Die Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge - ein Beispiel integrierter Regionalentwicklung in einem Gebiet mit herausragender Naturausstattung

Ausgangssituation

Die Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge ist eine ländliche Region im Nordwesten Schleswig-Holsteins.

Lage der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge [Anklicken zum Vergrößern - öffnet in einem neuen Fenster] Lage der Flusslandschaft Eider-Treene-SorgeLage der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge [Anklicken zum Vergrößern - öffnet in einem neuen Fenster]

Charakteristisch sind die weiträumigen Grünlandniederungen der drei namengebenden Flüsse Eider, Treene und Sorge, in die Hoch- und Niedermoore sowie natürliche Flachseen eingestreut sind und aus denen mit Knicks bestandene Altmoränenreste (Holme) wie Inseln herausragen. Die Region gehört zu den letzten größeren weitgehend unzerschnittenen Naturräumen Mitteleuropas. Sie umfasst ein großräumig zusammenhängendes Feuchtgebiet von europäischer Bedeutung und besitzt ein einzigartiges ökologisches Potenzial mit einer hohen biologischen Vielfalt.

Die Region zeichnet sich zudem durch eine gewachsene historische Kulturlandschaft aus, die durch den Einfluss verschiedener Bau - und Bewirtschaftungsweisen einzigartig geprägt ist.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde diese ehemals von der Nordsee unmittelbar geprägte Landschaft durch den Bau von Deichen, Schöpf- und Sperrwerken, Entwässerungs- und Kultivierungsmaßnahmen sowie durch die Siedlungsentwicklung umgestaltet und stark geprägt. In den 70er und 80er Jahren gab es in der Region heftige Kontroversen um die regionalen Entwicklungsziele und die Durchführung von Maßnahmen des Naturschutzes und der Agrarstrukturverbesserung.

In der rund 2.500 Hektar großen Gemeinde Meggerdorf war nicht genügend Raum, um die rund 500 Hektar große Alte-Sorge-Schleife, ein Naturschutzgebiet von gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung, für Ziele des Naturschutzes zu sichern, ohne die Existenz der landwirtschaftlichen Betriebe zu gefährden. Daher wurde ein größeres Gebiet, die Landschaft Stapelholm, gewählt, um in einem Interessenausgleich die Entwicklung von Landwirtschaft und Naturschutz sowie weiterer regionaler Handlungsfelder voranzutreiben (Stapelholm-Programm). Dieses Programm blieb jedoch in seiner Wirkung begrenzt, so dass zur Lösung regionaler Kernprobleme und Nutzung der regionalen Entwicklungschancen ein 60.000 Hektar großes Kerngebiet Eider-Treene-Sorge gewählt wurde, das im Wesentlichen nach ökologischen, aber ergänzend auch nach landesplanerischen Kriterien abgegrenzt wurde.

Mittlerweile ist das Projektgebiet auf die heutige Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge in ihren Amtsgrenzen auf ca. 160.000 Hektar mit etwa 88.000 Einwohnern erweitert worden.

Heutige Gebietsgrenzen der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge [Anklicken zum Vergrößern - öffnet in einem neuen Fenster] Heutige Gebietsgrenzen der Flusslandschaft Eider-Treene-SorgeHeutige Gebietsgrenzen der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge [Anklicken zum Vergrößern - öffnet in einem neuen Fenster]

Insgesamt gehören 13 Ämter mit 113 Gemeinden in den Kreisen Dithmarschen, Nordfriesland, Schleswig-Flensburg und Rendsburg-Eckernförde zur Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge. Diese Ämter haben sich zu der regionalen Entwicklungsagentur "Eider-Treene-Sorge GmbH" mit Sitz in 24803 Erfde/Bargen zusammengeschlossen.

Gebietsentwicklungen 1970-2000 der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge [Anklicken zum Vergrößern - öffnet in einem neuen Fenster] Gebietsentwicklungen 1970-2000 der Flusslandschaft Eider-Treene-SorgeGebietsentwicklungen 1970-2000 der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge [Anklicken zum Vergrößern - öffnet in einem neuen Fenster]

Für das Kerngebiet der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge hat die Landesregierung 1990 den Entwurf eines regionalen Entwicklungskonzeptes für die Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge vorgelegt, um in enger Zusammenarbeit zwischen Land und Region fach- und grenzübergreifend für den notwendigen Interessenausgleich zwischen allen Handlungsfeldern

  • integrierte Entwicklungsansätze und –potenziale vor Ort zu erkunden und zu bewerten,
  • Ziele und Umsetzungsstrategien festzulegen und
  • konkrete Umsetzungsschritte sowie die Entwicklung und Umsetzung von Projekten mit den lokalen Akteuren abzustimmen.

