Risikomanagement im Küstenschutz

Aufgabe des Küstenschutzes ist es, die Risiken in den Küstenniederungen so gering wie möglich zu halten bzw. zu minimieren (Risikomanagement).

Risiko Risiko

Risiko im Küstenschutz ist das Produkt aus der Versagenswahrscheinlichkeit von Küstenschutzanlagen und dem Schadenspotential. Risiko ist also ein Maß für die Empfindlichkeit eines Gebietes gegen Schäden.Aufgabe des Küstenschutzes ist es, die Risiken in den Küstenniederungen so gering wie möglich zu halten bzw. zu minimieren (Risikomanagement). Entsprechend wurde im neuen "Generalplan Küstenschutz - integriertes Küstenschutzmanagement in Schleswig-Holstein" ein Sicherheitsstandard für die Küstenschutzanlagen definiert. Eine Risikoveränderung sowohl im positiven als auch im negativen Sinne ist dadurch möglich, dass entweder die Versagenswahrscheinlichkeit von Küstenschutzanlagen oder das Schadenspotential oder beides verändert werden.

Mit dem Risikomanagement im Küstenschutz werden

  • physikalische und sozio-ökonomische Entwicklungen, die das Überflutungsrisiko beeinflussen, ermittelt und bewertet,
  • landesweite Prioritäten nachvollziehbar festgelegt,
  • die Effektivität von verschiedenen Küstenschutzmaßnahmen (Varianten) gemessen und verglichen sowie
  • Strategien und Maßnahmen optimiert.

Das Risikomanagement dient nicht dazu, unterschiedliche Sicherheitsstandards für durch Landesschutzdeiche geschützte Köge bzw. Küstenniederungen festzulegen. Gemäß Landeswassergesetz Schleswig-Holstein dienen Landesschutzdeiche dazu, ein Gebiet vor allen Sturmfluten zu schützen. Entsprechend wurde im Generalplan ein einheitlicher Sicherheitsstandard für alle Landesschutzdeiche definiert. Mit dem eingeführten Risikomanagement wird es jedoch möglich, die Gebiete mit den höchsten Risiken nachvollziehbar zu ermitteln und entsprechend in Prioritätenlisten aufzunehmen.

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