Fleisches Lust und Fleischers Last

Der Susländer" Wilhelm Ahrens im Porträt

Wilhelm Ahrens aus Kollmar, Foto: NIKDIN+Partner. Design (Zum Vergrößern bitte anklicken.) Wilhelm Ahrens aus Kollmar

Einfach Schweinefleisch in sehr guter Qualität herstellen – was so schlicht klingt, war in den 80er Jahren kein leichtes Unterfangen für den gelernten Fleischermeister. Für einen Mann vom Fach war es zwar nicht schwierig, gute von weniger guter Qualität zu unterscheiden. Aber "Schweinefleisch, wie es damals oft am Markt angeboten wurde, war von der Struktur her häufig wässrig, weich und ölig im Fett", erzählt Ahrens. "Beim Braten vermisste ich den angenehmen Bratenduft. Das Fleisch zeigte sich schrumpfend und fade." Das forderte Wilhelm Ahrens heraus. Er wandelte sich vom Handwerker zum Forscher, der herausfinden wollte, wie herausragender Geschmack in das Schweinefleisch zu bekommen ist.


Gesagt, getan, gefunden – es fängt auf den Feldern an. Vieles, was wir dem Boden hinzufügen, kommt am Ende auch in den Pflanzen an. Und zwar nicht nur organische, sondern auch anorganische Stoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium, die Bestandteile der Düngemittel sind. Dies hat laut Ahrens zur Folge, dass sich die Aminosäuremuster im Futtergetreide verschieben, was wiederum Auswirkungen auf den tierischen Organismus hat.

Susländer Mettwurst, Foto: NIKDIN+Partner. Design (Zum Vergrößern bitte anklicken.) Susländer Mettwurst

Und so experimentierte und forschte der Kollmarer weiter, bis er am Ende die nach seiner Meinung optimale Futterzusammensetzung für hochwertiges Schweinefleisch gefunden hatte: Proteinreiche Erbsen als Hauptbestandteil, kaum Getreide, ein wenig Soja und hochgesättigte Fette, die für den festen Speck sorgen. Diese Festigkeit hat für mich besondere Bedeutung, stellt Wilhelm Ahrens klar: "Ungesättigte Fette im Futter bewirken einen weichen, öligen. Und je flüssiger das Fett, desto geringer die Haltbarkeit des Fleisches."







Aber, der Geschmack steht für Wilhelm Ahrens immer an erster Stelle. Die Schweinerasse, vertritt Herr Ahrens, sei für die geschmackliche Ausprägung nur von untergeordneter Bedeutung. Es komme vor allem auf die Zusammensetzung der Futtermittel an. Die fänden sich dann im Fleisch und im Fett wieder. "Das ergibt am Ende den Geschmack", so Ahrens. Und der Eigengeschmack des Susländer-Fleisches ist wirklich hervorragend! Da ist sich die Gemeinschaft der FEINHEIMISCHEN, denen Wilhelm Ahrens angehört, geschlossen einig.
Und wie schmeckt es jetzt nun am allerbesten, wollen wir zum Abschluss von Herrn Ahrens noch wissen? "Nur in’ bisschen Butter braten und anschließend wenig salzen – mehr nicht!", gibt Ahrens sein persönliches Zubereitungsgeheimnis preis.

Zusatzinformationen

Kontakt




Diese Seite: