Rechtliche Grundlagen des Immissionsschutzes
Der Schutz vor schädlichen Luftverunreinigungen, Geräuschen, Erschütterungen, Licht, Wärme und ähnlichen Einwirkungen wird bundeseinheitlich seit 1974 durch das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) geregelt:
Bundes-Immissionsschutzgesetz - BImSchG
Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge BGBl. I 2002, S. 3830 (Neufassung)
Damit sollen Menschen, Tiere und Pflanzen, der Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter vor Gefahren, erheblichen Nachteilen und Belästigungen geschützt werden.
Es enthält sowohl anlagenbezogene, gebietsbezogene als auch produktbezogene Handlungsansätze zum Immissionsschutz.
Auf der Grundlage des BImSchG sind mittlerweile über 30 Verordnungen zur weiteren Konkretisierung geschaffen worden, darunter folgende bedeutendere Verordnungen:
- Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen - 1. BImSchV
BGBl. I 2010, S. 38 - Verordnung zur Emissionsbegrenzung von leichtflüchtigen Halogenkohlenwasserstoffen - 2. BImSchV
BGBl. I 1990, S. 2.694 - Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen - 4. BImSchV
BGBl. I 1997, S. 504 - Verordnung über das Genehmigungsverfahren - 9. BImSchV
BGBl. I 1992; S. 1.001 - Emissionserklärungsverordnung - 11. BImSchV
BGBl. I 2007, S. 289 - Störfallverordnung - 12. BImSchV
BGBl. I 2005, S. 1.598 - Verordnung über Großfeuerungsanlagen - 13. BImSchV
BGBl. I 2004, S. 1.717 - Verkehrslärmschutzverordnung - 16. BImSchV
BGBl. I 1990, S. 1.036 - Verordnung über Verbrennungsanlagen für Abfälle und ähnliche brennbare Stoffe - 17. BImSchV
BGBl. I 1990, S. 2.545 - Sportanlagenlärmschutzverordnung - 18. BImSchV
BGBl. I 1991, S. 1.588 - Verordnung über elektromagnetische Felder - 26. BImSchV
BGBl. I 1996, S. 1.966 - Verordnung über Anlagen zur biologischen Behandlung von Abfällen - 30. BImSchV
BGBl. I 2001, S. 305 - Verordnung zur Begrenzung der Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen bei der Verwendung organischer Lösemittel in bestimmten Anlagen - 31. BImSchV
BGBl. I 2001, S. 2.180 - Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung – 32. BImSchV
BGBl. I 2002, S. 3.478 - Verordnung zur Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge mit geringem Beitrag zur Schadstoffbelastung - 35. BImSchV
BGBl. I 2006, S. 2.218 - Verordnung zur Durchführung der Regelungen der Biokraftstoffquote – 36. BImSchV
BGBl. I 2007, S. 60 - Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen – 39. BImSchV
BGBl. I 2010, S. 1065
Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft)
Die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) hat als eine der Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz besondere Bedeutung für die anlagenbezogene Luftreinhaltung. Sie legt Anforderungen zur Emissionsbegrenzung von industriellen und gewerblichen Anlagen nach dem Stand der Technik fest, die auf Grund ihrer Schadstoffemissionen einer besonderen Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz bedürfen. Darüber hinaus benennt sie für bestimmte Luftschadstoffe Immissionswerte, die durch die Schadstoffemissionen von Industrieanlagen nicht überschritten werden dürfen.
Das
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit stellt für interessierte Bürgerinnen und Bürger die wichtigsten Umweltfachgesetze und -verordnungen im Internet zur Verfügung.
Gesetze und Verordnungen auf dem Gebiet des Immissionsschutzes dienen zunehmend auch der Umsetzung von Richtlinien der Europäischen Union. Gesetzliche Regelungen der EU zur Kontrolle der Luftverschmutzung finden Sie hier.
Auf Landesebene wurden folgende Regelungen erlassen: