Milzbrandstudie

Die Lederindustrie war im ausgehenden 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein bedeutender Wirtschaftszweig mit vielen Produktionsstätten in Schleswig-Holstein. Importierte Häute wurden in aller Regel mit umweltschädlichen Konservierungsmitteln für den Transport vorbereitet und waren zudem oft mit Milzbrandsporen behaftet. Die Milzbrandsporen führten zu Erkrankungen von Mitarbeitern der Lederfabriken und auch von Viehbeständen, deren Weideflächen in Überschwemmungsgebieten im Unterstrom der Fabriken lagen.

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume hat im Jahre 2009 von der BIG -Prof. Burmeier Ingenieurgesellschaft mbH- eine Neubewertung der Kontaminationssituation auf ehemals von der Lederindustrie genutzten Flächen in Auftrag gegeben. Mit dieser Studie werden Hinweise zur Beurteilung der Gefahren aus eventuellen Verunreinigungen mit Milzbrandsporen im Untergrund gegeben. Die Hinweise dienen im Besonderen der Vermeidung von Milzbranderkrankungen des Menschen bei Bauarbeiten und Erkundungen auf Standorten von ehemaligen Lederfabriken sowie in deren Umfeld.

Die Informationen richten sich an zuständige Fachbehörden, Fachgutachter, Unternehmen der Bodensanierung und Entsorgungsunternehmen, die mit der Bearbeitung von Vorhaben auf Standorten der Lederindustrie bzw. mit der Entsorgung von mineralischen Abfällen von derartigen Standorten befasst sind. Die Beurteilung von anderen organischen und anorganischen branchentypischen Schadstoffen wird mit den vorliegenden Hinweisen nicht behandelt.

Weitere Informationen zum Thema:

Datei ist nicht barrierefrei Abschlussbericht Milzbrandverdacht auf ehemaligen Standorten der Lederindustrie sowie deren Umfeld in Schleswig-Holstein (PDF, 350 KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Datei ist nicht barrierefrei Milzbrandverdacht auf Altstandorten Kurzfassung (PDF, 476 KB, Datei ist nicht barrierefrei)

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