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Ausbildung - Arbeiten beim Land Schleswig-Holstein

© Holger Stöhrmann

Vermessungsreferendarin / Vermessungsreferendar

Was macht eine Vermessungsreferendarin oder ein Vermessungsreferendar?

Grundsätzlich dient das Vermessungsreferendariat zur Qualifikation von Nachwuchsführungskräften für eine Tätigkeit in der Vermessungs- und Katasterverwaltung des Landes Schleswig-Holstein. Es handelt sich dabei um Tätigkeiten der Laufbahngruppe 2, zweites Einstiegsamt (ehemals höherer vermessungstechnischer Verwaltungsdienst).

Während ihres Referendariates absolvieren die Vermessungsreferendarinnen und Vermessungsreferendare einen zweijährigen Vorbereitungsdienst, welcher mit der Großen Staatsprüfung abschließt. Sie sind dann berechtigt die Berufsbezeichnung Vermessungsassessorin bzw. Vermessungsassessor zu führen.

Die Berufsaussichten nach dem Vorbereitungsdienst sind vielfältig und heutzutage auch wieder gut. Neben der Beschäftigung im öffentlichen Dienst haben die Absolventinnen und Absolventen auch in der freien Wirtschaft diverse Berufsmöglichkeiten, sei es nun bspw. als Öffentlich bestellte Vermessungsingenieurin bzw. Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur oder im Bereich Flächen- und Immobilienmanagement.

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Welche Eigenschaften sollte ich mitbringen?

Wer ein Vermessungsreferendariat absolvieren möchte sollte...

  • ein hohes technisches Verständnis haben,
  • Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft besitzen,
  • über ausgeprägte Teamfähigkeit verfügen und
  • eine verantwortungsbewusste Persönlichkeit sein, die in der Lage ist Führungsaufgaben zu übernehmen.

Welche Einstellungsvoraussetzungen gibt es?

Studienabschluss:
Erfolgreicher Abschluss eines Master-Studiengangs an einer Hochschule mit einer Regelstudienzeit von zehn Fachsemestern (einschließlich Praxis- und Prüfungssemester sowie Masterarbeit) im Studiengang Geodäsie und Geoinformation oder einer gleichwertigen Studienrichtung,

oder

erfolgreicher Abschluss eines Diplom-Studienganges an einer Technischen Hochschule/Universität oder einer Gesamthochschule mit einer Mindeststudienzeit von acht Fachsemestern (ohne Zeiten für Praxis- und Prüfungssemester sowie Diplomarbeit) im Studiengang Geodäsie und Geoinformation oder einer gleichwertigen Studienrichtung.

Weitere Voraussetzungen:
Sie erfüllen der rechtlichen Voraussetzungen für die Einstellung in den öffentlichen Dienst als Beamtin / Beamter auf Widerruf.

Weitere Hinweise:

Landesbeamtengesetz

Landesverordnung über die Laufbahn, Ausbildung und Prüfung der Laufbahngruppe 2, zweites Einstiegsamt, in der Fachrichtung Technische Dienste des Landes Schleswig-Holstein (LAPVO-tD-LG2/2)

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Ausbildungsbeginn:
Der Ausbildungsbeginn ist in der Regel am 01. November jeden Jahres.

Ausbildungsdauer:
Das Vermessungsreferendariat dauert mindestens zwei Jahre (inkl. des Prüfungszeitraumes).
Es endet mit dem Bestehen oder endgültigen Nichtbestehen der Großen Staatsprüfung.

Ausbildungsaufbau:

Die Ausbildung wird in theoretischen und praktischen Ausbildungsabschnitten absolviert bis zum Ablegen der Großen Staatsprüfung.

Ausbildungsorte:
Einstellungsbehörde ist das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration (MILI). Ausbildungsbehörde ist das Landesamt für Vermessung und Geoinformation Schleswig Holstein (LVermGeo SH).

Ausbildungsstellen sind:

  • Das LVermGeo SH,
  • das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration,
  • das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND)
  • das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR).

Weitere Stationen sind

  • eine kommunale Bauplanungsverwaltung, Landesplanungsstellen
  • eine Geschäftsstelle eines Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Schleswig-Holstein,
  • Stellen, an denen Seminare und Lehrgänge durchgeführt werden.

Welche Inhalte hat die Ausbildung?

Ziel:
Zweck und Ziel des Vorbereitungsdienstes ist es, Nachwuchskräfte für Leitungsaufgaben in der Fachrichtung Vermessungs- und Liegenschaftswesen auszubilden.

Inhalte:
Die Ausbildung soll sich einerseits darauf erstrecken, das auf der Hochschule erworbene Wissen in der Praxis anzuwenden und es gegebenenfalls zu ergänzen. Auf der anderen Seite sollen umfassende Kenntnisse vor allem in den Gebieten Verwaltung, Recht, Planung, Betrieb und Führungsaufgaben vermittelt werden.

Ausbildungsabschnitte:
Das Vermessungsreferendariat gliedert sich in fünf Ausbildungsabschnitte (entsprechend der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für das technische Referendariat - Empfehlung des Kuratoriums des Oberprüfungsamtes):

  • Ausbildungsabschnitt I : Liegenschaftskataster und Landesvermessung, Geobasisinformationswesen
  • Ausbildungsabschnitt II: Landentwicklung
  • Ausbildungsabschnitt III: Landesplanung und Städtebau
  • Ausbildungsabschnitt IV: Geodatenmanagement und Geodateninfrastruktur
  • Ausbildungsabschnitt V: Allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie Prüfungsleistungen

Wie wird die Ausbildung vergütet?

