie sich stark für das bundesweit einmalige Segelprojekt Camp 24/7 für Kinder und Jugendliche.

Verdienstkreuz am Bande, Dezember 2018

Horst Wardius, Steinhorst (Kreis Herzogtum Lauenburg)

Horst Wardius ist seit 40 Jahren im Vorstand der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Er leitet die Schwimm- und die Rettungsschwimmausbildung und hat sich mit dafür stark gemacht, dass das gemeindeeigene Schwimmbad in Steinhorst erhalten bleiben konnte. Auf seine Mitinitiative wurde 2007 ein Förderverein gegründet, mit dem es gelungen ist, das Freibad zu modernisieren und zu einem Anziehungspunkt in der Region zu machen.
Seit 1986 ist Horst Wardius Mitglied der Steinhorster Gemeindevertretung und seit 2013 Bürgermeister und Mitglied des Amtsausschusses des Amtes Sandesneben-Nusse. Er engagiert sich auch in der Freiwilligen Feuerwehr, war Brandschutzerzieher in Kindergärten und Schulen und ist seit 2001 Ausbilder für die Erste Hilfe. Außerdem hat er sich Verdienste im Sport und als ehrenamtlicher Richter erworben.

Verdienstkreuz am Bande, März 2018

Yvonne Wiegers-von Wegner, Schleswig

Yvonne Wiegers-von Wegner aus Schleswig hat ihr Leben dem Tierschutz gewidmet. Seit zehn Jahren ist Yvonne Wiegers-von Wegner Vorsitzendes des Tierschutzvereins, der im gesamten Kreis Schleswig-Flensburg tätig ist. In dieser Zeit hat sie die Anlage des Tierschutzvereins zu einer „Wohlfühl-Oase“ für Tiere entwickelt. Die Tiere sind hier nicht mehr in Zwingern, sondern in kleinen Appartements untergebracht. Es gibt Spielwiesen für die Tiere, einen Raum für den Tierarzt und Quarantäne-Stationen. Das Tierheim genießt hohes Ansehen in der Region und wurde vom Deutschen Tierschutzbund zertifiziert.
Yvonne Wiegers-von Wegner ist es ein ganz besonderes Anliegen, den Tier- und Naturschutz auch an die Jugend heranzutragen. Mit der von ihr gegründeten Jugendgruppe baut Wiegers-von Wegner Insektenhotels und Amphibienwälle. Darüber hinaus nimmt sie sich gemeinsam mit den Jugendlichen regionaler aber auch globaler Tier- und Naturschutzprobleme an.

Verdienstmedaille, September 2018

Ausgezeichnete Personen des Jahres 2017

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Willi Behrendt, Witzwort

Willi Berendt ist seit 30 Jahren Bürgermeister in Witzwort und macht sich seitdem stark für seine Gemeinde. Er sicherte den Schulstandort Witzwort, indem er die Nachbargemeinde überzeugte, dem Schulverband beizutreten. Mit viel Eigenleistung wurde der Kindergarten an den Standort der Schule angegliedert. Dabei packte Willi Berendt auf dem Bau selbst mit an, um die Kosten so gering wie möglich zu halten. Es ist ebenfalls seinem Verhandlungsgeschick zu verdanken, dass der im Ort eingerichtete Markttreff stets weiter betrieben werden kann. Zusätzlich unterstützt er die gemeinnützige Veranstaltung als Schirmherr des "Open-Ei Witzwort". Willi Berendt stellte sich auch als Bauleiter zur Verfügung, nachdem er mit im Namen der Gemeinde die leerstehende Gastwirtschaft im Dorf gekauft hatte. Die Gemeinde hat in Sanierungs- und Umbaumaßnahmen hieraus kostengünstig eine Unterkunft für drei Flüchtlingsfamilien geschaffen, so dass jetzt elf Personen eine Bleibe gefunden haben und von ehrenamtlichen Helfern betreut werden.

Verdienstkreuz am Bande, Mai 2017

Doris Birkenbach, Garding

Doris Birkenbach engagiert sich fast 40 Jahren für den Handballsport, zunächst im TSV Harrislee, danach im TSV Garding. Besonders lag ihr die Förderung von Mädchen am Herzen. Sie schob viele Projekte an, beispielsweise eine "Handball-Olympiade", "Handball-Familienduelle" und ein Handball-Förderprojekt.
Sie war Auswahltrainerin der Mädchen auf Kreis- und Landesebene. 2005 wurde sie Vizepräsidentin "Frauen, Entwicklung und Breitensport" des Schleswig-Holsteinischen Handballbundes. In Ihrer zehnjährigen Amtszeit entwickelte sie viele Projekte, zum Beispiel den Internationalen Jugendaustausch mit Israel, den "Ladies-Cup" sowie die Projekte "Handball macht Schule" und "Frauen an die Spitze". Später weitete sie ihr Engagement auf Bundesebene aus. Sie wurde stellvertretende Vorsitzende der Jugendkommission des Deutschen Handballbundes und betreut unter anderem die Nationalmannschaft der Jugend sowie der Juniorinnen, besonders bei Länderspielen im In- und Ausland sowie bei Europa- und Weltmeisterschaften. Außerdem macht sie sich für Inklusions- und Migrationsprojekte stark.

Verdienstkreuz am Bande, Februar 2017

Jürgen Christiansen, Meldorf

Jürgen Christiansen macht sich seit über 30 Jahren für den Denkmalschutz und die Denkmalpflege stark. Seit Jahrzehnten engagiert er sich im Verein für Dithmarscher Landeskunde im Bereich "Archäologische Denkmäler" und ist seit 1977 Mitglied des Vorstands. Im Mittelpunkt seines Engagements standen für ihn die "Histour"-Routen, durch die Besucher an Kulturdenkmäler herangeführt und informiert werden. Er wirkte auch mit beim Buch "Dithmarscher Geschichte" und dem Projekt "Mühlengeschichte". Von 1982 bis 2013 betreute Jürgen Christiansen als amtlich bestellter Vertrauensmann des Archäologischen Landesamtes ehrenamtlich Kulturdenkmäler und arbeitete bei Ausgrabungen mit. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Ehrenamt ist er Ansprechpartner bei Fragen der archäologischen Denkmalpflege. Außerdem engagierte er sich im Beirat für Naturschutz des Kreises Dithmarschen.

Verdienstkreuz am Bande, November 2017

Professor Dr. Lutz Fiesser, Flensburg

Professor Dr. Lutz Fiesser war Gründungsmitglied sowie Vorsitzender des Trägervereins der Phänomenta. Bei der Entwicklung der Phänomenta in Flensburg hat er schon in den 80er Jahren Pionierarbeit geleistet. Sein Anliegen ist es, naturwissenschaftliche Bildung interessant und leicht verständlich zu vermitteln. Mit viel Leidenschaft hat er nach seiner Emeritierung die Entwicklung der "Miniphänomenta" betrieben. Damit leistete er einen großen Beitrag für das experimentelle, naturwissenschaftliche Lernen an Schulen. Bereits in seinem Hauptamt an der Universität Flensburg war es sein Anliegen, das Interesse an naturwissenschaftlichen Phänomenen in Familien, Schulen und Kindergärten zu tragen.

Lutz Fiesser macht sich dafür stark, das Verständnis für naturwissenschaftliche Zusammenhänge durch "Mitmach-Exponate" auf spielerische Weise zu fördern. So wurden in den vergangenen Jahren viele Lehrer angeleitet, "Mitmach-Exponate" zu bauen und für den Unterricht zu nutzen. Sein Projekt der "Miniphänomenta" wurde in die Schweiz, nach Lettland und nach Thailand exportiert.

Verdienstkreuz am Bande, Februar 2017

Wilhelm Flor, Flensburg

Wilhelm Flor engagiert sich seit über 20 Jahren bei der Arbeiterwohlfahrt. 1996 wurde er Vorsitzender des Stadtverbandes Flensburg, den er bis heute leitet. Seit der Eröffnung des Servicehauses 2011 bietet er regelmäßig Beratungsvormittage an. Er kümmert sich um soziale Fragen, hilft bei der Wohnungs- oder Pflegeplatzsuche und bei Behördengängen. Besonders liegen ihm die Seniorentreffs in den Stadtteilcafés am Herzen, die er auch musikalisch begleitet. Außerdem hält er Vorträge zum Brandschutz und zur Ersten Hilfe. Wilhelm Flor war zehn Jahre Schiedsmann in Flensburg und von 1998 bis 2003 Mitglied der Ratsversammlung. Im damaligen Ausschuss für Sicherheit und Ordnung machte er sich stark für die Förderung von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Darüber hinaus engagierte er sich im Vorstand des Betreuungsvereines Flensburg.

Verdienstmedaille, Juni 2017

Dr. Jörn Funck, Sereetz

Jörn Funck war vor mehr als 35 Jahren Mitbegründer des Umweltschutzvereins Sereetz, den er seit dieser Zeit leitet. Er hat das Modell der Rindergilden in Schleswig-Holstein eingeführt und die vom Verein gekauften oder gepachteten Flächen mit Robustrindern beweidet und ökologisch entwickelt. Damit übernahm er in Deutschland eine Pionierrolle. Nach diesem Vorbild bildeten sich sowohl in Schleswig-Holstein als auch in anderen Teilen Deutschlands weitere Rindergilden. Jörn Funck erwarb im Namen des Vereins auch Teilbereiche des ehemaligen Kiesabbaugebietes in der Gemeinde und förderte damit die Entwicklung zur naturbelassenen Seenlandschaft. Außerdem machte er sich für die Unterschutzstellung wichtiger Naturschutzgebiete stark. Erfolge hatte er mit der Wiederentdeckung verloren geglaubter Pflanzen und Tiere. So gibt es im Ratekauer Gemeindegebiet heute wieder eine seit 70 Jahren in Schleswig-Holstein ausgestorbene Libellenart sowie eine Population des vom Aussterben bedrohten Wegerich-Scheckenfalters.

Verdienstkreuz am Bande, Februar 2017

Gerlinde Gullert, Neumünster

Gerlinde Gullert leitet seit 27 Jahren als ehrenamtliche Geschäftsführerin den Mädchen-Musikzug-Neumünster. Sie organisiert jährlich 60 Konzerte in Deutschland, Europa und auch in Russland, Tunesien, USA und China. Sie kümmert sich um alle finanziellen Angelegenheiten, die Betreuung während der Konzertreisen und die Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus kümmert sich Gerlinde Gullert um Instrumente und Uniformen des Musikzugs. Zusätzlich hat sie einen Förderkreis gegründet, um Spenden zu sammeln. Mit diesen Geldern werden u.a. Konzertreisen finanziert. Ihr Anliegen ist der Zusammenhalt und die Teambildung innerhalb des Musikzuges. Dieses stärkt Gerlinde Gullert durch das so genannte "Patin-Modell", bei dem jungen und neuen Teilnehmerinnen erfahrene Musikerinnen zur Seite gestellt werden. Sie unterstützt die Mädchen außerdem bei ihrer musikalischen Weiterbildung und engagiert sich im Musikerverband Schleswig-Holstein.

Verdienstmedaille, November 2017

Hartwig Hahn, Aukrug

Hartwig Hahn engagiert sich seit über 40 Jahren für den Natur- und Fischschutz. Es ist auch mit sein Verdienst, dass die einst bedrohten Bestände der Lachse, Meer- und Bachforellen sowie andere vom Aussterben bedrohten heimischen Fischarten sich in den vergangenen Jahren deutlich erholt haben.

Er ist Gründungsmitglied sowie Sprecher der "Arbeitsgemeinschaft zur Wiedereinbürgerung und Bestandserhaltung der Lachse, Meer- und Bachforellen". Ein großes Anliegen von Hartwig Hahn ist die freie Durchgängigkeit der Gewässer für die Fische. Er machte sich auch stark für den Aufbau eines Fischbruthauses in Aukrug. Durch sein Engagement ist es gelungen, Meerforellen wieder anzusiedeln. Hartwig Hahn ist seit 1977 Gewässerwart beim Kreissportfischerverband Neumünster und berät den Landessportfischerverband seit vielen Jahren.

Verdienstmedaille, Juni 2017

Dr. Hans Carsten Jacobsen, Flensburg

Dr. Hans Carsten Jacobsen ist Vorsitzender des Fördervereins der Stadtbibliothek Flensburg. Er organisierte Veranstaltungen wie die "Nacht der Bibliothek", die "Flensburger Lesewelle" sowie die "Vorlesenachmittage für Kinder". 2008 war er Initiator des Projekts "Lesepaten". Seiner Idee, die Lesekompetenz von Grundschülern zu steigern, haben sich Schulen in Flensburg und im Kreis Schleswig-Flensburg angeschlossen. Hans Carsten Jacobsen steuert die Projektgruppe bis heute und konnte 110 Lesepaten motivieren, Kindern wöchentlich zwei Stunden beim Vorlesen zuzuhören und sie zu unterstützen. Als die Fahrbücherei der Stadtbibliothek 2013 zur Disposition stand, initiierte er als Vorsitzender des "Runden Tisches Bücherbus" eine Reihe von Veranstaltungen, um erfolgreich Gelder für den Erhalt der Fahrbücherei einzuwerben. Seit 2014 fährt der neue Bücherbus insgesamt 110 Haltestellen an.

Gemeinsam mit seiner Frau hat er auch zahlreiche Projekte der Europäischen Märchengesellschaft organisiert. Außerdem engagiert er sich seit vielen Jahren im Seeadlerschutz.

