Schwermetalle
Schwermetalle sind Bestandteile des Staubs in der Atmosphäre. Sie werden im wesentlichen bei Verbrennungsvorgängen und bei vielen Industrieprozessen freigesetzt. Bedeutende Emissionsquellen sind der Kraftfahrzeugverkehr und Feuerungsanlagen. Emissionen aus natürlichen Quellen, zum Beispiel aus Vulkanen, spielen eine untergeordnete Rolle.Beim Einatmen gelangen Partikel aus der Luft je nach ihrem aerodynamischen Durchmesser unterschiedlich tief in die verschiedenen Abschnitte des Atemtrakts.
Viele Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen hohen Feinstaubkonzentrationen in der Außenluft und einem vermehrten Auftreten von Schädigungen der menschlichen Gesundheit. Durch Ablagerung des Staubs (Deposition) können Schwermetalle als dessen Bestandteile in erheblicher Entfernung von ihrem Herkunftsort in Böden und Gewässer eingetragen und angereichert werden und Ökosysteme schädigen.
Die Europäische Union hat den Grenzwert für Feinstaub (PM10) seit 2005 auf 40 µg/m³ als Jahresmittelwert festgelegt. Der Grenzwert für Blei als Staubbestandteil beträgt 500 ng/m³ (seit 2005).
Die vierte Tochterrichtlinie zur Luftqualität der EU über Arsen, Cadmium, Quecksilber, Nickel und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe in der Außenluft ist im Februar 2005 in Kraft getreten: EU-Richtlinie 2004/107/EG vom 15. Dezember 2004.