Studie "Qualitätssicherung für Ersatzbrennstoffe"

Ersatzbrennstoffe (EBS) aus der Aufbereitung von heterogenen Abfällen wie Hausmüll und Gewerbeabfällen werden in zunehmendem Umfang in geeigneten Feuerungsanlagen verwertet. Diese Anlagen erwarten definierte Brennstoffe mit begrenzten Gehalten an Stör- und Schadstoffen. Problematisch ist dabei vor allem Chlor, das über PVC-haltige Abfälle eingetragen wird. Daher wird eine zuverlässige und repräsentative EBS-Qualitätssicherung benötigt.

Im vorliegenden Projekt wurden über den Zeitraum von acht Monaten aus neunzehn Teilströmen realer Ersatzbrennstoffaufbereitungsanlagen insgesamt 833 kg heizwertreiche Abfälle mit 142.620 Artikeln > 15 mm gewonnen, sortiert, verwogen und fraktioniert analysiert. Die innovative Vorgehensweise ermöglicht auf der Basis von Sortieranalysen und Stückmassenverteilungen und unter Einsatz angewandter statistischer Methoden die Ermittlung von Massen- und Chlorgehalten als statistische Verteilungen mit zugehörigen Vertrauensbereichen.

Im Ergebnis können die erzeugten Ersatzbrennstoffe ebenso wie deren Vorprodukte bei deutlich reduziertem Aufwand für Probenahme, Probenaufbereitung und Analytik zuverlässig beschrieben und unter gleichen Rahmenbedingungen qualitativ kontrolliert werden.

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