Verdienstkreuz am Bande, Mai 2017

Dieter Kolmorgen, Kiel

Dieter Kolmorgen ist seit 1984 im Sozialverband Deutschland und seit 1988 im Vorstand des Ortsverbandes Kiel-Hasseldieksdamm-Mettenhof. Ab 1992 übernahm er Verantwortung als stellvertretender Vorsitzender und Leiter des Ortsverbandes. Er ist Ansprechpartner und Vermittler für die Mitglieder und kümmert sich darum, dass ältere Menschen am gesellschaftlichen und sozialen Leben teilnehmen können. Regelmäßig bietet Dieter Kolmorgen Versammlungen mit Vorträgen zu sozialrechtlichen Themen und Ausflugfahrten an. Er war auf Kreis- und Landesebene als Besitzer aktiv und setzte sich im sportlichen Bereich ein. Derzeit ist er stellvertretender Schatzmeister und Planungsmitglied des Organisationsausschusses. In den 90er Jahren repräsentierte er den sozialpolitischen Ausschuss des Verbandes im Behindertenrat der Landeshauptstadt Kiel. 2012 wurde er zum ehrenamtlichen Richter in Angelegenheiten der Sozialversicherung berufen.

Verdienstmedaille, November 2017

Ludwig Krane, Reinbek

Ludwig Krane engagiert sich seit Jahrzehnten in der Lebenshilfe Stormarn für Menschen mit Behinderungen. Als Vater eines stark behinderten Sohnes, den er soweit wie möglich in seine ehrenamtlichen Aktivitäten einbindet, macht er sich stark für die Teilhabe am aktiven Leben. Schwerpunkt seines Engagements sind die Wohnprojekte, damit jeder Mensch unabhängig von der Schwere seiner Behinderung so selbstständig wie möglich leben kann. So leben in den Wohngruppen der Lebenshilfe bis zu zwölf Menschen mit geistiger Behinderung an verschiedenen Standorten im Kreis Stormarn in Wohngemeinschaften zusammen. Außerdem engagiert sich Ludwig Krane seit vielen Jahren in der Katholischen Pfarrei Seliger Niels Stensen. Darüber hinaus kümmert er sich im Stadtteil Krabbenkamp um Flüchtlinge, die er auch bei Behördengängen begleitet.

Verdienstmedaille, Juni 2017

Christa Krause, Lübeck-Travemünde

Christa Krause engagiert sich seit 25 Jahren als Grüne Dame und ist seit 2003 Einsatzleiterin in mehreren Gruppen in Lübeck-Travemünde. Außerdem kümmert sie sich um die Fortbildung der ehrenamtlich tätigen Frauen.

Seit 1990 ist sie Mitglied des Kirchenvorstandes der St. Lorenz-Kirchengemeinde in Lübeck. Sie hat eine seit 16 Jahren bestehende Partnerschaftsarbeit mit einer Gemeinde in Riga mit aufgebaut. Seit 2004 ist Christa Krause Vorsitzende des Ausschusses für diese Partnerschaftsarbeit. Sie hat eine Kleiderkammer aufgebaut und ist für das Einsammeln der Kleidung und für den Transport verantwortlich. Seit 2010 engagiert sie sich außerdem im Café Herbst-Licht, einem Betreuungsangebot für Demenzerkrankte und ihre Angehörigen. Sie hat dafür eine Ausbildung gemacht und gestaltet mit weiteren Ehrenamtlichen, einer Schwester der Vorwerker Diakonie und der Gemeindepastorin gesellige Nachmittage für betroffene Menschen.

Verdienstmedaille, Februar 2017

Bernd Kruse, Rendsburg

Bernd Kruse trat in den 80er Jahren als betroffener Vater gemeinsam mit seiner Frau dem Förderverein für krebskranke Kinder und Jugendliche in Kiel bei. 1988 wurde er Schatzmeister im Verein, 2011 übernahm er die Aufgaben des Vorsitzenden. Seitdem ist er fast wöchentlich unterwegs, um Spenden zu sammeln und für die Vereinsarbeit zu werben. Bernd Kruse hatte großen Anteil daran, dass die Kinderkrebsstation des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein 2002 um ein Stockwerk erweitert wurde. Unter seiner Leitung hat der Förderverein drei Fachkräfte eingestellt, die im Bereich der psychosozialen Nachsorge eingesetzt werden und mit der Kinderklinik zusammenarbeiten. Er sorgt für ein vertrauensvolles Miteinander von Klinik, psychologischem Dienst, Vorstand, Betroffenen, Eltern sowie den Mitgliedern des Vereins. Außerdem engagierte er sich im Spielmanns- und Fanfarenzug Rendsburg.

Verdienstmedaille, November 2017

Brigitte Kunze, Rendsburg

Brigitte Kunze ist seit 2002 Mitglied des Bundesverbandes "Deutsche Parkinson Vereinigung" und setzt sich dort für chronisch kranke Menschen ein. Früh wurde sie als Selbstbetroffene zur Ansprechperson für andere Betroffene und deren Angehörige in Rendsburg und Umgebung. Seit 2009 leitet sie die Regionalgruppe Rendsburg, die durch ihr Engagement zur größten Gruppe in Schleswig-Holstein wurde. Bis heute kümmert sich Brigitte Kunze unter anderem um die Mitgliederverwaltung und -betreuung, das Sammeln von Spenden sowie die Vorbereitung von regionalen und überregionalen Veranstaltungen. Trotz ihrer Krankheit hilft sie den Betroffenen und den Angehörigen und vermittelt ihnen Lebensmut. Sie kümmert sich um Patenschaften im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein und einen Schnupper-Tanzkurs für Betroffene. Zudem engagiert sich Brigitte Kunze überregional bei der Aktion "Parkinson kennt keine Grenzen".

Verdienstmedaille, November 2017

Dr. Norbert Lins, Barkelsby

Norbert Lins engagiert sich seit mehr als 25 Jahren für die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH). Er startete 1980 in Kiel als Ausbilder und Rettungssanitäter und baute ein Notarztsystem mit auf. Nach seiner Approbation wurde er 1991 Landesarzt der JUH. Er ist verantwortlich für den Rettungsdienst, den Betreuungsdienst und die medizinisch-fachliche Ausbildung und unterstützt den Landesvorstand. Norbert Lins überwacht die Aus- und Fortbildung in der Notfallmedizin und ist für den medizinischen Standard mitverantwortlich. Außerdem hat er die Umstrukturierungsphase der Landesverbände Schleswig-Holstein und Hamburg mit Mecklenburg-Vorpommern und dem Landkreis Harburg zum Landesverband Nord der JUH unterstützt.

Im zweijährigen Rhythmus leitet er den Landeswettkampf des Landesverbandes Nord. Seine Schwerpunkte sind die Landesleitung, Ärztetagungen und der Schulsanitätsdienst, den er in der Jungmannschule Eckernförde initiiert hat. Außerdem ist er ärztlicher Betreuer der Fußballverbandsliga vom Eckernförder Sportverein und Vorsitzender des Eckernförder Tennisclubs "78".

Verdienstkreuz am Bande, Februar 2017

Volkher Looft, Postfeld

Volkher Looft engagiert sich seit über fünf Jahrzehnten als "Anwalt der Natur". Seit 1997 ist er Vorsitzender des Landesnaturschutzverbandes Schleswig-Holstein, einem Dachverband der Natur- und Umweltschutzverbände. Diesem gehören 23 Organisationen an, die sich für den Schutz der wildlebenden Tiere und Pflanzen, ihrer Lebensgrundlagen und der Kulturlandschaft einsetzen. Hauptanliegen von Volkher Looft ist die Bündelung aller Kräfte im Natur- und Umweltschutz zugunsten des gemeinsamen Zieles, eine zukunftsfähige Politik für Nachhaltigkeit und Naturschutz zu betreiben. Bereits in den 1980er Jahren hat die von ihm initiierte Arbeitsgemeinschaft "Rettet Feuchtgebiete" verschiedenen Naturschutzgebieten zum Durchbruch verholfen.

Volkher Looft setzt sich außerdem als Vogelkundler besonders für Wasseramseln und Greifvögel ein. Er ist Autor bzw. Mitautor verschiedener Publikationen über die Vogelwelt Schleswig-Holsteins. Daneben kartiert und beringt er seit über 50 Jahren die Wasseramseln und Greifvögel. Darüber hinaus leitet er in der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein die Projektgruppe "Greifvogelschutz".

Verdienstkreuz am Bande, Mai 2017

Hella Lorberg, Bargteheide

Hella Lorberg ist Initiatorin des Projekts „Bargteheider Stadtmusikanten“ und unterstützt seit 1984 kulturelle Aktivitäten der Stadt Bargteheide. Sie möchte besonders Kindern den Weg zur Musik ebnen. So hat sie insbesondere junge Menschen im Kindergarten- und Grundschulalter im Blick. Mit ihrem Projekt möchte sie Kinder frühzeitig an Musik und künstlerischen Ausdruck heranführen. Unter anderem durch Konzerte gelingt es Hella Lorberg und ihrem Team, den Kindern die Welt der Musik nahe zu bringen und auch die musikalische Ausbildung zu finanzieren. Sie macht darüber hinaus auch in anderen kulturfördernden Projekten mit, wie zum Beispiel bei der Renovierungsaktion der Bargteheider Kirchenorgel oder der Organisation eines Flügels für das Stadthaus.

Verdienstmedaille, November 2017

Heinz Loske, Galmsbüll

Heinz Loske war von 1974 bis 1998 Bürgermeister der Stadt Niebüll und hat sich weit über seine berufliche Verpflichtung hinaus für die Kunst und die Kultur in der Region engagiert. Besonders stark gemacht hat er sich für das Richard-Haizmann-Museum in Niebüll. Nach seinen Ausscheiden aus dem Amt des Bürgermeisters wurde Heinz Loske Vorsitzender des Beirates der Richard-Haizmann-Stiftung und somit Gast der Kuratoriumssitzungen. So prägt er die Entwicklung des Museums bis heute maßgeblich mit. Heinz Loske ist seit den 90er Jahren außerdem im Deutschen Grenzverein engagiert. Er war von 1999 bis 2006 geschäftsführendes Vorstandsmitglied und hat sich durch den Um- und Ausbau der Akademie Sankelmark, der Nordsee-Akademie Leck und des Jugendhofes Scheersberg zu modernen zukunftsweisenden Bildungsstätten viele Verdienste erworben. Darüber hinaus begleitete er die Neugründung der Europäischen Akademie Schleswig-Holstein in Sankelmark.

Verdienstmedaille, Februar 2017

Dr. Volker Mader, Lehmkuhlen/Lepahn

Dr. Volker Mader engagiert sich seit fast 40 Jahren für die Musik. Seit 2006 ist er Präsident des Landesmusikrates Schleswig-Holstein und startete seitdem Initiativen wie die Projekte "Instrument des Jahres" und das "Singen mit Kindern". Er machte sich stark für den Ausbau des Bildungszentrums Nordkolleg in Rendsburg zu einer Musikakademie. 2007 wurde er in den Rundfunkrat des Norddeutschen Rundfunks und damit in den Landesrundfunkrat sowie in den Programmausschuss entsandt. Volker Mader ist auch Gründungsvorsitzender des Landesverbandes "Jeunesses musicales". Außerdem war er Mitglied in Arbeitsgemeinschaften sowie Fachausschüssen und auch auf Bundesebene engagiert. Er ist Mitglied im Beirat Dirigentenforum des Deutschen Musikrates, in der Konferenz der Landesmusikräte sowie im Aufsichtsrat des Deutschen Musikrates. Sein Wirken ergänzen musikpädagogische Tätigkeiten und Vorträge zum Thema "Klassische Musik", die Zusammenführung von Vertretern aus dem Musik- und Sportbereich sowie die interkulturelle Arbeit im deutsch-dänischen Grenzgebiet.
An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel leitet Volker Mader seit 1979 hauptamtlich das Kammerorchester. Sein Anliegen ist es, innerhalb und außerhalb der Universität musikalisch zu wirken. Er ist auch Gründer und Leiter des Akademischen Chores sowie der Arbeitsgemeinschaft Musik & Theater.

Verdienstkreuz am Bande, August 2017

Christian Nahrwold, Pinneberg

Christian Nahrwold engagiert sich seit 1990 im Partnerclub der Lebenshilfe Schenefeld. Er absolvierte eine Ausbildung zum Jugendleiter beim Kreisjugendring Pinneberg und ist Jugendwart und Jugendgruppenleiter. Sein Anliegen ist es, Menschen mit und ohne Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und Freizeitprogramme zu gestalten. Das ehrenamtliche Team von Christian Nahrwold kümmert sich in Abstimmung mit den hauptamtlichen Lebenshilfe-Mitarbeitern um die Umsetzung der Ideen. Neben sportlichen Aktivitäten werden Spiele- sowie Discoabende und Ausflüge angeboten. Der Partnerclub arbeitet eng mit anderen Vereinen zusammen, die den Club unterstützen. Christian Nahrwold hat zahlreiche Projekte, Feste, Ferienprogramme und Jubiläumsaktivitäten wie beispielsweise den 1. Schenefelder Inklusionslauf für Menschen mit und ohne Behinderung organisiert. Er hat Sponsoren für seine Projekte geworben und war bis 2012 Beisitzer im Vorstand der Lebenshilfe.

Verdienstmedaille, Februar 2017

Bernd Neppeßen, Bad Oldesloe

Bernd Neppeßen ist seit 2000 Präsident des Schleswig-Holsteinischen Volleyball-Verbandes mit über 14.000 Mitgliedern. Außerdem ist er Gründer und Vorsitzender des Volleyball-Clubs Bad Oldesloe. Sein Projekt "Sport vor Ort" hat zum Ziel, Kindern und Jugendlichen Sport zu ermöglichen sowie Barrieren abzubauen. So finden in drei Kindertagesstätten und fünf Schulen regelmäßig Bewegungsprogramme statt. Daneben laufen wöchentliche Kurse im Rahmen des Programms "Integration durch Sport". Bereits zum fünften Mal fand das Integrative Spiel- und Sportfest an einer Schule in Bad Oldesloe statt. Bernd Neppeßen begann seine Aktionen als Einzelkämpfer und leitet heute ehrenamtlich ein Team mit vier Honorarkräften und einem Mitarbeiter des Freiwilligen Sozialen Jahres. Zusätzlich fördert er die Integration von Jugendlichen in Vereinen.