Während der Ausbildung erhalten die Referendarinnen und Referendare monatliche Anwärterbezüge von 1.371,19 € brutto (Stand: 28.03.2017). Je nach persönlichen Verhältnissen (verheiratet, Kinder) wird darüber hinaus ggf. ein Familienzuschlag gezahlt.

Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung fallen nicht an. In Krankheitsfällen wird vom Land Schleswig-Holstein eine Beihilfe von bis zu 50 % der Kosten gewährt. Für die Absicherung der restlichen Kosten wird der Abschluss einer (privaten) Krankenversicherung empfohlen.

Wie kann ich mich bewerben?

Bewerbungszeitraum:
Bewerbungen werden grundsätzlich nur berücksichtigt, wenn sie spätestens zwei Monate vor dem Einstellungstermin, der in der Regel am 01. November eines jeden Jahres ist, vollständig vorliegen.

Notwendige Unterlagen:

  • Geburtsurkunde oder Geburtsschein,
  • ggf. Ehe- oder Lebenspartnerschaftsurkunde und Geburtsurkunden der Kinder,
  • Lebenslauf;
  • Zeugnis über den Nachweis der Hochschulreife;
  • Belegnachweise der Hochschule

    • Zeugnisse über die Hochschulprüfungen sowie gegebenenfalls über Zusatz- oder andere Prüfungen
    • Urkunde über die Verleihung des akademischen Grades, der durch die Hochschulprüfung erworben wurde sowie Urkunden über andere akademische Grade
  • Nachweis über etwaige hauptberufliche Tätigkeiten nach dem Ablegen der Hochschulprüfung;
  • Nachweis

    • der Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder
    • eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder
    • eines Drittstaates, dem Deutschland und die Europäische Union vertraglich einen entsprechenden Anspruch auf Anerkennung von Berufsqualifikationen eingeräumt haben
  • persönliche schriftliche Erklärung, ob gerichtliche Strafen vorliegen oder ein gerichtliches Strafverfahren oder eine Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft anhängig ist;

Weitere Hinweise:

  • Die Landesregierung ist bestrebt, ein Gleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Beschäftigten in der Landesverwaltung zu erreichen. Sie bittet deshalb geeignete Frauen, sich zu bewerben und weist darauf hin, dass Frauen bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt werden.
  • Ausdrücklich begrüßen wir es, wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund bei uns bewerben.
  • Die Landesregierung setzt sich für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ein. Daher werden Menschen mit Behinderung und diesen Gleichgestellte bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Sobald die Einstellungsbehörde über die Einstellung entschieden hat, werden außerdem benötigt:

  • Ein polizeiliches Führungszeugnis, das ggf. von der Einstellungsbehörde angefordert wird,
  • ein Gesundheitszeugnis des für den Wohnort zuständigen Gesundheitsamtes (die Kosten des Gesundheitszeugnisses übernimmt das Land Schleswig-Holstein).

Die Bewerbung ist an folgende Adresse zu richten:
Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration Schleswig-Holstein
- Personalreferat IV 135 -
Düsternbrooker Weg 92
24105 Kiel

Welche Berufschancen gibt es?

Berufliche Perspektiven nach der Ausbildung:
Auf Grund des demographischen Wandels können die Berufsmöglichkeiten als Vermessungsassessorin / Vermessungsassessor inzwischen als gut bezeichnet werden.

  • Eine direkte Übernahme in den Landesdienst ist zwar nicht möglich. Aber eine Stellenausschreibung für einen entsprechenden Dienstposten ist nicht völlig ausgeschlossen. Sie orientiert sich an der jeweiligen Situation im Personalhaushalt des Landes sowie des Personalbedarfes.

Zudem werden insbesondere außerhalb der Verwaltung dringend Nachwuchsassessorinnen und -assessoren gesucht.

  • Eine Möglichkeit ist die Selbständigkeit als Öffentlich bestellte / r Vermessungsingenieurin / -ingenieur. Neben der Eröffnung eines neuen Büros zeichnet sich ein hoher Bedarf an Büronachfolgerinnen / Büronachfolgern ab.
  • Auch große Firmen mit einer Immobilen- /Flächenmanagementabteilung, Banken oder auch Wertermittlungsbüros sehen den Abschluss des Vermessungsreferendariates als eine willkommene Zusatzausbildung an.

Wo kann ich mich informieren?

Für weitere fachliche Informationen steht Ihnen Herr Christoph Krebs beim Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration des Landes Schleswig-Holstein (MILI) zur Verfügung:

Kontakt

Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration

Bauaufsicht, Landesbauordnung, Vermessung und Geoinformation
Nachfragen zum Vermessungsreferendariat
Düsternbrooker Weg 92
24105 Kiel
Telefon: 0431 988-2789

Gesetzliche Grundlagen:
Die Ausbildung richtet sich nach der Landesverordnung über die Laufbahn, Ausbildung und Prüfung der Laufbahngruppe 2, zweites Einstiegsamt, in der Fachrichtung Technische Dienste (ehemals: höherer technischer Verwaltungsdienst) des Landes Schleswig-Holstein.

Landesverordnung über die Laufbahn, Ausbildung und Prüfung der Laufbahngruppe 2, zweites Einstiegsamt, in der Fachrichtung Technische Dienste des Landes Schleswig-Holstein

Ausbildung zum/zur Vermessungsreferendar/in (PDF 534KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Weiterführende Links

LVermGeo SH

Bundesverkehrsministerium - Technisches Referendariat

Bund der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure – Der Weg zum ÖbVI

Landesverband der Vermessungsingenieure Nord-West