Jahresbericht Jagd und Artenschutz
Seit 1979 erscheint in Schleswig-Holstein jährlich ein Jagdbericht. Darin werden die Jagdstrecken, grundlegende Daten über Landnutzung und Witterungsverläufe, sowie Angaben über Jägerschaft und Jagdbehörden zusammengestellt. Gleichzeitig werden auch spezielle Ergebnisse ökologischer Forschung und Bestandserfassungen von Arten dargestellt, die dem Jagdrecht unterliegen, jedoch nicht mehr bejagt werden. Umfangreiche Arbeiten über Bestandsveränderungen laufen seit langer Zeit im Lande auch an Arten, die dem Naturschutzrecht unterliegen.
Grundlage für die Erhaltung von Arten ist eine regelmäßige Erfassung der Bestände (Monitoring). Dieses gilt um so mehr für solche Arten, die jagdlich genutzt werden. Nur methodisch einwandfreie und langfristig angelegte Zählungen von Beständen ermöglichen es, die normalen biologischen Schwankungen von solchen Bestandsveränderungen zu unterscheiden, die gegebenenfalls langfristig zu einem Aussterben der Art führen. Aus diesem Grund sind Monitoring-Programme für den Artenschutz von zentraler Bedeutung. Hierzu gehören auch Jagdstreckenberichte, die bei vorsichtiger Interpretation Bestandsveränderungen aufzeigen können.
Bei einigen stark bedrohten, dem Jagdrecht unterstehenden Arten, wie beispielsweise Seeadler, Wiesenweihe, Birkhuhn und Fischotter gibt es seit Jahren gemeinsame Artenhilfsprogramme von Jagd und Naturschutz. Solche gemeinsamen Bemühungen gibt es auch für Arten, die dem Naturschutzrecht unterstehen, wie beispielsweise für Uhu, Kranich, Kegelrobbe und Fledermäuse. Es liegt deshalb nahe, die regelmäßig anfallenden Monitoring-Ergebnisse in einem gemeinsamen „Jahresbericht Jagd und Artenschutz“ zusammenzufassen und zu veröffentlichen, wie es seit dem Jahresbericht für 1996/97 geschieht.
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