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Erfassung von Altablagerungen

Staatskanzlei

Erfassung von Altablagerungen

Altablagerungen sind ehemalige Abfallbeseitigungsanlagen sowie sonstige Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt oder abgelagert worden sind, so dass eine schädliche Bodenveränderung nicht auszuschließen ist oder sonstige Gefahren für den einzelnen und die Allgemeinheit hervorgerufen werden können.

Altablagerungen werden in Schleswig-Holstein seit 1984 systematisch ermittelt. Grundlage war zunächst der Erlass des damaligen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten „Programm zur Beherrschung der Altablagerungen in Schleswig-Holstein“. Seit 2002 regelt das Landesbodenschutz- und Altlastengesetz die Ausführung der Erfassung. Die Erfassung ist seit mehreren Jahren weitestgehend abgeschlossen, so dass jährlich nur noch wenige Flächen hinzukommen (siehe Abb.).

 Gesamtanzahl der Altablagerungen im Zeitverlauf Gesamtanzahl der Altablagerungen im Zeitverlauf (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Gesamtanzahl der Altablagerungen im Zeitverlauf © LLUR

Die systematische Erhebung erfolgte insbesondere durch die Aufbereitung von entsprechenden Verwaltungsvorgängen, Auswertungen von Karten- und Luftbildmaterial sowie Hinweisen von Zeitzeugen. Im Gegensatz zur Vorgehensweise bei den Altstandorten findet die Ermittlung der Flächen gemeinsam mit der Erstbewertung statt. Dabei werden alle bewertungsrelevanten Parameter mit einer entsprechenden Punktzahl versehen.
In Abhängigkeit von der Gesamtpunktzahl werden drei Prioritäten unterschieden:

Priorität I: 61 – 120 Punkte
Altablagerungen, die wegen ihrer Größe oder sonstiger besonderer Eigenarten vordringlich zu untersuchen sind.

Priorität II: 31 – 60 Punkte
Altablagerungen, bei denen die Risikoparameter auf eine mögliche Gefährdung hinweisen.

Priorität III: 0 – 30 Punkte
Altablagerungen mit geringem Gefährdungspotential

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