Güte- und Qualitätssiegel aus Schleswig-Holstein
Gütezeichen Schleswig-Holstein
Das renommierte Gütezeichen "Geprüfte Qualität – Schleswig-Holstein" der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein ist ein Qualitäts- und Herkunftszeichen für regionale Produkte. Lebensmittel, die dieses Siegel tragen, müssen sich strengen Prüfungen und Kontrollen durch neutrale akkreditierte Prüfinstitute unterziehen und hohen Anforderungen an Qualität und Geschmack gerecht werden.
FEINHEIMISCH ist die erste regionale Genussmarke Deutschlands. Die hochwertigen Produkte, die dieses Siegel tragen, stammen aus verantwortungsvoller und nachhaltiger Produktion in Schleswig-Holstein. Hervorgegangen ist das Qualitätssiegel aus dem gleichnamigen Verein, dessen Mitglieder Gastronomen und Erzeuger sind, die eine genussvolle, sorgsame und regional geprägte Esskultur und eine handwerkliche Lebensmittelproduktion in Schleswig-Holstein fördern.
FeinWild
Mit der Regionalmarke "FeinWild" der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten wird hochwertiges Wildbret aus landeseigenen Wäldern, also Biofleisch von Reh-, Dam- und Rotwild sowie Wildschweinen, ausgezeichnet. Der Markenname garantiert beste Qualität, kurze Transportwege und forstwirtschaftliche Nachhaltigkeit – Letztere wird einerseits durch die Bewahrung artenreicher und gesunder Wildbestände und andererseits durch den Erhalt des natürlichen Gleichgewichts im Ökosystem Wald erreicht.
Qualitätsrindfleisch aus Schleswig-Holstein
Mit der Regionalmarke "Qualitätsrindfleisch aus Schleswig-Holstein" wird in zugelassenen Fleischereien hochwertiges Rindfleisch gekennzeichnet, das aus Schleswig-Holstein stammt. Grundvoraussetzung ist, dass die Rinder in Schleswig-Holstein geboren sind und hier gezüchtet werden bzw. dass die Aufzucht von Zukaufskälbern nach maximal zwölf Wochen und bei Absetzern nach maximal zehn Monaten in Schleswig-Holstein beginnt.
Qualitätskalbfleisch aus Schleswig-Holstein
Kalbfleisch sowie Kalbfleischprodukte, die das Siegel "Qualitätskalbfleisch aus Schleswig-Holstein" tragen dürfen, stammen ausschließlich von Kälbern, die in Schleswig-Holstein geboren, aufgezogen, geschlachtet und zerlegt worden sind. Die Kälber dürfen nicht älter als acht Monate sein. Das Logo wird von handwerklich arbeitenden Fleischereien verwendet, die sich jährlich kontrollieren lassen.
Biosiegel
EU-Biosiegel
Im Juli 2010 ist ein neues verbindliches EU-Biosiegel eingeführt worden, mit dem alle in den EU-Mitgliedsstaaten produzierten Lebensmittel ausgezeichnet werden müssen. Ein Produkt erhält das europäische Biosiegel, wenn es zu mindestens 95 % aus ökologischem Anbau stammt. Außerdem garantiert das Siegel Gentechnikfreiheit, artgerechte Tierhaltung und Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel. Neu gegenüber dem bisherigen Biosiegel ist u.a., dass die Herkunft der verwendeten Rohstoffe mit angegeben werden muss.
Staatliches Biosiegel
Das bundeseinheitliche Biosiegel genießt einen sehr hohen Bekanntheitsgrad in Deutschland. Es kennzeichnet Produkte aus dem ökologischen Landbau, die mindestens den Anforderungen der EG-Öko-Verordnung genügen. Das heißt: kein Chemiedünger, keine Gentechnik, keine Antibiotika, keine wachstumsfördernden Stoffe und eine artgerechte Tierhaltung. Bei der Kennzeichnung der Produkte muss der Name und/oder die Codenummer der zuständigen Öko-Kontrollstelle angegeben werden.
Private Biosiegel
Bioprodukten deutscher privater Anbauverbände liegt die EG-Öko-Verordnung zugrunde. Darüber hinaus müssen sie die erweiterten und zumeist strengeren Standards der privaten Verbände erfüllen, um ein Verbandszertifikat zu erhalten.