Verdienstkreuz am Bande, November 2017

Lothar Obst, Mölln

Lothar Obst war bis Juni 2016 Geschäftsführer im St. Adolf-Stift in Reinbek. Er hat sich weit über seinen Beruf hinaus im Bereich des Krankenhauswesens in der Krankenhausgesellschaft engagiert. In der Landesgruppe des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands war er Vorsitzender sowie Mitglied des Bundesvorstandes. Er kümmerte sich um Kontakte und die Vernetzung zwischen Krankenhäusern in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Als kaufmännischer Direktor des Krankenhauses Reinbek St. Adolf-Stift hat er sich auch für das katholische Profil des Krankenhauses stark gemacht. Bis 2015 war er im Kirchenvorstand der katholischen Pfarrei Heilig Kreuz in Mölln sowie der Pfarrei St. Answer in Ratzeburg.

Lothar Obst engagiert sich auch im Bereich der Kultur. Er war in der Möllner Bezirksgruppe des Heimatbund und Geschichtsvereins Herzogtum-Lauenburg und hat zahlreiche Exkursionen und Reisen mit vorbereitet. Zudem erstellte er eine Chronik für die Stadt Mölln, war dort Ratsherr und Bürgervorsteher.

Verdienstkreuz am Bande, Februar 2017

Henriette Gräfin von Platen-Hallermund, Wangels

Henriette Gräfin von Platen-Hallermund engagiert sich seit fast 30 Jahren im Deutschen Roten Kreuz (DRK) und leitet seit 1988 den DRK-Ortsverein Weißenhaus. Sie kümmert sich vor allem um Themen wie häusliche Pflege, Krebsnachsorge, Schulungen, Seminare und Mitgliederwerbung. Sie war seit 1996 Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Ostholstein, von 2012 bis Januar 2017 dessen Präsidentin und hat die Rotkreuz-Arbeit in Ostholstein weiter ausgebaut. Sie war auch Mitglied im Präsidialrat des DRK-Landesverbandes Schleswig-Holstein und hat die Gremienarbeit durch ihr Engagement und ihre Erfahrung mitgeprägt.
Daneben hat sie sich über mehr als vier Jahrzehnte im kirchlichen Bereich engagiert. So hat sie sich Verdienste auf Gemeinde-, Kirchenkreis- und Landesebene erworben, beispielsweise im Kirchengemeinderat in Hohenstein, im Kirchenkreis Ostholstein, in der Synode, in Wahlausschüssen und im Beirat des Sprengels Holstein-Lübeck.

Verdienstkreuz am Bande, November 2017

Jens Rönnau, Kiel

Jens Rönnau engagiert sich seit vielen Jahren für Völkerverständigung, Friedensförderung und Gewaltprävention. 1995 gründete er zusammen mit Kieler Bürgern den Verein "Mahnmal Kilian", um die Ruine des U-Boot-Bunkers "Kilian" auf dem Kieler Ostufer als Mahnmal aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges zu erhalten. Auch nach dem Abriss des Mahnmals existierte der Verein weiter und ersteigerte 2001 den "Flandernbunker". Unter der Leitung von Jens Rönnau wurde der Bunker zu einer Bildungs- und Gedenkstätte ausgebaut. Darüber hinaus ist der Flandernbunker Raum für künstlerische Ausstellungen und Veranstaltungsort für Gesprächskreise. Jens Rönnau engagiert sich außerdem im Beirat des Vereins der Freunde der Festung Friedrichsort sowie in den Begleitausschüssen "Matrosenaufstand" und "Erinnerungskultur" der Landeshauptstadt Kiel. In der Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein ist er Schatzmeister.

Verdienstkreuz am Bande, November 2017

Dr. Henning Schmidt, Flensburg

Henning Schmidt ist Mitglied des Rotary Club Flensburg und Mitbegründer des schulbegleitenden Projektes "Lernwerkstatt" in Flensburg. Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Berufsfähigkeit von Schülern mit und ohne Hauptschulabschluss oder mit Förderbedarf. Henning Schmidt kümmert sich darum, dass jährlich etwa 60 Jugendliche im Rahmen der Berufsorientierung auf freiwilliger Basis durch Werkstattunterricht, Praktika und Bewerbungstraining unterstützt werden. Neben handwerklichen Fähigkeiten vermitteln Henning Schmidt und sein Team auch Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Höflichkeit, Zuverlässigkeit und Toleranz. Henning Schmidt konnte stets Paten aus dem Rotary Club, den Handwerkskammern, der Kreishandwerkerschaft und aus lokalen Unternehmen für das Projekt und eine Zusammenarbeit begeistern. Schüler, die die "Lernwerkstatt" zwei Jahre lang besuchen, erhalten so eine Ausbildungsplatzgarantie. Durch permanente Betreuung des Projekts sichert Henning Schmidt die nachhaltige Projektfinanzierung.

Verdienstmedaille, November 2017

Professor Dr. Udo Simonis, Kiel

Professor Dr. Udo Simonis gehört zu den Vordenkern der Ökologie-Debatte. Er hat Forschungen um den globalen Klimawandel und seine ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen betrieben und so den Begriff "Weltumweltpolitik" geprägt. Als Wissenschaftler und Berater engagierte er sich in Europa, Amerika, Asien und Afrika. Von 1981 bis 1987 war er Direktor des Internationalen Instituts für Umwelt und Gesellschaft am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), anschließend dort Forschungsprofessor für Umweltpolitik. 1982 war er einer der Mitbegründer der Deutschen Umweltstiftung, die mit dem Ziel gegründet wurde, sich für den Erhalt der natürlichen Lebensräume der Menschen, Tier und Pflanzen einzusetzen.

Udo Simonis war von 1993 bis 2002 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates und Mitglied des Kuratoriums des Potsdam-Instituts für Klimaforschung (PIK), das Natur- und Sozialwissenschaftler aus aller Welt zusammenführt. Später gründetet er den Verein der Freunde und Förderer des PIK. Er leitete dessen Verein 14 Jahre lang und wurde 2016 zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Verdienstkreuz am Bande, Mai 2017

Reinhold Suhr, Norderstedt

Reinhold Suhr hat sich seit vielen Jahrzehnten für Schullandheime in Schleswig-Holstein stark gemacht. Bereits in den fünfziger Jahren war er Mitbegründer und Leiter einer Jugendgruppe in seiner Heimatgemeinde Harksheide. Als Vorsitzender des Trägervereins Harksheider Jugendlandheim kümmerte er sich um die Belange der Jugendlandheime der Gemeinde in Hanerau-Hademarschen, später um das Jugendlandheim Lemkenhafen auf Fehmarn. Dank seines Einsatzes musste das Jugendlandheim nicht verkauft werden. Er machte sich auch dafür stark, dass die Anlage erweitert und die Einrichtung modernisiert wurde. Es ist ihm gelungen, die Kosten durch Einsätze am Wochenende und selbst organisierte Pflege- und Reparaturarbeiten zu senken. So hat er dazu beigetragen, jungen Menschen aus ganz Deutschland und nach dem Atomunglück in Tschernobyl auch Kindern aus belasteten Gebieten der Ukraine eine unbeschwerte Zeit in Schleswig-Holstein zu ermöglichen. Reinhold Suhr hat vor allem in Norderstedter Schulen und Sportvereinen für Aufenthalte in Lemkenhafen geworben. Das Jugendlandheim steht heute mit einer guten Auslastung auf einer finanziell gesicherten Basis.
Darüber hinaus war Reinhold Suhr über 15 Jahre ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht in Neumünster.

Verdienstkreuz am Bande, August 2017

Herlich Marie Todsen-Reese, Malente/Krummsee

Herlich Marie Todsen-Reese hat sich jahrelang im Umwelt- und Naturschutz engagiert. Sie war von 1997 bis 2014 im Rat der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und hat von 2009 bis 2014 als Vorsitzende eine Vielzahl von Naturschutzprojekten initiiert und begleitet. Dazu gehören unter anderem das "Naturwaldband", ein 17 Hektar großer unberührter Waldstreifen sowie die Eröffnung der "Integrierten Station Geltinger Birk".

Von 2005 bis 2015 war sie Präsidentin des Musikerverbandes Schleswig-Holstein. Hier setzte sie sich für eine intensivere Zusammenarbeit der Musizierenden ein und machte sich stark für die Förderung der musikalischen Bildung von Kindern und Jugendlichen. Seit 2015 ist sie Ehrenpräsidentin des Verbandes.

Sie engagierte sich auch für den Erhalt und die Finanzierung der Eutiner Festspiele, war in der Nordkirche unter anderem Landessynodale und ist seit vielen Jahren Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU Schleswig-Holstein. Darüber hinaus ist sie seit über 30 Jahren Vorsitzende der überparteilichen Europa Union Ostholstein.

Verdienstkreuz am Bande, Mai 2017

Klaus Vollgraf, Westerland/Sylt

Klaus Vollgraf ist Lehrer am Schulzentrum Sylt und Gründer sowie Vorsitzender des Vereins Padrino, zu dem die Regionalschule Sylt eine Patenschaft übernommen hat. Mit Spenden sowie den Verkauf von peruanischen Wollwaren und Kunsthandwerk unterstützt er Kinder und Jugendliche in Peru. In den 80er Jahren lernte er die Dominikanerschwester Maria Francisca und ihr Projekt um den Bau des Colegio San Martin des Porres kennen. Daheim organisierte er jährlich einen Weihnachtsmarkt, dessen Erlös diesem Projekt zugutekam. Später weitete er seinen Einsatz aus, so dass nicht nur auf Weihnachts- und Adventsmärkten, sondern auch in Geschäften auf Sylt und in Reinbek Waren für den guten Zweck verkauft werden. Finanziert wurden damit Lernmaterial, der Ausbau der Schulgebäude, die Ausstattung der Klassenräume, Lebensmittel, Arztbesuche und Medikamente.
Später unterstützte Klaus Vollgraf ein Dorf in den Anden. So wurden u.a. Schulungen für Frauen finanziert.1993 wurde mit dem Aufbau einer Schule begonnen. Seit einigen Jahren engagiert er sich in der Stadt Sullana im Nordwesten Perus. Hier wurde eine Tafel aufgebaut, die bis zu 200 Kinder täglich mit Essen versorgt werden. Außerdem wurden die Gebäude renoviert.

Verdienstkreuz am Bande, August 2017

Olaf Wagner, Nindorf

Olaf Wagner ist seit 2008 Landesinnungsmeister des Metallgewerbeverbandes Nord und macht sich seit den 90er Jahren für verbesserte Rahmenbedingungen besonders kleiner und mittlerer Handwerksbetriebe stark. Er war zehn Jahre Lehrlingswart der damaligen Metallgewerbe-Innung Dithmarschen-Süd. 1992 wurde er stellvertretender Obermeister, später dann Obermeister der Metallgewerbe-Innung Dithmarschen und stellvertretender Landesinnungsmeister. Bis heute kümmert er sich um die Belange von rund 500 Betrieben in Schleswig-Holstein und Hamburg. Nach der Insolvenz der Kreishandwerkerschaft Dithmarschen hat Olaf Wagner die Neugründung maßgeblich begleitet. Seit 2013 führt er die Kreishandwerkerschaft Heide. Von 2005 bis 2008 war er Vorsitzender der Tarifkommission des Metallgewerbeverbandes Nord und erwirkte, dass 2007 erstmals Entgelttarifverträge und ein Manteltarifvertrag geschlossen wurden.

Verdienstkreuz am Bande, November 2017

Dr. Friedrich Wedell, Kiel

Dr. Friedrich Wedell ist Ideengeber, Mitbegründer und künstlerischer Leiter von "chiffren". Das Projekt zur Vermittlung Neuer Musik widmet sich der Bildung, der Nachwuchsförderung und der Arbeit mit Jugendlichen. Im Mittelpunkt stand die Biennale für zeitgenössische Musik in Kiel, die 2016 ihr zehnjähriges Bestehen feierte. Seit 2012 ist das Festival international ausgerichtet. Friedrich Wedell hat der Neuen Musik in Schleswig-Holstein so einen spürbaren Aufschwung verliehen. 2012 entwickelte er das Projekt "Composer in Residence" und setzte sich mit der Fortbildungsreihe "Musiklabor" dafür ein, Schülerinnen und Schüler im Unterricht an das Komponieren heranzuführen. Zudem hat er sich für den "chiffren-Sonderpreis" im Rahmen des Wettbewerbs "Jugend musiziert" stark gemacht und mit dazu beigetragen, dass sich das "chiffren-Jugendensemble" zu einem überregional renommierten Klangkörper entwickelt hat.
Friedrich Wedell hatte seit 1999 einen Lehrauftrag an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, von 2005 bis 2012 mit dem Schwerpunkt "Musik nach 1945". Er hat sich weit über seine Verpflichtung hinaus engagiert und eine Arbeitsgemeinschaft initiiert, aus der 2003 das "Forum für zeitgenössische Musik" hervorgegangen ist. Das Forum, dessen Vorsitzender er bis heute ist, setzt sich dafür ein, die Kunstmusik des 20. und 21. Jahrhunderts zu fördern.

Verdienstkreuz am Bande, August 2017

Burkhard Wenzel, Schwarzenbek

Burkhard Wenzel engagiert sich seit vielen Jahren in der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Seit 2005 ist er Vereinsvorsitzender in Schwarzenbek. Als dort die Schwimmhalle geschlossen wurde, organisierte er ein "Trockentraining" im Jugendtreff, organisierte Schwimmbahnen in Mölln und fuhr mit den Jüngsten und einem Team von Nachwuchsausbildern wöchentlich zum Schwimmunterricht nach Geesthacht. Später organisierte er Trainingsmöglichkeiten im Freizeitbad von Reinbek, wo später auch das Anfängerschwimmen stattfinden konnte. Daneben liegt ihm der Wasserrettungsdienst am Herzen. So fährt er seit vielen Jahren mit Jugendlichen zur Aus- und Weiterbildung nach Scharbeutz.