Zielsetzungen und Leitbilder

Das Gemeinschaftsprojekt „Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge“ ist auf drei Ziele ausgerichtet, die modellhaft durch Förderung der nachhaltigen Regionalentwicklung in enger pragmatischer Zusammenarbeit zwischen dem Land und der Region umgesetzt werden:

  • Sicherung und Entwicklung des ökologischen Potenzials,
    insbesondere die Erhaltung des unzerschnittenen Naturraumes und der biologischen Vielfalt, die Entwicklung eines großflächigen Biotopverbundsystems auf 20 Prozent des Projektgebietes, die Wiedervernässung von Mooren und die Wiederherstellung von Feuchtgebieten,
  • Nutzung der ökonomischen Chancen, die sich aus dem Zusammenspiel von gewachsener Kultur, ökologischem Potenzial und regionsspezifischen Entwicklungsmöglichkeiten ergeben,
    um die wirtschaftliche und touristische Weiterentwicklung und damit weiterhin ein Leben und Arbeiten in der Region zu ermöglichen; für die Landwirtschaft unter anderem durch Bodenneuordnung und Verbesserung der Faktorausstattung an geeigneten Standorten, Förderung von Vermarktungskooperationen, Dorfentwicklung, Denkmalpflege, Entwicklung des sanften Tourismus und anderer außerlandwirtschaftlicher Erwerbsmöglichkeiten,
  • Entwicklung der Region durch die und mit der Bevölkerung
    Einbeziehung der Bevölkerung und der Kommunen in alle Entscheidungsprozesse durch Bildung von Runden Tischen und Arbeitsgruppen sowie Offenheit, Praxisnähe und Freiwilligkeit als Kommunikationsprinzipien.

Das Projekt setzt auf eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der Agenda 21. Es gilt, zukunftsbezogene integrierte Denk- und Handlungsansätze für alle Handlungsfelder in der Region so miteinander in einen ökonomischen, ökologischen und sozialen Einklang zu bringen, dass Zukunftschancen gerade auch für die nachfolgenden Generationen auf der Grundlage eines einmaligen Naturkapitals nicht verschlossen, sondern vergrößert werden.

Als Voraussetzung zur Teilnahme an der EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER+ zur Entwicklung ländlicher Räume hat die Region 2002 ein Gebietsbezogenes integriertes Entwicklungskonzept für die Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge aufgestellt, das somit eine konsequente Weiterentwicklung des Entwicklungskonzeptes von 1990 darstellt. Diese Konzept steht unter dem Leitmotiv „Inwertsetzung der natürlichen und kulturellen Potenziale – einschließlich der Steigerung des Wertes von Flächen im gemeinschaftlichen Interesse, die für NATURA 2000 ausgewählt wurden“ und hat die ursprünglichen Entwicklungsziele fortgeschrieben:

  • Inwertsetzung der natürlichen und kulturellen Potenziale einschließlich der Steigerung des Wertes von Flächen im gemeinschaftlichen Interesse, die für NATURA 2000 ausgewählt wurden
  • Stärkung der natürlichen, landschaftlichen und landwirtschaftlichen Potenziale und Schaffung von Verständnis für ihre gegenseitigen Abhängigkeiten
  • Ausbau einer nachhaltigen Wirtschaftsstruktur und eines zukunftsfähigen Tourismus
  • Kulturelle Integration der Region
  • Regionale Handlungsfähigkeit herstellen
  • Sicherung und Entwicklung des ökologischen Potenzials zum Schutz der Erdatmosphäre und zur Erhaltung und Vermehrung der biologischen Vielfalt
  • Nutzung der ökonomischen Chancen aus dem Zusammenspiel gewachsener Kultur, ökologischem Potenzial, regionsspezifischen Entwicklungsansätzen und dem Strukturwandel im peripheren ländlichen Raum
  • Entwicklung der Region unter Einbeziehung und im Einklang mit der Bevölkerung

Naturschutz in der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge / Natura 2000

Der Weißstorch hat sein letzten großen Verbreitungsschwerpunkt im Eider-Treene-Sorge-Gebiet Storch in einer artenreichen Feuchtwiese bei Bergenhusen

Übergeordnetes Ziel des Naturschutzes in der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge ist die Erhaltung und Entwicklung eines großflächigen Feuchtgebietes, der Aufbau eines überregionalen Biotopverbundsystems mit 12.000 Hektar Vorrangfläche für den Naturschutz sowie der Schutz und die Entwicklung der an diesen Lebensraum angepassten Tiere und Pflanzen.

