Allgemeines

Die rund 18.000 Jägerinnen und Jäger in Schleswig-Holstein sind kompetente Partner im Natur- und Umweltschutz. In ihren Revieren kümmern sie sich um eine nachhaltige Sicherung des ökologischen Gleichgewichts, im Rahmen der Hege leisten sie wertvolle Beiträge zur Erhaltung, Pflege und Wiederherstellung von Biotopen. Durch Schonungs- und Sicherungsmaßnahmen schützen sie seltene Arten. Sie helfen mit bei der Bekämpfung gefährlicher Tierseuchen wie Tollwut und Schweinepest. Wichtige Grundlagen sind und bleiben das Reviersystem, die Hochwildhegegemeinschaften sowie die Jagdgenossenschaften als Vertretungsorgane für die Grundeigentümer.

Mit den Leitlinien für eine naturnahe Jagd in Schleswig-Holstein bietet die Landesregierung den Jägerinnen und Jägern, Grundbesitzerinnen und Grundbesitzern, dem Natur- und Tierschutz, den politischen Entscheidungsträgerinnen- und trägern sowie allen Interessierten einen Orientierungs- und Handlungsrahmen an. Das Ziel ist eine Jagd, die sich an ökologischen Zusammenhängen, den Belangen des Natur- und Tierschutzes und den Zielsetzungen der naturnahen Waldbewirtschaftung orientiert (naturnahe Jagd).

Die freilebende Tierwelt ist als Teil unserer belebten Umwelt zu erhalten und in ihrer Mitgeschöpflichkeit zu respektieren. Die Lebensgrundlagen des Wildes und die Vernetzung der Lebensräume wildlebender Tiere sind zu sichern und zu verbessern. Die natürliche Entwicklung der verschiedenen Waldgesellschaften und die Erhaltung der Knicks ist durch angepasste Schalenwildbestände sicherzustellen.

Alle Jägerinnen und Jäger sind dazu aufgerufen, an der Umsetzung und Weiterentwicklung der naturnahen Jagd aktiv mitzuwirken. Dabei soll die Möglichkeit zur Ausübung der Jagd breiten Schichten, insbesondere der örtlichen Bevölkerung, offen stehen.

Weitere Informationen:

Leitlinien für eine naturnahe Jagd in Schleswig-Holstein

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