Erdbeeren – die Königin der Beeren

Mit ihrem kräftig leuchtenden Rot und ihrem frischen süßen Geruch verführen uns die Erdbeeren jedes Jahr aufs Neue. Kaum jemand, der den leckeren Früchten, die kulinarisch bei uns die warme Jahreszeit einläuten, widerstehen kann. Warum auch – schließlich stecken die beliebten Beeren voller guter Nährstoffe und schmecken sowohl pur als auch verarbeitet hervorragend.

Bereits in der Steinzeit war die Walderdbeere als kleine Zwischenmahlzeit bekannt. In der Antike galt sie als eine hochgeschätzte Delikatesse, der eine aphrodisische Wirkung zugesprochen wurde. Im Mittelalter begannen unsere Ahnen damit, die kleinen Früchtchen auf Feldern anzubauen. Doch ihr großer Durchbruch kam erst mit der Entdeckung Amerikas. Unsere heutige Gartenerdbeere entstand im 18. Jahrhundert wahrscheinlich zufällig aus einer Kreuzung der amerikanischen Scharlacherdbeere mit der chilenischen Erdbeere.
Die Erdbeerpflanze ist mehrjährig, ihre Kulturdauer sollte jedoch drei Jahre nicht überschreiten, da sonst Ertrag und Wüchsigkeit abnehmen. Die roten Früchtchen sind zart behaart und ihre langstieligen Blätter sind meist dreiteilig. Die Pflanze trägt weiße, selten gelbliche Blüten, die am Frühlingsanfang erscheinen. Und was für den Laien etwas verrückt klingen mag: Die Erdbeere ist eine Nuss! Aus botanischer Sicht ist sie nämlich keine Beere, sondern zählt zu den Sammelnussfrüchten. Dabei ist das, was uns so gut schmeckt, nur die Scheinfrucht. Die eigentlichen Früchte sind die kleinen, gelben Kernchen, die auf der Oberfläche der Beeren sitzen.

Ein Junge auf einem Erdbeerfeld © Agentur Zuckerguß

Und gesund sind sie auch: Erdbeeren enthalten mehr Vitamin C als eine Zitrone oder Orange! Genauer gesagt ca. 60 Milligramm pro 100 Gramm Fruchtfleisch. Außerdem weisen sie wichtige Mineralstoffe auf. Und für die Figurbewussten: Erdbeeren können mit bestem Gewissen genascht werden. Mit etwa 35 Kilokalorien pro 100 Gramm sind die Früchte sehr energiearm.

Von Mitte Mai bis in den Juli hinein gibt es bei uns regionale Erdbeeren zu kaufen. Frische Erdbeeren erkennen Sie daran, dass sie typisch aromatisch duften, prall und leuchtend rot sind, sich fest anfühlen und keine Druckstellen aufweisen.

Erdbeeren © Agentur Zuckerguß




Eine schöne Alternative zum Kauf im Supermarkt ist es, einen kleinen Familienausflug mit dem Fahrrad zu einem Erdbeerfeld zu machen und die Beeren selbst zu pflücken. Dabei gilt: je früher, desto besser. Morgens ist die beste Erntezeit, da die Früchte mit zunehmender Sonneneinstrahlung im Tagesverlauf leicht weich werden können. Länger frisch bleiben Erdbeeren, wenn Sie sie mit ihren Kelchblättern ernten.



Zuhause angekommen sollten Sie mit den sensiblen Früchtchen behutsam umgehen. Insbesondere reagieren sie empfindlich auf Druck. Auch verlieren sie nach der Ernte relativ schnell an Aroma, weshalb sie so frisch wie möglich gegessen werden sollten. Im Kühlschrank halten sie sich maximal zwei Tage. Erst kurz vor dem Verzehr sollten sie geputzt werden. Brausen Sie die Erdbeeren nur ganz vorsichtig ab und lassen Sie sie gut abtropfen. Erst danach empfiehlt es sich, die Kelchblätter zu entfernen.

Ob pur, mit Sahne oder Joghurt oder in einer leckeren Torte – frische Erdbeeren schmecken einfach immer köstlich. Wunderbar eignen sie sich auch als Kontrast zu herzhaften Speisen wie Ziegen- oder Fetakäse, Geflügelfleisch, Spargel oder kräftigem Rucola.

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