Die Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge hat mit ihren einzelnen Teilgebieten für die Vogelwelt, insbesondere auch für Brut- und Rastvögel aus Anhang I der Vogelschutzrichtlinie, eine landesweit herausragende Bedeutung:

  • das Gebiet enthält die Nahrungslebensräume des Weißstorchs, dessen letzter größerer schleswig-holsteinischer Verbreitungsschwerpunkt hier liegt.
  • Für seltene Brutvogelarten aus Anhang I der Vogelschutzrichtlinie wie Wiesenweihe, Birkhuhn, Rohrdommel, Rohrweihe, Tüpfelsumpfhuhn, Wachtelkönig, Trauerseeschwalbe und Sumpfohreule ist die Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge eines der bedeutendsten Brutgebiete landesweit.
  • Auch als Rastgebiet durchziehender Vogelarten, insbesondere für Zwergschwan, Singschwan, Kornweihe und Goldregenpfeifer hat das Gebiet eine herausragende Bedeutung für Schleswig-Holstein.
  • Von nationaler Bedeutung ist die Flusslandschaft für Brutvogelarten des Grünlandes, die nicht im Anhang I der Vogelschutzrichtlinie aufgeführt, aber für diesen Lebensraum charakteristisch sind.

Viele Moore der Eider-Treene-Sorge-Niederung erfüllen aus Landessicht die Auswahlkriterien der FFH-Richtlinie. Die typischen Restlebensräume großteils degenerierter Hochmoore sind in der Flusslandschaft im Landesvergleich noch am besten erhalten. Eine Übersicht über die Moore in der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge können Sie einsehen:

Uebersicht_1_pdf

Als FFH-Gebiete in der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge sind folgende Gebiete gemeldet:

  • Ahrenviölfelder Westermoor
  • Binnendünen und Moorlandschaft im Sorgetal
  • Gehege Osterhamm Elsdorf
  • Gräben der nördlichen Alten Sorge
  • Immenstedter Wald
  • Kalkquellmoor Klein Rheide
  • Kleiner Geestrücken Dörpling
  • Lundener Niederung
  • Moore der Eider-Treene-Sorge Niederung
  • Treene und Bollingstedter Au
  • Übergangsmoor Kropper Forst
  • Untereider
  • Wald bei Hollingstedt
  • Wald bei Welmbüttel
  • Wald östlich Hohn
  • Wald Rumbrand
  • Wald westlich Wrohm
  • Wälder bei Bergenhusen
  • Wälder der Ostenfelder Geest

Im Eider-Treene-Sorge-Gebiet werden Renaturierungskonzepte insbesondere für Hoch- und Niedermoore erfolgreich eingeleitet und umgesetztVernässungsmaßnahme im Moor

Der Grunderwerb ist in der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge neben dem Vertragsnaturschutz das wichtigste Instrument, um die Erhaltungs- und Entwicklungsziele des Naturschutzes in dieser vom Wasserstand geprägten großflächigen Niederungslandschaft zu erreichen. Verschiedene Träger, allen voran die öffentliche  „Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein“ , aber auch Wasser- und Bodenverbände, Naturschutzvereine und einige Kreise und Gemeinden haben mittlerweile über 5.000 Hektar für diese Zwecke erworben. Im Rahmen von Flurbereinigungsverfahren werden zusätzliche Flächen für Zwecke des Naturschutzes bereitgestellt.