Außerdem gibt er Erste-Hilfe-Kurse an mehreren Schulen. Er war Ideengeber und ist Organisator der Aktion "Kindergartenteamer", bei dem ein Team junger DLRG-Mitglieder in den Kindertagesstätten den Jüngsten Baderegeln erklärt und Erste Hilfe vermittelt.

Verdienstmedaille, Februar 2017

Ausgezeichnete Personen des Jahres 2016

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Hans-Julius Ahlmann, Büdelsdorf

Hans-Günther Andresen, Kiel

Hans Günther Andresen setzt sich seit mehr als 40 Jahren für die Denkmalpflege ein. Er war ehrenamtliches Mitglied im Landesdenkmalrat und engagierte sich bei der Erarbeitung des neuen Denkmalschutzgesetzes in Schleswig-Holstein. Darüber hinaus berät er das Landesamt für Denkmalpflege und auch andere Behörden und schreibt Gutachten. Er engagierte sich im Siedlungsausschuss des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes sowie bei Ausstellungen und Veranstaltungen zur Bedeutung der Denkmalerhaltung und -pflege. Außerdem schrieb er ein Buch über das Bauen in Backstein in Schleswig-Holstein. Mit der Erforschung der Schleswig-Holsteinischen Heimatschutzarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts hat er als erster zahlreiche Denkmäler entdeckt und erschlossen.

Verdienstmedaille, Mai 2016

Johannes Andresen, Plön

Johannes Andresen engagiert sich für den Jugend-Segelsport. Bereits als Referendar gab er Segelunterricht und gründete eine Segel AG. Diese wurde später in den Schüler Ruder- und Segelverein Plön integriert. Johannes Andresen leitete die Segelsparte und ist seit sieben Jahren Vorsitzender des Vereins. Er hat Projekte mit schwer erziehbaren und mit herzkranken Jugendlichen geleitet und auch mit der Schule für Sehbehinderte in Schleswig kooperiert.

Verdienstmedaille, Januar 2016

Horst Andritzke, Borgstedt

Horst Andritzke engagiert sich für das Artenschutzgebiet Westlicher Wittensee und die angrenzenden Niederungen. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen zum Natur- und Umweltschutz herausgegeben und hält auch Vorträge. Ein besonderes Anliegen ist ihm der Erhalt der Seeschwalbenpopulation. Er engagiert sich in der Projektgruppe Seeadlerschutz, im Eulenschutz und kümmert sich um den Winterschutz der Fledermäuse. Für den Eisvogel entwickelte und baute er Brutcontainer.

Verdienstmedaille, Januar 2016

Dieter Backhaus, Jevenstedt

Dieter Backhaus gehört seit 1974 der Gemeindevertretung Jevenstedt an und ist seit 25 Jahren Bürgermeister. Dabei nimmt er sich täglich Zeit für die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde. Er kümmert sich um die Gewährleistung von Kinderbetreuung in Kindertageseinrichtungen, das Schulwesen und die dörfliche Gemeinschaft. Ehrenamtliche Aktivitäten erfahren durch ihn Anerkennung und Unterstützung. Außerdem ist er stellvertretender Amtsdirektor des Amtes Jevenstedt.

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 2016

Hellmut Bahnsen, Pellworm

Als Wattführer leistet Hellmut Bahnsen seit mehr als vier Jahrzehnten einen Beitrag für die Erforschung, den Erhalt und die Pflege des Weltnaturerbes Wattenmeer. Gemeinsam mit seiner Frau hat der ehemalige Fischer in seinem Haus in den 80er Jahren das "Rungholtmuseum" eingerichtet, welches die größte Sammlung von Kulturfunden aus dem Wattenmeer um Pellworm beherbergt. Ohne seine Arbeit und sein Engagement wären viele dieser Zeugnisse der Vergangenheit durch die Nordsee vernichtet worden.

Verdienstmedaille, Oktober 2016

Marlies Behm, Lübeck

Marlies Behm ist Kunsthandwerkerin und war bis 2014 künstlerische Leiterin der Lübecker "Overbeck-Gesellschaft Verein von Kunstfreunden". Es ist ihr Verdienst, dass die Overbeck-Gesellschaft zu einer festen Größe in der Kulturlandschaft wurde.
Sie ist Ratgeberin für die Kulturpolitik und treibende Kraft in der Vernetzung und in der kulturellen Arbeit der Lübecker Sozial- und Kultur-Institution "Gemeinnützige" sowie des Architektenforums der Hansestadt. Außerdem ist sie Ansprechpartnerin und Ratgeberin für die berufliche Entwicklung vieler junger Menschen und fördert die Beteiligung der Overbeck-Gesellschaft am Programm "Freiwilliges kulturelles Jahr".

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 2016

Wolfgang Blechschmidt, Kiel

Wolfgang Blechschmidt engagiert sich in der Deutsch-Dänischen Gesellschaft. Seit 1969 hat er alle Vorsitzenden der Gesellschaft unterstützt und ist Ratgeber in Versicherungsangelegenheiten. Seit 1973 hat er sich für die Vertreter-Vereinigung der Allianz Deutschland engagiert. Er war im Seniorenbeirat der Landeshauptstadt Kiel und ist Schatzmeister des Vereins „Kontaktstudium nach Beruf und Familie an der Christian-Albrechts-Universität."

Verdienstmedaille, Januar 2016

Karl-Heinz Böhnk, Witzhave

Karl-Heinz Böhnk hat seine Frau, die vor 36 Jahren schwer an Multiple Sklerose erkrankte, bis zu ihrem Tod im Jahre 2015 jahrzehntelang rund um die Uhr gepflegt. Für die Vollzeitpflege gab er seinen Beruf als Busfahrer vorzeitig auf. Seine Frau, die auf den Rollstuhl angewiesen war, benötigte bei sämtlichen Verrichtungen des Alltags Hilfestellungen. Karl-Heinz Böhnk hat alles auf die Bedürfnisse seiner Frau eingestellt, sämtliche Arbeiten im Haushalt erledigt und ihr auch Bewegung mit einem umgebauten Rollstuhlfahrrad ermöglicht. Um den psychischen und physischen Belastungen der Pflege gewachsen zu sein, hat er sich in der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft engagiert.

Verdienstkreuz am Bande, Januar 2017

Doris Brandt-Kühl, Ottendorf

Doris Brandt-Kühl engagiert sich seit fast 40 Jahren ehrenamtlich als Theaterregisseurin in Itzehoe. Sie war bis 2014 Lehrerin an der Kaiser-Karl-Schule. Bereits seit 1976 inszeniert sie mit ihren Schülerinnen und Schülern nahezu jährlich ein neues Theaterstück, auch in ihrem Ruhestand. Die Arbeit wurde oft begleitet von Projekten, die die Auseinandersetzung mit historischen oder gesellschaftlichen Themen und zugleich das Selbstverständnis eines mündigen Bürgers in der Demokratie förderten.
Darüber hinaus pflegte sie mit ihrer Theatergruppe einen Austausch mit dem Blue Lake Fine Arts Camp in Michigan/USA. Für die Reisen wurden von ihr Produktionen in englischer Sprache erarbeitet. Doris Brandt-Kühl organisierte die Besuche und sorgte für die Unterbringung in Gastfamilien.

Verdienstmedaille, Mai 2016

Christine Braun, Bad Segeberg

Christine Braun engagiert sich sowohl ehrenamtlich als auch beruflich im kulturellen Bereich. Seit 1995 ist sie Vorsitzende des Landesausschusses "Jugend musiziert". Von 2002 bis 2006 war sie Präsidentin des Landesmusikrates Schleswig-Holstein und etablierte in dieser Zeit die Geschäftsstelle in Kiel. Sie rief die Kooperation der Landesmusikräte Hamburg und Schleswig-Holstein ins Leben und gründete das Bündnis für Musikunterricht. Seit 2012 ist sie Vizepräsidentin des Landesmusikrates und setzt sich daneben im Musikschulverband, im Rundfunkrat und im Stiftungsrat der Kulturstiftung Schleswig-Holstein für die Belange der Musik- und Kulturszene ein.

Verdienstmedaille, Oktober 2016

Dr. Hans-Jürgen Brodersen, Flensburg

Dr. Hans-Jürgen Brodersen hat sich herausragende Verdienste in der grenzüberschreitenden Kooperation im Gesundheitswesen erworben. Er war von 1978 bis September 2015 Arzt am Malteser St. Franziskus-Hospital in Flensburg. Nach mehrjähriger Tätigkeit übernahm er dort als leitender Chefarzt die Klinik für Strahlentherapie.
Es ist maßgeblich sein Verdienst, dass das Krankenhaus seit 1998 rund 2.500 Tumorpatienten aus Dänemark therapiert hat. Die grenzüberschreitende Strahlentherapie ist in Deutschland und Europa einmalig. Auf Basis eines Kooperationsvertrages werden jährlich rund 200 Menschen aus Süddänemark in Flensburg behandelt. Mehr als die Hälfte aller Patienten erhalten eine Strahlentherapie, um schwerwiegende Symptome zu lindern. Der erleichterte Zugang zu diesen Behandlungsmethoden bedeutet für viele Patienten einen Zugewinn an Lebensqualität.
Darüber hinaus engagiert sich Hans-Jürgen Brodersen in den Vorständen der Vereine "Tumorzentrum Flensburg" und "Verein Strahlentherapie Schleswig-Holstein".

Verdienstkreuz am Bande, April 2016

Ljudmila Budnikov, Bad Segeberg

Ljudmila Budnikov setzt sich für die Interessen jüdischer Gemeinden ein. Unter ihrer Mitwirkung entstand 2002 der Landesverband der Jüdischen Gemeinden, deren Vizepräsidentin sie ist. Außerdem ist sie Mitbegründerin der Vereinigung für jüdische Kultur und der Jüdischen Gemeinde in Bad Segeberg. Sie kümmert sich um Übersetzungen für Gemeindemitglieder und entwickelte einen russischsprachigen Lernkursus. Darüber hinaus hilft sie russischsprachigen Bürgern im Alltag, zum Beispiel bei Behördengängen.

Verdienstmedaille, Januar 2016

Erich Bünger, Sandesneben

Erich Bünger ist Bürgermeister in Sandesneben und beinahe rund um die Uhr ehrenamtlich im Einsatz. Seine Herzensangelegenheit ist die Entwicklung des Schulzentrums, der Grund- und Gemeinschaftsschule Sandesneben mit gymnasialer Oberstufe. Auch die Entwicklung der Gemeinde von einem kleinen Dorf zu einem modernen ländlichen Zentralort ist eng mit seinem Namen verbunden. Als Vorsitzender des Schul-, Bau- und Finanzausschusses des Amtes Sandesneben-Nusse hat er sich für Projekte im Bereich des Schulzentrums Sandesneben und den Bau des Regionalzentrums engagiert. Neben seinem kommunalpolitischen Engagement hat er den Ortsverband Sandesneben des Sozialverbandes Deutschland aufgebaut und ist dort seit über elf Jahren Vorsitzender.

Verdienstmedaille, Mai 2016

Daniel Canal, Kiel

Der Kieler Student Daniel Canal ist gehörlos und engagiert sich seit seiner Schulzeit für gehörlose junge Menschen. Seit 2009 unterstützt er den Hamburger Gebärdensprachjugendclub Nordlicht e.V. in verschiedenen Funktionen, erst als Pressesprecher dann als erster Vorsitzender und heute als Finanzreferent. Außerdem arbeitet er ehrenamtlich für die Deutsche Gehörlosen-Jugend und die Bundesvereinigung für Kultur und Geschichte Gehörloser. Seit 2014 setzt sich Canal auf europäischer Ebene für unterschiedliche Gehörlosenprojekte ein, unter anderem für die European Union of Deaf (EUD). So hat er sich als Webmaster, Designer und Finanzreferent für das Europäische Kindercamp 2015 der EUD in Bad Malente engagiert.

Regelmäßig schreibt Daniel Canal Artikel für die Deutsche Gehörlosen-Zeitung und für die Aktion Mensch.

Daniel Canal wurde am 5. Dezember 2016 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Eckhart Dencker, Barmstedt

Eckhart Dencker engagiert sich im berufsständischen Bereich. 1986 wurde er Kassenwart der Sanitär, Heizung, Klima und Klempner-Innung Pinneberg. Er war Stellvertreter des Obermeisters und leitet die Innung seit 2001. Im gleichen Jahr wurde er in den Vorstand des Fachverbandes Sanitär Heizung Klima Schleswig-Holstein gewählt. Seit 2007 vertritt er als Landesinnungsmeister die Interessen von rund 900 Handwerksbe-trieben und setzt sich für die Fort- und Weiterbildung ein. Eckhardt Denker ist Vorsitzender des Berufsförderungswerk Handwerk Nord und engagiert sich auch auf Bundesebene als stellvertretender Vorsitzender des Berufsförderungswerkes der Gebäude- und Energietechnik.

Verdienstmedaille, Oktober 2016

Horst Diestel, Alt-Mölln

Horst Diestel hat sich seit Jahrzehnten der Jugendarbeit verschrieben. Bereits in den 70er Jahren war er in der Landjugend in Breitenfelde und hat bis 1992 die Arbeit im Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg vorangetrieben. Seit 2007 leitet er den Verein für Jugendpflege und Sport Herzogtum Lauenburg. In Alt-Mölln entfaltet er seit 1974 außerdem kommunalpolitische Aktivitäten. Er ist Gemeindevertreter und seit 1998 auch 1. stellvertretender Bürgermeister. Weitere Verdienste hat er sich als Schöffe, als Kassenführer der Freiwilligen Feuerwehr und während seiner Berufstätigkeit als Personalvertreter erworben.

