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Finanzwirt*in (Diplom)

Staatskanzlei

Finanzwirt*in (Diplom)

Was macht ein*e Diplom-Finanzwirt*in?

Überall, wo Menschen zusammenleben, gibt es gemeinschaftliche Bedürfnisse und Aufgaben. Dies betrifft zum Beispiel den Betrieb von Kindergärten und Schulen oder die Leistungen von Polizei und Feuerwehr. Die Gemeinschaft muss jedoch auch für die Kosten dieser Angebote aufkommen, zum Beispiel durch das Zahlen von Steuern. Damit jeder den richtigen Betrag an Steuern bezahlt und die eingenommenen Gelder an der richtigen Stelle ankommen, gibt es Finanzämter.

Berichte aus der Praxis

info Annabel Hahn erzählt aus ihrem Berufsalltag

Diplomfinanzwirt*innen (FH) gehören zur Laufbahn der Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt der Steuerverwaltung. In dieser Laufbahn steht Ihnen ein breites Betätigungsfeld offen.

Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der steuerlichen Rechtsanwendung sowohl im Innendienst (z.B. Bearbeitung von Steuererklärungen und Einsprüchen) als auch im Außendienst (z.B. Betriebsprüfung oder Steuerfahndung). Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, als Sachgebietsleiter*in Personal- und Führungsverantwortung zu übernehmen.

Im Rahmen Ihrer Tätigkeit sind abwechslungsreiche Wechsel der Aufgabenbereiche möglich. Nach Abschluss der Ausbildung werden zudem vielfältige Fortbildungsmaßnahmen angeboten.

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Welche Eigenschaften sollte ich mitbringen?

Wer Diplom-Finanzwirt*in werden möchte, sollte...

  • gute Kommunikations- und Ausdrucksfähigkeit besitzen.
  • gerne im Team arbeiten.
  • leistungsbereit und zielorientiert sein
  • sorgfältig und genau arbeiten.
  • Fähigkeit zur Selbstkritik haben.
  • über logisches Denkvermögen verfügen
  • bereit sein, sich im Laufe des Arbeitslebens regelmäßig weiterzubilden.

Welche Einstellungsvoraussetzungen gibt es?

Schulabschluss:
Abitur oder Fachhochschulreife und

Weitere Voraussetzungen:

  • die Staatsangehörigkeit eines Europäische Union-Staates
  • Bereitschaft innerhalb des Landes Schleswig-Holstein uneingeschränkt
    versetzungsbar zu sein.
  • Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Berufung in ein Beamtenverhältnis müssen erfüllt sein

Wie ist das duale Studium aufgebaut?

Studienbeginn:
Ausbildungsbeginn ist der 1. September eines jeden Jahres.

Studiendauer:
Das duale Studium zur Steuerbeamtin / zum Steuerbeamten der Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt dauert 3 Jahre.

Ausbildungsaufbau:

Ausbildungsaufbau
Fachtheoretische AusbildungBerufspraktische Ausbildung
21 Monate15 Monate

Der Weg zur/zum Diplomfinanzwirt*in - Ablaufplan des dualen Studiums (PDF 248KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Die fachtheoretischen Studienabschnitte werden in der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz bei Kiel absolviert.
Sie gliedern sich in das Grundstudium I,II und III sowie das Hauptstudium I und
das Hauptstudium II.

Zum Ende des Grundstudiums I ist eine Zwischenprüfung zu bestehen. Das Bestehen ist Voraussetzung, um am weiteren Studium teilnehmen zu können. Sie kann einmal wiederholt werden.
Am Ende des Hauptstudiums steht die schriftliche Laufbahnprüfung. Es werden Klausuren aus den Gebieten Abgabenrecht, Steuern vom Einkommen und Ertrag, Umsatzsteuer, Bilanzsteuerrecht und Besteuerung der Gesellschaften geschrieben. Auch hier gilt, wer die Laufbahnprüfung nicht besteht, kann sie einmal wiederholen.