Zusammen mit den unmittelbar nach Bundes- und Landesrecht gesetzlich geschützten Lebensräumen sind somit mittlerweile über 10.000 Hektar - das sind mehr als 16 Prozent des Kerngebietes - vorrangig für Zwecke des Naturschutzes gesichert. Nur durch diese umfassende Flächensicherung können alle naturraumtypischen Lebensräume mit ihren Biozönosen dauerhaft gesichert und entwickelt werden. Dieser Flächenverbund teilt sich in Kernzonen und Schwerpunktbereiche auf, die in Teilen auch für das europäische kohärente Netz NATURA 2000 gemeldet sind. Einige Naturschutzgebiete wie beispielsweise "Hohner See", "Alte-Sorge-Schleife", "Wildes Moor bei Schwabstedt" oder "Dellstedter Birkwildmoor" sind bereits EU-Vogelschutzgebiete.

Zusammen mit diesen Gebieten ergibt sich ein großflächiges Biotopverbundsystem von internationaler Bedeutung, das sich aus verschiedenen geschützten und schutzwürdigen Flächen des Naturschutzes zusammensetzt.

Ein Rückblick auf die bisherige Arbeit des amtlichen und ehrenamtlichen Naturschutzes in der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge zeigt beachtliche Erfolge:

  • Es wurden räumliche Schwerpunkte für die Entwicklung des Naturschutzes und der Landwirtschaft durch eine weitgehend einvernehmliche Abgrenzung der vorrangigen Flächen für den Naturschutz konkretisiert. Damit wurde Klarheit geschaffen für mittelfristige Investitionsentscheidungen des Naturschutzes und der Landwirtschaft.
  • Die Bemühungen um die ökologische Entwicklung der international bedeutsamen Natur- und Kulturlandschaft wurden erheblich intensiviert. Mehr als 10.000 Hektar der langfristig angestrebten 12.000 Hektar stehen bereits für Zwecke des Naturschutzes zur Verfügung. Der Grunderwerb durch die öffentliche "Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein" hat hierzu einen entscheidenen Beitrag geleistet, so dass zahlreiche einzelne Renaturierungskonzepte insbesondere für Hoch- und Niedermoore erfolgreich eingeleitet und umgesetzt werden konnten.
  • Die Bestandsrückgänge einer Vielzahl von Brutvogelarten konnten außer bei Kiebitzen und Uferschnepfen gestoppt werden. Bei einigen Arten nehmen die Brutbestände wieder zu (beispielsweise Bekassine, Feldlerche, Wiesenpieper, Schafstelze, Schilfrohrsänger, Rohrweihe, Trauerseeschwalbe, Wachtelkönig), einige Arten wie Blaukehlchen und Seeadler haben im Gebiet erstmals gebrütet.
  • Die Amphibienbestände nehmen nach Anhebung der Wasserstände in vielen Teilgebieten wieder zu.
  • Zahlreiche Bodenordnungsverfahren und Einzelmassnahmen sowohl zur Förderung der ökologischen Entwicklung als auch zur Verbesserung der Agrarstruktur sind auf der Grundlage des Entwicklungskonzeptes gemeinsam eingeleitet und erfolgreich durchgeführt worden.
  • Beispielhafte Einzelprojekte zur Förderung des sanften Tourismus wie die Erarbeitung und Umsetzung von Besucherlenkungskonzepten oder verschiedene regionale und überregionale Fahrrad-, Wander-, Kanu- und Reitwegesysteme sind initiiert und erstellt worden.
  • Im Rahmen der Dorf- und ländlichen Regionalentwicklung sind auf der Grundlage flächendeckender Ländlicher Struktur- und Entwicklungsanalysen vielfältige Leitprojekte entwickelt und umgesetzt worden, die auch der Erhaltung und Inwertsetzung der biologischen Vielfalt dienen.
  • Die anfängliche Skepsis der Bevölkerung in der Region hat sich in ein weitreichendes Vertrauen in die Naturschutzarbeit gewandelt, das neben der erfolgreichen Arbeit der örtlichen Naturschutzvereine und –verbände auch auf die ökologische Regionalberatung in der Naturschutzstation Eider-Treene-Sorge des Landes zurückzuführen ist.

Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge

Sanfter Tourismus in der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge: Einführung des Besucherinformationssystems mit Infotafeln und Faltblättern in den Naturschutzgebieten der Flusslandschaft.

In den Naturschutzgebieten der Flusslandschaft wurden zahlreiche Wanderwege ausgeschildert und abwechslungsreiche Informationstafeln aufgestellt. Informative Faltblätter sind zu jedem Gebiet erhältlich. Einzigartig sind die interessanten Beobachtungseinrichtungen wie Aussichttürme, Moor- und Waldlehrpfade und Naturerlebnisräume, die jeder Besucherin und jedem Besucher jederzeit zur Verfügung stehen.