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 2016

Gerhad Eißing, Bordesholm

Gerhard Eißing setzt sich seit 25 Jahren für Menschen ein, die an der Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose leiden. Er engagiert sich im Verein Mukoviszidose, Bundesverband Cystische Fibrose. Der Verein bündelt Erfahrungen, Kompetenzen und Perspektiven, um Betroffenen ein selbstbestimmtes Leben mit dieser Erkrankung zu ermöglichen. Gerhard Eißing setzt sich für die Sicherung und Verbesserung der Mukoviszidose-Versorgung ein. Er war Koordinator der Regionalgruppen des Vereins, Sprecher der Regionalgruppe Kiel und ist seit mehr als zwei Jahrzehnten Mitglied des Bundesvorstandes. Zudem war er Aufsichtsratsmitglied der Mukoviszidose gGmbH zur Forschungsförderung und Therapieoptimierung. Seit 2014 ist er als 2. Stellvertretender Bundesvorsitzender für Finanzen, Geschäftsstelle, Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising verantwortlich. Seit den 90er Jahren veranstaltet er mit der "Nordostsee-Auswahl" sportliche Events, um Spenden zu sammeln und Projekte zu fördern. Bisher kamen dabei 500.000 Euro zusammen.

Verdienstkreuz am Bande, April 2016

Professor Dr. Günther Fielmann, Lütjensee

Professor Dr. Günther Fielmann steht als Ideengeber und Initiator seit vielen Jahrzehnten für unzählige Projekte. Er engagiert sich unter anderem im Natur- und Umweltschutz sowie im ökologischen Landbau. Mit seinem Einsatz in der Denkmalpflege sowie in Wissenschaft und Forschung leistet er einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft.

Bis heute pflanzt er für jeden Mitarbeiter jährlich einen Baum, inzwischen mehr als eine Million Bäume. Die Baumpflanzungen finden in ganz Deutschland und in Österreich, Schweiz und Israel statt. In mehr als 400 Städten und Gemeinden hat Günther Fielmann Rathausplätze und Fußgängerzonen begrünt. Er schafft grüne Klassenzimmer, Schulhöfe und Spielplätze, legt Biotope sowie Streuobstwiesen an und unterstützt Aufforstungsprojekte sowie Renaturierungsvorhaben.

Günther Fielmann hat auf dem denkmalgeschützten Gut Schierensee (Kreis Rendsburg-Eckernförde) optimale Voraussetzungen für ökologischen Landbau und artgerechte Tierhaltung geschaffen. Regelmäßig im Advent findet im Rinderstall ein Gottesdienst statt. Die gemeinnützige Günter Fielmann Stiftung Schierensee gewährleistet über ihre Erträge die sorgfältige Pflege des denkmalgeschützten Ensembles.
Neben den kulturpolitischen Aktivitäten, zu denen auch das von ihm restaurierte Schloss Plön sowie zahlreiche Schenkungen von Exponaten an Museen und Archive gehören, engagiert sich Fielmann in der Wissenschaft. So initiierte und förderte er ein Monitoring-Programm am Deutschen Herzzentrum der Berliner Charité.

Fielmann betreibt in Schleswig-Holstein ökologischen Landbau in den Kreisen Stormarn, Herzogtum Lauenburg und Rendsburg-Eckernförde, der teilweise wissenschaftlich von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel begleitet wird. Auf sein Betreiben hin werden die Auswirkungen der konventionellen Landwirtschaft und die Folge des biologischen Landbaus auf Boden, Wasser, Pflanzen und Tiere untersucht. Darüber hinaus setzt er sich für den Schutz von Uhu und Seeadler in Schleswig-Holstein ein. Er unterstützt bundesweit Schulen und fördert den Breitensport. Beim Elbhochwasser unterstützte er betroffene Städte mit Soforthilfen und stiftete der Stadt Döbeln eine neue Brücke.

Großes Verdienstkreuz, August 2016

Uwe Frensel, Lauenburg

Uwe Frensel leitet seit 24 Jahren den Ortsverein Lauenburg der Arbeiterwohlfahrt. Er ist auch als ehrenamtlicher Geschäftsführer des Kreisverbandes Herzogtum Lauenburg ein Garant für soziales Engagement, der sich besonders für Kindergärten, Schulen und die Jugendfeuerwehr stark gemacht hat. Uwe Frensel ist Initiator und Vorsitzender der im Jahr 2000 gegründeten Gemeinschaft Pflegeberatung im Kreis. Außerdem hat er den Kindersozialfonds des Kreises und der Stadt Lauenburg, das Bürgerbündnis und das Lauenburger Netzwerk gegen Kinderarmut initiiert. Seit 1994 ist er auch kommunalpolitisch aktiv. Er war in vielen Ausschüssen, außerdem Stadtrat und damit Stellvertreter des Bürgermeisters. Heute engagiert er sich im Hauptausschuss und als Vorsitzender des Ausschusses für Bürgerangelegenheiten.

Verdienstmedaille, Mai 2016

Fritz-Heiko Grünwaldt, Fehmarn

Mehr als drei Jahrzehnte hat sich Fritz-Heiko Grünwaldt beim Steuerverband und bei der Steuerberaterkammer für seinen Berufstand eingesetzt. Als Bezirksstellenleiter für den Bereich Ostholstein war er Vorstandsmitglied des Steuerberaterverbandes. Ab 1991 war er im Vorstand der Steuerberaterkammer und leitete dort zwölf Jahre den Ausschuss für Berufsrecht. 2011 wurde er zum Ombudsmann der Steuerberaterkammer gewählt. 2007 wurde er ehrenamtlichen Richter beim Senat für Steuerberater- und Steuerbevollmächtigtensachen beim Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht.

Verdienstmedaille, Oktober 2016

Dieter Hagelstein, Bad Schwartau

Dieter Hagelstein war neun Jahre Vorsitzender des Kreisverbandes Ostholstein/Lübeck des Bundes der Selbstständigen.2003 gründete er den Verband der Selbstständigen und Freiberufler. Er ist seit 13 Jahren Präsident dieses Bundesverbandes, dessen Tätigkeitsschwerpunkt in Schleswig-Holstein liegt. Er setzt sich unermüdlich für einen starken Mittelstand ein und baute ein Netzwerk für die Verbandsmitglieder unter dem Motto "Unternehmer helfen Unternehmern" auf.
Seit 1999 engagiert er sich im Kiwanis Club Bad Schwartau, um benachteiligte Kinder und Jugendliche zu fördern. Seit 2014 leitet er als oberster Kiwanier 150 Clubs in Deutschland.

Verdienstmedaille, Mai 2016

Nina Hammers, Hamburg

Nina Hammers ist zweite Vorsitzende des Vereins Iceflower. Seit Jahren setzt sie sich mit der Vorsitzenden Marie-Luise Verspohl für Hilfslieferungen nach Osteuropa ein. Sie kümmert sich um die praktischen Fragen rund um die Transporte. Jährlich werden viele Tonnen Hilfsgüter, insbesondere von medizinisch-technischen Geräten, gesammelt. Nina Hammers hält Kontakt zu Kindergärten und Schulen, die durch die Aktion "Wichtelpäckchen" auch einen Teil der Hilfslieferungen abdecken. Sie kümmert sich auch um die Anwerbung neuer Mitglieder und Unterstützer.

Verdienstmedaille, Oktober 2016

Jan Hansen, Ahrensburg

Jan Hansen war 1998 Mitbegründer des Kinder- und Jugendbeirates in Ahrensburg. Als erster Jugendlicher hat er das Rede- und Antragsrecht des Beirats in der Stadtverordnetenversammlung wahrgenommen. 2001 wurde er stellvertretender Vorsitzender des Stadtjugendringes Ahrensburg, 2002 Vorsitzender des Kinder- und Jugendbeirates und Mitglied der Projektleitung bei der Jugendbundestagswahl. Er war Vertreter der Orts- und Stadtjugendringe im Kreis Stormarn und bis 2014 Vorsitzender des Kreisjugendringes.

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 2016

Dr. Lisa Homrich, Molfsee

Dr. Lisa Homrich wurde 1972 Mitglied und 2. Vorsitzende der Deutsch-Englischen Gesellschaft in Kiel. Neben der Pflege der Städtepartnerschaft Kiels zum englischen Coventry hat sie sich um die Vereinsarbeit und um Sprachreisen gekümmert. Zudem organisierte sie in Kiel Vorträge sowie Theater- und Kinoabende. Sie ist mittlerweile als 2. Vorsitzende zugleich Geschäftsführerin des Deutsch-Britischen Forums in Kiel und unterstützt die Arbeit oft auch finanziell sowie durch die Unterbringung von Gästen. Zur Kieler Woche betreut sie britische Delegationen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Betreuung von Veteranen aus England.
1974 war sie Mitbegründerin der Arbeitsgemeinschaft Kieler Auslandsvereine und lange Jahre deren stellvertretende Vorsitzende. Sie engagiert sich seit 20 Jahren in der Senioren Union als Kreisvorsitzende in Kiel und Beisitzerin im Landesvorstand.

Verdienstmedaille, Mai 2016

Hans Kaack, Brammer

Hans Kaack gehört seit 1974 der Gemeindevertretung an und ist seit 1978 Bürgermeister in Brammer. 1996 wurde er Amtsvorsteher des Amtes Nortorf-Land. Bei der Haushaltskonsolidierung des Kreises Rendsburg-Eckernförde war und ist er ein wichtiges Bindeglied zur gemeindlichen Ebene. Als Vorsitzender der Gesellschaft für Rendsburger Stadt- und Kreisgeschichte kümmert er sich um die Bewahrung der Heimatgeschichte.

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 2016

Uwe Lensch, Neumünster

Uwe Lensch engagiert sich seit 60 Jahren ehrenamtlich in der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Bereits in jungen Jahren entschloss er sich, Mitglied in der DLRG zu werden. Einige Jahre später war er bereits Übungsleiter und Ausbilder. Als Jugendwart in Neumünster baute er ein umfangreiches Angebot für die jungen Mitglieder auf. Er wurde 1973 zum Vorsitzenden gewählt und übte dieses Amt fast vier Jahrzehnte aus. Auf Landesebene wurde Uwe Lensch 1993 zum Vizepräsidenten gewählt. In dieser Funktion betreute er viele Jahre die Geschäftsstelle des Landesverbandes und hatte die Verantwortung für das hauptamtliche Personal. Bei der Urlaubsplanung sowie Gehaltsverhandlungen und Anpassung von Aufgabengebieten stellte er die Schnittstelle von Ehren- zu Hauptamt sicher. Außerdem ist er seit dieser Zeit Ansprechpartner für den Landessportverband. Im DLRG-Ausschuss 50plus hat er sich zur Aufgabe gemacht, ältere Mitglieder für die aktive Verbandsarbeit zu motivieren.

Verdienstkreuz am Bande, April 2016

Klaus-Dieter Linke, Damendorf

Klaus-Dieter Linke ist ausgebildeter Gruppenleiter, Suchtkrankenhelfer und psychotherapeutischer Heilpraktiker, der in Eckernförde eine freie Selbsthilfegruppe leitet. Er begleitet Betroffene nicht nur auf ihrem Weg aus der Alkoholsucht, sondern hat auch das gesamte soziale Umfeld im Blick. Ein Anliegen ist ihm die gesunde Ernährung betroffener Menschen, für die er Seminare anbietet, bei denen ihm seine berufliche Erfahrung als Koch zugutekommt.
Klaus-Dieter Linke hat sich im Vorstand der Unteroffizierkameradschaft Carlshöhe engagiert und sich für das Projekt "Angeln mit Menschen mit Behinderung" im Angelsportverein Wittensee stark gemacht.

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 2016

Eberhard Münch, Norderstedt

Eberhard Münch engagiert sich ehrenamtlich im Fußball und war Initiator des Breitensportprogramms "Schleswig-Holstein kickt fair". Seit 2007 gibt es dieses Projekt, das der Gewaltprävention dient, vor Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit bewahren und zusätzlich für eine bessere Integration der Sportler untereinander sorgen soll. Darüber hinaus engagiert er sich für das Inklusionsprojekt "Dribbeln ohne Limits" und die Aktion "Anstoß für ein neues Leben", eine Resozialisierungsmaßnahme für jugendliche Straftäter. Eberhard Münch war Vorsitzender im Kreisfußballverband Segeberg und engagiert sich auch im Landesvorstand des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes. 2003 war er Mitbegründer des Fußballclubs Eintracht Norderstedt und sechs Jahre Vizepräsident sowie Leiter der Geschäftsstelle.

Eberhard Münch war bürgerliches Mitglied verschiedener Ausschüsse in Norderstedt und machte sich stark für die Einführung des Gratis-Vereinssports für sozial Schwache. Außerdem war er Schöffe am Oberlandesgericht Hamburg und Sprecher für die Hörzeitung des Deutschen Roten Kreuzes in Norderstedt.

Eberhard Münch wurde am 5. Dezember 2016 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Gerd Pickardt, Harrislee

Professor Dr. Hans-Dieter Reusch, Krummesse

Der ehemalige Prorektor der Fachhochschule Lübeck macht sich seit vielen Jahren für die naturwissenschaftliche Nachwuchsförderung stark. 2007 übernahm er die Leitung des JuniorCampus in Lübeck. Es ist maßgeblich sein Verdienst, dass jährlich rund 6.000 junge Menschen zum JuniorCampus kommen und auch Veranstaltungen in Schulen, Kindergärten und der Umgebung stattfinden. Er engagiert sich auch im Naturwissenschaftlichen Verein zu Lübeck und bringt dort jungen Menschen technisches Verständnis sowie handwerkliches Arbeiten näher. Er ist Mitbegründer des Lübecker Hochschultages und betreut etwa 100 Kinder im Rahmen der "Mathematik Olympiade" des Kreises Herzogtum Lauenburg. Daneben hat sich Hans-Dieter Reusch seit 1986 in verschiedenen Funktionen im Sport eingesetzt und war unter anderem Trainer im Krummesser Sportverein.

