Freilandsaison adé – Salatgenuss adé?

GewächshausGewächshaus Michael Fischer, FISCHERTEXT. UND PR.

Viele Gärtnereibetriebe ernten ihre Freilandsalate von April bis Ende des Jahres. Zuletzt räumen frostharte Sorten wie Chicorée, die vergleichsweise spät ihre volle Größe entfalten, das Feld. Aber auch in den Wintermonaten brauchen Salatliebhaber nicht zu darben.

In der kalten Jahreszeit konzentriert sich der hiesige Salatanbau – nolens, volens – auf die Gewächshäuser. Die optimalen Wachstumsbedingungen – erwärmte, mit Feuchtigkeit gesättigte Luft und Schutz vor Witterung – sind hier permanent gegeben. Im beheizbaren Gewächshaus kann unabhängig von der Außentemperatur, von Wind- und Lichtverhältnissen das ganze Jahr hindurch Salat angebaut werden.

Ein Favorit auf dem Winterspeiseplan ist bei vielen der Feldsalat. Zu seinen besonderen Eigenschaften zählen nicht nur der leckere Geschmack und der Nährwert – er liefert reichlich Vitamin C und B6, Beta-Karotin, Folsäure, Eisen und Kalium – sondern er ist auch besonders robust: Seine "Winterhärte" reicht bis etwa -20 Grad. Auch in kälteren Monaten kann man also auf Freilandware zurückgreifen. Die Ware aus dem Gewächshaus ist zwar meist ein wenig milder im Geschmack, das regionale Angebot aber ist durchaus empfehlenswert! Selbst der private Hobbygärtner mit nicht allzu viel Erfahrung wird feststellen, dass diese unkomplizierte Sorte für beachtliche Erfolgserlebnisse im Beet oder beispielsweise im Topf auf der Terrasse sorgen wird.

Auch im Winter zeigt sich der allgemeine Trend, selten gewordene Sorten zurück auf den Speiseplan zu holen. Immer mehr Biobauern beispielsweise bauen wieder Zuckerhutsalat an, einen engen Verwandten des Chicorée. So süß sein Name, so bitter sein Blattwerk. Diese die Verdauung anregenden Bitterstoffe aber machen ihn interessant. Er lässt sich wunderbar mit anderen Salaten kombinieren und hat darüber hinaus einen derart knackigen Biss, dass man ihn auch hervorragend als warme Gemüsespeise anbieten kann. Und das geht ganz einfach: leicht anbraten, mit etwas Wasser eine gute Stunde schmoren lassen und nach Belieben abschmecken.

So hat jede Jahreszeit ihren Reiz – auch für Freunde des gesunden Grün!

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