MoBio: Monitoring in Biotops
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat zusammen mit dem dänischen Umweltforschungsinstitut (NERI) und dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein das von der EU-Kommission geförderte Projekt "MoBio" (Monitoring of Changes in Biotope and Land Use Inventories in Schleswig-Holstein and Denmark by means of Satellite Image Analysis and GIS) durchgeführt.
Ein besonders wichtiges Teilprojekt war die Entwicklung der "Change Detection". Dieses Instrument ermöglicht es, mit Hilfe von multitemporalen digitalen Fernerkundungsdaten vollautomatisch Veränderungen in der Landschaft bis hin zur Pixelgröße festzustellen und mit einer abgestuften Bewertung zu melden. Dieses Verfahren kann von den Naturschutzbehörden unter anderem genutzt werden, um die Erfüllung der Berichtspflichten nach der FFH-Richtlinie zu unterstützen und effizienter zu gestalten.
Nach einer detaillierten, fernerkundungsunterstützten Bestandsaufnahme besteht dann die Möglichkeit, weitere detallierte und damit erheblich kostspieligere Kontrollen in der Regel nur noch durchführen zu lassen, wenn eine Veränderung zu älteren Daten festgestellt wurde. Das gleiche gilt für das Monitoren von Biotop- und Nutzungstypen, von gesetzlich geschützten Biotopen oder Flächen des Naturschutzes im weiteren Sinne.
Die folgende Abbildung vermittelt einen Einblick in das Bildmaterial der Sateliten:
a) Change Detection aus multitemporalen Satellitenbild b) Übertragung in georeferenziertes CIR-Bild [Anklicken zum Vergrößern - öffnet in einem neuen Fenster]
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