Verdienstkreuz am Bande, Januar 2017

Renate Rubach, Bad Schwartau

Renate Rubach ist seit 1978 Mitglied der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd). Bis heute leitet sie eine Frauengruppe in Lübeck-Kücknitz. Sie wurde Sprecherin für das Dekanat Lübeck und 1992 eine der beiden kfd-Regionalsprecherinnen für Schleswig-Holstein. 1995 war sie Mitbegründerin des kfd-Diözesanverbandes Hamburg und bis 2004 dessen Vorsitzende. Sie hat sich auch auf Bundesebene engagiert.

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 2016

Adolf Schall, Hohn

Adolf Schall engagiert sich seit über sechs Jahrzehnten in der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Unzählige Kinder und Jugendliche haben bei ihm Schwimmen gelernt oder eine Sanitätsausbildung gemacht. Er war Jugendleiter, Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Gründungsmitglied der DLRG Hohn, technischer Leiter und später 30 Jahre lang Vorsitzender der Ortsgruppe. Heute engagiert er sich im Bereich der Ersten Hilfe.

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 2016

Dr. Arend-Jürgen Schaller, Schwentinental

Seit über einem Jahrzehnt kümmert sich Dr. Arend-Jürgen Schaller ehrenamtlich um das medizinische Wohl vieler Menschen in Afrika. Der Arzt war lange in Ländern wie Algerien und Niger aktiv. 2007 hat er gemeinsam mit seiner Frau die "Medizinische Hilfe für Äthiopien" gegründet. Durch die in Deutschland eingeworbenen Geld- und Sachspenden sowie durch den Einsatz eigener finanzieller Mittel konnte das Ehepaar eine endoskopische Abteilung im Sister Aklesia Memorial Hospital in Adama aufbauen.

Verdienstmedaille, Oktober 2016

Maud Schaller, Schwentinental

Maud Schaller unterstützt seit Jahrzehnten ihren Mann Dr. Arend-Jürgen Schaller bei der medizinischen Versorgung von Menschen in Afrika. Seit der gemeinsamen Gründung der Medizinischen Äthiopienhilfe hilft sie jährlich bis zu vier Monate als Krankenschwester bei der Behandlung von bedürftigen Menschen und Straßenkindern. Zudem referiert sie in Krankenhäusern und Universitäten über Präventions- und Hygieneprogramme. Außerdem unterstützen die Eheleute in Äthiopien einen Franziskanermönch und sein Kloster sowie die dort angegliederte Schule und den Kindergarten.

Verdienstmedaille, Oktober 2016

Brigitte Schippmann, Tangstedt

Brigitte Schippmann engagiert sich seit mehr als 30 Jahren ehrenamtlich in der Gemeinde Tangstedt. Bereits seit 2003 kümmert sie sich um Asylsuchende und Flüchtlinge, begleitet die Menschen, richtet Wohnungen mit ein, stellt Kontakte vor Ort her und motiviert andere Menschen, sich für diese Ehrenämter zur Verfügung zu stellen.
In den 80-er Jahren war sie im sportlichen Bereich ehrenamtlich aktiv, später engagierte sie sich auch in der Kommunalpolitik in mehreren Ausschüssen. Seit 2001 ist sie Vorstandsmitglied des Naturschutzvereins Tangstedt und Initiatorin mehrerer Schutzprojekte. Sie übernimmt auch Vorstandsaufgaben im Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes, war Schöffin in Norderstedt und Schiedsfrau in Tangstedt. 2014 gehörte sie zu den Mitbegründern der Bürgerstiftung Tangstedt, wo sie im Vorstand engagiert ist.

Verdienstmedaille, Mai 2016

Harald Schliemann, Postfeld

Harald Schliemann fördert seit mehr als sechs Jahrzehnten den Reitsport in Schleswig-Holstein. Bereits in jungen Jahren engagierte er sich ehrenamtlich als Ausbilder, Jugendwart, Turnierrichter, Parcourschef, Leiter vieler Pferdesportveranstaltungen und Reitlehrer im Reiterverein Westwalddistrikt. Auch aufgrund seines Engagements zählt der Verein heute zu den größten im Kreis Plön. Vor allem im Bereich der Jugend konnte er viele neue Mitglieder gewinnen und für Turniere begeistern. Bis 2015 war er Tierschutzbeauftragter des Reiterbundes Plön.

Verdienstmedaille, Oktober 2016

Friedrich Georg Seehausen, Heide

Friedrich Georg Seehausen macht sich stark für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche. Als Rektor der Heider St. Georg-Schule ist er täglich mit dem Thema Integration konfrontiert und sorgt seit zehn Jahren für zusätzliche Bildungsangebote. Dabei geht sein Engagement weit über das berufliche Maß hinaus. Er macht sich für Sprachkurse außerhalb der Schule, Lernpatenschaften und interkulturelle Begegnungen stark. Daneben unterstützt er das Integrationsprojekt "Mädchen kicken cooler". Zudem engagiert er sich gegen Extremismus und Gewalt und ist in die Arbeit des Runden Tisches für Integration Nord in Heide eingebunden.

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 2016

Till Stange, Reinfeld

Till Stange engagiert sich für die Jugendarbeit. Sein Engagement begann Ende der 80er Jahre beim Kreisjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt in Bad Oldesloe. Von 1998 bis 2012 vertrat er die Interessen der freien Jugendarbeit im Förderverein Jugendarbeit Stormarn, aus welchem die Stiftung Jugendarbeit Stormarn hervorging. Seit 1995 ist er Mitglied im Vorstand des Kreisjugendringes Stormarn und wurde 2007 deren Kassenwart. 2005 gründete Till Stange den Verein "Ferienfreizeiten Stormarn", dem er bis heute vorsteht und der jährlich gemeinnützige Kinder- und Jugendreisen organisiert. Von 2009 bis 2013 war er Mitglied des Jugendhilfeausschusses im Kreis Stormarn.

Verdienstmedaille, Oktober 2016

Waltraut Steffen, Wendtorf

Waltraut Steffen engagiert sich seit 1986 als Schauspielerin und seit 1991 als Regisseurin sowie als Spielleiterin des niederdeutschen Theaterensembles "De Laboer Lachmöwen". Sie ist außerdem Leiterin des Theatervereins "Niederdeutsche Bühne Laboe". Das "Lachmöwen-Theater" führt unter der Leitung von Waltraut Steffen jährlich zwei niederdeutsche Lustspiele auf. Im Volkstheater kümmert sie sich von Umbauten bis zur Reinigung der Tischwäsche um sämtliche Angelegenheiten. Das Angebot des Theaters wurde ständig erweitert und die Spielstätte modernisiert und vergrößert. Sie sorgt auch für das gastronomische Angebot und pflegt den Kontakt zum Publikum auch über den Kartenvorverkauf, den sie in ihrer Privatwohnung abwickelt.

Verdienstkreuz am Bande, Januar 2017

Margrit Steiner, Hohenwestedt

Margrit Steiner engagiert sich für die Belange bedürftiger Menschen in Hohenwestedt. Seit 1982 ist sie im Vorstand der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Die Initiatorin des „Erzähl-Cafés“ hat sich auch Verdienste in der Kinder- und Jugendarbeit und im Posaunenchor erworben. Vor zehn Jahren hat sie die Hohenwestedter Tafel aufgebaut. Seitdem kümmert sie sich mit einem Team von 40 Ehrenamtlichen um die Lebensmittelausgabe. Seit 2013 engagiert sie sich in der Integrationsarbeit.

Verdienstmedaille, Januar 2016

Volker Susemihl, Itzehoe

Volker Susemihl ist mit Unterbrechung seit 1978 Kreistagsabgeordneter des Kreises Steinburg und dort stellvertretender Kreispräsident. Als Vorsitzender der Kreisgruppe Steinburg des Reservistenverbandes engagiert er sich seit 14 Jahren für die Integration der Reservisten in Itzehoe und im Kreis Steinburg. Gemeinsam mit dem Reservistenverband unterstützte er den Aufbau der Landesunterkunft für Flüchtlinge in Itzehoe. Volker Susemihl war zwei Jahrzehnte Vorsitzender des Sportvereins Wellenkamp in Itzehoe und danach 15 Jahre beim Breitenburger Sport-Club Nordoe.

Verdienstmedaille, Oktober 2016

Professor Dr. Rudolf Taurit, Lübeck

Rudolf Taurit war von 1987 bis 1993 Rektor der Fachhochschule Lübeck. Im Ruhestand setzt er sein Engagement ehrenamtlich fort. Auch dank seines Einsatzes wurde die Hansestadt Lübeck 2012 "Stadt der Wissenschaft". Er war auch treibende Kraft bei der Gründung der Wissenschafts- und Technologiepark Lübeck GmbH, deren Aufsichtsratsvorsitzender er bis heute ist. Außerdem pflegt er Kontakte mit der Universität Riga und organisiert die Ausstattung der Labore. An der Fachhochschule Lübeck hat er sich um internationale Studiengänge mit der Milwaukee School of Engineering sowie der East China University of Science and Technology verdient gemacht. Er brachte die Zusammenarbeit der Fachhochschule mit der regionalen Wirtschaft voran und stärkte die Kooperation mit der Lübecker Universität.

Verdienstkreuz am Bande, Januar 2017

Ralf Thomsen, Oldenburg i.H.

Ralf Thomsen setzt sich seit fast 40 Jahren im Brandschutz ein. Er kümmert sich um die Förderung des Feuerwehrwesens, um die Jugendarbeit, die Ausbildung und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren. Zahlreiche Projekte hat er als Gemeindewehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Oldenburg i.H., Kreiswehrführer in Ostholstein und stellvertretender Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein initiiert, begleitet und umgesetzt. Hierzu gehören Einsatzpläne für Hochwasserlagen oder Stromausfall, ein Erlass für die Feuerwehrbereitschaften im Land sowie Projekte aus dem Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem wurden auf sein Wirken hin farbige Westen für Führungskräfte im Einsatz eingeführt. Eine Herzensangelegenheit für ihn war die Fortentwicklung der Feuerwehr-Notfallseelsorge und Krisenintervention im Kreis Ostholstein und auf Landesebene.

Verdienstkreuz am Bande, Januar 2017

Dagmar Ungethüm-Ancker, Kappeln

Dagmar Ungethüm-Ancker wurde 1995 in den Vorstand des Turn- und Sportvereins Kappeln gewählt und wurde 1999 dessen Vorsitzende. Seitdem ist sie in der Stadt Kappeln in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich engagiert. Sie organisierte gemeinsam mit dem Landessportverband Schleswig-Holstein Projekte wie "Sport gegen Gewalt", "Kein Kind ohne Sport" oder Breitensporttage. Sie selbst ist seit mehr als zwei Jahrzehnten Übungsleiterin einer Fitnessgruppe und Trainerin der von ihr gegründeten Einradabteilung. 2006 wurde sie in die Stadtvertretung der Stadt Kappeln gewählt und war viele Jahre Mitglied in mehreren Ausschüssen. Seit 2013 ist sie Bürgervorsteherin.

Verdienstmedaille, Oktober 2016

Dr. Marie-Luise Verspohl, Hamburg

Seit 2003 engagiert sich Dr. Marie-Luise Verspohl ehrenamtlich für den Verein Iceflower, der jedes Jahr viele Tonnen Hilfsgüter sammelt und gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk an bedürftige Regionen in Osteuropa liefert. Dabei begleitet sie seit Jahren sämtliche Transporte. Marie-Luise Verspohl stellt den Kontakt zu Ärzten und Krankenhäusern her und prüft die Spenden auf ihre Qualität und Einsatzfähigkeit. Darüber hinaus organisiert sie gemeinsam mit der zweiten Vorsitzenden Nina Hammers Informationsstände und Tombolas, um für ihr Anliegen zu werben.

Verdienstmedaille, Oktober 2016

Elke Wenning, Sylt (Tinnum)

Elke Wenning ist seit mehr als zwei Jahrzehnten für die "Aids-Hilfe Sylt aktHIV" für Nordfriesland aktiv. Sie war 1995 Mitbegründerin des Vereins und unterstützt den ehrenamtlichen Vorstand seit 1997. Heute ist sie Vorsitzende der Aids-Hilfe. Ihr Einsatzgebiet erstreckt sich über die Grenzen von Sylt über Föhr, Amrum bis hin nach Husum. Sie hat sich für den Einsatz eines Streetworkers auf Sylt stark gemacht und diese Aufgabe auch selbst übernommen. Elke Wenning organisiert die jährlich stattfindende Aids-Gala und ist in die Vorbereitungen des Welt-Aids-Tages auf Sylt eingebunden.

Verdienstmedaille, Oktober 2016

Ausgezeichnete Personen des Jahres 2015

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Bernd Affeldt, Borstel-Hohenrade

Bernd Affelt ist seit nahezu fünf Jahrzehnten Feuerwehrmann und leitete den Kreisfeuerwehrverband Pinneberg und die Wehr seiner Heimatgemeinde Borstel-Hohenraden. Die gute Ausstattung der Wehren war Bernd Affeldt stets eine Herzensangelegenheit. Auch auf Kreisebene war ihm der Feuerwehrnachwuchs ein besonderes Anliegen. Die Gründung der Jugendfeuerwehr in seiner Heimatgemeinde Gemeinde ist allein sein Verdienst. 2003 übernahm er den Kreisfeuerwehrverband als Kreiswehrführer und war verantwortlich für 3000 Mitglieder. Bernd Affeldt hat den Neubau der Kreisfeuerwehrzentrale seit dem ersten Spatenstich begleitet und ist bei größeren Einsätzen stets mit seinem Fachwissen dabei. Er hat sich für die Feuerwehren aus Rayon Selenogradsk stark gemacht und russischen Feuerwehrleuten Fortbildungen in Pinneberg ermöglicht. Seit 2005 gehört er zur Vertreterversammlung der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord.