Ausbildungsorte:

Wir sind vor Ort - unsere Ausbildungsfinanzämter (PDF 441KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Art des Ausbildungsverhältnisses:
Finanzanwärter*innen erfüllen hoheitliche Aufgaben und werden im Beamtenverhältnis auf Widerruf ausgebildet.

Welche Inhalte hat das duale Studium?

Theorie:
Neben umfassenden Kenntnissen im Steuerrecht vermittelt das Studium im Fachbereich Steuerwesen der FHVD auch die Grundzüge des allgemeinen öffentlichen Rechtes sowie die Grundlagen des Zivil- und Handelsrechtes. Lehrgänge zur EDV werden durchgehend angeboten.

Das Studium soll die Absolvent*innen darüber hinaus befähigen, sich in neue Arbeitsgebiete und in veränderte Arbeitsabläufe kurzfristig einzuarbeiten und diese mitzugestalten. Die Studierenden müssen sich daher Themengebiete auch eigenständig erarbeiten und ihr Wissen erweitern.

Damit die Studierenden den sozialen und persönlichen Anforderungen des Berufslebens in der Finanzverwaltung gewachsen sind, sind Kommunikations- und Teamfähigkeit ebenso Studieninhalte wie Konfliktmanagement und Bürgerorientierung.

Berufspraxis:
Während der berufspraktischen Zeit erhalten Sie einen Einblick in alle Stellen des Ausbildungsfinanzamtes, die später für die Arbeit im Finanzamt in Frage kommen.

Bevor eine Ausbildungsstation beginnt, nehmen Sie an einer einwöchigen Ausbildungsarbeitsgemeinschaft teil, die sie auf die folgende praktische Tätigkeit im Finanzamt vorbereitet.

Insgesamt absolvieren Sie vier dieser Ausbildungsarbeitsgemeinschaften im Bildungszentrum der Steuerverwaltung in Malente-Krummsee.

Die überwiegende Zeit verbringen die Anwärter*innen im Ausbildungsbezirk, einer Veranlagungsdienststelle. Hier werden Steuererklärungen angenommen, geprüft sowie rechtlich gewürdigt und anschließend die zu zahlende oder die zu erstattende Steuer festgesetzt.

Weitere Ausbildungsstationen sind:
Die Bewertungsstelle: Grundstücke und Gebäude werden durch die Bewertungsstelle erfasst und für steuerliche Zwecke nach besonderen Kriterien bewertet.

Die Erhebungsstelle: Hier werden die Eingänge der zu zahlenden Steuern und sonstigen Abgaben kontrolliert und gebucht. Zuviel gezahlte Steuern werden erstattet.
Werden Steuerschulden auch nach Mahnung nicht innerhalb einer bestimmten Frist gezahlt, wird die Erhebungsstelle tätig und versucht, die rückständigen Steuern beizutreiben.

Die Betriebsprüfungsstelle: Die/Der Betriebsprüfer*in nimmt vor Ort Einsicht in die Aufzeichnungen und Belege. Auf diese Weise lassen sich vor allem komplizierte Sachverhalte besser klären. Es wird geprüft, ob die Buchführung mit den Angaben in der Steuererklärung übereinstimmt. Im Rahmen der Prüfung wird auch ermittelt, ob – z.B. wegen einer Verkennung der Rechtslage – gegebenenfalls zu viel Steuern gezahlt wurden, die dann erstattet werden.

Außerdem erhalten Sie Einblicke in die Aufgaben der Steuerfahndungsstelle sowie der Bußgeld- und Strafsachenstelle.

Wie wird das duale Studium vergütet?

Während des dualen Studiums erhalten Finanzanwärter*innen folgende Bezüge (Stand: 1. Januar 2021):

Anwärtergrundbetrag 1.331,22 Euro
Familienzuschlag, wenn verheiratet 137,01 Euro


Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung fallen nicht an.
In Krankheitsfällen wird vom Land eine Beihilfe von bis zu 50% der Kosten gewährt.
Für den Rest ist der Abschluss einer ergänzenden Krankenversicherung erforderlich.

