Inhalte der Vergleichsarbeiten
Die Aufgabenentwicklung für VERA 3 und 8 orientiert sich an den Kompetenzerwartungen der Bildungsstandards. Der Bezug zur Praxis wird dadurch sichergestellt, dass vor allem Lehrkräfte in länderübergreifenden Entwicklungsgruppen zusammen kommen, die von Hochschulexperten für Fachdidaktik und Aufgabenkonstruktion beraten werden. Die Bildungsstandards wurden von Arbeitskreisen der Kultusministerkonferenz (KMK) entwickelt, nachdem internationale Studien wie PISA oder TIMSS Leistungsdefizite bei deutschen Schülerinnen und Schülern festgestellt hatten und damit auch zeigten, dass in Ländern mit nationalen Bildungsstandards deutlich bessere Ergebnisse erzielt werden als in Ländern ohne Standards. Ihre Entwicklung entspricht der Erkenntnis, dass ohne die Klarheit einer Analyse, ob und in welchem Ausmaß bestimmte Kompetenzen von den Schülerinnen und Schülern tatsächlich erreicht werden, keine gezielten Maßnahmen zur Verbesserung möglich sind. Bildungsstandards beschreiben fachbezogene Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler bis zu einer bestimmten Jahrgangsstufe erwerben sollen.
Vergleichsarbeiten sollen zeigen, ob Schülerinnen und Schüler Gelerntes auch ohne direkten Lehrplanbezug anwenden können. Im Gegensatz zu Lernaufgaben, mit deren Hilfe sich Schülerinnen und Schüler neue Unterrichtsinhalte erschließen oder diese üben können, dienen Testaufgaben in Vergleichsarbeiten dazu abzuprüfen, welche Kompetenzen sich die Schülerinnen und Schüler bereits erfolgreich angeeignet haben.
Typische Aufgabenformate in Vergleichsarbeiten sind Multiple-choice-Aufgaben, Zuordnungsaufgaben, Richtig-Falsch-Aufgaben und Lückentexte. Es kommen aber auch Aufgaben mit offenen Antwortformaten zum Einsatz, die jedoch eine relativ aufwändige Korrektur erfordern.
Beispielaufgaben finden Sie bei den Erläuterungen zu den einzelnen Verfahren.