Bernd Affelt wurde am 5. Oktober 2015 mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Ali Asghar Azmayesh, Flensburg

Ali Asghar Azmayesh hat sich für das Miteinander im deutsch-dänischen Grenzland und die Pflege von Medienpartnerschaften eingesetzt. Als Geschäftsführer des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages hat Azmayesh mit dem in EU-Projekt "Unter Nachbarn/Blandt naboer" ein grenzüberschreitendes Bewusstsein mitentwickelt. Damit wurde das wechselseitige Verständnis von Minderheiten und Mehrheiten im Grenzland gestärkt. Sein Augenmerk galt der Weiterentwicklung junger Menschen. Mit den Herausforderungen im crossmedialen Zeitalter stellte er 2009 die Weichen für eine neue Volontärsausbildung. Azmayesh steht für die Mitbegründung und Weiterentwicklung eines neuen Masterstudienganges. Er war unter anderem der Vorsitzende des Verbandes der Zeitungsverleger Norddeutschland e.V. und des Aufsichtsrates der Radioholding "Regiocast". Seit den 90er Jahren ist er auch sozial engagiert. Er war im Beirat der Universität Flensburg aktiv und ist seit 2011 als ehrenamtlicher Richter tätig.

Ali Asghar Azmayesh wurde am 15. September 2015 mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Ute Babbe, Ostenfeld

Ute Babbe engagiert sich in der Jugend- und Mädchenpolitik sowie in der Vernetzung der Jugendarbeit mit der Mädchen- und Frauenarbeit in Nordfriesland. Sie legt ihren Schwerpunkt auf die Freizeit- und Bildungsarbeit und die geschlechtergerechte Jugendarbeit. Sie ist aktiv bei jugendpolitischen Diskussionen und hat an Sommerfreizeiten, Jugendleiterkursen und internationalen Begegnungen des Kreisjugendringes mitgewirkt. Zudem engagiert sie sich im Landesfrauenrat und im Haupt-, Mädchen- und Frauenausschuss des Landesjugendrings.

Ute Babbe wurde am 30. März 2015 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Melf Behrens, Tremsbüttel

Melf Behrens aus Tremsbüttel engagiert sich seit knapp zwei Jahrzehnten in der Jugendarbeit der Feuerwehr, im Kreis- und Landesjugendring sowie im Sportverein. Bereits seit 1996 ist er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Tremsbüttel, wo er Betreuer und Jugendfeuerwehrwart wurde. Ab 2006 engagierte er sich auch im Kreisjugendfeuerwehrausschuss Stormarn, für den Melf Behrens sieben Jahre lang die Öffentlichkeitsarbeit organisierte. Seitdem ist er für die Aus- und Fortbildung von jungen Feuerwehrleuten verantwortlich und macht sich im Landesjugendforum der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehr stark. Darüber hinaus ist Melf Behrens in der allgemeinen Jugendverbandsarbeit auf Kreis- und Landesebene aktiv. Hier setzt er sich für bezahlbaren Wohnraum ein und kümmert sich um die internationale Jugendarbeit im Ostseeraum. Neben diesen Aufgaben hat Melf Behrens unterschiedliche ehrenamtliche Funktionen in der Jugendarbeit seines Heimatvereins, dem VfL Tremsbüttel von 1968, übernommen: Nach seiner Tätigkeit als Gruppenleiter und Jugendwart ist er aktuell im Jugendvorstand aktiv.

Melf Behrens wurde am 5. Juni 2015 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Friedrich Engberding, Langballig

Friedrich Engberding engagiert sich seit Jahrzehnten für Multiple Sklerose-Patientinnen und -Patienten. Er war seit den neunziger Jahren intensiv in die Pflege seiner bewegungsunfähigen, an Multiple Sklerose erkrankten, Ehefrau eingebunden, die er bis zu ihrem Tod gepflegt hat. Er initiierte einen Freundes- und Gesprächskreis für ebenfalls Betroffene und deren Betreuer. Um diesen Menschen einen Urlaub zu ermöglichen, hat Friedrich Engberding 2002 in Münster den Verein MS-Mobil e. V. mitgegründet, der 2004 mit dem Multiple-Sklerose-Preis der Hertie-Stiftung ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus engagiert er sich für die Belange älterer Menschen beispielsweise im Seniorenbeirat Langballig.

Friedrich Engberding wurde am 14. Dezember 2015 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Anke Eymer, Lübeck

Anke Eymer hat sich als Vizepräsidentin der Deutsch-Israelischen Gesellschaft für die Verbesserung der Beziehungen beider Völker eingesetzt und als Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Gesellschaft viele Impulse für überregionale Aktivitäten gegeben. Sie macht sich in der Jerusalem Foundation Deutschland e.V. für Koexistenzprogramme stark, um die Lebensbedingungen in Jerusalem zu verbessern und die Verständigung zwischen Juden und Arabern zu fördern. Als Bundestagsabgeordnete hat sie in der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe zur Vertiefung der bilateralen Beziehungen beigetragen. Seit 1970 ist Anke Eymer in der CDU aktiv. Sie war in Ausschüssen und im Kunstbeirat des Deutschen Bundestages engagiert und stellvertretende Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Fraktion. Zudem gehörte sie zum Deutschen Komitee von UNICEFF, war Mitglied der Westeuropäischen Union (WEU)und ist seit 2010 Ehrenmitglied der Deutschen Delegation der Parlamentarischen Versammlung des Europarates.

Anke Eymer wurde am 28. September 2015 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Frank Behrens, Timmendorfer Strand

Frank Behrens engagiert sich seit 1978 in verschiedenen Bereichen und ist heute Vizepräsident der DEHOGA in Schleswig-Holstein. Die Wettbewerbsfähigkeit der Tourismuswirtschaft und insbesondere der klein- und mittelständischen Hotel- und Gaststättenbetriebe ist ihm ein besonderes Anliegen. Als Vorsitzender des Beirates des Sparkassen-Tourismusbarometers und im Handlungsfeld der Tourismusstrategie stellt er die Belange der Betriebe in den Fokus. Seit 2008 macht er sich als stellvertretender Vorsitzender für die Neuausrichtung des Tourismusverbandes Schleswig-Holstein e. V. stark. Er hat maßgeblich am Rahmenkonzept für den Bereich "Gesundheit und Tourismus" mitgewirkt und bei der "Arbeitsmarkt- und Fachkräfteanalyse" des Bildungswerkes der Sächsischen Wirtschaft gGmbH einen herausragenden Einsatz gezeigt. Weitere Verdienste hat er sich im Heilbäderverband Schleswig-Holstein e. V., um das Schleswig-Holstein Gourmet Festival und den Lions Club Lübecker Bucht erworben.

Frank Behrens wurde am 5. Oktober 2015 mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Gudrun Fuchs, Tating

Gudrun Fuchs ist die „Seele des kirchlichen Lebens“ in Tating. Sie ist seit 1990 im kirchlichen Bereich aktiv und kümmert sich bis heute in besonderer Weise um den Erhalt, die Gestaltung und die Veranstaltungen der Kirche. Fuchs hat sich im Kirchenvorstand eingesetzt und gehörte einige Jahre zur Synode der Nordelbischen Kirche. Als Vorsitzende des Nordfriesischen Vereins intensivierte sie das Engagement für das Niederdeutsche und für die friesische Sprache. Im Friesenrat und im Friesenverein vertritt Fuchs die Interessen des Heimatbundes Landschaft Eiderstedt. Als stellvertretende Bürgermeisterin und Vorsitzende des Finanzausschusses hat Fuchs auch die Entwicklung ihrer Heimatgemeinde mitgestaltet. Weitere Verdienste hat sie sich beim Deutschen Roten Kreuz, im Ortskulturring und als Schiedsfrau erworben.

Gudrun Fuchs wurde am 15. September 2015 mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Gisela Poersch, Eutin

Gisela Poersch engagiert sich seit drei Jahrzehnten im kommunalpolitischen und im sozialen Bereich. Ihr kommunalpolitisches Engagement begann sie bereits 1985 in der Eutiner Stadtvertretung. Gisela Poersch war stellvertretende Bürgervorsteherin und acht Jahre Bürgervorsteherin. Sie hat sich mit ihrer Bürgernähe großes Ansehen erworben und wurde von der Stadt Eutin mit dem Ehrenring ausgezeichnet und zur Ehrenstadtvertreterin ernannt. Gisela Poersch war auch Vorsitzende des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt Eutin. Als Mitglied des Kreisvorstandes der Arbeiterwohlfahrt war sie aktiv an dessen Konsolidierung beteiligt. Sie ist bis heute Ratgeberin für die Politik und eine unverzichtbare Säule in sozialpolitischen Fragestellungen. Dabei liegt ihr das Thema Altersarmut besonders am Herzen. Sie ist außerdem Gründungsmitglied und erste Vorsitzende des Vereins "Anny-Trapp-Preis", der Institutionen und Personen, die Vorbilder für soziales Engagement sind, mit Preisgeldern fördert.

Gisela Poersch wurde am 5. Oktober 2015 mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Ingrid Altner, Bad Segeberg

Ingrid Altner setzt sich seit mehr als drei Jahrzehnten mit hoher Intensität in Bad Segeberg ein. Sie war in der Otto-Flath-Stiftung engagiert und leitet seit 2008 die Horst-Busch-Stiftung. Mehr als 15 Jahre war Ingrid Altner Sprecherin des örtlichen Beirates im Schleswig-Holstein Musik Festival. Sie ist seit über 30 Jahren Mitglied der katholischen Pfarrgemeinde Bad Segeberg und hat sich zudem als Organistin zur Verfügung gestellt. Ein Anliegen ist ihr der interreligiöse Dialog der christlichen Kirchen mit den islamistischen Gemeinschaften und insbesondere mit der jüdischen Gemeinde. Schwerpunkte ihres kommunalpolitischen Einsatzes sind der Kunst- und Kulturbereich und die Pflege der Städtepartnerschaften. Als Bürgervorsteherin ist sie jederzeit ansprechbar und kümmert zudem sich um das Weihnachtshilfswerk, Spätaussiedler und Einkommensschwache. Weitere Stationen ihres Einsatzes sind unter anderem der Schulbeirat und der Städteverband Schleswig-Holstein.

Ingrid Altner wurde am 5. Oktober 2015 mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Dr. Peter Janocha, Altenholz

Dr. Peter Janocha hat bereits seit den 60er Jahren aus seinem Beruf heraus Verbindungen in den asiatischen Raum gepflegt. Er war von 1984 bis 2014 Vorsitzender der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Schleswig-Holstein e.V., die sich früh weiten Kreisen der Wirtschaft geöffnet hat. Janocha intensivierte als Vorsitzender der Gesellschaft unter anderem den Sprachunterricht und die Jugendarbeit Er hat zahlreiche Veranstaltungen organisiert, z.B. im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals mit dem Länderschwerpunkt Japan oder eine Sammelaktion nach dem Reaktorunglück in Fukushima. Janocha beriet die Landesregierung bei der Ausgestaltung der Verbindungen zur japanischen Präfektur Hyogo, die 1997 zu einer offiziellen Partnerschaft führten. Zudem hat er sich als Autor einen Namen gemacht.

Dr. Peter Janocha wurde am 31. August 2015 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Klaus Karpen, Kiel

Klaus Karpen ist Vorsitzender des Vereins „Schüler Segeln Schleswig-Holstein“. Das Projekt soll Jugendlichen ermöglichen, sich über das Segeln mit den Kräften des Wassers und des Windes auseinanderzusetzen und so das Land zwischen den Meeren zu erfahren. Er hat viele Sponsoren aber auch Bootsbauer, Werften und Schulen für das Projekt gewonnen. Seit zehn Jahren setzt er sich zudem für den Verein RAFIKI ein, der in Mrimbo/Tansania, eine Schule aufgebaut hat. Er engagiert sich für professionelle Strukturen an der KIUMAKO Schule und für die staatliche Anerkennung. Karpen ist  Berater für die offizielle Partnerschaft zwischen der Landeshauptstadt Kiel und dem Bezirk Moshi-Rural/Tansania. Er hat außerdem die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Schleswig-Holstein entscheidend geprägt und ist Beiratsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Bildungsverwaltung sowie Sprecher der Arbeitsgruppe Lehrerbildung.

Klaus Karpen wurde am 31. August 2015 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet

Maren Knittel, Heikendorf

Maren Knittel engagiert sich seit vielen Jahren im Schleswig-Holsteinischen Turnverband. Schon früh war sie in mehreren Vereinen im Kreis Plön und in Kiel aktiv. Bis heute leitet sie wöchentlich eine Frauengruppe im Heikendorfer Sportverein. Dort ist sie Oberturnwartin und Fachübungsleiterin Gerätturnen. Außerdem leitet sie seit fast 20 Jahren die Übungsleiterausbildung im Landesverband und ist Organisatorin des „TurnCamps“ in Trappenkamp, in dem Kindern und Jugendlichen aus ganz Deutschland Training in den Ferien ermöglicht wird. Darüber hinaus macht sie sich stark für den Wettkampf „Jugend trainiert für Olympia“. Seit 1996 ist sie Vizepräsidentin Bildung und Sportartenentwicklung im Vorstand des Landes-Turnverbandes. Außerdem ist sie Mitglied in Gremien des Deutschen Turner-Bundes.

