Entwicklung der Erneuerbaren Energien

Am 13. Dezember 2011 stellte Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Dr. Juliane Rumpf die Ergebnisse zweier Studien vor. Im Downloadbereich finden Sie folgende Unterlagen dazu:

  • Presseinformation mit einer kurzen Übersicht der wichtigsten Ergebnisse
  • Kurzfassung der beiden Studien
  • Studie "Erneuerbare Energien in Schleswig-Holstein - Versorgungsbeitrag und Minderung von Treibhausgasemissionen in den Jahren 2006-2010 sowie Zielszenario für das Jahr 2020"
  • Studie "Energiepotenzial aus Biomasse und Versorgungsbeitrag für das Jahr 2020".

Die Methodik für die erstmals vollständige Erfassung des Versorgungsbeitrags der Erneuerbaren Energien finden Sie in der Studie "Ermittlung des Versorgungsbeitrags aus Biomasse zur Bilanzierung der erneuerbaren Energien in Schleswig-Holstein für die Jahre 2006 bis 2009" vom 15. März 2011.

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein betrug der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch im Jahr 2010 rund 16 Prozent - und lag damit deutlich über dem durchschnittlich in Deutschland erreichten Anteil von knapp 11 Prozent). Strom aus erneuerbaren Energien erreichte im Jahr 2010 einen Anteil am Bruttostromverbrauch von 49 Prozent. Wäre 2010 ein normal gutes Windjahr gewesen, hätte der Anteil bereits bei 54 Prozent gelegen.

Anteil Erneuerbare Energien am Endenergieverbrauch (Zum Vergrößern bitte anklicken.) Anteil EE am EEVAnteil Erneuerbare Energien am Endenergieverbrauch (Zum Vergrößern bitte anklicken.)

Biomasse war im Jahr 2010 mit einem Anteil von rund 52 Prozent der gesamten Endenergie aus erneuerbaren Energiequellen wie im Vorjahr vor der Windenergie der quantitativ bedeutendste erneuerbare Energieträger in Schleswig-Holstein. Allerdings waren 2009 und 2010 schlechte Windjahre. Perspektivisch ist die Bedeutung der Windenergie erheblich höher als die der Biomasse.
Erneuerbare Energien haben in Schleswig-Holstein im Jahr 2010 bereits eine CO2-Minderung von knapp 6 Millionen Tonnen erreicht: 3,6 Millionen Tonnen (61 %) durch Windenergie und 2 Millionen Tonnen (34 %) durch Biomasse. Damit wurde bereits gut ein Fünftel der schleswig-holsteinischen Treibhausgasemissionen kompensiert.
Detaillierte Informationen gibt es in der Studie "Erneuerbare Energien in Schleswig-Holstein - Versorgungsbeitrag und Minderung von Treibhausgasemissionen in den Jahren 2006-2010 sowie Zielszenario für das Jahr 2020", die das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume beim Statistikamt Nord beauftragt hat.

Europäische Union

Die Europäische Union hat sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 20 Prozent (bzw. 30 Prozent falls eine internationale Einigung zustande kommt) unter das Niveau von 1990 zu senken. Ein wichtiger Baustein dabei ist der Ersatz der fossilen Energieträger durch erneuerbare Energien. Mit der EU-Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energien ist das Ziel gesetzt, im Jahr 2020 einen Anteil von 20 Prozent erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch und mindestens 10 Prozent (Biokraftstoffe und Elektromobilität aus erneuerbaren Energien) im Verkehrssektor in jedem Mitgliedstaat zu erreichen.

Deutschland muss danach bis 2020 einen Anteil der erneuerbaren Energien von 18 Prozent am Endenergieverbrauch erreichen.

Deutschland

Im "Nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energie gemäß der Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen" (NREAP) geht die Bundesregierung davon aus, dass das verbindliche nationale Ziel erreicht und mit einem erwarteten Anteil von 19,6 Prozent sogar übertroffen werden kann.

Erwarteter Zielpfad für Energie aus erneuerbaren Quellen in den Sektoren Wärme und Kälte, Elektrizität und Verkehr in Deutschland (Zum Vergrößern bitte anklicken.) Erwarteter Zielpfad für Energie aus erneuerbaren Quellen in den Sektoren Wärme und Kälte, Elektrizität und Verkehr in DeutschlandErwarteter Zielpfad für Energie aus erneuerbaren Quellen in den Sektoren Wärme und Kälte, Elektrizität und Verkehr in Deutschland (Zum Vergrößern bitte anklicken.)

Erneuerbare Energien hatten im Jahr 2010 in Deutschland einen Anteil von 10,9 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch (Strom, Wärme, Verkehr) und haben damit den Ausstoß von rund 118 Millionen Tonnen Treibhausgasen vermieden. Mit dem im Nationalen Aktionsplan geschätzten Ausbau der erneuerbaren Energien könnten im Jahr 2020 rund 215 Millionen Tonnen CO2-Emissonen vermieden werden.




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