Ziele und Indikatoren der Klimaschutzpolitik
1) Indikatoren zu den Treibhausgasemissionen
Wie die vom Statistikamt Nord veröffentlichten Zahlen zur Entwicklung der CO2-Emissionen in Schleswig-Holstein zeigen, steht Schleswig-Holstein im Vergleich zum Bundesdurchschnitt sehr gut da.
Während die Kohlendioxidminderung in Deutschland von 1990 bis 2008 nur 15 Prozent betrug, erreichte Schleswig-Holstein bereits 26 Prozent. Bemerkenswert ist, dass der bundesweite Rückgang nach zunächst großen Fortschritten in den 1990er Jahren durch die Schrumpfung und Modernisierung der ostdeutschen Industrie in den 2000er Jahren eher stagniere, während Schleswig-Holstein mit nur leichten Schwankungen kontinuierlich eine Senkung des Kohlendioxidausstoßes zu verzeichnen hat.
Da Bevölkerung und Bruttoinlandsprodukt in Schleswig-Holstein seit 1990 jeweils deutlich angestiegen sind, fällt die Senkung der spezifischen CO2-Emissionen noch deutlicher aus als die der absoluten CO2-Emissionen. Pro Kopf ist im Zeitraum von 1990 bis 2008 eine Senkung um 28 Prozent zu verzeichnen, pro Einheit (preisberei-nigtem) Bruttoinlandsprodukt sogar um 38 Prozent.
Beim Vergleich der Pro-Kopf-Emissionen liegt Schleswig-Holstein in 2008 mit 6,9 t um 31% unter dem Bundesdurchschnitt von 10,1 t. Dies liegt maßgeblich daran,
- dass in Schleswig-Holstein weniger energieintensive Industrien angesiedelt sind,
- dass der emissionsintensive Energieträger Kohle hier eine vergleichsweise geringe Rolle spielt,
- dass in Schleswig-Holstein ein überdurchschnittlich hoher Beitrag von Kernkraftwerken und erneuerbaren Energien zur Energieversorgung zu verzeichnen ist.
Weitere Informationen:
Pressemitteilung des MLUR vom 15.2.2011
Aktuelle Zahlen zeigen: Schleswig-Holstein auf gutem Weg zur Erreichung der Klimaschutzziele (PDF, 104 KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Veröffentlichung des Statistikamts Nord mit Daten zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Schleswig-Holstein
2) Indikatoren zum Versorgungsbeitrag der Erneuerbaren Energien
Bis zum Jahr 2020 werden die erneuerbaren Energien in Schleswig-Holstein voraussichtlich einen rechnerischen Anteil von deutlich über 50 Prozent am Endenergieverbrauch erreichen können – bundesweit werden es voraussichtlich rund 18 Prozent sein.
Informationen zum Versorgungsbeitrag der Erneuerbaren Energien in Schleswig-Holstein