Maren Knittel wurde am 4. Dezember 2015 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Eckart Kuhlwein, Ammersberg

Eckart Kuhlwein hat sich über seine bundes- und landespolitische Arbeit hinaus intensiv dem Natur- und Umweltschutz gewidmet, um folgenden Generationen eine lebenswerte und gestaltbare Welt zu hinterlassen. Er ist Mitbegründer und ehrenamtlicher Geschäftsführer des „umWeltforums“ der SPD. Zudem engagiert er sich als Bundesfachbereichsleiter Naturschutz, Umwelt und sanfter Tourismus im Verband der NaturFreunde Deutschlands. Zu seinen besonderen Initiativen gehören die Auslobung der "Flusslandschaft des Jahres" und die Förderung des europäischen Schutzgebietssystems Natura 2000. Eckart Kuhlwein hat mit den NaturFreunden mehr als einhundert Rad- und Wanderwege geschaffen, die zur Umweltbildung beitragen und die Natur erlebbar machen. Er widmet sich dem Thema "Energie und Naturschutz" und hat als Vorsitzender eines Deutsch-Zyprischen Forums (DZF) jahrelang Begegnungen zu umweltpolitischen Fragen zwischen griechischen und türkischen Zyprioten organisiert.

Eckart Kuhlwein wurde am 28. September 2015 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Dr. Cebel Küçükkaraca, Kiel

Dr. Cebel Küçükkaraca kümmert sich intensiv um die Integration von Migrantinnen und Migranten. Er ist seit 2000 Landesvorsitzender der Türkischen Gemeinde Schleswig-Holstein und seit 2006 auch 2. Vorsitzender auf Bundesebene. Küçükkaraca hat kontinuierlich auf Bildungsprobleme von Migrantenkindern hingewiesen und durch Projektarbeit dagegen gesteuert. 2006 initiierte er ein Projekt zur Berufsorientierung. Er engagiert sich unter anderem in ministeriellen Ausschüssen wie der Härtefallkommission beim Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten. Außerdem ist Küçükkaraca Mitglied des „Runden Tisches Migrationsberatung“ und des Arbeitskreises „Migration und Arbeit“ in Kiel. Darüber hinaus engagiert er sich im Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus in Schleswig-Holstein.

Dr. Cebel Küçükkaraca wurde am 31. August 2015 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Helga Lietzke, Lübeck

Helga Lietzke leitet die Lübecker Frauen- und Sozialverbände. Ihren Schwerpunkt legt sie auf die Bereiche Medizin, Gesundheit und Renten, berücksichtigt aber auch politische Themen. Zusätzlich setzt sie sich für die Bürgerschaft sowie im Lübecker Stiftungs- und Projektewesen ein. Sie organisierte unter anderem eine Befragung zum Thema Kinderbetreuung und sammelte Unterschriften für den Erhalt der Universität Lübeck. Zudem leitet sie den Seniorentreff am Koberg, der bereits seit über 50 Jahren besteht.

Helga Lietzke wurde am 30. März 2015 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Peter Mucke, Albersdorf

Peter Mucke hat in den 70er Jahren die Errichtung des Steinzeithauses in Albersdorf initiiert. Aus dem Vorhaben sind mittlerweile ein Steinzeitdorf und ein Bildungszentrum entstanden, die zu den Leuchtturmprojekten an der Westküste Schleswig-Holsteins zählen. Mucke hat viele Jahre aktiv in Gremien des Vereins Volkshochschulen (VHS) in Dithmarschen und des Landesverbandes der Volkshochschulen Schleswig-Holstein mitgewirkt. Er hat das VHS-Angebot in der ländlichen Region deutlich erweitert. Darüber hinaus setzte er das Projekt „Talentekompass LandZukunft“ um. Mucke war von 1986 bis 2013 Mitglied der Gemeindevertretung, stellvertretender Bürgermeister und fünf Jahre Bürgermeister. Für die ehrenamtliche Leitung der Volkshochschule Albersdorf und seinen kommunalpolitischen Einsatz wurde Peter Mucke 1996 mit der Ehrennadel des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Peter Mucke ist am 5. September 2015 verstorben. Die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland wurde am 15. September 2015 seinen Angehörigen übergeben.

Dagmar Pohl-Laukamp, Lübeck

Dagmar Pohl-Laukamp engagiert sich für die Kriminalprävention. Als Innensenatorin stellte sie die Weichen zur Gründung eines Kriminalpräventiven Rates und setzte sich für das den Deutschen Präventivtag in Lübeck ein. Zusätzlich startete sie die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene und war im Fachbeirat der Stiftung Kriminalprävention in Münster tätig. Zudem ist sie Vorsitzende des Deutschen Akademikerinnenbundes, der Deutsch-Italienischen Gesellschaft in Lübeck und engagiert sich in Gremien des Norddeutschen Rundfunks.

Dagmar Pohl-Laukamp wurde am 30. März 2015 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Karl-Heinz Reiser, Medelby

Karl-Heinz Reiser engagiert sich für die Vogelforschung und den Artenschutz. Er gilt als Uhu-Fachmann und leitet das landesweite Monitoring für Uhus. Im Landesverband Eulen-Schutz leitet er das "Wiedereinbürgerungsprogramm Uhu". Zusätzlich ist er ehrenamtlicher Mitarbeiter des Instituts für Vogelforschung auf Helgoland und war er viele Jahre im Vorstand der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein und Hamburg. Er nahm außerdem an Forschungsprojekten in Israel, Spanien und Russland teil.

Karl-Heinz Reiser wurde am 30. März 2015 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Michael Rode, Nordermeldorf

Michael Rode widmet sich seit vielen Jahren den Anliegen älterer Menschen. Er blickt auf eine langjährige ehrenamtliche Gewerkschaftsarbeit zurück und war auch beruflich in diesem Bereich tätig. Als Beauftragter der DGB-Region Unterelbe ist er seit 1996 der Motor und Entwickler zahlreicher Aktivitäten. Er engagiert sich im Arbeitskreis der DGB-Landesbezirkssenioren, im Altenparlament des Schleswig-Holsteinischen Landtages und ist dort seit 2007 Sprecher für Migrationsfragen. Rode hat sich als Mitglied der IG Metall insbesondere der Ausländer- und Migrationsarbeit und der Jugendarbeit verschrieben. 1971 wurde in Hamburg und fünf Jahre später in Schleswig-Holstein der 1. ausländische Arbeitskreis im Bereich des Deutschen Gewerkschaftsbundes gegründet. Rode arbeitete in der Verwaltungsstelle der IG Metall in Kiel und war Sprecher der „Arbeitsgruppe Umgang mit Behörden“ der Landeshauptstadt Kiel.

Michael Rode wurde am 15. September 2015 mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Basilike Freifrau von Ruffin (Vicky Leandros), Basthorst

Die international renommierte Künstlerin Vicky Leandros nutzt ihre Popularität, um bei Benefizkonzerten u.a. auf Gut Basthorst Spendengelder für karitative Einrichtungen zu sammeln. Sie ist Botschafterin der José Carreras Stiftung und setzt sich außerdem für unfallgeschädigte Kinder sowie in der Drogenprävention ein. Vicky Leandros ist Botschafterin der griechisch-orthodoxen Kirche für die Kinder Afrikas, kümmert sich intensiv um 15 Patenkinder und ist seit 1992 immer wieder für UNICEF ehrenamtlich im Einsatz. 2013 hat die Sängerin in München eine Sammlung initiiert, durch die mehr als 370.000 Euro für junge Menschen in Griechenland zusammenkamen.

Vicky Leandros wurde am 14. Dezember 2015 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Freya Schwachenwald, Lübeck

Freya Schwachenwald aus Lübeck engagiert sich seit zwölf Jahren für Kultureinrichtungen und kulturelle Bildung, insbesondere im Kinder- und Jugendbereich. Bereits im Alter von neun Jahren unterstützte sie tatkräftig den Lübecker Verein „Bücherpiraten e.V“. Ihr Organisationstalent und ihre Begeisterung für Literatur und Kultur setzte sie auch in weiteren Projekten ein: Freya Schwachenwald wurde Mitbegründerin der Autorengruppe „Geschichten-Club“ für 11- bis 13-Jährige, Mitorganisatorin der Lübecker Jugendbuchtage und Mitentwicklerin eines Online-Literatur-Magazins, für das sie Bücher rezensierte, Interviews führte und Kolumnen schrieb. Ihre herausragende Leistung für Kinder und Jugendliche wird besonders durch ihren Einsatz für 700 von der Lübecker Tafel betreute Kinder deutlich: Freya Schwachenwald stellte den Kindern Büchergutscheine zur Verfügung, deren Finanzierung sie zuvor eigenständig organisierte.

Freya Schwachenwald wurde am 5. Juni 2015 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Rainer Seidel, Tolk

Rainer Seidel engagiert sich seit Jahrzehnten für den Erhalt der niederdeutschen Sprache. Er ist ehrenamtlicher Geschäftsführer des Niederdeutschen Bühnenbundes mit seinen 15 Bühnen in Schleswig-Holstein. Rainer Seidel hat das niederdeutsche Theater als Darsteller, Regisseur, Techniker und Spielgruppenmanager unterstützt. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Verbandes und Mitinitiator des niederdeutschen Theatertreffens in Molfsee und engagiert sich für die jüngsten Bestrebungen, das niederdeutsche Volkstheater auf die UNESCO-Liste für das Weltkulturerbe zu setzen.

Rainer Seidel wurde am 30. März 2015 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Hans Stellmacher, Itzehoe

Hans Stellmacher hat Hilfs- und Spendenaktionen initiiert und soziale Einrichtungen unterstützt. Er ist Initiator der "Albert-Schweitzer-Fördergesellschaft Hans-Stellmacher - für humanitäre Hilfe und ethische Bildung", aus der 2004 das "Zentrum für ethische Bildung Norddeutschlands" hervorging. 2006 wurde er mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet. Hans Stellmacher hat sich der Vertiefung, Verbreitung und Verwirklichung des von Albert Schweitzer erdachten Grundprinzips - der Ehrfurcht vor allem Leben - verschrieben. In fünfzig Städten hat er Zentren und Bildungsstätten über Goethe, Schiller und Schweitzer gegründet und diese mit Material ausgestattet. Daraus sind Akademien und Bildungszentren hervorgegangen, für die er ein Netzwerk von Sponsoren und Unterstützern aufgebaut hat. Hans Stellmacher hat die Schrift "Ethik, verfasst von Weimarer Institutionen" herausgegeben, von der er bisher 4.000 Exemplare auf eigene Kosten in verteilt hat. 2011 initiierte er die Gründung der Westküstenakademie im Brunsbütteler Elbeforum. Darüber hinaus hat er sich Verdienste durch Jugendprojekte erworben.

Hans Stellmacher wurde am 28. September 2015 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Rolf Teucher, Rendsburg

Rolf Teucher war bis Juni 2015 Vorsitzender des Landeskulturverbandes Schleswig-Holstein e. V. In dieser Position hat er den Verband als Impulsgeber für die Kultur mitgeprägt und die Verbindungen zur Politik gepflegt. Rolf Teucher ist Vorsitzender des Landesverbandes Schleswig-Holstein im Deutschen Bibliotheksverband e.V. und seit 1995 des Büchereivereins Schleswig-Holstein e. V. Darüber hinaus engagiert er sich im Verbraucherschutz, im Tourismus, für die Schleswig-Holsteinischen Gedenkstätten sowie für die Sparkassen. In den siebziger und achtziger Jahren war Rolf Teucher zunächst ehrenamtlicher Kommunalpolitiker in Rendsburg, dann Senator und später Bürgermeister.

Rolf Teucher wurde am 14. Dezember 2015 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Dr. Gie Orzol Vandehult, Scharbeutz

Dr. Gie Orzol Vandehult hat sich auf dem Gebiet der plastischen, rekonstruierenden Chirurgie spezialisiert. Zwischen 1994 und 2006 führte sie Ärzteeinsätze zu chirurgischen Behandlungen nach Indien und Tansania. Sie hat dort ehrenamtlich über 1.000 Eingriffe insbesondere an Kindern vorgenommen. Seit 2006 reist die in der Ostseeklinik in Bad Schwartau tätige Medizinerin jährlich für mehrere Wochen nach Madagaskar, um dort ehrenamtlich für den Verein „pro interplast Seligenstadt e. V.“ mit einem Ärzteteam Patienten mit Mund-Gaumen-Spalten, entstellenden Narben und Deformationen an den Gliedmaßen zu operieren. In ihrer Freizeit hält sie Vorträge, um auf die Arbeit des Vereins aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln. Ihr Einsatz bei der Leitung der deutschen Interplast-Teams in Madagaskar hat dem Ansehen der Bundesrepublik Deutschland große Anerkennung verschafft.

Dr. Gie Orzol Vandehult wurde am 31. August 2015 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Hauke von Essen, Kaltenkirchen

Hauke von Essen engagierte sich bereits in jungen Jahren in der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Er war Vorsitzender der DLRG Kaltenkirchen und engagierte sich auch im DLRG-Bezirk Segeberg. In Kaltenkirchen initiierte er einen Rettungsverband, um Ausbildungsangebote organisationsübergreifend anzubieten. Im DLRG Landesverband Schleswig-Holstein war er stellvertretender Technischer Leiter. Als stellvertretender Landesbeauftragter für Online-Dienste pflegt er den Internetauftritt des Landesverbandes, bietet auch Mitarbeiterschulungen und ist Ausbilder für Tauchlehrer. Zusätzlich engagiert er sich kommunalpolitisch und ist Aufsichtsratsvorsitzender der Volkshochschule Kaltenkirchen.

Hauke von Essen wurde am 30. März 2015 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Marianne Wilke, Wedel

Marianne Wilke ist eine der letzten Überlebenden der nationalsozialistischen Herrschaft in Schleswig-Holstein und hält die Erinnerung an die Naziverbrechen wach. Als Zeitzeugin berichtet sie vor allem in Schulen, Kirchen und in Erinnerungsstätten von den Gräueltaten der nationalsozialistischen Herrschaft. Marianne Wilke ist der Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein verbunden und ist Mitglied im Härtefonds für die Opfer des Nationalsozialismus beim Sozialministerium.

Marianne Wilke wurde am 30. März 2015 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.