Neuer Hafen Kiel-Canal

Grafik des Neuen Hafens Kiel-Canal. Grafik des Neuen Hafens Kiel-Canal.Grafik des Neuen Hafens Kiel-Canal.

In Osterrönfeld bei Rendsburg entsteht zurzeit am Nord-Ostsee-Kanal ein schwerlastfähiger Hafen, der unter anderem dazu beitragen wird, die Windenergie-Branche in Schleswig-Holstein weiter voran zu bringen. Das Konzept des Kreises Rendsburg-Eckernförde sieht vor, neben Handels- und Dienstleistungsbetrieben auch Industrieunternehmen anzusiedeln und in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu fördern. Dafür eignet sich die Windenergie-Branche in besonderer Weise, denn in ihr sind im Kreisgebiet bereits mehr als 1.000 Personen tätig.
Ein erster Ansiedlungserfolg wurde mit der Firma REpower erzielt, die sich im unmittelbaren Umfeld des neuen Hafens niederlassen und dort ein Forschungs- und Verwaltungszentrum sowie eine Produktionshalle und ein Lager errichten wird. Es ist davon auszugehen, dass sich künftig auch Zulieferer und Dienstleister hier und in einem benachbarten Gewerbegebiet ansiedeln werden.

Grafik: Übersichtsplan zum Neuen Hafen Kiel-Canal in Osterrönfeld. Zum Großklicken. Übersichtsplan zum Neuen Hafen Kiel-Canal in Osterrönfeld. Zum Großklicken.Übersichtsplan zum Neuen Hafen Kiel-Canal in Osterrönfeld. Zum Großklicken.

Spezialisiert auf den Umschlag von Windenergie-Anlagen
Der neue Hafen wird im Jahre 2010 fertig gestellt und künftig eine Basis für das schleswig-holsteinische Windenergie-Cluster sein. Komponenten, die aufgrund ihrer Ausmaße und ihres Gewichtes nicht mehr über die Straße transportiert werden können, zum Beispiel Gondeln von 5-MW-Windenergie-Anlagen, können von dem neuen Hafen problemlos zu den Basishäfen für die entstehenden Windparks oder auch direkt an die jeweiligen Baustellen transportiert werden.

In der Stadt Rendsburg hat die Entwicklung von Windenergie-Anlagen eine lange Tradition. Etliche erfolgreich in dieser Branche tätige Firmen haben hier ihren Ursprung, darunter auch die Firma REpower. Mehrere Studien belegen, dass in keinem anderen Markt in den nächsten zwei Jahrzehnten so hohe Wachstumsraten zu erwarten sind wie bei der Windenergie. In mehreren Häfen an der niedersächsischen Ostküste entstehen zurzeit entsprechende Produktionsanlagen. Mit dem auf den Umschlag von Windenergie-Anlagen spezialisierten Hafen in Osterrönfeld hat Schleswig-Holstein die Möglichkeit, an diesem Wachstumsmarkt zu partizipieren.

Fakten zum Gewerbegebiet
Der in Osterrönfeld entstehende Hafen und ein angrenzendes Gewerbegebiet werden etwa 16 Hektar umfassen. Für den Aufbau einer neuen Industrie wird der Hafen über eine schwerlastfähige Straße mit einem rund 80 Hektar großen Gewerbegebiet verbunden sein. Die Attraktivität wird dadurch gesteigert, dass das Angebot an Fachkräften in der Metallverarbeitung und das Potenzial an Zulieferern vergleichsweise groß ist. Rund 500 hochqualifizierte Ingenieure, Techniker und Betriebswirte dieser Branche sind bereits in Rendsburg tätig, ihre Zahl dürfte sich in den nächsten Jahren steigern.

Unterstrichen wird der Anspruch, im Wirtschaftsraum Rendsburg ein Windenergie-Cluster als Leuchtturmprojekt zu schaffen, dadurch, dass alle drei auf dem Weltmarkt befindlichen Anlagen der 5-MW-Klasse in Rendsburg konstruiert wurden. Der hier vorhandene Wissens- und Technologievorsprung wird wesentlich dazu beitragen, die anspruchsvollen Ziele des Kreises Rendsburg-Eckernförde zu erreichen.

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