Chemisches Küstengewässermonitoring

Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR, Flintbek) führt regelmäßige Untersuchungen in den Küstengewässern und den daran angrenzenden Küstenmeeren in Nord- und Ostsee durch. Damit werden die Verpflichtungen aus den Bund/Länder-Messprogrammen für die Nord- und Ostsee sowie zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie im Bereich der Küstengewässer erfüllt.
Dazu führt das LLUR hydrographisch-chemische Messprogramm wie folgt durch:

In der Nordsee werden 20 Stationen zwischen Sylt und der Elbemündung dreimal jährlich (Februar, August und November) beprobt. Eine Karte mit Darstellung des Messnetzes ist zum Herunterladen beigefügt.

In der Ostsee sind es 25 Stationen zwischen der Flensburger Innenförde im Norden und der Trave im Südosten, die jährlich zwischen Januar und November etwa zehn-mal beprobt werden. Kartendarstellungen der Messnetze des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Nord- und Ostsee sind zum Herunterladen beigefügt.

Die Probenahmen und Untersuchungen erfolgen mit dem Mess- und Laborschiff "M/S Haithabu" des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN, Husum). Die allgemeinen physikalisch-chemischen Messgrößen werden direkt mittels einer Multiparametersonde in einem Vertikalprofil gemessen. Aus den Standard-Wassertiefen (ein Meter unter der Oberfläche, ein Meter über dem Meeresgrund) werden Wasserproben entnommen und im Schiffslabor werden darin die Nährstoffparameter (Stickstoff- und Phosphorverbindungen, Silikat) unmittelbar nach der Probenahme analysiert. Weitere Untersuchungen auf Schadstoffe (Schwermetalle und halogenierte Kohlenwasserstoffe) erfolgen mittels aufwändiger instrumenteller Analytik im Landeslabor Schleswig-Holstein in Neumünster in Wasser- und Sedimentproben sowie in Miesmuscheln, jeweils aus der Nord- und Ostsee.




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