Bioland
Produkte, die mit diesem Siegel ausgezeichnet sind, werden nach strengen Kriterien des organisch-biologischen Anbaus produziert, frei von synthetischen Pestiziden und chemisch-synthetischen Düngern. Die Äcker werden so bewirtschaftet, dass sie auf Dauer fruchtbar bleiben. Eine artgerechte Tierhaltung und schonende Verarbeitung der Lebensmittel verstehen sich dabei von selbst. Bioland ist der größte ökologische Anbauverband Deutschlands.
Biopark
Das Anliegen des Verbandes Biopark ist es, ökologische Landwirtschaft und Naturschutz miteinander in Einklang zu bringen. Viele Biopark-Landwirte bewirtschaften Flächen in Naturschutzgebieten. Biopark-Produkte entstammen möglichst aus der Region, in der sie verkauft werden. Der Verband wurde in Mecklenburg-Vorpommern gegründet, mittlerweile hat er bundesweit ca. 700 Mitglieder.
Demeter
Erzeugnisse mit dem Demeter-Logo stammen von biologisch-dynamischen Landwirtschafshöfen, die nicht nur die Richtlinien der EG-Öko-Verordnung erfüllen, sondern auch nach anthroposophischen Prinzipien arbeiten. Demeter-Bauern sehen ihren Hof als einzigartigen, lebendigen Organismus und legen größten Wert darauf, dass Pflanzen, Tiere und Natur miteinander in Einklang stehen. So werden beispielsweise Möhren vor Vollmond ausgesät, um besonders gute Erträge zu erwirtschaften. Demeter ist ein internationaler Verband mit 38 Mitgliedsländern.
Naturland
Naturland-Bauern und -Verarbeiter arbeiten mit höchsten ökologischen Standards, die strenger sind als die EG-Öko-Verordnung. Klimaschutz, Erhalt von Boden, Luft und Wasser spielen dabei eine große Rolle. Zusätzlich werden die sozialen Bedingungen bei der Erzeugung und Verarbeitung der Produkte geprüft. Das Zeichen kennzeichnet auch gute Fischzucht und ökologisch hergestellte Textilien.
Naturland Fair
Das "Naturland Fair"-Zeichen ist eine Erweiterung zu dem vorhandenen Naturland-Siegel. Damit erhält der Verbraucher gesunde und hochwertige Produkte, die auf Grundlage von Umweltschutz, sozialer Verantwortung und fairen Handelsbeziehungen entstanden sind. Daraus resultiert beispielsweise eine Preisgestaltung, die sich nach den Produktionskosten in der Erzeugerregion und nicht nach dem weltweit günstigsten Anbieter richtet.
Weitere Qualitäts- und Gütesiegel
Marine Stewardship Council
Fisch und Meeresfrüchte, die mit dem weltweit bekannten MSC-Siegel gekennzeichnet sind, stammen aus nachhaltigem Wildfang. Fischereien, die das Siegel verwenden dürfen, sorgen dafür, dass ausreichend Fisch für die Zukunft vorhanden ist, dass marine Lebensräume intakt bleiben und gefährdete Arten geschützt werden. Unabhängige Gutachter prüfen, ob die Fischereien die MSC-Kriterien einhalten.
QS – Prüfsystem für Lebensmittel
Das QS-Prüfzeichen wurde 2001 auf der einen Seite in Zusammenhang mit der BSE-Krise und auf der anderen Seite parallel zum Biosiegel eingeführt, um gute konventionelle Produkte zu kennzeichnen. Es handelt sich dabei um eine Prozess- und Herkunftssicherung, die von der Erzeugung über die Verarbeitung bis hin zur Vermarktung der Lebensmittel reicht. Bisher gibt es das QS-Prüfzeichen für Fleisch und Fleischwaren, frisches Obst, Gemüse und Kartoffeln.
DLG – Qualitätssiegel der deutschen Landwirtschaft
Jährlich werden auf freiwilliger Basis der Hersteller über 24.000 Lebensmittel aus dem In- und Ausland nach DLG-Kriterien wie sorgfältige Rohstoffauswahl, optimale Verarbeitung und Zubereitung untersucht. Geprüft werden Fleischerzeugnisse, Tiefkühlprodukte, Fertiggerichte, Feinkost, Brot und feine Backwaren, Molkereierzeugnisse, Wein, Spirituosen und alkoholfreie Getränke. Nur besonders gute Produkte erhalten das bronze-, silber- oder sogar goldfarbene DLG-Siegel.
