Regeneration der Seen
Sehr viele schleswig-holsteinische Seen sind nicht in einem guten ökologischen Zustand und entsprechen damit nicht den von der EG-Wasserrahmenrichtlinie vorgegebenen Umweltzielen. Hauptproblem der meisten Seen des Landes sind zu hohe Nährstoffeinträge aus ihrem Einzugsgebiet und damit eine Eutrophierung (Überdüngung), die Auswirkungen auf alle Tiere und Pflanzen und auf die Sauerstoffversorgung des Tiefenwassers haben kann. Nachdem die Abwasserreinigung inzwischen auf einem hohen technischen Niveau erfolgt, gelangen die Stoffe vor allem diffus von Landflächen in die Seen.
Ziel des Seenschutzes ist es, Lebensräume, typische Artenvielfalt und ungestörte ökologische Entwicklung zu bewahren oder wiederherzustellen. Prinzipiell besteht Handlungsbedarf an fast allen Seen des Landes. Aufgrund der in den einzelnen Einzugsgebieten unterschiedlichen Ausgangssituation sind die Möglichkeiten der Verwirklichung der Ziele sehr unterschiedlich.
In de "Empfehlungen zum integrierten Seenschutz" sind Grundlagen der Regeneration schleswig-holsteinischer Seen zusammengestellt.
Die "Hinweise zur Regeneration von Seen" berücksichtigen darüber hinaus die Anforderungen der 2000 in Kraft getretenen EG-Wasserrahmenrichtlinie und stellen einen Handlungsleitfaden mit möglichen Maßnahmen bei unterschiedlichen Belastungssituationen dar.