Entwicklungspolitische Bildung

Entwicklungspolitische Bildung ist Teil der Bildung für Nachhaltige Entwicklung, die in Kapitel 36 der Agenda 21 als „unerlässliche Voraussetzung für die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung“ thematisiert wird. Vermittlung und Gestaltung sozialer, ökonomischer und ökologischer globaler Zusammenhänge stehen gleichbedeutend nebeneinander.

Entwicklungspolitische Bildung will die globalen Zusammenhänge und gegenseitigen Wirkungsmechanismen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern aufzeigen. Sie will zu alternativen und zukunftsfähigen Handlungsstrategien auf der Grundlage geänderter Wertevorstellungen motivieren: Global denken – lokal handeln.

Wie u.a. Umweltbildung, Friedenspädagogik, interkulturelles Lernen, ökumenisches Lernen und Menschenrechtserziehung gehört entwicklungspolitische Bildung dem Bereich des Globalen Lernens an.

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Schulpartnerschaften

Projektgruppe des Gymnasiums, der Realschule und der Hauptschule des Schulzentrums Heide-Ost mit Ihren Partnern der Karagwe Secondary School in Tansania Projektgruppe des Gymnasiums, der Realschule und der Hauptschule des Schulzentrums Heide-Ost mit Ihren Partnern der Karagwe Secondary School in TansaniaProjektgruppe des Gymnasiums, der Realschule und der Hauptschule des Schulzentrums Heide-Ost mit Ihren Partnern der Karagwe Secondary School in Tansania Michael Wolpmann

Seit mehreren Jahren unterstützt das Landwirtschafts- und Umweltministerium die Einrichtung bzw. Optimierung schulischer Nord-Süd-Partnerschaften. Auf der Grundlage des Seminars "Schulpartnerschaften mit dem Süden als Lern- und Arbeitsfeld für entwicklungspolitische Bildung - Erarbeitung von Qualitätskriterien" (2004) hat das Ministerium mit vielen Kooperationspartnerinnen und –partnern die Broschüre "Nord-Süd-Schulpartnerschaft – wie geht das? Eine Orientierungshilfe" erarbeitet.

"Nord-Süd-Schulpartnerschaft – wie geht das? Eine Orientierungshilfe"

Im Rahmen seiner Zuständigkeit unterstützt das IQSH die Nord-Süd-Partnerschaftsschulen ( www.zukunftsschule.sh). Eine Welt gehört zu den Themen und Bereichen, mittels derer eine Schule als Zukunftsschule zertifiziert werden kann. Nord-Süd-Partnerschaftsschulen können die Beratungs- und Fortbildungsstruktur des Programms "Zukunftsschule.SH" für sich nutzen.

Unterstützung von Projekten

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume unterstützt auch Bildungsprojekte Dritter - so zum Beispiel das Fotoprojekt "Ich sehe was, was du nicht siehst - ein visueller Brückenschlag zwischen Europa und Afrika mit dem Medium der digitalen Fotografie" des Vereins Medienbildung Eine Welt e.V. (mbew).

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Unterstützt wird ebenfalls das Bildungsprojekt "Heimaten in der Einen Welt" des Vereins Medienbildung Eine Welt e.V. (mbew). Es handelt sich um den Aufbau zweier schulischer Nord-Süd-Partnerschaften mittels moderner visueller Medien, zum einen um eine Partnerschaft zwischen der Einrichtung "Fe y Esperanza" in Bogotá (Kolumbien) und der Theodor-Möller-Schule (Hauptschule) in Kiel, zum anderen zwischen einer Privatschule in Bogotá und dem Gymnasium Elmschenhagen in Kiel. Eine Vernetzung aller vier Einrichtungen/Schulen untereinander wird angestrebt.

Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und die Kultusministerkonferenz haben in 2007 den "Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung" herausgegeben. Dieser "dient dem Ziel, den Lernbereich Globale Entwicklung im Unterricht der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen fächerübergreifend zu verankern. Dabei gilt es, diesen Lernbereich mit der schulischen Qualitätsentwicklung im Rahmen einer zunehmend selbstverantwortlichen Schule zu verknüpfen".

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Mit dem Projekt "Gemeinsam auf Kurs Richtung Eine Welt" setzt das Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. mit mehreren Modellschulen diesen Orientierungsrahmen in die Praxis um und wird dabei auch vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume unterstützt.

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