Die Eider-Treene-Sorge Region lädt ganzjährig zur individuellen Entdeckungstour durch die Naturschönheiten ein. Außerdem bietet die Naturschutzstation Eider-Treene-Sorge die Veranstaltungsreihe "Querbeet durch die Eider-Treene-Sorge" mit Exkursionen zu Fuß, per Fahrrad oder zu Pferde an. Weitere Adressen und Telefonnummern für Führungen und Informationen sind auf den Faltblättern vermerkt. Die Faltblätter sind im LLUR (04347/704-230) oder in der Naturschutzstation Eider-Treene-Sorge erhältlich.

Weitere Natur- und Umweltzentren in der Flusslandschaft:

Michael Otto Institut im NABU
Goosstroot 1, 24861 Bergenhusen
Tel. 04885/ 570,
nabu-inst.bergenhusen@t-online.de
http://www.bergenhusen.NABU.de

Natur- und Umweltzentrum Hohn
Bahnhofstr. 21, 24806 Hohn
Tel. 04335/ 921516
info@nuzhohn.de
http://www.nuzhohn.de

NaTourCentrum Lunden
Wilhelmstr. 18, 25774 Lunden
Telefon: 04882/ 1425
info@natourcentrum-lunden.de
http://www.natourcentrum-lunden.de

Die Naturschutzstation Eider-Treene-Sorge in Bergenhusen

Ein Bestandteil des „Regionalen Entwicklungskonzeptes für die Eider-Treene-Region“ war die Einrichtung eines Regionalbüros 1991 in Bergenhusen, um insbesondere die ökologischen Zielsetzungen des Konzeptes vor Ort dialogisch umzusetzen und ein entsprechendes Beratungsangebot vorzuhalten.

Mit der Einrichtung der Naturschutzstation Eider-Treene-Sorge im Jahr 1998 als Außenstelle des Landesamtes für Natur und Umwelt, wurde diese konstruktive Zusammenarbeit des staatlichen Naturschutzes mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Vereinen und Verbänden, den Gemeinden, Ämtern und Kreisen und den jeweiligen Land- und Wasserwirtschaftsverwaltungen auf örtlicher Ebene institutionalisiert und vom Angebot her erweitert. Damit konnten die bisherigen Möglichkeiten der intensiven Informationen, Diskussionen und Betreuung verbessert werden. In vielen Gemeinden wurden "Runde Tische" für die gemeinsame Umsetzung von Handlungskompetenzen gegründet.

Die Besonderheit der Naturschutzstation liegt also in ihrer Funktion als Bindeglied zwischen dem Land und den unterschiedlichen Akteuren und Interessenvertretern vor Ort. Ihre Stärke sind dabei die kompetenten Ansprechpartner, die flexibel und unbürokratisch arbeiten, Initiativen und Projekte anschieben, die durch entsprechende Förderprogramme des Landes begleitet werden können. Mit der Naturschutzstation wird Entscheidungskompetenz in die Region verlagert, was zu kürzeren und effizienteren Verwaltungswegen führt.

Ziel aller Aktivitäten ist die integrierte Entwicklung und Umsetzung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielen in der Eider-Treene-Sorge Region. Es gilt, neben den unmittelbaren Naturschutzaufgaben in gemeinsamen Projekten zum Beispiel Naturschutz mit der Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten zu verbinden oder durch die Verzahnung von Kultur, naturorientiertem Tourismus und Natur die Region noch attraktiver und erlebbarer zu machen. Zum Thema naturorientiertem Tourismus können Sie sich hier eine Broschüre herunterladen:

ETS_pdf

Ansprechpartner/innen

Ansprechpartner/innen in der Naturschutzstation Eider-Treene-Sorge in Bergenhusen sind Frau Julia Jacobsen und Frau Beate Lezius und Herr Michael Mielke entweder während der offiziellen Sprechstunden dienstags und mittwochs nachmittag oder nach Vereinbarung telefonisch unter 04885 / 90 20 64 und per email:  naturschutzstation.ets@t-online.de.

Weitere Informationen

und Veranstaltungshinweise zur Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge:

http://www.ets-region.de

http://www.flusslandschaft-ets.de

http://www.eurowetlands.org

Flyer der Naturschutzstation Eider-Treene-Sorge

Zusatzinformationen

Kontakt




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