Nach erfolgreich abgelegter Laufbahnprüfung beträgt das Grundgehalt brutto 2.707,18 Euro.

Wie kann ich mich bewerben?

Bewerbungszeitraum:
Für den Einstellungstermin 1. September 2022 ist der Bewerbungsschluss auf
den 30. September 2021 terminiert.

Notwendige Unterlagen:

  • Lebenslauf
  • Kopien der letzten drei Schulzeugnisse

Weitere Hinweise:
Wenn möglich, geben Sie bei Abgabe Ihrer Bewerbung auch Ihre E-Mailadresse an.

Menschen mit Migrationshintergrund werden ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben.

Die Bewerbung ist an die folgende Adresse zu richten:
Ihre Bewerbung ist an ein Finanzamt Ihrer Wahl zu richten. Eine Mehrfachbewerbung bei verschiedenen Finanzämtern ist nicht möglich.
Ihre Bewerbung kann in Schleswig-Holstein nur bei einem Finanzamt berücksichtigt werden.

Wir sind vor Ort - unsere Ausbildungsfinanzämter (PDF 441KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Stellenmarkt Steuerverwaltung Ausbildungsplätze

Welche Berufschancen gibt es?

Bei entsprechender Eignung und Qualifikation stehen Ihnen Führungspositionen als Sachgebietsleiter*in offen.

Anzahl der Ausbildungsplätze:
Im Jahre 2021 werden in Schleswig-Holstein insgesamt 110 Finanzanwärter*innen eingestellt.

Übernahmemöglichkeiten nach der Ausbildung:
Nach erfolgreicher Laufbahnprüfung kann eine Übernahme ins Beamtenverhältnis auf Probe möglich sein. In den letzten Jahren sind alle Finanzanwärter*innen übernommen worden.

Verdienstmöglichkeiten:
Nach erfolgreich abgelegter Laufbahnprüfung beträgt das Grundgehalt nach der Besoldungsordnung A 9 brutto 2.707,18 Euro (Stand 1. Januar 2021).

Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten:
Nach der Ausbildung bietet Ihnen die Steuerverwaltung ein umfangreiches Fortbildungsangebot an, um sich in Ihrem jeweiligen Aufgabengebiet weiter qualifizierten zu können.

Wo kann ich mich informieren?

Ansprechpartner
FinanzamtAusbildungsleiter/inTelefon
Bad SegebergBirte Hoppe04551 / 54 - 105
DithmarschenHenry Reinhardt0481 / 42155 468
Eckernförde-Schleswig / ASt. SchleswigBirte Wehling04621 / 805 114
ElmshornHolger Jahn04121 / 481 - 304
FlensburgSönke Rucks0461 / 813 - 211
ItzehoeKerstin Stieper04821 / 66 - 1205
KielSilke Hasheider0431 / 602 - 5110
KielKristiana Fürst-Kühl0431 / 602 - 5210
LübeckChristina Schwartz0451 / 132 - 209
NeumünsterJörg Noack04321 / 496 - 1006
NordfrieslandEva Hovestadt04841 / 8949 1108
OstholsteinTimo Gaarz04361 / 497 -600
PinnebergCarsten Schaefer04101 / 5472 - 210
PlönDennis Fynsk04522 / 506 - 3021
RatzeburgKatja Paetz04541 / 882 - 204
RendsburgThorsten Harder04331 / 598 - 1081
StormarnJutta Westermann04531 / 507 - 111

Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung


Gesetzliche Grundlagen:
Die Ausbildung in der Steuerverwaltung ist bundeseinheitlich geregelt und erfolgt nach dem Steuerbeamtenausbildungsgesetz (StBAG).

Steuerbeamten-Ausbildungsgesetz (StBAG) (PDF 54KB, Datei ist nicht barrierefrei)

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