Geschützte geographische Angabe (g.g.A.)
Agrarerzeugnisse oder Lebensmittel mit der Kennzeichnung "g.g.A." verdanken ihre Güte, ihr Renommee oder eine andere Eigenschaft dem geographischen Gebiet, der Teil ihres Namens ist. Die Produkte müssen in diesem geographisch begrenzten Gebiet erzeugt und/oder verarbeitet und/oder hergestellt werden.
Beispiele für Produkte mit geschützter geographischer Angabe sind Aachener Printen g.g.A., Kölsch g.g.A., Lübecker Marzipan g.g.A. und Thüringer Leberwurst g.g.A.
Geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.)
An ein in dieser Kategorie geschütztes Produkt werden höhere Anforderungen gestellt als bei der g.g.A. Und zwar müssen bei der geschützten Ursprungsbezeichnung Agrarerzeugnisse und Lebensmittel nicht nur in einem geographisch begrenzten Gebiet erzeugt, sondern auch verarbeitet und hergestellt werden.
Beispiele für Produkte mit geschützter Ursprungsbezeichnung sind Allgäuer Bergkäse g.U., Altenburger Ziegenkäse g.U. und Lüneburger Heidschnucke g.U.
Garantiert traditionelle Spezialität (g.t.S.)
Ein Produkt, das als garantiert traditionelle Spezialität ausgewiesen werden darf, ist anders als Produkte mit g.g.A. und g.U. nicht an eine bestimmte geographische Region gebunden. Agrarerzeugnisse und Lebensmittel dieser Kategorie sind entweder aus traditionellen Rohstoffen hergestellt oder weisen eine traditionelle Zusammensetzung auf oder werden nach einem traditionellen Verfahren hergestellt und/oder verarbeitet. Produkte wie Jamón Serrano oder Geuze-Bier sind als g.t.S. geschützt.
Ohne Gentechnik
Das "Ohne Gentechnik"-Logo macht dem Verbraucher Produkte ohne Gentechnik klar erkenntlich, da andersherum gentechnisch veränderte Produkte nicht verbindlich deklariert werden müssen. Tierische Lebensmittel wie Milch, Eier oder Fleisch dürfen nicht von Tieren stammen, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden. Außerdem enthalten Produkte mit diesem Logo keine gentechnisch veränderten Pflanzen und Zusatzstoffe.
NEULAND
Das NEULAND-Siegel steht für Qualitätsfleisch aus tiergerechter und umweltschonender Nutztierhaltung. Mit der Schaffung von Richtlinien
für zum Beispiel die Haltung, Fütterung und den Transport der Tiere auf NEULAND-Höfen wird dem Verbraucher eine Alternative zu umweltschädigender Massentierhaltung und verfehlter Agrarpolitik geboten. Der Verband ist u.a. vom Deutschen Tierschutzbund gegründet worden.
Glutenfrei-Siegel
Die Deutsche Zöliakie Gesellschaft e.V. führt das Glutenfrei-Siegel als eingetragenes Warenzeichen in Deutschland und vergibt es im Rahmen eines Lizenzvertrages an nationale Hersteller und Vertreiber glutenfreier Lebensmittel. Bevor ein Lizenzvertrag mit der DZG e.V. abgeschlossen werden kann, ist eine Gluten-Analyse der betreffenden Produkte erforderlich. Eine glutenfreie Ernährung ist wichtig für Menschen, die an der Autoimmunerkrankung Zöliakie/Sprue erkrankt sind und eine lebenslange Unverträglichkeit gegenüber dem Klebereiweiß Gluten haben.
Einkaufen auf dem Bauernhof
Es handelt sich dabei nicht um ein Qualitätssiegel, sondern um die Kennzeichnung direktvermarktender landwirtschaftlicher Betriebe. Das Siegel garantiert, dass die Produkte aus der Region und aus eigener Erzeugung eines Bauernhofs stammen. Die Vorteile: Kurze Transportwege schonen die Umwelt, kleinräumige Wirtschaftskreisläufe haben positive Auswirkungen auf Arbeitsplätze sowie Infrastruktur und der Konsument kann sich aus erster Hand über die Erzeugungsweise und Herkunft der Produkte informieren.
Diese Liste stellt bekannte und wichtige Qualitäts- und Gütesiegel vor, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn Sie ein weiteres Zeichen als bedeutsam erachten, so wenden Sie sich gern an uns.
nach oben